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Wagenknechts Wahnwichtel-Weihnacht

Was gibt´s Weihnachten bei Wagenknechts? („Lobster meal“ von Hartmut Inerle - created by Hartmut Inerle. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lobster_meal.jpg#/media/File:Lobster_meal.jpg)

Was gibt´s Weihnachten bei Wagenknechts? (Quelle: Hartmut Inerle – CC BY-SA)

Wichtel-Weihnacht – Suchst auch du das besondere Weihnachtsgeschenk? Hast Du ein Faible für Hummer und Verpackungen aus Alufolie? Magst Du Überfälle Russlands auf souveräne Staaten? Und hältst die Deutschen Wirtschaftsnachrichten für irgendetwas davon, was die drei Namensteile nahe legen?

Dann glaubst bestimmt auch, dass PI-News nur die Wahrheit über den Islam schreiben, und allein Russia Today unabhängige Nachrichten über die Situationen in Deutschland und Rußland liefert.

Sahra Wagenknecht hat dann eine besondere Geschenkidee für Dich.12360132_945673892153534_7050240661393437436_nDu erfährst dort die ganze Wahrheit ™ über den IS (die Amis sind Schuld), das eigene negative Image (die Lügenpresse ist Schuld), den Nahostkonflikt (der Jude Israel ist Schuld) und Syrien (wieder Schuld der Amis). Alles also nach Sahras Geschmack.

Besinnliche LINKS-Weihnachten!

(P.S.: Diskursfreudig wie Dr. Wagenknecht ist, ließ sie sich über ein halbes Jahr terminlich überlastet seitens ihres Pressesprechers verleugnen, um nur nichts zu ihrem Interview bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten zu sagen.)

RuhrBarone-Logo

31 Kommentare zu “Wagenknechts Wahnwichtel-Weihnacht

  • #1
    Hans

    Hey, wischt euch mal den Schaum vom Mund. Wobei, mit einem so klar definierten Feindbild lebt es sich wahrscheinlich hübsch einfach.
    Eine Frage noch: Gilt der Ausdruck "Querfront" eigentlich auch für marktkonforme, israel- und amerikatreue Linksliberale wie Euch mit deutlicher Überschneidung zum dezent faschistischen PI-Weltbild?

  • #2
    Arnold Voss

    Im obigen Artikel werden gleich 4 mal Artikel aus den Nachdenkseiten verlinkt und Frau Wagenknecht wurde auch noch um ein Interview gebeten. Glaubst du, dass das auch umgekehrt so passieren würde, Hans? Also wisch dir den Schaum vom eigenen Mund und schieb noch ein Gläschen Weihnachtspunsch nach. Das beruhigt und macht dir klar, dass es nirgendwo sonst irgendeinen Schaum gibt. 🙂

  • #3
    Klaus Lohmann

    @Hans: Sahra hat doch geschrieben, dass Du das Buch *verschenken* sollst und nicht selber lesen! Jetzt hassu den Salat und bekommst fortlaufend Tourette-Anfälle, armes Kind:(

  • #4
    Marco

    Ich bin sprachlos, dass hier sowas veröffentlicht wird. Das ist so unfassbar weit weg von jedweder Form einer sachlichen Auseinandersetzung. Gut, Hr. Bartoschek ist BILD-Mann, aber dennoch. Unglaublich.

  • #5
  • #6
    Marco

    Jaja, das habe ich bei Facebook auch schon gesehen, dass sie da gerne mal einen flapsigen Tonfall anschlagen, Herr Bartoschek. Und nichts unkommentiert stehen lassen mögen.

  • #7
    Kurtt

    Ah, ein bißchen Hasskappe an Sahra Wagenknecht abarbeiten? Auf dem Niveau? Fragt man sich: Muß ich den Burschen kennen? Schaut man mal oberflächlichst ins Netz und findet u.a. "für die Bild im Ruhrgebiet". Achso. Na dann: Who cares? Verbreite mal fein weiter "Deine Produkte", u.a. für die "starke Marke Bild"…^^

    Gottchen, es ist so zum Stein erweichen arm, daß dieses Käseblatt seinen Springer bis zum St. Nimmerleinstag zu überleben scheint und sich immer weiter solche Figuren finden, die dafür arbeiten.

  • #8
    Gerd

    Wieso sollte man sachlich richtige Informationen über eine Person der Zeitgeschichte nicht veröffentlichen? Um Sie vor einer peinlichen Situation zu bewahren? Das ist nicht die Aufgabe einer freien Presse.

