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Trump: Das Ende des Westens?

Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA Lizenz: CC BY 2.0
Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA Lizenz: CC BY 2.0

Trump und seine dritte Ehefrau Melania bei einem Wahlkampfauftritt 2016 Marc Nozell from Merrimack, New Hampshire, USA Lizenz: CC BY 2.0


Viele haben über Jahrzehnte von allen politischen Seiten daran gearbeitet, den Westen zu zerstören. Mit der Wahl Trumps zum Präsidenten der USA scheint ihr Triumph so nah wie noch nie. Die Trumps, Putins, von Storchs und Le Pens könnten, unterstützt von dümmlichen Claqueuren  wie Jakob Augstein, Linkspopulisten wie Wagenknecht und grünen Endzeitpropheten, das zivilisatorische Projekt, das der  Westen ist, zerstören. Wir können sie nur daran hindern, wenn wir ihrer autoritären Politik der Angst eine des Muts und des Vertrauens in das Individuum entgegensetzen.

Die Grundidee des Westens ist der Glaube des Einzelnen an seine Zukunft, der Wille und sein Recht, sie zu gestalten und nach seinem Glück zu streben. In der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wurde all das formuliert:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glückseligkeit.“

Selbstbewusste Menschen, die in von ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt waren und die die Zukunft erobern  wollten, haben diese Sätze geschrieben. Mit diesen Sätzen begann der, wenn auch von vielen Rückschlägen begleitete, Siegeszug der Freiheit des Individuums,  wurde die Grundlage für Demokratie und Kapitalismus gelegt, wurde unserem heutigen Wohlstand das Fundament bereitet. Diese Gedanken, diese Ideen, waren so mächtig, dass sie die verkommenen Feudalsysteme Europas vernichteten, gegen die Bedrohung von Faschismus und Nationalsozialismus standhielten und den Stalinismus zu Fall brachten.

Diese Idee des Muts, des Selbstbewusstseins und des Optimismus wurde seit jeher von Endzeitpropheten, wie Richard Herzinger sie nannte, angegriffen.  Sie stellten sich gegen die normative Kraft der Menschenrechte und relativierten sie, stellten sie mit den Menschenbildern von Religionen und Diktaturen auf eine Ebene. Sie nahmen den Menschen den Mut und den Glauben an sich selbst und machten ihnen Angst: vor Flüchtlingen, der Öko-Apokalypse,  der sich angeblich ausbreitenden Armut, dem Bevölkerungszuwachs, dem Wirtschaftswachstum, Chemtrails, der Strafe Gottes und dem Verfall der Sitten. Von allen Seiten wurde die Idee des Westens seit jeher angegriffen und nun ist es wieder einmal soweit: Die Politik der Angst führt dazu, dass  immer mehr Menschen autoritären Ideen hinterherlaufen, dass sie den Glauben an sich selbst verlieren und stattdessen auf einen starken Staat setzen, auf Politiker wie Trump, von Storch, Wagenknecht und Hofreiter, die ihnen Angst vor dem Freihandel machen, die Mauern errichten wollen. Mal gegen Menschen, mal gegen Waren, mal gegen Ideen, oft in der Konsequenz gegen alles.

Die Idee der Angst vergiftet unser Zusammenleben, sorgt dafür, dass das Leben und der Andere nur noch als Risiko wahrgenommen werden und nicht als Chance. Die Politik der Angst war traditionell eine reaktionäre, aber seit den sechziger Jahren haben Linke sie übernommen. Sie haben aufgehört, sich um die Belange der Unterschicht zu kümmern und darum zu kämpfen, dass diese ein größeres Stück des Kuchens abbekommt, und haben stattdessen Identitätspolitik betrieben und über Angstpropaganda ihre Macht abzusichern versucht.

Nun, mit der Wahl Trumps, hat die autoritäre Politik, die aus der Angst der Menschen kommt, ihren bislang größten Triumph gefeiert. All die Putins, von Storchs, Augsteins und Wagenknechts feixen heute. Ist das der Untergang des Westens? Kann sein, muss nicht sein. Wenn den Untergangspropheten wieder die Idee des starken Individuums entgegensetzt wird,  das das Recht hat, sein Leben zu gestalten – und das  auf seinem Weg, wenn nötig, Unterstützung erhält-,  wenn eine Politik aufhört, die die Menschen erziehen und nicht ihnen Freiräume eröffnen möchte, kann das Projekt des Westens heute gerettet werden. Langfristig, in historischen Dimensionen, wird es sich ohnehin durchsetzen. Seine Überlegenheit, das Versprechen der Freiheit, ist so mächtig, dass es allen Unfug, den Kulturrelativierer von sich geben, durchsetzen wird. Nur möchte ich nicht in der dunklen Zwischenphase leben. Also kämpfen wir gegen die all die Trumps, die Untergangspropheten, die Angst und für die Freiheit und die Zukunft.
Wir sollten zudem nie vergessen, was uns Superpunk gelehrt haben: „Nichts ist vorbei, bevor es vorbei ist“. Und es ist noch nicht vorbei…

 

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49 Kommentare zu “Trump: Das Ende des Westens?

  • #1
    kE

    Ich gehe davon aus, dass Trump und die Republikaner diese Freiheit des einzelnen ohne großen Rückhalt in der Gemeinschaft unterstützen.

    Er gilt nur nicht für alle. Mit der Abschaffung der Krankenversicherung wird doch direkt wieder die Verantwortung des Individuums für sich betont.

    Ist Trump mit seinen Republikanern nicht der Traum der individuellen Freiheit für die US-Staatsbürger?

    Es bleibt abzuwarten, ob der Nanny State mit Subventionen etc. auch abgebaut wird oder ob die individuelle Freiheit und das Risiko nur für die armen der Gesellschaft gilt und nicht für Unternehmen, die gerne staatliche Unterstützung, Haftungsbeschränkungen etc. nehmen.

  • #2
    Jens Koenig

    Es ist nicht nur Angst. Es ist auch die Rache der Verlierer Die bzw die sich dafür halten haben gerade Trump gewählt und wählen anderswo Afd.
    Oder wie die Washington Post schrieb: lThat disconnect can only be explained by a desire to blow up the whole system."

  • Pingback: Ein paar Worte zur US-Wahl | Kamikaze-Demokratie

  • #4
    Arnold Voss

    Der Begriff der Rache ist hier völlig fehl am Platz. Wähler wählen nach ihren Interessen, und wenn ich mich als Verlierer empfinde, dann wähle ich Jemanden der verspricht, mich wieder zum Gewinner zu machen. Als Rache können das nur die empfinden, die Demokratie nur dann für gut halten, wenn sie selbst in der Mehrheit sind, bzw. die nicht zu den Verlieren gehören.

  • #5
    Davbub

    Seltsam, wie sich falsche Aussagen auch dann noch halten, wenn sie von der Wirklichkeit widerlegt wurden: Die Trumpwähler sind – ebenso wie die AfD- Wählerschaft- eher höher gebildet und ökonomisch erfolgreicher als der Durchschnitt. Dennoch ist auch hier wieder von den Verlierern der Globalisierung und Rache die Rede. Das mag zwar die sich in ihrer gefühlten moralischen Überlegenheit Suhlenden beruhigen, hat aber mit der Realität nichts zu tun. Wenn diese dann auch noch den "Populisten" post-faktisches Verhalten vorwerfen, ist dies nur ein weiterer Ausdruck weitverbreiteter Ignoranz gegen die tatsächlichen Verhältnisse. Diese müssen einem nicht unbedingt gefallen, aber zunächst sollte sie doch jeder zur Kenntnis nehmen.

