Kriegsschäden an der Omar-al-Mokhtar-Straße in Gaza-Stadt, aufgenommen am 23. Februar 2025. (Foto: Jaber Jehad Badwan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Das von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza hat neue Zahlen veröffentlicht: Sein Sterbebericht für 2025 schlüsselt registrierte Todesfälle nach Ursachen auf. Eine neue Gesamtbilanz des Krieges liefert er nicht. Wie viele Tote Terroristen waren und wie viele Zivilisten, bleibt ebenfalls ungeklärt.
Der neue Bericht ist Anlass, genauer hinzusehen: Was wurde gezählt, was geschätzt – und wie machten Aktivisten daraus bereits feststehende Opferzahlen?
PornHub: Wenn es nach der KJM geht, ist diese Website bald nicht mehr erreichbar; Screenshot
Klosterschülerinnentauglich war die deutsche Vorgehensweise in Sachen instinktorientierte Angebote im WWW schon immer. Bereits im jungen deutschen Internet, Ende der 90er Jahre, wurde der strenge deutsche Jugendmedienschutz durchgesetzt.
Während im Ausland, zur damaligen Zeit (Heute übrigens auch noch!), der absolute Großteil aller Seiten ein recht simples Verfahren hatte um explizite Inhalte zu schützen – nämlich über die einfache Frage „Sind Sie über 18? Ja / Nein“ – war es für deutsche Betreiber, die legal in Deutschland arbeiten wollten, schwieriger. Hier war eine Altersverifzierung notwendig: Bis 2004 konnte man seinen Ausweis an einen Anbieter faxen oder per Post eine Ausweiskopie zu diesem schicken und Tage später konnte man mit erhaltenen Benutzerdaten über ein AVS-Tor (Altersverifikationssystem) auf (vermeintlich) jugendgefährdende Inhalte zugreifen.
Man konnte also nur den deutschen Markt bedienen. Und dies unter erschwerten Bedingungen.
Mit dem Amoklauf von Erfurt wurde Jugendmedienschutz Chefsache. Beim Amokschützen wurden zwar keinerlei pornografischen Inhalte, sondern nur Egoshooter, gefunden:
Aber es war Wahlkampf und so wurde die sog. Kommission für Jugendmedienschutz ins Leben gerufen. Und der Jugendmedienschutz nochmals verschärft.
PornHhub veröffentliche jüngst die Insights; Foto: Pornhub
Traffic-Statistiken fand ich immer schon spannend. Besonders wenn es früher um meine Webprojekte ging. Seit dem letzten Jahr verfolge ich, immer am Monatsanfang, gespannt den Trafficreport der Ruhrbarone.
Ein Highlight in Sachen Zugriffsstatistiken liefert regelmäßig das instinktorientierte Videoportal Pornhub der Firma MindGeek.
Die PR-Abteilung von MindGeek veröffentlicht regelmäßig die Pornhub-Insights:
Statistiken aus denen man Trends, Krisen und Events herauslesen kann:
Wenn Deutschland bei einer Fußball-WM spielt, geht der Traffic aus Deutschland spürbar nach unten.
Klar: Was gesucht wird, ist auch spannend – und teilweise belustigend.
Ich bin vermutlich einer der größten Fans dieser Statistiken.
Pornhub veröffentliche jetzt die aktuellen Insights, aus denen man das weltweite Nutzungsverhalten während des Covid-19-Shutdowns herauslesen kann.
Diese Daten sind nicht uninteressant. Spoiler: Suchbegriffe wie „Corona“ und „Covid-19“ sind bei deutschen Nutzern nicht sonderlich beliebt (Im Gegensatz zu Nutzern aus anderen Ländern!) und die Zugriffszahlen sind nur leicht – trotz Shutdowns – angestiegen.
Staatliche „Jugendschützer“ haben JusProg die, erst kürzlich verlängerte, Zulassung entzogen. Für Internetanbieter mit Sitz in Deutschland bedeutet dies: Sie müssten Altersverifikationssysteme einsetzen oder eine „Sendezeitbeschränkung“ 😀 einführen:
Der 26. April im Jahre 2002: Es herrscht Wahlkampf in Deutschland. Edmund Stoiber (CSU) ist Spitzenkandidat der CDU/CSU für die Bundestagswahl 2002. Herausforderer vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Am Vormittag dieses, milden und sonnigen Frühlingstages, schreitet Robert Steinhäuser (19) in Erfurt in seiner Schule, dem Gutenberg-Gymnasium, zur Tat: Er erschießt elf Lehrer, eine Sekretärin, eine Referendarin, zwei Schüler und einen Polizeibeamten. Nach dem 20minütigen Amoklauf richtete sich der Attentäter selbst.
