voRWEg gehen die Preise rauf

Mitten in die Sommerpause hinein. Kommt der Energieversorger RWE mit einer neuen Preissensation. Die Regionalgesellschaften kündigen an, ab September ihre Tarife deutlich anzuheben.

Nach einer Meldung des Konzerns klettern die Preise bei der RWE Westfalen-Weser-Ems und der RWE Rhein-Ruhr ab 1. September um bis zu 27 Prozent, wie ein Sprecher der Vertriebstochter RWE Energy AG bestätigte. Die Süwag Energie will die Preise um 22 Prozent und die saarländische VSE zum Oktober um 25 Prozent erhöhen. Von diesen Preissteigerungen sind insgesamt fast 600.000 Kunden betroffen.

Damit jetzt nicht alle Panik kriegen und zu neuen Anbietern wechseln – wie hundertausende andre RWE-Kunden zuvor – kündigte der Konzern neue Festpreisprodukte an. Demnach darf ein begrenztes Kontingent von Kunden in einen Tarif wechseln, in dem der Gaspreis für drei Jahre bis September 2011 festgeschrieben werde. Wie gesagt, nicht jeder darf das, aber ein paar Leute.

Die RWE-Gesellschaften begründeten die Preiserhöhungen mit den gestiegenen Beschaffungskosten. Der Preis für leichtes Heizöl habe sich seit dem Sommer 2007 um rund 60 Porzent erhöht und entsprechend seien auch die an die Heizölpreisentwicklung gekoppelten Beschaffungskosten gestiegen, hieß es bei der RWE Westfalen-Weser-Ems.

Das sind also die Auswirkungen der Ölpreisbindung. Schade.

 

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4 Kommentare

  1. #1 | Arnold Voß sagt am 15. Juli 2008 um 15:56 Uhr

    Wo ist da jetzt die Sensation. Hat einer mit etwas anderem gerechnet? Zur Zeit und in nächster Zeit wird nichts anderes als die Schmerzgrenze für den Verbraucher ausgetestet. Weltweit. Mit den realen Lieferbedingungen hat das nur sehr begrenzt zu tun. Es geht im Moment vor allem um die Frage, ob und wie lange ohne Angebotserweiterung nicht noch mehr zu verdienen ist als mit. Und da ist es einfach wunderbar (für die Produzenten und Verteiler) das es da auch noch (im kleinen Germany) die Ölpreisbindung gibt.

    Und niemand von denen, die an dieser Schraube drehn, berührt es auch nur im Entferntesten, wer von den Verbrauchern weltweit schon während des Ausreizens ins Gras beißen muss. Und besser lässt sich doch gar nicht dafür sorgen, dass die Leute sehr bald schon den Ausbau der Atomenergie „schlucken“ werden, wenn denn nur der Energiepreis nicht noch weiter steigt.

    Und dann kann man ja jetzt alles auch noch auf den doch so neutralen Marktmechanimsmus schieben, der aber in diesem Fall schlicht nicht vorhanden ist. Aber wen interessiert das schon, wenn es um eine so unendliche Menge von Geld geht die man in so unendlich kurzer Zeit „verdienen“ kann, wenn man an der richtigen Stelle sitzt. Abgezockter geht es wirklich nicht.

  2. #2 | Randolf sagt am 16. Juli 2008 um 21:28 Uhr

    Schön, dass der Artikel, der _nach_ diesem Posting kam (Kulturhauptstadt-Chef) gelöscht wurde. Der passte hier wirklich nicht rein…

  3. #3 | Dirk E. Haas sagt am 17. Juli 2008 um 11:17 Uhr

    Was also tun? ?Power to the People!?, wie die Attacies meinen? Das hätte gerade im Ruhrgebiet, dem Land der energiepolitischen Bigfoots, wo wir uns ein wenig über Richtung und Tempo des VoRWEggehens wundern müssen (Wie ist das denn nun mit der Wertschöpfung via neuer Technik? Und neuer Energieträger? ? Oder reicht es, innovationstechnisch gesehen, immer nur für neue Tarife?), ein schönes Moment von ? wie soll ich sagen ? Verstörung.

    ?Abwirtschaften?, als auch das madmaxhafte Weiterlaufenlassen abgeschriebener Alt-AKWs, das hätte auch jeder Staatsbetrieb unter Ceaucescu hingekriegt. Vom guten Kapitalismus erwarte ich ein bisschen mehr. Schöpferische Zerstörung nämlich.

  4. #4 | DenkfabrikBlog.de sagt am 17. Juli 2008 um 23:40 Uhr

    Tödliches Gas?…

    ……

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