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Verbotswelle: Dann zieht doch ins Sauerland

Foto Bochum Total 2016 / Michalak

In Herne und Duisburg hat die Politik Alkoholverbote in den Innenstädten erlassen. Die Hotelbetreiber der Stadt fordern, dass Essen nachzieht. In Dortmund ist die ganze Stadt ein großer Sperrbezirk für Straßenprostitution. Die Verbotswelle rollt: Straßenmusiker müssen in Bochum Gebühren zahlen, es gibt Ärger, wenn Menschen vor der Kneipe auf der Straße stehen, weil sie drinnen ja nicht mehr rauchen dürfen und Konzerte oder Festivals in der Innenstadt sorgen immer wieder für Ärger. Und Fußballfans sollen sich bitteschön auf dem Weg ins Stadion ruhig und gesittet verhalten. Immer mehr Menschen, die in Städten leben, erwarten, dass es dort so ruhig und langweilig zugeht wie in Olpe oder Lüdenscheid. Wenn sie das wollen, sollen sie dahin ziehen.

Städte sind bunte, laute Orte des Exzesses. Stadtluft macht frei, nicht grün. In ihnen treffen unterschiedlichste Menschen aufeinander. Und dabei kracht es. Wer das nicht erträgt, den Provinzler aus seinem Kopf nicht rausbekommt und Achtsamkeit für wichtiger hält als Lust am Leben und am Krach, sollte gehen und aufhören, den anderen den Nerv zu rauben. Mir ist eine Horde grölender Punks vor meinem Fenster allemal lieber als irgendwelche Berufsbetroffenen mit protestantischen Lebensentwürfen, die mit irgendwelchen Lärmgutachten wedeln. Wir müssen nicht alle auf einem Haufen leben. Die mit den guten Nerven und den Ideen bleiben in der Stadt, die Heulsusen können gehen.

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39 Kommentare zu “Verbotswelle: Dann zieht doch ins Sauerland

  • #1
    herbert linz

    wer morgens raus muss, um zu arbeiten, will keine grölende horde nachts vor seinem fenster und dann in der u-bahn durch die kotze alkoholisierter spätheimkehrer waten. in städten ist ein zivilisiertes leben nur durch gegenseitige rücksicht und achtung möglich. der artikel will das gegenteil, ein reich des bösen, der verachtung von arbeit und leistung für die eigene unreife lustbefriedigung

  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @herbert linz: Lieber ein Reich des Bösen als ein Reich des Öden 🙂

  • #3
    tristan

    Das will der Artikel also, @herbert linz.

    "in städten ist ein zivilisiertes leben nur durch gegenseitige rücksicht und achtung möglich."

    Da kann man ja nur zustimmen. Nur was ist gegenseitige Rücksichtnahme? Wenn der Stadt-Rentner um 16 Uhr einkaufen geht obwohl er den ganzen Tag Zeit hatte? Weil er sich nach Menschen sehnt?
    Oder ist Achtung, wenn man den 5qm Vorgarten morgends um 7 mäht – obwohl der um 6 nach Hause gekehrte gerade schlafen möchte?

    "der artikel will das gegenteil, ein reich des bösen, der verachtung von arbeit und leistung für die eigene unreife lustbefriedigung"

    Ganz und gar nicht. Der Artikel plädiert dafür die Unterschiedlichkeit der Menschen in Städten zu akzeptieren.
    Gerade dort wird rund um die Uhr gearbeitet und rund um die Uhr nicht gearbeitet. Wie wäre es damit den Menschen zu achten für sein Mensch sein, anstatt ihn zu achten für eine relative Leistung?

  • #4
    Björn Wilmsmann

    Das könnte auch eine ziemlich ruhrgebietstypische Denkweise. In anderen Großstädten erlebt man das so nicht. Das Ruhrgebiet ist wohl leider einfach ziemlich provinziell.

  • #5
    Axel-Rainer Schmitt

    Wie wäre es denn mit einem weiteren Verbot: es ist verboten, andauernd zu gehorchen! Wem sein Leben lieb ist, der sollte sich unbedingt daran halten. Die Politik dieser Tage befindet sich ganz im Griff jener Zeitgenossen, die unter Rücksichtnahme nichts anderes verstehen als die rücksichtslose Forderung, auf die eigenen Empfindlichkeiten ständig Rücksicht zu nehmen (kein Rauch, kein Lärm, kein Huren…). So schafft man sich ein Totenreich.

  • #6
    Arnold Voss

    Es gibt ein Leben nach 20 Uhr. Leider wissen viele nicht davon. Manche können es sich nicht einmal vorstellen. Davon sitzen wiederum viele in den Vorständen der örtlichen Verkehrsbetriebe der "Metropole" Ruhr.

