Juden nicht erwünscht: Ein Hotel im Bayerischen Wald will keine Touristen aus Israel

Kjetil Ree: „Juden Werden Hier Nicht Bedient“, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
Kjetil Ree: „Juden Werden Hier Nicht Bedient“ Lizenz: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Ein Israeli buchte über die Online-Plattform „Booking.com“ ein Zimmer im Hotel „Zum Hirschen“ im Bayerischen Wald. Als Antwort erhielt er eine Nachricht, in der es hieß, dass Juden dort nicht erwünscht seien. In einem Statement versuchte ein Vertreter des Hotels eine Begründung.

Anfang Juli entschied sich ein Israeli, über dessen Identität keine Einzelheiten bekannt sind, Urlaub im Bayerischen Wald zu machen. Im Luftkurort Lam nahe der tschechischen Grenze fand er über das Online-Portal „Booking.com“ das Hotel „Zum Hirschen“ und buchte dort ein Zimmer. Als Antwort erhielt er eine Nachricht des Hotels, in der „Sorry, there are no Jews allowed in our hotel“ stand. Durch einen Post der israelischen Generalkonsulin Talya Lador-Fresher wurde der Fall öffentlich und schlug medial hohe Wellen.

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Vergessene Zeugnisse jüdischen Lebens – Auf den Spuren der Egerländer Gemeinde

Ein Grabstein auf einem vergessenen jüdischen Friedhof. Foto: Andreas Wolf
Ein Grabstein auf einem vergessenen jüdischen Friedhof. Foto: Andreas Wolf

Wohnt man in Grenznähe zur Tschechischen Republik, fährt man nicht erst, seit der Irankrieg und die Sperrung der Straße von Hormus die Spritpreise in die Höhe schießen ließen, zum Tanken ins Nachbarland. Durch einen Bekannten wurde ich auf zwei vergessene jüdische Begräbnisstätten aufmerksam, die ich mir bei meinem letzten Ausflug zur Zapfsäule an einem sonnigen Frühlingstag angesehen habe.

Die ehemals bedeutsame jüdische Gemeinde im böhmischen Eger (tschechisch: Cheb) geht historisch bis in das 13. Jahrhundert zurück. Die Stadt, die heute nur knapp 5 Kilometer hinter der Grenze zu Oberfranken liegt, beherbergte vermutlich nach Prag die älteste jüdische Gemeinde Böhmens, deren Blütezeit

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Safe Space Tel Aviv: Der Christopher Street Day findet wieder statt

Der CSD in Tel Aviv ist tatsächlich noch ein bisschen bunter als anderswo
Der CSD in Tel Aviv ist tatsächlich noch ein bisschen bunter als anderswo. Bild ki-generiert von DALL-E

Wenn Tel Aviv im Juni wieder in Regenbogenfarben leuchtet, geht es nicht nur um Feiern. Der Christopher Street Day, kurz CSD, ist hier ein starkes Zeichen für Würde und Sicherheit. Er macht sichtbar, dass Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans oder intergeschlechtlich sind, ihren Platz im öffentlichen Raum nicht nur behaupten, sondern selbstbewusst einnehmen. Für viele Gäste ist es ein Urlaubshöhepunkt. Für viele Israelis nicht nur aus der LGBTQ-Community ist es der seltene Moment, in dem sich der Alltag leichter anfühlt.

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Urlaubsland Israel: Auf dem langen Weg zurück in die Normalität

Rundgang über die IMTM, die internationale mediterrane Tourismusmesse, in Tel Aviv
Rundgang über die IMTM, die internationale mediterrane Tourismusmesse, in Tel Aviv. Fotos: Till Oliver Becker

Die IMTM, der International Mediterranean Tourism Market, gilt als größte Tourismusmesse im Mittelmeerraum. Anfang Februar füllten sich die Hallen auf dem Expo-Gelände in Tel Aviv wieder mit Ständen, Gesprächen und dem typischen Messebrummen. Nach Krieg, Reisewarnungen und einer langen Phase geopolitischer Unsicherheit wirkt das wie ein Signal. Die Branche lebt, sie will nach vorn, sie setzt auf eine gute Zukunft. Die Ruhrbarone waren als eines von wenigen deutschsprachigen Medien zu Gast auf der IMTM.