  • #9
    yohak

    Ich habe da mal kurz rein geguckt, in das Interview in den "Wirtschaftsnachrichten". Schon interessant, wie Wagenknecht da vehement die Ansicht vertritt, Luftangriffe seien die falsche Strategie, gegen islamische Terroristen vorzugehen. Ganz offensichtlich wurde das Interview zu einem Zeitpunkt geführt, bevor Rußland anfing in Syrien zu bombardieren (in der Tat datiert das Interview von Oktober 2014). Wäre wahrscheinlich ganz lustig, daß mit jüngeren Aussagen Wagenknechts zur russischen Syrienpolitik zu kontrastieren.

  • #10
    Klaus Lohmann

    @Marco. Kurtt: Also wenn ich die Wahl zwischen BILD und den hier rum-shitstormenden Linkshohlbirnen mit ihrem Hass auf alles Demokratische habe, dann bestelle ich auf keinen Fall dieses beschmierte "Jahrbuch" für Aluhüte – bei soviel aufklärender "Werbung";-)

  • #11
    hans

    Danke für den BILD-Hinweis. Das erklärt einiges. Interessante Kombi ist das.
    Und Arnold: "…und Frau Wagenknecht wurde auch noch um ein Interview gebeten. Glaubst du, dass das auch umgekehrt so passieren würde, Hans? "
    Ja – und sie hatte keine Lust darauf. Verständlich, wenn man sich das Artikelchen hier durchliest. Rechtfertigt ein nicht gegebenes Interview so einen Hasspost?
    Deine Frage verstehe ich nicht. Wagenknecht soll jetzt hier ein Interview anfragen bevor sie Hassposts über Sebastian Bartoschek verfasst? Hä? Merkst selber, wa.

  • #12
    Arnold Voss

    Hans, ich erklärs dir. Umgekehrt heißt in diesem Fall, dass die Nachdenkseiten die Ruhrbarone verlinken und bei Bartoschek um ein Interview nachfragen. Aber wer Kritik mit Hass verwechselt kann auch schnell Probleme mit der Logik bekommen. Vielleicht hilft noch mehr Weihnachtspunsch, Hans.

  • #13
    hans

    Hey Arni,

    jetzt erklär mir noch mal: Warum sollen die Nachdenkseiten denn bei den Ruhrbaronen für nicht existente Hassposts nachfragen? Und warum sollen die irgendwas von hier verlinken? Und jetzt schau Dir mal links das Bild mit dem Hummer und der Bildunterschrift "Was gibt´s Weihnachten bei Wagenknechts?" an. DAS nennst du "Kritik"? Den hämischen, selbstgerechten Tonfall und die krassen Unterstellungen ("Magst Du Überfälle Russlands auf souveräne Staaten?") – das nennst du "Kritik"?
    Und deine permanenten Einlassungen, dass ich mich mit Weihnachtspunksch besoffen hätte, nennst du wohl auch "sachliche Kritik". Ich frage mich echt, was mit euch Leuten los ist. Kommst du auch von der BILD?

  • #14
    Pommeskind

    @#13 hans: Nee, von der BILD ist nur der Bartoschek, Laurin hatte Deutsch-LK, deswegen schreibt er für die WELT. Voss, Lohmann und ich hingegen kommentieren hier direkt für den Mossad. Von welchem Verein der Weiermann ist, weiß offiziell niemand so recht. Noch Fragen?

  • #15
  • #16
    Sebastian Bartoschek Beitragsautor

    …ich hatte auch Deutsch-LK :/
    …und Englisch.
    …und Seepferdchen – weswegen ich die Mossad-Delfine ausbilde.

    Natürlich hat das nichts mit dem obigen Artikel zu tun – so wie die Sahra-Fanboy-Verweise auf BILD.
    Aber für Sahras Anhänger war das eine intellektuell glanzvolle Rechercheleistung – oder wie der Rest von uns sagt: Wikipedia.

  • #17
    Marco

    @yohak
    "Sahra Wagenknecht: "Bomben schaffen keinen Frieden, egal ob sie von Russland, egal ob sie von den USA, egal ob sie von Frankreich abgeworfen werden. – Es ging doch bei all diesen Kriegen nie um etwas anderes als um Gas, um Öl und um Einflusssphären. – Es ist doch ungeheuerlich, dass der Ölschmuggel über die türkische Grenze bis heute nicht unterbunden ist. – Ein Krieg mit völlig unkalkulierbaren Eskalationsgefahren, ein Krieg, für den es kein Mandat der Vereinten Nationen gibt, der völkerrechtswidrig ist.""