  • #7
    der, der auszog

    Es hat schon etwas belustigendes. Als es darum ging die Bürger vor dem Rauchen zu schützen, waren die Hoteliers und Gastronomen die ersten, die auf die Barrikaden gingen und lauthals für die Freiheit trällerten. Jetzt versuchen dieselben Vögel ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum durchzusetzen.
    Wir wäre es mit einem absoluten Alkoholverbot in der Innenstadt für alle, auch für die Gäste des Essener Hofs?

    Die Welt ist so bigott, besonders im Ruhrgebiet.

  • #8
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @der, der auszog: Man sollte überhaupt alles verbieten, was den Menschen Spaß macht. Vor lauter Langeweile wird dann bestimmt auch rot-grün wieder gewählt – als Teil der großen, ökologische Einheitsliste der Volkserzieher.

  • #9
    Arnold Voss

    Schließt euch ein Leute, draussen warten Laster und Versuchungen. Drinnen dagegen könnt ihr auch die Schweinereien machen, die draussen verboten sind. Der öffentlich Raum ist doch nur deswegen öffentlich, weil jeder zugucken kann. Ansonsten wird er masslos überschätzt. Wer einen eigenen Pool zuhause oder im Hotel hat, braucht nicht ins Schwimmbad. Laufen kann man auf dem Laufband und beim Heimkino stört nur das eigene Popkorngeräusch. Freunde trifft man bei Facebook, und das ohne sie riechen zu müssen. Einkaufen ist sowas von out, seitdem alles geliefert werden kann. Und wenn die Strassen erst mal richtig ausgebaut,der ÖPNV eingestampft und alle Fahrzeuge elektrisch sind, wird es draussen auch ganz leise und die Luft super sauber sein.
    ,

  • #10
    der, der auszog

    @Stefan

    Wenn sich FDP und CDU nicht zu blöd anstellen, dann wird Rot-Grün so schnell auch nicht wieder gewählt. Das Rauchverbot könnte man beispielsweise in Teilen wieder zurückdrehen, vermutlich sogar recht kurzfristig. Im Wahlkampf hatten beide Parteien damit geworben. Wildpinklern könnte man mit mehr öffentlichen WCs begegnen. Unter Umständen könnten auch Gastronomen ihren Teil dazu beitragen, indem sie ihre Toiletten nicht nur Gästen kostenlos zur Verfügung stellen.
    Und was die Straßenmusik angeht ein kleines Video. Mark Gillespie singt für Frau Lange vom Ordnungsamt Dortmund Supersonic Sunday:

  • #11
    Bernhard Becker

    Dieser Beitrag ebenso dreist und unverschämt wie der Typ, der jeden Abend auf der Parkbank vor unserem Haus seine öden Techno abdudelt. "Städte sind bunte, laute Orte des Exzesses." Sagt wer? – und stimmen tut es ohnehin immer nur für bestimmte Stadtteile, in denen eine Minderheit auf Kosten der anderen Einwohner damit Profit macht. Schon mal in St Georg gewesen?
    "In ihnen treffen unterschiedlichste Menschen aufeinander."
    Sehr richtig – doch "dabei kracht es" eben nur dann, wenn diese Unterschiede missachtet werden.
    "Wer das nicht erträgt, den Provinzler aus seinem Kopf nicht rausbekommt und Achtsamkeit für wichtiger hält als Lust am Leben und am Krach, sollte gehen und aufhören, den anderen den Nerv zu rauben."
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich mal Mitglied eine Band namens THE KRACH war und im übrigen spielend in der Lage bin, meine "Lust am Leben" ohne Belästigung der Nachbarschaft zu zelebrieren: dieser Satz ist nicht nur dumm und falsch, sondern eine sozialdarwinistische Frechheit: der Lauteste setzt sich durch, und wer sich benehmen kann, kann gehen.

  • #12
    Tilleulenspiegel

    Naja, Toleranz fordern und tolerant sein, sind ja bekanntlich zwei Paar Schuhe,

    Sie vergaßen in Ihrer Aufzählung noch Saudi-Arabien als Zufluchtsort für provinzielle geschundene Städter zu empfehlen .😁

    Das legten Sie mir kürzlich nahe, als ich das hemmungslose lffentlich zekebrierte Gesaufe im Ruhrgebiet an den Wochenenden von früh bis spät kritisierte, Ich vwrgaß dabei, dass der echte Ruhrgebietler mit der Pulle Bier in der Hand geboren wurde und daher aus genetischen Gründen hoffnungslos der öffentlichen Sauferei ausgeliefert ist.

    Früher wollte man Menschen mit systemkritischer Meinung noch "nach drüben" schicken, heute kommt als Zufluchtsort vor Ruhrgebietsbesäufnissen Saudi-Arabien in Betracht-man kommt schon rum in der Welt,

  • #13
    Der Loengard

    Wow…ihr steht sogar bei Wikipedia drin:

    http://de.wikimannia.org/Ruhrbarone

  • #14
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Der Loengard: Wir haben uns sehr über den Eintrag bei Wikimannia gefreut und unterstützen jede Initiative, auch geistig zurückgeblieben Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, im Internet zu publizieren – zum Beispiel via Wikimannia 🙂

  • #15
    Jemand

    Wie nennt man noch mal jemanden, der sich an seinen Vorurteilen ergötzt? Richtig: borniert. Grünversiffte Grüße an die Ruhrbornierten

  • #16
    ke

    Mir ist nicht ganz klar, was Herr Laruin will. Chaos?