Die Stimmung bei der Eröffnung war erwartungsvoll, teils auch trotzig. Tourismusminister Haim Katz sprach vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Diplomatie von einem Wendepunkt nach einer bitteren Zeit der Destabilisierung und deutlich sinkender Besucherzahlen. Unter den Gästen war auch Mike Huckabee, Botschafter der Vereinigten Staaten in Israel. 2026, so die Botschaft des Ministers, werde eine spürbare Trendwende bringen. Als positives Zeichen nannte Katz die Wiederaufnahme wichtiger internationaler Flugverbindungen sowie beträchtliche

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Israel erleben – Teil 4: Tel Aviv, Masada, En Gedi und Totes Meer

Masada, Juni 2023 (Foto: Peter Ansmann)
Masada, Juni 2023 (Foto: Peter Ansmann)

Unseren zweiten Urlaub in Tel Aviv im letzten Jahr hatten wir sehr spontan gebucht: Nach der Rückkehr aus Tel Aviv im Januar – dort hatten wir 25 Grad Celsius und Sonnenschein – war ich mies gelaunt: Am Flughafen Frankfurt/Main erwartete uns Schneeregen. Und eine andere Temperaturlage.

Unsere Zeit dort – vom ersten bis zum 9. Juli – fiel auf die Veranstaltungzeit der Pride 2023 in Tel Aviv. Eigentlich nicht so „unser Ding“ – im Nachhinein ärgerten wir uns, dass wir nicht drei Tage länger gebucht hatten. Die Abschlussparade, die direkt an unserem Hotel vorbeizog, haben wir wegen unseres Abfluges am Freitag leider verpasst. Die Stimmung wegen der Pride 2023 war etwas besonders, ebenso die Sicherheitsmaßnahmen an der Strandpromenade in Tel Aviv: Kein Wunder, etwa 80 km weiter wurde man dort – wenn man sich als schwul oder lesbisch outet – wahlweise vom Hochhaus geschmissen oder zu Tode geschleift. Damals herrschte in Gaza noch das Hamas-Regime. Um so erstaunlicher, dass man seit Oktober 2023 immer wieder anti-israelische Propaganda von „Queers für Palästina“ und ähnlich aufgestellten Gruppierungen in den sozialen Medien sieht.

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Israel erleben – Teil 3: Schabbat Schalom – ein Samstag in Tel Aviv

Der Rothschild-Boulevard in Tel Aviv (Foto: Peter Ansmann)
Der Rothschild-Boulevard in Tel Aviv (Foto: Peter Ansmann)

Der dritte Teil zum Thema „Israel erleben“ – wir sind immer noch in Tel Aviv. Wer glaubt, dass an einem Sabbat alles in eher Tel Aviv ruht, der irrt. Was einem an einem Samstagmorgen in der israelischen, eher säkular geprägten, Küstenmetropole zuerst auffällt, sobald man auf die Straße kommt, ist der wesentlich ruhige Straßenverkehr und die fehlenden Busse.

Was uns an diesen Tag nicht stört: Unser erstes Ziel des Tages, die Dizengoffstraße, ist fußläufig innerhalb von wenigen Minuten zu erreichen. Zumindest theoretisch.

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Israel erleben – Teil 2: Ankunft in Tel Aviv

Flughafen Ben-Gurion, Tel-Aviv; Foto: Peter Ansmann
Flughafen Ben-Gurion, Tel-Aviv; Foto: Peter Ansmann

Letzte Woche habe ich mit dem Beitrag „Israel erleben – Teil 1: Jerusalem“ angefangen meine drei diesjährigen Israel-Aufenthalte hier im Blog der Ruhrbarone aufzubereiten. Von Jerusalem (Wo ich im September 2023, wenige Woche vor den Terrorangriffen, war!) geht es jetzt nach Tel Aviv. DIE Metropole schlechthin. Anders als die anderen Städte in Israel, säkular geprägt. Neben einen Orts-, mache ich diesmal auch einen Zeitsprung: Zum Januar des Jahres 2023. 

