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Urteil gegen Attentäter gefallen: BVB kann Blick endgültig in Richtung Zukunft richten

BVB-Bus nach dem Anschlag Foto: Polizei Dortmund

Endlich kann das leidige Kapitel ein Stück weiter erfolgreich verarbeitet werden. Das Urteil gegen den BVB-Attentäter ist nämlich gefallen. Dieser wurde heute in Dortmund zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Wegen des Sprengstoffanschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat das Dortmunder Landgericht den Angeklagten Sergej W. zu 14 Jahren Haft verurteilt. Gut eineinhalb Jahre nach dem Attentat hielt die Strafkammer den Beschuldigten damit des 28fachen Mordversuchs, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig.

Über die Einflüsse der Tat im April 2017 auf die sportlichen Geschicke des Vereins war in und um Dortmund herum lange und emotional spekuliert worden. Der BVB unterlag zwar im unmittelbar nach dem Anschlag terminierten Champions-League Duell mit der AS Monaco, holte wenig später jedoch mit Trainer Thomas Tuchel erfolgreich den DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt in Berlin, wurde zudem Vizemeister in der Fußball-Bundesliga.

Trotz des Titels im DFB-Pokal brachten die dramatischen Ereignisse rund um den Bombenanschlag in Dortmund auch hinter den Kulissen unzweifelhaft so einiges in Wanken, führten letztendlich auch zur Trennung des Vereins von Coach Tuchel, nachdem sich dieser mit der Klubführung überworfen hatte, weil er die Ereignisse grundlegend rund um den Anschlag anders bewertet hatte als beispielsweise BVB-Präsident Reinhard Rauball und auch Klubboss Aki Watzke.

In Folge der Trennung von Erfolgstrainer Tuchel, war der BVB mit einigen Monaten Verzögerung im Herbst 2017 sportlich schwer ins Schlingern geraten, legte eine Saison 2017/18 hin, in der weder die Übungsleiter Peter Bosz noch Peter Stöger mit der Mannschaft an die Leistungen der Vorjahre anschließen konnten.

Spekuliert wurde in diesem Zusammenhang immer wieder über negative Einflüsse, die noch mit diesem Bombenanschlag in direktem Zusammenhang standen. So berichteten etliche Spieler, viele von ihnen sind wie Marc Bartra, Sven Bender, Nuri Sahin oder auch Matthias Ginter inzwischen nicht mehr in Dortmund aktiv, vor Gericht und in den Medien auch Monate später noch auf dramatische Art und Weise von den weitreichenden Folgen für ihr persönliches Leben, von Angstzuständen und anderen negativen Auswirkungen.

Mit dem heutigen Urteil, wie auch immer man das Urteil für sich persönlich bewerten mag, kann der Klub, der aktuell mit Trainer Lucien Favre sportlich wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist, das leidige Kapitel hoffentlich noch ein Stück besser verarbeiten und die Blicke immer mehr in Richtung der sportlichen Zukunft richten. Und das ist gut so!

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