
Wohnt man in Grenznähe zur Tschechischen Republik, fährt man nicht erst, seit der Irankrieg und die Sperrung der Straße von Hormus die Spritpreise in die Höhe schießen ließen, zum Tanken ins Nachbarland. Durch einen Bekannten wurde ich auf zwei vergessene jüdische Begräbnisstätten aufmerksam, die ich mir bei meinem letzten Ausflug zur Zapfsäule an einem sonnigen Frühlingstag angesehen habe.
Die ehemals bedeutsame jüdische Gemeinde im böhmischen Eger (tschechisch: Cheb) geht historisch bis in das 13. Jahrhundert zurück. Die Stadt, die heute nur knapp 5 Kilometer hinter der Grenze zu Oberfranken liegt, beherbergte vermutlich nach Prag die älteste jüdische Gemeinde Böhmens, deren Blütezeit