    Wir leben in der Stadt mit vielen unterschiedlichen Lebensauffassungen etc.
    "Ruhe gibt’s genug nach dem Tod."

    Das bedeutet für mich nicht, dass jeder macht, was er will.
    – Rauchen ist in Kneipen verboten. Das ist für mich sinnvoll. Ich möchte nicht nach Qualm stinken und auch nicht passiv mitrauchen.
    – Gesittet zum Fußball? Was ist das? Natürlich ist am Spieltag auch Lärm vorhanden. Das bedeutet aber nicht, dass Gewalt und Sachbeschädigungen/Schlägereien dazugehören.
    – Kein Alkohl? Was soll das? Ich bin alt genug und will mir nicht mein Leben von irgendeinem Moralapostel vorschreiben lassen, der mit Alkohol Probleme hat, aber oft andere Drogen legalisieren will.
    – Ich würde gerne durch Parks und am Kanal gehen, ohne dass ich ständig den Resten von Grillfeiern und anderen Feiern ausweichen muss. Ja, ich mag es nicht, im Müll zu gehen und erwarte auch, dass meine Mitmenschen ihren Müll nicht überallhin entsorgen.

    Ja, eine Stadt hat vielfältige Lebensentwürfe. Bei Gewalt gegen Menschen und Sachen hört jedes Verständnis auf. Ebenso brauchen wir einen Jugendschutz. Wahlen ab 16, aber sonst bleibt man Kind bis 21 passt nicht. Bei Krach gibt es Grenzen, die bei mir zwischen 23 und 6 Uhr liegen. Meine Umgebung kann auch länger feiern, wenn sie dies am Wochenende nicht ständig macht.

  • #17
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @ke: Ich würde gerne in Kneipen gehen, wo ich nicht auf Menschen wie sie treffe – und ich glaube, das ist mir auch in meinem Leben immer gut gelungen. Man sollte sich aus dem Weg gehen können – überall. Die Welt ist groß genug. Und ihre Bedürfnisse sind mir egal – es ist Platz für uns beide – wenn der Abstand stimmt.

  • #18
    Eric Danielski

    [E]s gibt Ärger, wenn Menschen vor der Kneipe auf der Straße stehen, weil sie drinnen ja nicht mehr rauchen dürfen[.]

    Wieso?

  • #19
    Eric Danielski

    Dann auf „Mit dem Schwert nach Polen, warum [Stefan]?“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Verbot_des_Alkoholkonsums_in_der_%C3%96ffentlichkeit#Polen

  • #20
    Jiri

    Obwohl ich es nicht nochmal wollte, muss ich mich doch noch mal als Betroffener hier (incognito) äußern. Ich trinke nämlich gerne mal in der Öffentlichkeit eine Flasche oder Dose Bier.
    1. Die FDP wird wohl ein sehr geringes Interesse haben, solche Verbote aufzuheben, da ja der Wert von Plätzen, die von sich selbst versorgenden Trinkern und Essern befreit sind, steigt,. Herr und Frau Müller bzw. Unlü aus dem Vorstadtreihenhaus gehen halt lieber da einkaufen, wo man keine sich selbst versorgenden Esser und Trinker (Stulle und Dose Bier) sieht. Der CDU-Bezirksvorsitzende hat schon 1992 mich schräg angeguckt, als ich mit einer Flasche Bier zum Karneval gefahren bin.
    2. Natürlich sind die Hemmungen bei Alkoholkonsum reduziert, so dass tatsächlich mehr zerbrochenes Glas und Weiteres anfällt. Dass das der deutsche Steuerzahler,, vom biologisch korrekten Esoteriker bis zum in die Kneipe noch gehenden FDP-Wähler, nicht zahlen will, ist klar. Eine gewisse Vielfalt an Leben in der Stadt erzeugt nun mal höhere Kosten und die will der normale 40000 € jähtlich brutto verdienende Steuerzahler, egal ob er AFD, CDU, SPD, FDP oder Grüne wählt, bestimmt nicht mal einfach an die da unten verteilt sehen, die in der Innenstadt auf einer Bank ein Bier trinken.
    3. Das Rauchverbot in Kneipen halte ich auch als Nichtraucher wirklich für absoluten Schwachsinn. Ich bin aber mal gespannt, ob CDU und FDP das ändern. Ich glaube aber auch nicht, dass ein Großteil der Kneipen dann voller wird. weil die Leute einfach kein Geld mehr dafür übrig haben.
    4. Tatsächlich verödet das Leben in den Städten durch die Untoten, die in jedem Dosenbiertrinker den sozialen Abstieg erkennen, den sie nicht erleiden wollen.

