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Trotz aller berechtigten Bedenken: Die Entscheidung der DFL die Saison fortzusetzen war richtig!

Foto: Robin Patzwaldt

Man mag es ja kaum glauben, aber sie scheinen es tatsächlich geschafft zu haben! Noch fehlt zwar ein finaler zu absolvierender Spieltag, doch die auf den ersten Eindruck vielkritisierte Entscheidung, die Fußball-Bundesliga mit einem extra von der DFL hierfür entwickelten ‚Hygiene-Konzept‘ in Corona-Zeiten ‚durchzuprügeln‘, sie scheint am Ende von einem nicht zu erwartenden Erfolg bestätigt zu werden.

Am kommenden Wochenende wird die Saison 2019/20 in der 1. und 2. Bundesliga mit dem 34. Spieltag sportlich regulär beendet werden können. Es folgen dann noch die fälligen Relegationsspiele und das DFB-Pokal-Endspiel in Berlin. An einer Austragung der Spiele besteht nach aktuellem Stand aber kaum noch ein ernsthafter Zweifel.

Bisher funktionierte, was am Anfang nach einer regelrechten Harakiri-Entscheidung aussah. Wer hätte das noch vor zwei Monaten gedacht?Nur die allergrößten Optimisten waren damals der Meinung, dass es grundsätzlich eine gute Idee sei, die Bundesliga als erste Top-Liga Europas wieder spielen zu lassen. Die Bedenken waren zahlreich und vielfältig. Auch hier im Blog haben wir lange und intensiv darüber diskutiert.

Eigentlich wollte niemand, dass unter diesen Umständen wieder Fußball gespielt wird. Jetzt, knapp zwei Monate später, freuen sich nahezu alle Beteiligten, dass es so positiv gelaufen ist.

Natürlich bedauern viele Stadiongänger zurecht, dass die Spiele ihrer Lieblinge in der Endphase der nun zu Ende gehenden Runde ohne sie stattfinden mussten. Doch die Bedenken in Sachen Gesundheit der Aktiven etc. haben sich zum Glück bisher nicht bewahrheitet.

Sportlich nahm das Geschehen wieder eine Form an, wie man das von vor der Pandemie gewohnt war. Die Spiele boten vielfach gute Unterhaltung für alle Zuschauer und –Hörer. Auch an die Tatsache, dass die gewohnte Atmosphäre aus einem Bundesligastadion nun eher einer Amateur-Begegnung auf dem Dorf ähnelte, hatte sich die große Mehrheit der Fußballfreunde schnell gewöhnt. Die stabilen Einschaltquoten bei Sky zeigten das.

Der von manchen befürchtete Einbruch bei den Stammzuschauern der Bundesliga, er blieb aus. Lediglich die ARD-Sportschau, wo vermehrt Gelegenheitszuschauer der Bundesliga vorbeischauen, musste mit weniger Einschaltquote als üblich auskommen. Verständlich in einer Zeit, in der Fußball eben noch mehr als sonst nur eine Nebensache ist.

Der Profi-Fußball ist bisher mit einem ‚Blauen Auge‘ durch die Corona-Krise gekommen. Zumindest hierzulande. Andere europäische Ligen eifern der Bundesliga jetzt dementsprechend nach, werden in den kommenden Wochen ähnliches versuchen. Ein dickes Kompliment für die Macher bei der DFL.

Bei allem was es also durchaus auch zu kritisieren gegeben hat, war die Sache am Ende doch ein klarer Erfolg. Entertainmant in unterhaltungsarmen Zeiten war bei Millionen auch ohne gefüllte Arenen sehr willkommen, die Profis und die Klubs freuten sich, da sie wieder ihrem Beruf nachgehen konnten und auch die Medienvertreter konnten wieder ihrem Tagesgeschäft folgen. Wer sich der Sache aus irgendwelchen Gründen persönlich lieber verweigern wollte, der hatte natürlich auch die Möglichkeit dazu. Offenbar waren das aber nicht allzu viele.

Dass die Saison 2019/20 damit in wenigen Tagen als eine fast reguläre Veranstaltung beendet werden kann, ist für jeden Beteiligten ein schöner Erfolg. Niemandem hätte es geholfen, wenn Kritiker Karl Lauterbach mit seinem im Vorfeld skizzierten Schreckensszenario Recht behalten hätte. Und über das Zulassen von Teilzuschauermengen zur neuen Saison etc. kann jetzt in der nahenden Sommerpause in aller Ruhe diskutiert werden.

Also, alles richtig gemacht, DFL! Respekt für den Mut, der offenkundig jetzt in diesen Tagen belohnt wird!

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