  • #6
    Wolfram Obermanns

    #4
    Was wenn der Wähler glaubt, er würde, egal wen er wählt, verlieren?
    Was wenn er denkt, ihr läßt mich über die Klinge springen und ich kann nichts dagegen tun, nur so viele wie möglich von "euch" mitnehmen?

  • #7
    Arnold Voss

    Wer glaubt, dass es egal ist wen man wählt, der geht nicht zur Wahl. Der wird apathisch oder geht in den Untergrund. Trump verspricht, wie alle Populisten, nicht das Chaos sondern eine neue Ordnung. Mag sein, dass sie am Ende chaotisch wird, aber das ist dann nicht Absicht sondern Versagen oder Hybris oder beides. Trump wird z.B, sehr wahrscheinlich ein Infrastrukturprogramm Rooseveltschen Ausmaßes einleiten, um seine Arbeisplatzversprechen möglichst kurzfristige einhalten zu können. Ob das funktioniert ist eine andere Frage, aber mit Chaos oder Niedergang hat das erst mal nichts zu tun.

  • #8
    Klaus Lohmann

    @#5: Meinten Sie etwa *diese* Trumpwähler: http://www.berliner-zeitung.de/politik/analyse-das-sind-die-trump-waehler—ueber-50–maennlich–weiss–ungebildet-25060102 ?

  • #9
    Gerd

    Wenn es um Donald ging, haben sich die deutschen Medien von Anfang an geirrt: Nominierung, Wahlsieg.

    Sollte man angesichts dieser falschen Prognosen aus der Vergangenheit nicht in Sachen Prognosen ein ganz klein wenig vorsichtiger sein?

    Ich wette jedenfalls eine Kiste Weizenbier gegen eine Flasche Oettinger, dass die Medien schon wieder falsch liegen.

  • #10
    Arnold Voss

    @ # 5 Davbub

    Das müssten sie schon belegen. Was aber meines Wissens als sicher gilt, ist jedoch, dass die ökonomischen Verlierer nur einen Teil ihrer Wählerschaft ausmachen. Hinzu kommen die, die sich als potentielle Verlierer sehen, und das können sehr wohl gebildete und bislang erfolgreiche Menschen sein. Die dritte Gruppe ist die, die keine Abstiegsängste hat, die aber, wie die anderen, mit Multikulti und Mulitireligiösität nichts am Hut hat und eher tradiertere Familienwerte bevorzugen. Alle eint jedoch, dass sie sich von den sogenannten herrschenden Eliten betrogen und veräppelt fühlen.Und das entspricht zu einem guten Teil auch der Realität.

  • #11
    Wolfram Obermanns

    #7
    Bisher war das bei Wahlen so. Bei Laborversuchen zum Sozialverhalten ist eine Bestrafungsstrategie hingegen sehr wohl zu beobachten.

  • #12
    Arnold Voss

    Aber für wen soll die Wahl eines steuervermeidenden Milliardärs als Retter der Armen und Geknechteten eine Strafe sein, Wolfram?Ein Teil von Trumps Wählern könnten sehr bald feststellen, dass er sich mit seiner Entscheidung vor allem selbst bestraft hat.

  • #13
    Joachim

    Danke, für heute ist das der beste Kommentar, den ich in den Medien lesen durfte.

    Hoffentlich entdeckt die Linke die Werte der Aufklärung wieder für sich, die sie zugunsten von Öko-Aberglauben, Kulturrelativismus und der Bevormundung der Bürger in allen Lebensbereichen über Bord geworfen hat.

    Leider auch ein Armutszeugnis für Konservative und Liberale, die seit Jahren bei der Verteidigung der Bürgerrechte abgetaucht sind.

  • #14
  • #15
    thomas weigle

    "unveräußerliche Rechte, etc" von wegen. Als der Sklavenhalter Thomas Jefferson starb, wurden dutzende seiner Sklaven versteigert um seine Schulden abzudecken. Immerhin einige wenige Sklaven aus seinem Besitz entließ er in die Freiheit. R.echt widersprüchlich und so ist das heute noch in den Staaten. Die schönen Worte Jeffersons galten den Weißen. Ob Ihm dieser Widerspruch bewusst war, sei mal dahingestellt.

  • #16
    Daniel E.

    Schöner Artikel, dem ich durchweg zustimmen kann. Tatsächlich das beste, was ich heute zu dieser Thematik lesen konnte.

    Abgesehen davon würde ich gerne eine schnelle Korrekturlesung des Textes anbieten 😉

  • #17
    Gerd

    http://www.berliner-zeitung.de/politik/analyse-das-sind-die-trump-waehler—ueber-50–maennlich–weiss–ungebildet-25060102

    Anders ausgedrückt: Er hat bei Minderheiten besser als erwartet abgeschnitten und nebenbei bemerkt bei Menschen mit Universitätsabschluss so gut wie Clinton.

  • #18
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Daniel E.: Doppeldank 🙂 Aber unsere Lektorin Vanessa will gleich an den Text ran.

  • #19
    Davbub

    @ 10: Kein Problem: http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/analyse-zur-us-wahl-2016-wer-waehlte-wen-14520011.html
    Interessant ist für mich vor allem, daß der "Rassist" bei Hispanics und Asia-Amerikanern
    ca. 30% holte.

  • #20
    Walter Stach

    Mehrheit der Wähler für Clinton.
    Zur Zeit wird öffentlich, daß nach dem aktuellen Stand Clinton von 59.166.405 und Trump von 59.o29.912 Wahlberechtigten gewählt worden ist.
    Das ändert nichts daran, daß Trump die Mehrheit der sog. Wahlmännerstimmen hinter sich gebracht hat und damit durch die Versammlung der Wahlmänner zum Präsidenten gewählt werden wird.
    Ein kleiner Trost für Clinton und die Demokraten? Ich denke nicht.
    Möglicherweise ein Faktum, das Trump davon abhalten wird, allzu radikal die Innen- und Außenpolitik der USA der letzten 7o Jahre grundlegend zu ändern, denn das wäre dann eine Politik gegen den Mehrheitswillen der Wähler.

    Hinweis:
    Die o.a. Diskussion -sh. u.a. -5- ist Anlaß für mich anzuregen, die Wähleranalysen evtl doch noch einmal zu bedenken, bevor Schlußfolgerungen gezogen werden:

    Nur kurze Auszüge aus den verfügbaren Materialien:

    A l t e r
    18 – 24 Jahre 55 % Clinton, 32 % Trump.
    5o- 65 + Jahre 45/46 % Clinton, 51 % Trump

    G e s c h l e c h t
    Männer 41 % Clinton, 5o% Trump
    Frauen 54 % Clinton, 4o% Trump

    E t h n i e n
    Weiße 37 % Clinton, 58 % Trump
    Schwarze 87 % Clinton, 8 % Trump
    Latinos 65 % Clinton, 29 % Trump

    B i l d u n g
    High-School oder weniger 45 % Clinton, 51% Trump
    College – Abschluß 49 % Clinton, 45 % Trump
    Hochschulabschluß 58 % Clinton, 37 % Trump

    -zum letzteren sh. Davbub unter -5-.

    Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang eine weitere Statistik -Graphik- bei Spiegel-online, die deutlich macht, daß Trump im gesamten Nordosten der USA, einem Industrie- Gürtel (bzw. seinen Überbleibseln) , deutlich besser abgeschnitten hat als der republikanischer Kandidat Mitt Romny 2o12.
    Letzteres wiederum bestätigt das, was sich bereits im Wahlkampf und in allen Umfragen abzeichnete, daß nämlich von Abstiegsängsten geplagte ältere weiße Arbeiter mit unterem bis mittlerem Bildungsabschluß jetzt verstärkt -und wahlentscheidend?-Trump wählen würden, Wähler, die traditionell die Demokraten gewählt haben.

    Wenn u.a. aus alldem der eine oder der andere der hier Diskutierenden bemerkenswerte Übereinstimmungen zur AFD-Wählerschaft ausmacht, dann ist das keineswegs abwegig, sondern naheliegend.

    Ich bin noch dabei, mir meine abschließende Meinung zur Trump-Wahl zu bilden, dh., ich bin noch dabei, die Zahlen zu analysieren, aber auch Stimmen von Wissenschaftlern aus den USA aus allen einschlägigen Disziplinen auszuwerten. Das bezieht dann mein Nachdenken über mögliche Folgen dieser Wahl für die USA, für Deutschland, für Europa und weltweit ein.

    Im Moment reicht es bei mir allerdings schon zu der ab heute ja nicht mehr abwegigen Spekulation, daß in Deutschland bei einer vergleichbaren Wahl Frau Petry gewinnen könnte -wider alle Umfragen- Ironie meinerseits? Nein, zumindest nicht nur.
    U.a. angesichts dieser mir nicht mehr völlig abwegigen Spekulation ist es sehr gut so, daß wir in Deutschland keine Präsidial- demokratie mit einem direkt zu wählenden Präsidenten , sondern eine parlamentarische Demokratie haben und ein Parteiensystem, das nach dem Stand heute, nur Koalitionsregierungen (und Koalitionskanzler) möglich macht, und zwar getragen von Parteien jenseits der AFD.
    ( Und deshalb ist es auch gut so, daß es auf Bundesebene bis auf eine Ausnahme (noch) keine Volksbegehren/Volksentscheide und keinen direkt vom Volk zu wählenden Bundespräsideten gibt.)
    .
    Dass Putin als einer der ersten Trump gratuliert hat und die radikale Rechte in Frankreich und Deutschland ganz besonders Trump bejubelt, kann nicht überraschen.
    Offenkundige Übereinstimmungen in der Ideologie (in der Grundgesinnung) können ausgemacht werden:
    Rassismus,, Fremdenfeindlichkeit, Hass gegenüber politisch Andersdenkenden, Nationalismus, Verlustängste um die sog. nationale Identität, Hass auf die demokratischen Parteien und auf demokratische Einrichtungen und demokratische Gepflogenheiten, aber auch das Gefühl des "Abgehängtseins", des "Vergessenworden-seins" im eigenen Land bei vielen Menschen und das Schüren dieser Ängste durch politische Agitatoren, vor allem in den sog. sozialen Netzwerken, und vor alle hier regelmäßig bewußt wider aller Fakten , auf Emotionen abzielend, die Vernunft ausblendend und in einer Sprache, die ich pöbelhaft nenne, und die mit Trump den Status eines bewußten Zivilisationsbruches erreicht hat.

  • #21
    Niklas Andoni

    Das Jammern der selbsternannten deutschen Intellektuellen und der hiesigen politischen Eliten ist einfach nur dumm. Trump hat sich in einer weitgehend demokratischen Vorwahl innerhalb seiner Partei durchgesetzt. Gegen alle internen Widerstände. Trump hat dann entgegen aller Vorhersagen mit einem großartigen und engagierten Wahlkampf bewiesen, dass er das Zeug zum Präsidenten hat und wurde folgerichtig von der Mehrheit aller Amerikaner gewählt. Sein Erfolg ist ein wunderbares Beispiel für die lebendige demokratische Kultur in den USA. Und ein wunderbares Beispiel dafür, dass der amerikanische Traum immer noch lebendig ist. Der Enkel eines Einwanderers folgt dem Nachfahren eines ehemaligen Sklaven in das höchste Amt des Staates. Und im Gegensatz zu Clinton, die sich in den Vorwahlen gegen Sanders nur mit schmutzigen Tricks durchsetzen konnte, hat Trump die Probleme der USA offen angesprochen und nicht unter den Teppich gekehrt. Make Amerika great again, Mr. President!

  • #22
    Wolfram Obermanns

    #12
    "Aber für wen soll die Wahl eines steuervermeidenden Milliardärs als Retter der Armen und Geknechteten eine Strafe sein,"
    Die Agenda Trumps richtet sich nicht nur gegen Ausländer, sondern auch gegen den gehobenen Mittelstand, der in USA etwa 15% der Bevölkerung (Wikipedia) und die Kernwählerschaft der Demokraten bzw. Clintons ausmacht. Das ist der Mittelstand, der von einem Gehalt mehr als nur gut leben kann, während der untere Mittelstand häufig schon Zweitjobs braucht, um über die Runden zu kommen.

  • #23
    Walter Stach

    Vorbildlich:
    Als Demokraten, als Patrioten:
    sh. die Reden von Obama und Clinton, die ich so eben gehört habe!

    Was hätte wohl Trump gesagt, wenn……??????

  • #24
    kE

    Demokratie war für mich immer die Herrschaft des Volkes. Dabei wird von freien, gleichen und geheimen Wahlen ausgegangen.

    Es ist insbesondere die Idee, dass jeder Wahlberechtigte bzgl. der Stimmenwertigkeit gleich ist.

    Jetzt gibt es die Klagen über die wenig gebildeten, die einfach nicht richtig wählen. Die Befürchtung, dass direkte Demokratie gefährlich ist etc.

    Vor was haben diese Kommentatoren Angst?
    Den Vorteil einer Parteienelite, die dann vom Volk auf Listen bestätigt wird, sehe ich nicht. So etwas gab es doch im Osten.

  • #25
    Helmut Junge

    @24
    "Es ist insbesondere die Idee, dass jeder Wahlberechtigte bzgl. der Stimmenwertigkeit gleich ist."
    solange die Mehrheit den eigenen Vorstellungen entsprechend das Wahlkreuzchen macht, spielt der Bildungsgrad immer noch keine Rolle. Aber wenn nicht, …….dann gelten sie als dumm. So hat schon mein Großvater über alle Nachbarn gedacht, wenn die nicht seine Lieblingspartei gewählt hatten.
    Umgekehrt habe ich hier bei den Ruhrbaronen Kommentatoren erlebt, die genau anders herum argumentierten. Dumm blieben die Anderswählenden aber allemal. Da hat sich nichts dran geändert.