  • #21
    Tilleulenspiegel

    Nun wissen wir auf jeden Fall, wo Herr Laurin sich im nächsten Oktober aufhalten wird-beim "German Drinking Festival" in München-beim Oktoberfest .

    Da kann er dann ohne jegliche Einschränkung und verkniffene Provinzller mit den Freunden des öffentlich zelebrierten Alkoholabusus herrlich feiern.

    Vor dem Münchner Starkbier sei hier aber sicherheitshalberaus humanitären Gründen eindringlich gewarnt.. 😳

  • #22
    acbraxasrgb

    The City Never sleeps 😉 Als "Aborigine" des Ruhrgebiets, der mal in Olpe "leben" musste völlig d´accord. Kleinstädtische, biedermeierliche ruhige Beschaulichkeit ist mir ein Graus 😉 Aber, Strefan, das Ruhrgebiet mit seinen Provinzmetropolen zwischen ehemaligen Industriedörfern ist alles, bloß keine Stadt 😉
    wir sollten auswandern … am wohlsten habe ich mich – in Deutschland – in Berlin gefühlt. Ansonsten sind mit 24/7 Cities lieber, macht Stadtluft wirklich frei.
    Prenzlauer Berg oder Schwäbisch Gmünd, wer Bionade-Biedermeier möchte, bitte … Not my game.
    #11 Bernd Wir sollten mal eine lange Matrix-Filmnacht machen, dann erzähle ich Dir, wie normale Menschen zu Über-Ichigen Gesinnungsfaschos mutieren, wenn sie mit dem L(i)ebenswandel und der Geräuschkulisse eines libertäten Bohemiens konfrontiert werden 😉

  • #23
    ke

    Wo ist denn jetzt die Super City?
    Von Dortmund erreiche ich in ca. 1 Stunde mit dem Auto das gesamte Ruhrgebiet inkl. Köln und Ddorf.
    Wo gibt es sonst eine solche Vielfalt?
    Was ist großstädtisches Leben? Die kleine Wohnung im Superhochhaus der Single-Viertel vieler Boom-Towns?
    Der ÖPNV soll im Ruhrgebiet schlecht sein. Nur leider gibt es ihn in vielen Städten der Welt so gut wie gar nicht in organisierter Form und dass U-Bahnen vor 24 Uhr stoppen und danach kaum noch fahren ist durchaus üblich.
    Berlin wurde genannt. Ein toller Nahverkehr? Laute Bahnen, die Geschwindigkeit durch Geräusche simulieren und ein ständiges Umsteigen. Dafür gibt es die Viertel, in denen jeder sein Projekt hat und sich irgendwie sein Leben finanzieren lässt. Im Ruhrgebiet heißt das H4-Empfänger und dort ist Arm auch nicht sexy. Nebenbei fehlen natürlich die Milliarden, die in die Hauptstadt fließen.

  • #24
    Norbert Krambrich

    Bionade- Spießer vs. Biersaloon- Boheme, den Durchschnittsalki, der in der 24/7 Großstadt irgendwann unter die Räder gekommen ist und nun das letzte zusammengekrammte oder erbettelte Leergut für das Zitterbier abgibt, juckt das wenig.Da wo es nach Urin, Schweiß und Müll stinkt ist weder Platz für grünen Erziehermief, noch für libertäres Boheme- Gewichse.

  • #25
    musterstudent

    Wie kommt man denn eigentlich vom Verbot auch ruhigen Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit auf Ruhestörung im privaten Bereich?

    Ich frage mich, was von den Ruhrgebietsstädten (auch in den Innenstädten) übrig bleiben soll, wenn alle, die Nachtruhe und Entspannung in den eigenen vier Wänden mögen, ins Sauerland gezogen sind. Eine kleine Elite von 10000 Leuten pro Stadt, die dann aber totally bohemian like you ist und endlich den richtigen "Lebensentwurf" hat? Kommentar Nr. 22 ist ja erfrischend entlarvend, was die Selbstverliebtheit angeht. Zieht doch ruhig nach Berlin, wobei ihr dann vielleicht nicht mehr so gut über eure langweiligen Nachbarn klagen könnt (womöglich wäret ihr selbst ganz schnell die Spießer aus der Provinz).

  • #26
    der, der auszog

    Nochmal:
    Es ist der Dachverband der Gastronomen, der sich im Auftrag seiner Klientel seit Jahren immer wieder für ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum stark macht, genau jener DEHOGA, dem die Ruhrbarone gerne zur Seite gesprungen sind, wenn es um Rauchverbot oder die GEMA ging.