    @Klaus Lohmann
    Wo sie bei mir eine der "rum-shitstormenden Linkshohlbirnen mit ihrem Hass auf alles Demokratische" ausgemacht haben wollen, bleibt wohl ihr Geheimnis.

    Grundsätzlich bin ich es sehr leid, dass viele Menschen heutzutage nicht mehr in der Lage sind, sachliche Auseinandersetzungen zu führen. Man muss die linke Sichtweise ja nicht gut finden, man könnte da auch reichlich bereden und argumentieren, wenn man denn wollte.
    Aber stattdessen eine Verbindung zu diesem unsäglichen "Querfront"-Konstrukt zu ziehen, alles in einen Topf zu werfen und von Aluhüten zu faseln, das offenbart keinen Willen zu eben so einer sachlichen Diskussion. Das ist Ausdruck von Denkfaulheit, Dummheit oder böser Absicht.

  • #18
    Klaus Lohmann

    @Marco: Wer hier aufschlägt und bei jedem satirisch-ironischen Artikel über Die Linke und ihre Protagonisten sofort nach "sachlicher Auseinandersetzung" schreit, aber gleichzeitig den Autor mit Hinweisen auf die BILD irgendwie persönlich angreifbar machen will, der ist? Na, was wohl? Eben.

  • #19
    Arnold Voss

    @ Hans # 13
    Hansi, meinst du mit "Hasspost" den Kommentar, in dem du den Ruhrbaronen Faschonähe unterstellst? (#1) Oder meinst du mit "hämischen, selbstgerechten Tonfall", den, wo du Artikel, die dir nicht ins Weltbild passen, als Artikelchen bezeichnest? (#11) Entspann dich endlich und hau dir noch einen Weihnachtspunsch rein. 🙂

  • #20
    Thomas Weigle

    Zu S.W. gibt es viel Wissenswertes und Nachdenkenswertes auf "POREMKIN, Zeitschrift für eine kritische Linke", zu lesen.
    In 2014 hat die NRW-Linkpartei laut Delegiertenschlüssel rund 1000 Mitglieder auf rund 6500 Genossinnen verloren. Angesichts u.a. obiger Aussagen der linken Frontfrau auf den Nichtdenkseiten kein Wunder.

  • #21
    André

    Hinweis: Der von Albrecht Müller in den NachDenkSeiten mit Name und Adresse an den Pranger gestellte David Vickrey aus den USA hat Sahra Wagenknechts Geschenkidee auch thematisiert:
    http://www.dialoginternational.com/dialog_international/2015/12/sahras-tip-for-last-minute-christmas-shoppers.html

  • #22
    Helmut Junge

    Da wird in einem Atikel die Ansicht einer Politikerin durch den Kakao gezogen, und deren Anhänger reagieren empört hysterisch. Wäre ich Anhänger dieser Politikerin, würde ich Punkt für Punkt ihres Standpunktes erklären, der ja dann auch mein Standpunkt wäre, und ihn vertreten.
    Das macht niemand ihrer Anhänger. Auch der merkwürdige Versuch von @17, der mit einem Zitat versucht darzulegen, daß ein Bombenkrieg falsch ist, weil es um Öltransporte gehe, zeigt keine andere, für eine evtl. sachlich nutzbare Position auf. Alles in allem sind das keine Diskussionsvorlagen, sondern so etwas ähnliches wie Glaubensbekenntnisse.
    Und falsch ist die Ansicht von S.Wagenknecht in dieser Hinsicht ganz deutlich auch noch.
    Daß es nämlich schon bei der Landeroberung durch den IS auf Kosten des Irak und Syriens Um Krieg ging, also bevor der IS in den Besitz diverser Ölquellen kam, wird intellektuell einfach geschlabbert, sowohl von ihr, als auch von ihren Anhängern.
    Sorry liebe Anhänger von Frau Wagenknecht, das reicht nicht als öffentliche Überzeugungsarbeit aus, und ist selbst als Diskussionsansatz zu arm. Aber vielleicht kommt nach meiner Kritik ja noch was.