  • #26
    Klaus Lohmann

    @kE 24: Sollte Trump auch nur einen Teil seiner rechtsaußen-populistischen Wahlversprechen wahrmachen und z.B. seine latinophobe Grundhaltung in eine Mauer an Mexikos Grenze oder sein finanzpolitisches Laienwissen in grenzenlose Schuldenmacherei zugunsten der Versprechen über die sich irgendwie selbsttragenden neuen Jobwunder umsetzen, greift Bertolt Brechts Spruch aus seinem Drama "Schweyk im Zweiten Weltkrieg" (welches er übrigens in den letzten Kriegsjahren ausgerechnet im amerikanischen Exil schrieb): "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"…

  • #27
    Achim

    Putin und Assad haben gewonnen.
    Clinton war für Regime Change unter anderem in Russland und Syrien.
    Trump dealt sicherlich gerne mit Putin und Assad.
    Gleichzeitig "beschäftigt" Trump die USA so sehr, dass Regime Change
    als mögliche Option nicht mehr eine mögliche Strategie ist.
    Aus diesem Grunde mobilisiert Putin in der EU nicht nur seine klassischen linken Fans, sondern auch die politische Rechte.

    Das extremste Beispiel war wohl die Mobilisierung von Russlandsdeutschen für die NPD mit der erfundenen Massenvergewaltigung eines russlandddeutschen Mädchens durd muslimische Flüchtlinge.

    Islamfeindlichkeit ist eine gemeinsame Basis von Putinm Assad und Trump.
    In der Perestroikazeit infizierten saudische Hassprediger der wahabitischen Sekte
    Tschetschenien. Vater und Sohn Assad sind von ihrer Abstammung her Nursarier (Alawiten) zu deren Feiertagskalender auch das Osterfest gehört.
    Christen feiern Ostern die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus.
    Für Moslems und Juden gibt es da gar nichts zu feiern, denn Jesus ist nicht auferstanden. Punkt.
    Die Minderheit der Alawiten in Syrien und im Libanon kämpf seit Jahrzehnten gegen
    den saudischen Wahabismus.

    Der IS führt einen globalen Krieg gegen alle Ungläubigen.
    Das amoklaufende islamistische Ehepaar in San Bernardino hatte saudische Kontakte.

    Trump forderte ein Einreiseverbot für Muslime in die UISA und forderte den
    (verfassungswidrigen) Einsatz der Folterstrafe gegen islamistische Terroristen und die
    (verfassungswidrige) Tötung von deren Familienangehörigen.

    Das macht Trump bei Assad und Putin sehr sympathisch.

    Clinton hält sich an die Gesetze und hat sogar saudisches Geld angenommen.

    Die Bankenkrisewar für Staat und Bürger sehr teuer.
    Die USA fordern deswegen etwa 14 Milliarden Dollar von der Deutschen Bank
    als Srafzahlung.

    Clinton hat aber Geld von der Deutschen Bank angenommen.

    Sanders hat kein Schmutzgeld angenommen, aber er stand nicht zur Wahl.

    Der wirklich unberechenbare Trump könnte doch mal mutwillig eine neue
    Bankenkrise provozieren und dadurch eine Währungsreform mit einem
    neuen "New Deal" durchsetzen.
    Das ganze Schwarzgeld befindet sich in der scheinbaren Sicherheit der Steueroasen.
    Doch dort ist das Schwarzgeld nicht sicher, denn eine tatsächliche Geldanlage
    ist auf den winzigen Pirateninseln nicht möglich.
    Das Geld wurde nur gewaschen und dann in der Realwirtschaft jenseits
    der Steueroasen angelegt.

    Dort kann es problemlos entschädigungslos enteignet werdenm.

    Auch Trump wurde schon mal von Banken gehetzt.

    Warum sollte er sich nicht selber rächen und dadurch die "Kleinen Leute" r#chen?

    Trump würde dies sicherlich selbst bereichern.

    Auch so können Wähler ticken.

    Achim

  • #28
    thomas weigle

    #21 Er ist eben nicht von einer Mehrheit der Amerikaner gewählt worden (s. Beitrag Walter Stach). Wenn ich mich recht erinnere, war das auch 2000 der Fall- Gore vs. Bush, dass der Verlierer Gore mehr Stimmen als Bush hatte.
    Es wird hochinteressant werden, wenn Trump sein Versprechen hält und den Atomdeal mit den Teheraner Islamfaschisten aufkündigt. In Israel wird man auch nicht sonderlich traurig sein ob des Ausganges der Wahl.

  • #29
    kE

    Vermutlich wird Frau Clinton jetzt auch wie Gore als von der Mehrheit gewählter Präsidentschaftskandidat durch die Gegend ziehen.

    @26:
    Wenn ich mir die Verschuldung der USA bei historisch niedrigen Zinsen in der letzten Präsidentschaft anschaue, vermute ich eher, dass auch ein Laie eine bessere Politik macht.

    Insgesamt bleibt abzuwarten, was kommt.

  • #30
    Arnold Voss

    Kein Frage, Trump hat noch eine Rechnung mit der Wall Street offen. Aber ob er sich am Ende mit diesem mächtigen Netzwerk anlegt, bleibt fraglich. Auch er ist ein Schuldenkönig, und ein solcher kommt nun mal ohne die Banken nicht aus.

    Neben der Anti-Establisment Rhethorik und dem schon fast lächerlichen Macho-Gehabe sind jedoch zwei wesentliche Versprechen bei seinen Wählern angekommen: Mehr Jobs und weniger Kriege. Dafür haben ein Teil der Latinos und der Schwarzen anscheinend sogar seine rassistische Ausfälle in Kauf genommen und ein Teil der weiblichen Wähler seine sexistischen.

    Was seine Islamfeindlichkeit betrifft, hat er diese von Anfang an mit dem Antiterrorismus verknüpft und in anbetracht der Tatsache, dass zu Zeit die größte terroristische Gefahr von Islamisten kommt, damit auch Stimmen bei denen einfangen können, die ansonsten keine Probleme mit dem Islam haben. Das Misstrauen gege den Iran und gegen den Atomdeal mit den Mullahs teilen die meisten Amerikaner und das unabhängig von ihrer Parteiorientierung.

    Ich bin gespannt wie er mit der islamistischen Diktatur in der Tükei und speziell mit Erdogan als Nato-Partner umgehen wird. Sollte er mit Putin und Assad wirklich kooperieren dann wird das für Erdogan ein echtes Problem. Sollte er den Atomdeal mit dem Iran aufkündigen, hätte wohlmöglich Putin nichts dagegen, wenn er dafür in anderen Bereich von den Amerikanern unterstützt, zumindest aber nicht behindert wird. Auf jeden Fall ändern sich auch die Lage im Nahen Osten, wenn Trump seine außenpolitischen Versprechen wahrmacht.

    Die Europäer werden aber auf jeden Fall das Nachsehen haben, wenn Trump stärker mit Russland unter Putin kooperiert. Sie haben dann noch weniger im Nahen Osten zu sagen und müssen sich auch militärisch auf größere Selbstverteidigungsbemühungen einlassen. Bei der momentanen Zerstrittenheit und bei einem nicht absehbaren Ende des Flüchtlingsstroms Richtung Europa wird das zu neuen Zerreißproben, wenn nicht zum Zerfall der Europäischen Gemeinschaft führen.