    ""Die Leute holen sich alles aus den Büdchen", beschwert sich Rainer Stenke, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) Nordrhein. Er ist überzeugt: "In der Kneipe sind die Menschen noch zu kontrollieren, vor der Trinkhalle nicht mehr." Die Stadt sei viel zu tolerant gegenüber den öffentlichen Säufern."

    aus: Annika Jokers "Polizei für Alkoholverbot auf der Gasse", Frankfurter Rundschau, 5.12.2008

  • #27
    Arnold Voss

    Ein Alkoholverbot trifft die Falschen. Säufer werden durch Verbote nicht vom Saufen abgehalten. Sie gehen nur woanders hin. Alkoholkonsum ist nur bei bestimmten Leuten mit Müll und Urin verbunden. Deren Verhalten muss man unterbinden, anstatt ein generelles Alkohol Verbot auszusprechen, das Niemand auf Dauer kontrollieren kann.

  • #28
    Aquii

    Was eine Diskussion.
    @acbraxargb Es gibt durchaus Kleinstädte, die eine enorme Kneipendichte haben, Lüneburg z. B. deutlich mehr als die Ruhrmetropole Essen, mit dem Bischen Rüttenscheid.
    @ke der öffentliche Nahverkehr im Pott ist eine Katastrophe. Zu viele regionale, nicht aufeinander abgestimmte Verkehrsbetriebe. So fährt die Bogestra bis 01 Uhr, die EVAG schaft es nur bis kurz nach 23 Uhr. Da heißt es dann vom Norden in GE zu HBF GE über HBF Essen wieder zurück in den Essener Norden, obwohl die Städte verbindende Linie 107 mit eine Haltestelle vor der Haustür liegt, ach ja und 1,5 Stunden mehr an Zeitaufwand. In einer Zeit, in der sich immer mehr vom Individualverkehr abwenden auch die Öffentlichen einzustampfen verheißt keine gute Zukunft.

    Allgemein ist es ja so, dass die Schichten , die am Ende Einkommensskala stehen auch ein Recht auf etwas soziales Leben haben und da bleibt eben nur der öffentliche Platz mit den nicht vorhandenen Toiletten und da die Kommunen unter massiven Sparzwang leiden, sprich keine öffentlichen Bedürfnisanstalten mehr bauen oder Instand halten, bedienst sich das Klientel eben der nächsten, nahe liegenden Lösung, Baumscheiben oder Häuserecken. Vertreibung wird diese Probleme nicht lösen, nur verdrängen. Also ein hausgemachtes Problem, genauso wie die Raucher vor der Tür, die gesellig beisammen stehen und auch mal lauter lachen über eine just gerissene Zote ohne dabei auf die Uhr zu sehen.

  • #29
    Walter Stach

    Stefan Laurin -und Andere-:

    "Die " Politik hat …………….
    Und warum hat sie?
    Die Restaurantbetreiber -sh.26-, die Inhaber innerstädtische Verkaufsgeschäfte und eine große Mehrheit der Menschen, die in den Innenstädten wohnen, und beinahe alle Menschen, die in den Innenstädten einkaufen, die wollen dieses Verbot.
    Wenn die Politik darauf reagiert, dann…….? Ja, wie ist das dann zu bezeichnen?

    Stefan Laurin,
    und da erfahrungsgemäß viele Inhaber innerstädtischer Verkaufsgeschäfte und sog. "gut gehender Restaurants" dazu neigen, ("Deine") FDP zu wählen -u.a.weil sie sich von der FDP als sog. Steuersenkungspartei Vorteile erhoffen-, frage ich mich, ob und wie diese sog. freiheitliche Partei sich in dieser Verbotsdebatte positioniert? Für das unbegrenzt freie Saufen auf allen öffentlichen Wegen und Plätzen in der Innenstadt, der Freiheit zu liebe?
    Also….
    nicht ab mit den Politikern ins Sauerland, sondern ab ins Sauerland mit den eingangs erwähnten Restaurantbesitzern, den Geschäftsinhabern, den in den Innenstädten einkaufenden Menschen , den in den Innenstädten wohnenden Menschen?

    Stefan Laurin,
    völlig unabhängig von meiner persönlichen Positionierung meine ich, daß die Kommentierung und einige Beiträge dazu, zumindest oberflächlich zu nennen sind, wenn sie die Politik/die Politiker als ursächlich bzw. als Verursacher der momentanen Verbotsverfahren ausmachen.

    PS
    1.
    Wie läßt sich rechtfertigen, daß für den im öffentlichen Raum Saufenden allgemeinen Regeln -gesellschaftliche Normen, staatliche gesetzte Normen-, die die Rücksichtnahme auf Belange/Interessen Dritter einfordern, nicht zu gelten haben? Die eingangs erwähnten Bürger, die das hier diskutierte Alkokohlverbot einfordern -und zwar massiv, und zwar immer öfter, und zwar immer häufiger-, erwarten -zurecht-, daß sich auch der sog. Säufer im öffentlichen Raum so verhält wie es die Gesellschaft (der Staat) von jedermann erwartet -erwarten darf und erwarten muß.
    2.
    Stefan Laurin,
    Deinen Hinweis " in die Kneipe gehen" verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Es geht doch nicht um die Freiheit des Saufens in Kneipen, auch nicht in den Kneipen in den Innenstädten.