Von langer Hand geplant war der Trip nach Tel Aviv im Januar nicht. Ich wollte mit der Freundin, ein Geburtstagsgeschenk, im April nach Kreta. Beim gemeinsamen Abendessen kam eine E-Mail rein, in der mir mitgeteilt wurde, dass die Reise nicht mehr stattfinden würde, weil ein Anbieter vor Ort ausgefallen wäre und die Anzahlung via PayPal gerade zurücküberwiesen wurde.

Während die Freundin kurz den Tisch verließ, nutzte ich Google um ein anderes, kurzfristig buchbares, Urlaubsziel für uns zu finden. Israel hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt auf meinem Schirm: Weil wir bereits eine Israel-Rundreise für den September gebucht hatten. Auf den ersten Treffern in den SERPs tauchte dann Tel Aviv auf. Relativ erschwinglich zu buchen. Das Hotel bot kein Frühstück an, eine Suche bei Google nach dem Hotel zeigte die Umgebung des Hotels – zu Unrecht – nicht im besten Licht. Ganz zu 100% überzeugt war ich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht. Trotzdem ging ich das Risiko ein. Noch bevor mein im Restaurant bestelltes Getränk am Platz war, hatte ich Tel Aviv für zwei Personen gebucht und den zurücküberwiesenen Betrag für die andere Reise via PayPal verwendet, um uns eine Woche Tel Aviv im Januar 2023 zu gönnen.

Vorweg: Eine gute Entscheidung! Dieser Urlaub war perfekt, trotz Schwierigkeiten mit dem Transitflug und einer ungeplanten Übernachtung in Istanbul.

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Israel erleben – Teil 1: Jerusalem

September 2023: Blick auf Jerusalem; Foto: Peter Ansmann
September 2023: Blick auf Jerusalem; Foto: Peter Ansmann

Im September waren wir zum dritten Mal in diesem Jahr in Israel. Highlights in Israel. Geplant war diese Fahrt eigentlich für das Vorjahr, da fiel die Tour aber aus: Stattdessen landeten wir, der Veranstalter hatte uns nicht auf den Flug gebucht in Tel Aviv. 

An zwei Tagen klinkten wir uns im September aus der Gruppe aus, um nach Tel Aviv zu fahren. Wir hatten einen schönen Tag am Strand, besuchten das Hotel, in dem wir im Januar und Juni waren. Am Abend trafen wir uns mit Arye Sharuz in einem Vorort von Tel Aviv. Auch wenn das Bahnwesen und der Nahverkehr in Israel vorbildlich sind und prima funktionieren, war die Fahrt nicht ganz unproblematisch. Arye musste uns irgendwo abholen. Die Strapazen hatten sich aber gelohnt: Es gab perfektes Shawarma mit Reis. Reis nach iranischer Art. Beim Tischgespräch ging es irgendwann auch um unseren Urlaub, immerhin der dritte in 2023, in Israel. Und über die Frage „Wieso zum Henker, ist Israel eigentlich nicht auf der Liste der beliebtesten Ferienziele der Deutschen zu finden?“

Vielleicht ist das auch ein Grund, für manche deutschen israelfeindlichen Stimmen: Das Land ist ihnen einfach unbekannt.

Aktuell wird, nach den palästinensischen Terrorangriffen, von Reisen nach Israel abgeraten. Irgendwann wird man aber dieses Land besuchen können. Demnächst sogar per Direktflug von Düsseldorf nach Tel Aviv. Ich greife jetzt dieses Gespräch mit Arye auf.  In den nächsten Tagen versuche ich, ein wenig Lust auf ein ebenso schönes wie spannendes Land zu machen. Mit meinem umgeschriebenen und nicht ganz chronologischen Reisetagebuch.

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