  • #31
    Christan Perzl

    @Davbub #5

    Danke Ihnen, kurz und prägnant Teile meiner Gedanken zusammengefasst.

    Zum Text selber:

    Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, es fällt mir nämlich einfach so verdammt schwer das alles in Worte zu fassen die nicht zu ruppig und bösartig rüberkommen.

    Mir ist Trump vom Wesen her absolut unsympathisch.

    Aber trotz allem, er ist immer noch der Vertreter der Grand Old Party.
    Seine Mehrheit im Senat, im Repräsentantenhaus und seine zukünftiges Kabinett aus Ministern und Experten, das alles wird mehrheitlich aus den republikanischen Etablissement kommen.
    Es muss mit den Teufel zu gehen wenn diese geballte Macht nicht den 45. Präsidenten einbremsen kann wenn dieser mal übers Ziel hinausdonnert.

    Zu mal, wie schlimm sind jetzt den wirklich seine Ziele?

    -Die angebliche Missachtung gegenüber der Nato und folglich das allein lassen europäischer Verbündeten?
    Einfach gesagt: Wenn Nationen es nicht gebacken bekommen die vertraglichen bestimmten Mindestanforderungen zu leisten, ihre staatliche Freiheit so gering schätzen das sie sich selbst in Zeiten wie diesen auf ihren „großen Bruder“ vom anderen Ende des Teiches verlassen … Ja, dann haben sie ihre eigene Souveränität und die Hilfe von Außen nicht verdient.

    -Seine Russland“Kuscheln“?
    Geschenkt. Jeder amerikanische Präsident seit dem Mauerfall hat sich dies auf seine Agenda gesetzt, und jeder hat früh nach den anfänglichen Sondierungsgesprächen gemerkt das Russland nur auf ihren „Super“machtstatus scharf ist und über Leichen dabei geht.

    -Freihandelsabkommen in Gefahr?
    Aus der freien Wirtschaft sollte man wissen das bei Verträgen auf maximalste gefeilscht wird, das Abmachungen auch einen “besser“ und “schlechter“Partner besitzen können. Da ich einen Staat in Handelsbeziehungen wie einen Großkonzern ansehe ist es nur das natürlichste wenn jetzt die USA versucht ihre Handelsverträge auszubessern.

    Wer hat den hier mehr zu verlieren? Ein China das den Export braucht um nicht zu kollabieren, oder die USA die Notfalls ihre Fabriken wieder im Rust Belt oder sonst wo hochziehen könnte?

    Zu malrecht auch dort, wenn die Zahlen und Auswirkungen der Abkommen stimmen wird der republikanische Hebel des Etablissement schon aus purer Eigeninteresse alle Hebel in Bewegung setzen um Trump wieder einzufangen.

    -Trumps restliches Wirtschaftsprogramm?
    Wenn ich nach dem Ruhrbaron gehe ist sein Programm dem ähnlich was man hier immer für den Ruhrpott herbei gebetet wird. Eine Clinton dafür übertrumpft in Relation gesetzt sogar die „Die Linke“ Forderung eines 12 Euro-Mindestlohns.

    -Israel, Iran und die allgemeine Problematik des Nahen Ostens brauchen wir wohl nicht bereden.

    -Das Recht der Freien Meinungsäußerung gegen über den “Recht“ von Redeverboten aka Safe Places.

    Nochmal, ja, ich halte Trump menschlich für eine ziemliche Fahrradpumpe.
    Aber seine Werte der Freiheit sind mir weit näher als alles das wofür die Demokraten und anscheinend die europäische Medienlandschaft/Parteien steht.

    Ja mehr noch, die Werte und Ideen die er vertritt könnten auch größtenteils von einen Roland Reagan kommen.
    Genau der Präsident, der in Westeuropa größtenteils nur verachtet wurde(und wahrscheinlich immer noch wird), den man wahlweise als Schauspielerknallcharge belächelte, als wahnsinnigen Kriegstreiber beschimpfte oder auch einfach als herzlosen Kapitalisten betitelte.
    Genau der, der Amerika mit all seinen Individuen, auf eine Mission einschwor. Nämlich den kommunistischen “Reich des Bösen“ das Genick zu brechen. Was wir ihn dank seiner Unbeirrbarkeit zu verdanken haben, steht in den Geschichtsbücher.

    Genauso verachtet man George W. Bush heute noch nur dafür das er der Einäugige unter den Blinden war.

    Ich habe das Gefühl das die USA von Europa genauso angesehen wird wie Israel.
    Solang das politische System der USA seine Hegemonialmacht im Westen nur fürs Reden und Ermahnen benutzt, sprich nett, unfähig und harmlos erscheint wird es dafür geliebt.
    Aber sobald die Vereinigten Staaten realisieren wie stark sie die Welt verändern können und diese Macht auch nutzen ist es aus. Das “Opfer“ wird zum “Täter“ umgelabelt.

    Genau das passiert, was mich traurig macht, selbst hier.

    Herr Laurin, ich danke Ihnen für viele ihrer Beiträge hier auf Ruhrbarone und anders wo. In den sicher vier Jahren in den ich Ihre Seite jetzt lese habe ich hier oft interessante Punkte und Ansichten zum überdenken gefunden.
    Es ist auch nicht übertrieben wenn ich jetzt schreibe das ich heute auch dank dieser Seite wieder den Wert der reinen, echten Freiheit zu schätzen weiß.

    Was ich aber bedauere ist jedoch folgendes:
    Ich habe zum ersten Mal das Gefühl das Sie zur der “Klasse“ gehören, die sie doch so wortreich immer anprangern. JA, ich halte Sie für einen Vertreter der Bionade-Bourgeoisie, Ihre Pott“Pommes-Rot-Weiß“- Folklore verdeckt es nicht mehr.
    Sie sind nämlich einer derer die Menschen erziehen wollen wie sie den jetzt ihre Freiheiten am besten nutzen, gar erklären wollen welche Freiheit jetzt "mehr Wert", oder schlimmer noch, doch eh keine ist.

    Ich sehe Sie genauso an wie die anderen Endzeitpropheten jeglichen autoritären Couleurs, und werde wo es geht und es geboten ist sie mit den Mittel bekämpfen die mir diese Demokratie mitgeben hat: Die Macht Ihnen zu widersprechen, Ihre Argumente bloßlegen, Sie mit Witz lächerlich machen und schließlich, das letzte Mittel im Arsenal des demokratischen Diskurs, Sie zu verachten.

    Geschrieben, immer noch Hochachtungsvoll, Christian Perzl.

  • #32
    Walter Stach

    1-
    "Was Trump noch gefährlicher macht als Putin"

    Kommentar mit dieser Überschrift von Tobias Möller -9.11.: 16,25 bei T-online.

    Lesens-, bedenkens- sowie einer Diskussion wert und würdig.