    3.
    Funktionieren kann das mit dem radikalen Verbot des Saufens im öffentlichen Raum in den Innenstädten durchaus . Ich verweise auf Kommunen in den NL, in den USA, in……….
    Die dort lebenden Menschen gelten gemeinhin zumindest für so freiheitsliebend wie die in Deutschland, und trotzdem……

  • #30
    Björn Wilmsmann

    > Auto das gesamte Ruhrgebiet inkl. Köln und Ddorf.
    > Wo gibt es sonst eine solche Vielfalt?

    Ziemlich einfältige Vielfalt. Köln und Düsseldorf stechen heraus. Die anderen Städte sind alle gleich. Und das größtenteils gewollt, weil Kooperation zwischen den Ruhrgebietsstädten politisch nicht gewünscht ist.

    > Der ÖPNV soll im Ruhrgebiet schlecht sein. Nur

    Er ist.

    > leider gibt es ihn in vielen Städten der Welt so gut
    > wie gar nicht in organisierter Form und dass U
    > Bahnen vor 24 Uhr stoppen und danach kaum noch
    > fahren ist durchaus üblich.

    Es ist halt die Frage, welchen Vergleich man sich zum Maßstab macht. Das Ruhrgebiet sollte von der Bevölkerungszahl her in der Champions League mit Städten wie London, Amsterdam und Berlin spielen, ist aber maximal Regionalliga und hat auch keine Ambitionen, besser zu werden.

    > Berlin wurde genannt. Ein toller Nahverkehr? Laute

    Ja. Auf jeden Fall. Berlin zeigt, wie’s geht.

    > Bahnen, die Geschwindigkeit durch Geräusche
    > simulieren und ein ständiges Umsteigen. Dafür gibt

    Wenn man im Ruhrgebiet irgendwo anders hin will als an die großen Hauptbahnhöfe, muss man auch zig mal umsteigen. In Berlin kommt man aber selbst in ungünstigen Fällen immerhin innerhalb akzeptabler Zeit an. Im Ruhrgebiet nicht.

    > die Viertel, in denen jeder sein Projekt hat und sich
    > irgendwie sein Leben finanzieren lässt. Im
    > Ruhrgebiet heißt das H4-Empfänger und dort ist
    > Arm auch nicht sexy. Nebenbei fehlen natürlich die

    In Berlin sind Startups mittlerweile ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. In Berlin gibt es zahllose ausgefallene Läden, mit denen Unternehmer ihren Lebensunterhalt verdienen.

    Im Ruhrgebiet dagegen: Überall 1€ Läden und Gornys aus Steuergeldern bezahltes Kreativwirtschaftswolkenkuckucksheim.

  • #31
    Jiri

    @ Walter Stach
    Ich bin leider sehr erschrocken über die Parteinahme für den rechtschaffenen Bürger vs. dem rumsauendenden Säufer.

    Es ist ja erstens sowieso nicht so, dass jeder, der oeffentlich trinkt, fuer Dreck und Unruhe sorgt. Mit den Verboten werden letztlich alle Leute bestraft, die sich ausserhalb von Zwangsgemeinschaften, einen Genuss erlauben wollen. Mit diesen Zwangsgemeinschaften meine ich auch Kneipen, da hier immerhin ein Konsumzwang vorhanden ist.

    Und selbst wenn Trinker rumsauen, ist es doch so, dass sich der Grossteil der Buerger sich schon jahrelang von den Orten abgewandt hat, wo oeffentlich getrunken wird, bis dann durch Gentrifizierung diese Orte wieder interessant werden und der gelangweilte SPD-waehler, nachdem er seine Kinder durch die Musikschulpubertaet gebracht hat, wieder an interessantere Orte als die Genossenschaftssiedlung will.

    Ganz ekelhaft fand ich eine Aussage einer Frau, die zum Udo Lindenberg.-Konzert in der 302 sass und erzaehlte, dass sie jemand vom Ordungsamt kenne. Sie habe ihn schon mal gefragt, warum er die Leute vom Bochumer Hbf, die immer am Hinterausgang stehen und Alkohol trinken würden, nicht endlich wegkriegen würde.

  • #32
    Walter Stach

    Jiri,
    ich habe nicht "Parteigenommen", sondern lediglich den Versuch zu einer Anregung gestartet, ‚mal darüber nachzudenken, ob "die" Politik die richtige Adresse dafür ist, wenn "man" sich zur den Ursachen für die Zunahme solcher Verbotsdebatten und Verbotsentscheidungen in den Kommunen äußert und was zudem nachvollziehbare Argumente von….(sh.Restaurantbetreiber, sh. Einzelhandel, sh….) sein könnten.