Der Sportschütze führte bei der Tat eine Glock 17 mit mehreren Magazinen und eine Pumpgun des Typs Mossberg 500 bei sich.
Wie das halt so ist, bei einer Bundestagswahl: Man muss zeigen, dass man handelt. Hektischer Aktionismus, von Seiten der SPD, war die Folge. Mit immensen Kollateralschaden im, damals noch sehr jungen, World Wide Web. An vorderster Front dabei: Kurt Beck (SPD), damals Chef der Rundfunkkommission der Länder und somit auch automatisch Experte für alle Fragen zum Thema Internet.
Auswirkungen haben die damaligen Schnellschüsse, der konservativen und sozialdemokratischen Medienexperten, heute noch. Das Chaos, das durch die Inkompetenz von Kurt Beck (SPD) beim Thema Internet angerichtet wurde, wirkt heute noch nach.
Heuer gibt es Scharmützel zwischen Internetanbietern und der Zensur.
Just German Things:
Eine, etwas längere, Reise durch 20 Jahre Zensurwahnsinn und die aktuellen Folgen.
Unser Gastautor Peter Ansmann hat das Buch „Kurdistan“ von Tobias Huch gelesen.
Ein Geschenk Gottes an alle Nahost-Experten, Journalisten und politische Analysten: Der Nahe Osten ist die ewige Quelle um die Welt mit Artikeln und Sachbüchern zu den Auseinandersetzungen dieser permanent unfriedlichen Region zu versorgen.
„Kurdistan“ von Tobias Huch – ist ein gerade erschienenes Buch zu dieser Region im Dreiländereck Türkei – Syrien – Irak.
Seit der Neugründung des Staates Israel sind seine Konflikte mit den arabischen Nachbarn ein Dauerthema. Andere Regionen im Nahen Osten sind seit dem arabischen Frühling, der den Zusammenbruch zahlreicher Autokratien mit sich brachte, in den Focus gerückt: Der Bürgerkrieg in Syrien und das Machtvakuum nach dem Sturz Saddam Husseins waren Nährboden für die Terrormiliz Daesch, dem arabischen Akronym für den sogenannten „Islamischen Staat“: Entstanden aus dem Ableger al-Quaidas im Irak durch Amin az-Zawahiri, gewachsen unter einer Gruppe von ehemaligen Geheimdienstlern aus der Saddam-Ära unter ihrem Strategen Hadschi Bakr.
Ja, meint zumindest Tobias Huch (32) und über 6200 Menschen sagen auf Facebook „gefällt mir“ zu „FDP Liberté“.
Zum Liberalismus. Aber ist das noch zeitgemäß? Oder nur politische Reminiszenz? Und wieso gab der Jungunternehmer mit Freude Millionen für verlorene Prozesse aus?
Tobias Huch stellt sich unseren Fragen in einem ausführlichen Gespräch.
Sebastian Bartoschek (SB):
Hallo Tobias. Ich habe gelesen, du bist Honorarkonsul von Liberia, oder habe ich das falsch verstanden?
Tobias Huch (TH):
Nein, nicht ganz. Ich stehe im diplomatischen Dienst von Liberia und bin Diplomat bei den UN in Genf.
SB: Das ist also ernsthaft dein Job?
TH: Es ist eher mein Hobby. Ich habe eines Tages den liberianischen Botschafter kennengelernt und kam mit ihm ins Gespräch. Er beklagte, daß der Botschaft politische Verbindungsleute in Deutschland fehlten, auch personelle Zuarbeiter. Da ich mich schon immer aktiv für Afrika engagieren wollte, statt nur Geld zu spenden, habe ich dann vor knapp fünf Jahren angefangen, mich zu engagieren und für die liberianische Botschaft politische Kontakte hergestellt. Irgendwann meinten sie dann zu mir: Kannst du uns helfen? Wir müssen unsere ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf neu aufbauen. Da habe ich mich dann eingbracht und war ich eine maßgeblichen Personen, die dafür gesorgt haben, dass diese ständige Vertretung heute wieder existiert.
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