    2.
    -32- Christian Perzl

    Sh.abschließend:
    "autoritären Coleurs, "bekämpfen", "lächerlich machen", "verachten"……

    Stammt das aus dem Wörtbuch "des astreinen Demokraten" Trump als Anleitung zum Umgang mit Andersdenkenden/Andersmeinenden?

  • #33
    Walter Stach

    Nachtrag:
    Das überall, so auch hier bei den Ruhrbaronen kontrovers über die Gründe für den Wahlerfolg Trumps diskutiert und das darüber mit unterschiedlichen Erkenntnissen spekuliert wird, was Trump als Präsident in den nächsten 4 Jahren innen- und außenpolitisch mit Folgen für die USA, für Europa, für Deutschland, für die gesamte Welt bewirken könnte, ist selbstverständlich.

    Für mich selbstverständlich ist es allerdings nicht, daß man den Menschen, den Wahlkämpfer, den Präsidenten Trump in einigen Wortbeiträgen hier bei den Ruhrbaronen als den "normalen" Menschen, Wahlkämpfer, Präsidenten der USA hinzustellen versucht, obwohl er wie keiner (!!) seiner 44. Vorgänger im Wahlkampf permanent , vorsätzlich, dreist, nachgewiesenermaßen gelogen hat, Menschen nicht weißer Hautfarbe beleidigt , gegen bestimmte Ethnien gehetzt hat, sich in widerlicher Weise über Frauen geäußert hat, gegen seine Gegenkandidatin Clinten (und seine parteiinternen Kandidaten im Vorwahlkampf) in für mich bis dahin unvorstellbarer Weise gepöbelt und regelmäßig vor lauter "Wut und Hass" die Beherrschung verloren hat.

    "Schwamm drüber"? Ja, das mag man wollen.

    Nur bleiben wegen alldem, jedenfalls bei mir, erheblicher Zweifel an der charakterlichen Geeignetheit Trumps als Präsident der USA – ua. als NSA- Chef, also als Herrscher über die größte und effektivste Spionage-/Abhörorganisation der Welt, als Befehlshaber der US-Streitkräfte, damit u.a.als Befehlshaber über die effektivesten, stets einsatzbereiten militärischen Drohnen und als Oberbefehlshaber der nach wie vor mächtigsten Atommacht der Welt.

    Ich denke, daß all diejenigen, mich eingeschlossen, die diese Zweifel bezüglich der Geeignetheit Trumps als Präsident vorbringen, dafür gute Gründe haben, die man nicht teilen muß. Wenn die Praxis in den nächsten 4 Jahren zeigen sollte, daß das Tun bzw. Unterlassen des Präsidenten Trump belegen, daß nichts, gar nichts, die Richtigkeit dieser Zweifel bestätigt, umso besser für die Menschen in den USA, in Europa, in Deutschland und weltweit, und wenn nicht, dann steht uns allen Schlimmes bevor.
    "Unsinnige Angstmacherei"?
    Ja, das mag man so sehen. Aber es gibt eben Menschen wie ich, die besorgt, ja die sogar ängstlich sind, wenn sie an Trumps vierjährige Präsidentschaft denken.
    .

  • #34
    Thorsten Stumm

    @Perzl
    Ich bin mit Stefan Laurin seit 20 Jahren befreundet. Wir haben zusammen geraucht und gesoffen, uns die Köpfe heiß diskutiert, und nichts ist lächerlicher als der Gedanke er sein ein Bionade-Bürger…..

  • #35
    Arnold Voss

    @ Perzl

    Hätten sie in dem gleichen Ton Trump in einer seiner Veranstaltungen kritisiert, hätte er sie von seiner Security hochkant rauswerfen lassen. Das zum Demokratieverständnis des neuen Präsidenten der USA.

  • #36
    Helmut Junge

    Christan Perzl, ich habe Ihren langen Kommentar sehr aufmerksam durchgelesen und danach noch einmal den obigen Artikel von Stefan Laurin.
    Und natürlich werde ich Sie nicht vor der ganzen Bandbreite meiner Kritik verschonen, denn ich glaube ebensowenig wie Thorsten Stumm daß Laurin ein "Vertreter der Bionade-Bourgeoisie" ist.
    Da liegen Sie einfach falsch!
    Was Ihre anderen Gedanken betrifft, werden sie vermutlich schon bald von denjenigen politischen Vertretern der Regierung und Wirtschaft aufgegriffen werden, die an beständigen und guten Beziehungen zu den USA interessiert sind. In der Regierungskoalition sind das m.E. alle.
    Das geht nicht so schnell wie bei Ihnen, aber in einer Woche spätestens werden wir in gewisserweise "Auszüge" aus Ihrem Kommentar aus dem Munde bekannter Politiker vernehmen.

  • #37
    Walter Stach

    "Der Bürgerkrieg des weißen Mannes"
    -Beitrag von Georg Diez bei SPIEGELonline-

    Diez macht in seinem Beitrag deutlich, daß der Wahlerfolg Trumps nicht einzureihen ist in die Normalität sich im demokratischen Prozess ablösender US-Präsidentschaften, sondern sich in dieser Wahl latente Wut "des weißen Mannes" äußert über das System, und das ist ein demokratisches, nicht nur, weil gewählt wird, sondern vor allem wegen der die Demokratie tragenden Idee von der Freiheit und der Gleichheit aller Menschen.
    Und diese Idee von der Freiheit und Gleichheit aller Menschen scheint für rd. die Hälfte der US-Bürger nicht mehr diejenige zu sein, die ihre Gemeinschaft, ihre Gesellschaft, ihren Staat in ihrem Innersten zusammenhält und nach dem Willen der "Verfassungsväter" zusammen zu halten hat.

    Wenn Diez über die Gefahr eines tatsächlichen Bürgerkrieges in den USA im Falle einer Wahlniederlage von Trump nachdenkt -Androhungen in diese Richtung gab es bekanntlich von Trump in seinem Wahlkampf- und vor allem deutlich macht, daß sich diese Bürgerkriegsstimmung "weißer Männern" nicht mit dem Wahlsieg Trumps aufgelöst hat, dann erscheint die Zukunft einer freien-pluralistischen Gesellschaft in den USA und in einem nach den Regeln eines demokratischen Rechtstaates funktionierenden Gemeinwesens äußerst fragil.
    Und mit Blick auf Deutschland und Westeuropa lassen sich problemlos Gegebenheiten für ein ähnliches Szenario ausmachen.

    Auch insofern ist die Fragestellung über den hier diskutieren Beitrag von Stefan Laurin "Das Ende des Westens?" nicht nur naheliegend, sie erscheint mir zwingend geboten.

    Ich hoffe jedenfalls, daß alle überzeugten liberalen Demokraten spätestens jetzt begriffen haben, daß es um mehr geht als um die Frage, welche Regierungspolitik Trump in den nächsten 4 Jahren betreiben wird, ob er z.B. "die Mauer" bauen läßt, ob er das "Krankenversicherungssystem" beerdigen läßt, ob er illegale Einwanderer rigoros ausweisen läßt, ob er eine Isolationspolitik betreiben wird -wirtschaftlich, militärisch- statt einer Interventionspoltik im Sinne einer umfassenden globalen Machstrategie der USA.