  • #23
    Marco

    @ Helmut Junge
    Ich fürchte, wir liegen politisch zu weit auseinander, als dass das hier tatsächlich was bringt. Da sie mich aber auch direkt angesprochen haben in ihrem Post, will ich dennoch gerne antworten.

    Das Zitat bezog sich auf yohak und sollte belegen, dass Frau Wagenknecht keineswegs undifferenziert prorussisch ist und auch gegen russische Luftschläge ist. Ging um die mitschwingende Unterstellung, dass sie dort mit zweierlei Maß messen würde. Haben sie den Kontext bemerkt?
    Und was genau stört sie an dem Zitat? Ich gehe das mal rasch durch.
    – Sie sagt, Bomben schaffen keinen Frieden. Sehe ich auch so, die Bombardements in Syrien werden dem IS nicht in wünschenswertem Maße schaden, dafür zivile Opfer mit sich bringen, dadurch vermutlich die Zahl der radikalisierten Menschen in der Bevölkerung erhöhen und sind in meinen Augen eine hilflose und undurchdachte Handlungsweise. Sehen sie das anders? Begrüßen sie die Luftschläge?

    – Sie sagt, es ging bei all diesen Kriegen nie um etwas anderes als um Gas, Öl, Einflusssphären. Sehe ich auch so, warum glauben sie denn, weswegen die USA 2003 in den Irak sind? Kampf gegen den Terrorismus? Oder weswegen die Russen jetzt in Syrien mitmischen und so sehr darauf pochen, dass Assad bleibt? Weil die den so gut finden? In der Ukraine ist das auch nichts anderes als ein Gerangel um Macht und Einflusssphären, von beiden Seiten. All diese öffentlich dargelegten Argumente, von "Kampf gegen den Terror" bis hin zu "Demokratie bringen" halte ich für vorgeschoben und wenig glaubhaft.

    – Sie sagt, es sei ungeheuerlich, dass der Ölschmuggel über die türkische Grenze bis heute nicht unterbunden ist. Widersprechen sie? Sie könnten bestreiten, dass sich dieser Schmuggel tatsächlich so abspielt, das wäre eine Möglichkeit. Andernfalls fällt mir kein vernünftiger Grund ein, wie man ein Problem mit diesem Zitat haben könnte. Der IS finanziert sich über den Verkauf von Öl, irgendwer im Westen nimmt dieses Öl ab, das zu unterbinden wäre ein sehr wichtiger und richtiger Schritt, um dem IS nachhaltig zu schaden.

    – Schließlich sagt sie, dieser Krieg berge völlig unkalkulierbare Eskalationsgefahren, es gebe kein Mandat hierfür, dieser Krieg sei völkerrechtswidrig. Will da irgendjemand widersprechen? Hält irgendjemand das Vorgehen des Westens in Syrien für durchdacht, sieht irgendjemand eine langfristige Strategie, ein UN-Mandat, eine Deckung durch das Völkerrecht?

    Ich verstehe den Impuls, nach den schrecklichen Ereignissen von Paris einen Schuldigen zu suchen und Rache üben zu wollen. Nur sollte Politik nicht so handeln, nicht emotional, sondern kühl und sachlich und durchdacht.

    Letztlich bleibt es ihnen überlassen, was sie aus so einem Zitat und in so einer Diskussion machen, aber auf ihre Deutung des Wagenknechtzitats wäre ich nicht gekommen. Der Punkt mit "es geht um Öl, Macht, Einflusssphären" bezieht sich auf westliche Interventionen, nicht auf den IS. Können sie anders sehen, wenn sie denn wollen und müssen, da kommen wir dann aber keinesfalls zusammen.

    Und zu ihrer Interpretation, ich wolle darlegen, dass "ein Bombenkrieg falsch ist, weil es um Öltransporte geht". Das steht da nicht, Herr Junge. Die beiden Aussagen stehen in gar keinem unmittelbaren Zusammenhang, wenn sie die so vermengen, ist das mindestens mal ein schlechtes Textverständnis.

    Woher kommt der IS? Ist der ihrer Meinung nach vom Himmel gefallen (bzw. der Hölle entstiegen)?
    Woher hat der IS all die Waffen und all das Geld? Im Wüstensand gefunden?
    Sind wir im Westen stets die Guten? Uneingeschränkt, ohne Zweifel, ohne Zwischentöne, ohne Skepsis?