    Ich habe ausdrücklich gesagt:
    ",,,,unabhängig von meiner pers. Positionierung.
    Dazu nur das Folgende:
    1.
    In dem kleinen Waltrop, indem ich lebe, habe ich noch nie "unangenehme" Begegnungen mit Menschen gehabt, die im "öffentlichen Raum", weil angetrunken, Menschen belästigen oder diese "in ihrem Wohlsein" stören. Insofern kann ich "eigentlich" gar nicht mitreden.

    2.
    Ich leugne allerdings nicht, daß meine Frau und ich seit einiger Zeit, wenn ‚mal ein sog. Stadtbummel geboten oder gar gewünscht ist, nicht mehr, wie früher, nach DO fahren, sondern
    in das kleinere Recklinghausen oder in das "feinere" Münster.
    Warum ist das so?
    Wir fühlen uns rundherum in RE bzw. in MS mittlerweile beim Stadtbummel wohler als z.B. in DO.
    Das mag u.a. (!) und das mag möglicherweise(!) damit zu tun haben, daß "lästige", daß "belästigende" Angetrunkene in RE/in MS weniger auffallen -weniger vorhanden sind?- als z.B. in DO.
    Auf uns mag also das "Motto" einiger Disk.beiträge -abgewandelt- zutreffen:
    " Ab nach RE, ab nach MS -statt ab ins Sauerland".
    3.
    Ich meine, es muß (!!) jeder Bürgerschaft, jeder Bürgerschaftsvertretung in jeder Kommune überlasen bleiben, ob sie und ggfls. wie sie ein solches Verbot will, beschließt, ausgestaltet und umsetzt.
    Und als Mitglied der Bürgerschaft meiner Heimatstadt Waltrop bin ich -erfreulicherweise- gar nicht gehalten, mich dieserhalb in einen "Entscheidungsfindungsprozess" einbringen zu müssen.
    PS
    Ich weiß sehr wohl zu unterscheiden zwischen einerseits von mir dann und wann als unangenehm, als verstörend empfundene Ein- und Ausblicken in bzw. auf das Dasein von Alkoholikern in unseren Städten bzw. auf deren gelegentlich durch mich als belästigend empfundenen Umgang dieser Menschen mit mir -z.B. in den sog. Bahnhofsquartieren- , den ich klaglos ertrage, aber auch immer wieder (Ursachen/Folgen) kritsch bedenke, und anderseits der Gefährdung der sog. öffentlichen Sicherheit und Ordnung -egal durch wen und egal mit welcher Begründung/Rechtfertigung-. Im letzteren Falle haben Stadt und Polizei eine grundsätzliche Pflicht, aktiv zu werden -egal gegen wen und egal aus welchen Anlässen.

    PS
    Was der Hinweis auf den gelangweilten "SPD-Wähler" soll, weiß ich nicht.
    Die erwähnten Restaurantbesitzer, die erwähnten Inhaber, Betreiber diverser Einzelhandelsgeschäften, die vehement diverse Verbotsbeschlüsse der komm.Räte einfordern, , so scheint mir jedenfalls, sind bekanntermaßen regelmäßig ehe dem FDP (CDU) Lager zuzuordnen als dem "klassischen" SPD-Wählerklientel.

  • #33
    Michael Minkus

    Ich komme aus Lüdenscheid und finde es nicht langweilig. Ich war heute in Bochum und war froh das ich wieder in Lüdenscheid war. Wie kann man nur in Bochum wohnen keine richtige Fußgängerzone und kaum grün was aber die Stadt Lüdenscheid hat

  • #34
    Hopping Hipster

    Daß es Menschen gibt die nicht mal eben von da, wo sie womöglich schon recht lange leben, wegziehen möchten oder können- dank Alter oder finanziell beschränkten Möglichkeiten ficht solch arrogant-anmassende Subjekte welche "die Stadt" für einen Ort bunter, lauter Exzesse halten nicht an, ist klar.
    Vermutlich ein Standpunkt den man in Stiepelscher oder Bredeneyscher Luft entwickelt, in friedlicher Umgebung, ganz ohne störende Exzesse der Kreativ-Elite. 🙂

    Zum Kotzen; nichts für ungut.

  • #35
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Hopping Hipster: Ich wohne im Ehrenfeld – 5 Minuten zu Fuß vom Bermudadreieck entfernt.

  • #36
    Richard Random

    Was ein Tätatä-Artikel! ….dieses Hipster-Getue nervt zunehmends und zumindest ich frage mich wirklich, mit welcher Berechtigung hier der Autor erwartet, dass man sich die aktuelle Situation weiterhin als Stadtbewohner antuen lassen und warum man sich anpassen müsste?!