    U.a. muß sich ganz konkret in Deutschland "meine SPD" fragen, ob sie nicht radikaler als bisher angesichts der Folgen eines sich weltweit austobenden radikalen Kapitalismus gegen diesen zu positionieren hat. Die "Wut des weißen Mannes" in den USA hat primär zu tun mit den tatsächlichen und mit den von ihm für die Zukunft befürchteten Folgen dieses global agierenden Kapitalismus -Verlust an Arbeitsplätzen, deutlich sinkenden Löhne, eine gravierend wachsende Kluft zwischen "den unteren Schichten und denen "da Oben" , die Perspektivlosigkeit für die Kinder. Der Fremdenhass, der Rassenhass, der Hass auf das "liberale Establisment" sind nur die Folgen sozialer Ängste und Sorgen des "weißen Mannes"und nicht die primäre Ursache für "den Aufstand des weißen Mannes" in den USA und, zumindest schon in Ansätze feststellbar, in Deutschland und in ganz Europa.
    Meine aus der Sicht eines sozial-liberalen Demokraten zur Problemlösung vorgetragenen Überlegungen beruhen nicht auf der Unterstellung, daß sie die einzig richtigen sein und generell Zustimmung finden könnten -auch nicht in "meiner SPD"-. Sie sind vielmehr meinerseits lediglich gedacht als eine unter vielen Anregungen nach dem Motto: "Liberale Demokraten in den USA, in Deutschland, im übrigen Europa, egal ob christdemokratisch, sozialdemokratisch oder sonstwie organisiert und engagiert- hört endlich die Signale des sich abgehängt fühlenden " weißen Mannes" aus der sog. Unterschicht bzw. der sog. unteren Mittelschicht und reagiert darauf radikaler und entschlossener denn je; es steht vielmehr auf dem Spie als die Folgen einer 4 jährigen Präsidentschaft Trumps oder mehr oder weniger großer Wahlerfolge der AFD, nämlich der Fortbestand einer liberalen-pluralistischen Gesellschaft in einem demokratischen Rechtstaat.

  • #38
    Davbub

    @ 23: " Was hätte wohl Trump gesagt, wenn……??????"
    Weiß ich natürlich nicht, aber interessant ist doch wieder die Reaktion der toleranten, weltoffenen, bunten Wählerschaft Clintons sowie der Europäer:
    Rassistisch, elitär und antidemokratisch. Alte weiße Männer ohne Universitätsabschluß sind offensichtlich weniger wert als andere; z.B. schwule junge Hispanics, die als Burgerbrater arbeiten oder schwarze alte Unternehmer.
    Und wenn das blöde Volk nicht so wählt, wie es unsere "Eliten" sich vorstellen, dann darf die Brut der Bourgeoisie natürlich Feuer legen, Chaos verbreiten und die Wähler verächtlich machen. Daraus folgt dann für den Moderator beim WDR, daß Trump " … sich das Vertrauen dieser Wähler verdienen muß…", nicht hingegen, daß die kleinen Fiskalfaschisten ein Wahlergebnis zu aktzeptieren haben.
    Bei dieser weitverbreiteten Haltung in Politik und Medien wundert mich eigentlich nur noch, daß Trump so wenig bekommen hat und die AfD in D noch unter zwanzig Prozent liegt.

  • #39
    Walter Stach

    Wichtig für alle liberalen Demokraten, die "neue Internationale" – rechtsextrem, antidemokratisch, nationalistisch, rassistisch , mit zumindest Ansätzen faschistoiden Denkens- stets mit zu (be-)denken, wenn es um die Zukunft freiheitlich-pluralistischer Gesellschaften geht.

    Das macht dann jedem liberalen Demokraten – in Deutschland, in Frankreich, in Ungarn, in Polen, in den USA- bewußt, um was es letztendlich geht , wer wo Gleichgesinnte findet und für was sich ein Engagement eines liberalen Demokraten lohnt (Engagement vor allem in den sog.sozialen Netzen) und das nicht nur inhaltlich, sondern auch in einer Wortwahl, die zu den Selbstverständlichkeiten eines sprachlich anständigen Umganges in einer Zivilgesellschaft gehören sollte -auch im Umgang mit dem politischen Gegnern -.

  • #40
    Klaus Lohmann

    @#38: Weiß nicht, was Sie haben – die Europäer, speziell die teutsche Unternehmerkaste, sind doch voll auf Zack, wenn es um Trumps Sprüche geht: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/heidelbergcement-chef-empoerung-wegen-mauer-spruch-a-1120657.html

  • #41
    Walter Stach

    Warum Clinton verloren hat.

    Für die laufende Diskussion interessant sind die neuesten Daten zur Wahl -sh. Spiegel online in einem Beitrag von K.Hagen u.a. (Das Millionen-Minus),
    Auffallend die sehr geringe Wahlbeteiligung -51 – 52 %; geschätzt, noch nicht endgültig.
    Und vor allem auffallend, daß mit nur geringen Abweichungen Trump beinahe so viele republikanische Wähler für sich gewinnen konnte wie Cain 2008 und Mitt Romney 2o12 -59,7/rd.6o/rd.61 Mio-, dagegen haben sich eklatant weniger Wähler für Clinton ausgesprochen –
    für Clinton rd. 6o Mio, für Obama 2oo8 rd.69,5 und 2o12 rd. 66 Mio.
    Für mich bedeutet die geringe Wahlbeteiligung eine Bestätigung der Umfragen, nach denen beide Kandidaten die unbeliebtesten unter allen bisherigen Präsidentschaftskandidaten waren und vor allem, daß es Clinton, auch das nicht unerwartet, nicht geschafft hat, potentieller Wähler aus dem "demokratischen Lager" für eine Wahlbeteiligung zu mobilisieren und für sich zu gewinnen.
    Die demokratische Partei in den USA hat also allen Grund, nicht nur über die Ursachen für das Wählervotum zu Gunsten Trumps nachzudenken, sondern vor allem darüber, ob sie mit der Kandidatin Clinton nicht "auf das falsche Pferd" gesetzt hat. Letzteres ließ sich erahnen, nachdem feststand, wie schwer es bereits für Clinton war, sich in den eigenen Reihen gegen Sanders durchzusetzen.
    Arroganz/Überheblichkeit des Clinton-Clans und des Establishments in der demokratischen Partei?

    PS
    Auch auf die Gefahr hin, daß mir unterstellt wird, den Wahlsieg von Trump relativieren zu wollen:
    1.
    Ich erinnere noch einmal, da sich diese Erkenntnis zu verfestigen scheint, daran, daß Clinton , wenn auch nur knapp, die Mehrheit der Wählerstimmen gewonnen hat -nicht Trump.
    2.
    Wenn ich "rund gerechnet" von einer 5o%igen Wahlbeteiligung ausgehe und sich davon rd. 5o % für Trump ausgesprochen hat, dann haben sich lediglich rd. 25 % der wahlberechtigtem US-Bürger für Trump ausgesprochen.
    Könnte es sein, daß das Trump nachdenklich macht, wenn er radikale gesellschaftspolitische Veränderungen angeht? Ich denke, daß das nicht der Fall sein wird und sich damit der Prozess einer weiter wachsenden Spaltung der US-Gesellschaft fortsetzen wird!