  • #24
    Helmut Junge

    @Marco, ich diskutiere nie mit Leuten, die gleicher Meinung sind wie ich. Wie soll das gehen?
    Schön, daß Sie sich noch mal melden.
    Ich will Text und Zeit sparen und stichwortartig auf ihre vielen Fragezeichen antworten. Manche ihrer Fragen beantworten sich sowieso im Zusammenhang.
    – Sie sagt, Bomben schaffen keinen Frieden.
    Quatsch, ohne Bombardements wären Nazideutschland und Japan nach dem Weltkrieg 2 geographische Nachbarn geworden.
    -die Bombardements in Syrien werden dem IS nicht in wünschenswertem Maße schaden,
    Sie übersehen geflissentlich, daß die Kurden sich bereits ihre Gebiete vom IS zurückgeholt haben. Es geht also.
    – Begrüßen sie die Luftschläge?
    Luftschläge allein sind sinnlos, aber in Kombination mit angreifenden Bodentruppen lassen sich militärische Erfolge erreichen. Nur mit Bodentruppen geht das nicht. Luftschläge gehören deshalb dazu. Aber ich muß darum Krieg nicht unbedingt mögen.
    – Sie sagt, es ging bei all diesen Kriegen nie um etwas anderes als um Gas, Öl, Einflusssphären.
    Gas, Öl, bei diesem Verfall der Ölpreise durch Überangebot?
    Bei Einflußsphären stimme ich zu. Dazu ließe sich viel sagen. Da sich China auf die Seite Rußlands gestellt hat, sind alle Mitglieder des Sicherheitsrates mittlerweile beteiligt. Die werden alle ihre Gründe haben, und Frau Wagenknecht wird sie kennen, ich aber nicht.
    Terror wird längst nicht überall bekämpft, stimmt, aber nichts zu tun, müßte eigentlich im Sinne von Frau Wagenknecht und Ihnen sein.
    – Sie sagt, es sei ungeheuerlich, dass der Ölschmuggel über die türkische Grenze bis heute nicht unterbunden ist.
    stimmt. das wird noch politisch aufzuarbeiten sein, aber derzeit werden die Transporte auf dem Weg zur Türkei bombardiert und das ist wirkungsvoller, als Herrn Erdogan zu bitten, diese Transporte abzustellen.
    – Schließlich sagt sie, dieser Krieg berge völlig unkalkulierbare Eskalationsgefahren
    stimmt, deshalb beobachte ich diesen Krieg und seine Entwicklung sehr genau und mit großem Zeitaufwand und Sorge. Denn daraus kann ganz schnell ein Weltenbrand entstehen.
    Nur mehr als beobachten kann auch Frau Wagenknecht nicht. Es sind schon die wichtigsten Staaten unserer Welt beteiligt.
    -es gebe kein Mandat hierfür, dieser Krieg sei völkerrechtswidrig.
    Trotz der riesigen ausländischen Beteiligung gibt es aber keine Anklage der Regierung Syriens bei der UNO. Insofern ist es nicht (noch nicht) völkerechtswidrig dort Krieg zu führen. Wo kein Kläger, da kein Richter. Also liegt Frau Wagenknecht mit dieser Behauptung falsch, denn sie selbst ist nicht Instanz genug, diese Entscheidung zu treffen.
    -Nur sollte Politik nicht so handeln, nicht emotional, sondern kühl und sachlich und durchdacht.
    stimmt, finde ich auch entsetzlich und habe das gerade hier schon mehrfach kritisiert.
    – Die beiden Aussagen stehen in gar keinem unmittelbaren Zusammenhang, wenn sie die so vermengen, ist das mindestens mal ein schlechtes Textverständnis.
    Tut mir leid
    -Woher kommt der IS?
    lange Geschichte, dem IS haben sich irgendwann irakische Sunniten mit Militärerfahrung aus der Saddamzeit angeschlossen. Seitdem hat er große Erfolge erzielen können, was wiederum Scharen von neuen Anhängern auf seine Seite zog, die durch einen Treueschwur an den IS gebunden werden. Erst vorgestern hat sich mit Yarmouk Martyrs Brigade eine Terrorgruppe mit 4300 Mann im Süden Syriens dem IS per Treueid angeschlossen. Was die Zahl der Kämpfer betrifft, wächst der IS.
    -Sind wir im Westen stets die Guten?
    Ich sehe Weltpolitik unter dem Blickwinkel von Interessenlagen und NIE ! unter solchen nicht definierbaren Kategorien wie Gut oder Böse. Was ist das "gut und böse"?
    Die Frage trifft nicht auf mich zu.