    Seit über 25 Jahren wohne und lebe ich in der Essener Innenstadt – und ich bin sicherlich kein Rentner, der vor 16 Uhr die Zeit einzukaufen hat, noch dem Mama das Essen auf den Tisch stellt und auch noch die Socken bügelt…
    Der Alkohol-, Dorgen- und Danebenbenimmpegel der sich zunehmends innenstädtisch entwickelt, hat sicherlich nichts mehr mit einem Zusammenleben zu tun: Da saufen sich die Kiddies (!) im Schlosspark und vor dem Rathaus schon nachmittags sich die Hucke voll; während die Stadtprominenz ab 9:30 Uhr morgens ab HBF steht.
    Stadtmusikanten und Künstler? Gibt es doch garnicht mehr in der Fussgängerzone.
    Das Volk was hier Musik gemacht hat, ist durch die Bettelmafia "abgelöst" worden; Insbesondere die alten Rentner die mit ihrem mehr oder weniger guten Musiktalent nach ein paar Groschen als Lebenslohn gebettelt haben, sind derweil mehrmals zusammengemöbelt und vertrieben worden:
    Weiter als ein Stück hinter dem Bahnhof und aus dem Aktionsradius der Bahnhofspolizei heraus traut sich doch keiner mehr zu schnorren, der nicht lebensmüde ist…
    Lediglich ein paar Punks mit Hund trauen sich noch rauf bis zur Kreuzeskirche.
    Und sonst?
    Vor Feiertagen und vor Wochenenden quitschen ab 22 Uhr die Reifen von testosterongesteuerten Affen, die sich und andere beim Rennen um den Berliner Platz bis zur Auffahrt A40/Essen Mitte totfahren… Zwischendurch rennen noch ein paar Hipster mit ihren Birnen-Laptops durch die City in Richtung UPH – das ist ja wieder in – oder rüber in eine der neuen teuren Edelschuppen, um Prosecco zu schlürfen um dann mit den Taxi auf die Rü zu fahren…
    Kulturevents / Stadtfeste? Gibts doch garnicht mehr.. nur noch eigenartige teure Gourmetfressmeilen mit in Goldfolie aufgemöbelter Currywurst… für’s Schickimicki….
    Ist DAS also nun die neue Innenstadt?
    Es würde mich nicht wundern, wenn bald schon der Döner mit Goldstaub gepudert wird – samt Birnenlogo auf der Servierte…

    Auf die Art und Weise sterben bald auch die letzten "echten" RuUhrgebietsschuppen, -Buden und (autonomen) Kulturzentren aus, wo Kultur noch aus Überzeugung an den Mann gebracht wird, die sich aber auf Grund der neuen Edelschuppen sich die Mieten immer weniger leisten können.
    An den paar Hipstern werden all die kein Geld verdienen:
    Denen ist das Ambiente nicht edel genug…

    Da ziehe ich gern nach "Tönnishäuschen" oder in irgendein Hinterlandkaff, was grade auf Grund von CentrAmaBay oder sonst was vereinsamt und vergammelt – oder ziehe da am Wochenende um die Häuser und schmeisse da ein paar Euros in die Dose: Da füphle ich mich ganz sicher wohler bei…

    Alkoholverbot in der Innenstadt von Essen? EIn wenig mehr "Ordnung" für ein "gesittetes" Zusammeleben? Aber ja gerne!
    Denn das Verbot ist garnicht auf die Gastronomie / Bewirtung bezogen, was hier gern verschleiert wird, sondern auf den öffentlichen Raum VOR der Gastronomie.
    Eine Reglementierung der Musiker – auf ein erträgliches Maß und "echte" Musiker – und keine Bettelmafia? Ja aber bitte doch!
    Die rote Kelle für Wochenendkiddies die im Suff die Straße unsicher machen?
    Steh ich hinter!

    Genau so für ein Verbot für dumme Erwartungen von Touris und Autoren, die wahscheinlich nicht mal 5 Jahre in der City gewohnt haben…

  • #37
    Angelika

    "…Städte sind bunte, laute Orte des Exzesses…" steht im Artikel.
    Sicher … Aber nicht nur …

    Städte sind Orte, wo Menschen leben, die
    Säuglinge sind und viel Schlaf benötigen,
    die Schichtarbeiter sind (huch … ohne /innen …),
    wo es Pflegeheime gibt.

    Städte sollen so und so sein …
    Laut, leise.
    Feinsinnig, derb.
    Wohl riechend und –
    nein, danke, auf den Gestank aus den Gullies im Sommer kann ich verzichten …

  • #38
    Hopping Hipster

    @Autor – Ich habe nicht bezweifelt, daß auch der Ehrenfelder durchaus imstande ist aus Perspektiven heraus zu argumentieren welche die Bedürfnisse und Perspektiven Dritter vollständig ignorieren.
    Nah am Zeitgeist ist das allemal, missglückte Polemik hin oder her.

  • #39
    Jiri

    Vielleicht hätte der Autor schreiben sollen: dann geht doch nach Teheran…

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