    Erkenntnisse für die Parteien in NRW und auf Bundesebene, wenn es um die Auswahl ihrer Spitzenkandidaten geht?

  • #42
    Gerd

    @41:

    Clinton hat bei den Wählerstimmen einen Vorsprung von 0,2 Prozentpunkten, was aber in keinster Weise relevant ist und von ihr auch so gesehen wird. Sie hat ihre Niederlage eingestanden. Und was die Wahlbeteiligung angeht, so hat man in den USA die besten Möglichkeiten. Dort werden die Spitzenkandidaten nicht von Parteifunktionären im Hinterzimmer ausgekungelt, sondern von den Mitglieder ganz basisdemokratisch gewählt.

    Was die ‚Radikalität‘ von Donald angeht, so hat er Clinton im Wahlkampf stets extrem scharf angegriffen(Crooked Hillary) und zu Beginn seiner Siegesrede hat er dann das hier gesagt:

    "Sorry, dass ihr warten musstet. Komplizierte Sache. Ich habe gerade einen Anruf von Ministerin Clinton bekommen. Sie hat uns gratuliert, es geht um UNS, zu unserem Sieg. Und ich habe ihr und ihrer Familie gratuliert zu einer sehr sehr engagiert geführten Kampagne. Ich finde, sie hat sehr engagiert gekämpft."

    Überraschung! Selbst die Tagesschau nannte die Rede "staatsmännisch und versöhnlich".

  • #43
    Walter Stach

    Gerd,
    es ist schon politisch sehr relevant, daß die Mehrheit der Wähler für Clinton und nicht für Trump gestimmt hat.
    Daß das aufgrund des Wahlsystemes rechtlich nicht relevant ist, steht auf einem anderen Blatt.

    PS
    Im liberal-pluralistischem Kalifornien läuft derzeit eine Separationskampagne an. Das mag Folklore sein, zeigt aber, wie tief gespaltenen die USA sind, das u.a. zwischen den Staaten im sog. mittleren Westen der USA und z.B. Kalifornien Welten liegen, und ich vermute, daß sich trotz aller erkennbaren Bemühungen von Trump, Clinton und vor allem von Obama, die tiefe Spaltung im Lande nicht noch weiter zu befördern, sich die extremen Widersprüche in der US-Gesellschaft, die sich politisch-geographisch-kulturell-wirtschaftlich-religiös erfassen lassen, nicht beseitigt werden können, nicht strukturell, nicht einmal graduell, jedenfalls nicht kurzfristig und schon gar nicht durch Trump, denn der ist und bleibt nun ‚mal, egal was er sagen und machen wird, d e r denkbar größte Gegner für mindestens der Hälfte der US-Bürgerschaft.

  • #44
    Klaus Lohmann

    @Gerd: Wenn die Medien (und die durch die selbstproduzierte Filterblase gefangenen "Fans") tatsächlich das glauben, was ihnen Realityshow-Vollprofi "The Donald" tagtäglich mal so und mal so als Bröckchen hinwirft, ist es kein Wunder, warum sie und die Meinungsforscher so kläglich versagt haben.

  • #45
    Gerd

    @43:

    Es ist politisch nicht relevant. Seit über 200 Jahren nicht. Clinton ist eine gute Verliererin und hat ihre Niederlage anerkannt, in der Presse wurde ihr minimaler Vorsprung auch nur kurz gestreift.

    Was da in Kalifornien passiert, ist das Werk schlechter Verlierer: "Wir haben eine freie Wahl verloren! Wir erkennen das Ergebnis nicht an!"

  • #46
    Klaus Lohmann

    @Gerd: Dann sind AfDler und Pegiden mit ihrem "Merkel muss weg!" auch nur schlechte Verlierer, wenn man Ihrem Simplizismus folgen würde.

  • #47
    Christian Perzl

    @Walter Stach

    Ich bin ehrlich gesagt jetzt schon erstaunt und verwirrt. Nein natürlich nicht ist dass das exklusive Vokabular der Trumpanhängerschaft.
    Den, Achtung jetzt kommt es: Es war schon immer die gängige Sprache hier auf Ruhrbarone, auch und eben die eines Herrn Laurin.
    Wenn ich heute in der Presse herumblättere, kann ich auch mit Fug und Recht behaupte das diese weit aus schärfer ist als das was ich hier klar äußere und vertrete.
    Von beißenden Spott über die Erklärung zum Feind gegen den man kämpfen müsse bis zu endgültigen Dämonisierung, alles ist in der jetzt fast religiös zelebrierten Untergangserwartung, weil Trump Präsident wird, zu finden… mittlerweile auch hier, bei den Ruhrbarone.

    @ Thorsten Stumm und Helmut Junge #34/36

    Ich glaub hier gibt es ein Definitionsproblem. Natürlich, das Klischee des neuen Ökospießbürgers wird er niemals verkörpern.
    Aber es scheint so als würde er vor seiner eigenen Courage zurückschrecken.
    Den wie oben schon beschrieben, Trump mag menschlich ein Drecksack sein, da gibt es keine Gegenrede. Aber seine Idee von Freiheiten sind dem Ideal hier immer noch näher als alles das wofür die Demokraten standen und stehen.
    Wenn ich aber hier einen Stefan Laurin lese, der mit düstersten Farben ein Bild malt was den kommen wird, in die Angst-Apokalyptik der Presse einsteigt und alles in Vorfeld verdammt, dann komme ich ins Grübeln.
    Den wie schon bei meinen ersten Beitrag geschrieben, der Wesenskern der “Bionaden-Bourgeoisie“ ist das Angst machen vor dem was den kommen wird und das Freiheiten aberkennen wenn das “Volk“ nicht so will wie man selber.

    Ich vermisse die Zuversicht, den eins war bis jetzt sicher. Die USA, das Land und seine Leute, haben noch jeden “Untauglichen“ überlebt und diese immerhin zu mittelmäßigen Präsidenten geformt. Wenn nicht, wurden sie aus den System entfernt.

    @Arnold Voss #35

    Sie haben, je nach Güte meines Gegenübers, damit auch recht, und ich fechte das auch nicht an.
    Den Fakt ist, ich hab z.B hier kein Recht darauf das Herr Laurin und die anderen Betreiber dieser Seite meine Meinung veröffentlichen, dies ist eher ein Privileg. Deswegen schreibe ich auch in Fall vom Stefan Laurin ernst und trotzdem mit Hochachtung.

    Genauso kann aber eben ein Trump/Der Hausherr der Veranstaltung mich jeder Zeit ermahnen mich doch zu mäßigen, oder endgültig des Ortes verweisen falls ich als resistenter Störer empfunden werde.

    Ich kann eine solche Verbannung als schlechten Stil brandmarken, aber schlechter Stil ist eben kein Verbrechen oder ein undemokratisches Akt, falls Sie darauf raus wollen.

  • #48
    abraxasrgb

    Tr(i)ump(h) der Demokratie.
    Der Souverän hat anders gewählt, als es sich die "Meinungsmacher" in den Medien haben (alb)träumen lassen 😉
    Man kann nur dann ein Demokrat sein, wenn man auch mal verlieren kann …

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