  • #25
    Marco

    Habe mich gefreut über ihre Antwort.

    Berechtigter Einwand mit den Bombardements im Zweiten Weltkrieg. Und sollte es wider Erwarten gelingen, den IS mittels der Luftschläge zu schwächen und letztlich zu besiegen, wäre ich sehr erfreut. So rechthaberisch bin ich nicht.
    Ich habe nunmal große Bauchschmerzen mit den Luftschlägen, weil das dieses klassische westliche Muster ist und potenziell diesen endlosen Kreislauf bedienen kann. Gewalt führt zu Gegengewalt, führt zu mehr Opfern, mehr Radikalisierung, mehr Terroristen, dem nächsten Anschlag, mehr Opfern, mehr Gegengewalt etc.
    Aber klar, es bedarf konkret irgendeiner Lösung des Problems mit dem IS, viel zu verhandeln gibt es da wohl nicht mehr. Insofern war ich nicht zwingend dafür, dass nichts unternommen wird, ich hätte nicht sagen können, was genau unternommen werden soll.
    (Außer präventiven Handlungsweisen, die eher langfristig angelegt sind und die aber leider im Nachhall von Paris bislang nicht in Angriff genommen wurden.)

    Die Frage nach der Herkunft des IS zielte natürlich darauf ab, dass der Westen einen erheblichen Anteil an Entstehung und Erstarken dieser Strukturen hat. Dass die Wurzeln hierfür im Vorgehen im Irak während und nach dem Irakkrieg liegen. Dass die Rüstungsexporte in Krisenregionen nicht unterbunden werden. Dass man dazu neigt, die Symptome zu bekämpfen, die Ursachen aber viel zu wenig hinterfragt und überdenkt, wie man solche Entwicklungen künftig verhindern kann. In ein paar Jahren gibt es dann womöglich die nächste Gruppierung, die es dann zu bekämpfen gilt. Ich denke, auf diesem Auge sind viele Menschen blind und wollen die Zusammenhänge nicht sehen. Kann mir nicht vorstellen, dass man mit Hr. Bartoschek hierüber vernünftig diskutieren könnte.
    Gleiches gilt dann auch für die Frage, ob wir die Guten sind. Diesen Blickwinkel nehmen ja offenbar viele Menschen hierzulande ein, gefüttert von den Medien. Die eigenen Positionen und Handlungsweisen werden viel zu wenig hinterfragt. Wir sind nicht "die Guten" und Putin ist nicht "böse", es geht um Machtpolitik und Einfluss. Und kritisiert man diese Haltung und einseitige Darstellung, wird man in die Schublade "Putinversteher" oder "Russlandfreund" gesteckt. Da findet ein übles Schwarz-Weiß-Denken statt, ganz einfache Denkmuster, völlig undifferenziert. Womit dann auch der Bogen zum Ausgang dieser Diskussion gespannt wäre und ich wieder beim ach so "satirisch-ironischen" Artikel von Hr. Bartoschek angelangt bin.

    Ah, einen habe ich noch. Im Zusammenhang mit Bartoscheks Querfront- und PI-News-Gefasel fand ich die Kolumne von Augstein junior diese Woche auch sehr treffend:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/querfront-debatte-war-hitler-links-augstein-kolumne-a-1068892.html

    Und damit verabschiede ich mich in den Weihnachtsurlaub. Haben sie ein paar schöne und entspannte Tage und rutschen sie gut.

  • #26
    Stefan Laurin

    @Marco: Würde Augstein nicht Augstein heissen und wäre sein Papa nicht Walser, würden seiner eher unterkomplexen Texte nicht einmal in einer mittelmäßigen Schülerzeitung erscheinen.

  • #27
  • #28
    Stefan Laurin

    @Marco: Jeder Buchstabe von Bartoschek ist klüger als das Lebenswerk Augsteins. Sogar das "i".

  • #29
    Marco

    😀
    Da werden wir dann nicht zueinander finden (auch wenn ich kein Augsteinfan bin und längst nicht alles gut finde, was der so schreibt).

  • #30
  • Pingback: Rechter Hetzblog “Ruhrbarone” zieht gegen Frei.Wild vor Gericht | Blauer Bote Magazin

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