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Waldorfschule: Physik vom Hellseher

Schlauer als Steiner: Schrödinger

Wie sorgt man in der Waldorfwelt für Ruhe? Mit „Mundzukleben“? Richtig laut wird es, wenn Detlef Hardorp Waldorfeltern die nobelpreisverdächtigen Leistungen seines Gurus Rudolf Steiner erklärt. Der soll schlauer gewesen sein als viele Physiker.  Von unserem Gastautor Tobias Maier.

Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler:

„Bemerkenswert ist u.a., daß er (Steiner) in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger »neu« entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle.“

Hardorps Äußerungen stammen ursprünglich aus der Publikation „Rudolf Steiner and Schrödinger’s equation“ von Detlef Hardorp and Ulrich Pinkall, in „Mathematisch-Physikalische Korrespondenz“, Nr. 201, Johanni 2000. Im Original liest sich das so:

„Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only »formally equivalent« to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation.“

Der promovierte Physiker Andreas Krämer hat sich die Steiner-Publikation und deren Interpretation von Hardorp und Pinkall genauer angesehen. Das Fazit seiner Analyse:

„Für den Physiker ist eine mathematische Formel ohne eine klare Beschreibung der enthaltenen Grössen keine Theorie. Nach meinem Verständnis der Grössen in der Steinerschen Formel (Kontext Wärmeleitung/Energieumsatz) wird daraus sogar eine falsche Theorie.“

Beide, Pinkall und Hardorp haben zur Analyse von Andreas Krämer Stellung bezogen.

Prof. Ulrich Pinkall, TU Berlin, rudert zurück:

„Ich selbst habe auch ein etwas ungutes Gefühl dabei, das ganze Thema als Munition in Debatten um die Wissenschaftlichkeit der Waldorf-Pädagogik zu verwenden.“

Dr. Detlef Hardorp schreibt in seiner Steiner-Verblendung:

„[…] Das aber just Steiner eine Gleichung intuitiv an die Tafel schreibt, die einige Jahre später in der Physik zu den bedeutsamsten Gleichungen überhaupt werden wird, erscheint mir symptomatisch für Steiner zu sein. Denn das hat er doch in vielen Bereichen gemacht: von außen betrachtet stochert er unprofessionell in allen möglichen Gebieten herum, und trifft mit unverschämter Sicherheit immer wieder Goldadern, auch wenn er nicht den wissenschaftlichen Apparat bieten kann, mit dem das dann meist später von anderen wesentlich vollständiger gemacht wird.“

Andreas Lichte, intimer Kenner und Kritiker der Anthro-Szene kommt zu folgendem Fazit:

„Wer Steiner richtig zu lesen weiss, findet dort ALLES, Antworten auf alle Fragen, auch die allerletzten. Verhält sich ähnlich wie Nostradamus: man muss nur richtig lesen können …“

Aber das Verdrehen historischer Fakten ist ja eine bekannte und beliebte Strategie der Pseudowissenschaftler, um ihren realitätsfernen Ansichten ein vermeintlich wissenschaftliches Fundament zu verschaffen.

Zum Autor: Der Artikel ist eine überarbeitete Fassung von „Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung“, erschienen auf dem blog „WeiterGen“ von Tobias Maier.

Info: Die Waldorfschule, Rudolf Steiner, und die Anthroposophie

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart vom Anthroposophen Emil Molt, Besitzer der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, als Betriebsschule gegründet. Molt beauftragte Rudolf Steiner mit der pädagogische Leitung der neuen „Waldorf“-Schule.

Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 mit der schlechtmöglichsten Note „rite“ in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen   „Anthroposophie“ neu gründete.

Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu  S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“ Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen, okkulten Quellen, die für Nicht-Anthroposophen reine Fiktion sind.

Die Waldorfschule war für Steiner von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“. Und die „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule, Rudolf Steiner deren unangefochtene Autorität. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände.

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54 Kommentare zu “Waldorfschule: Physik vom Hellseher

  • #1
    F D

    Per Zufall bin ich im Hochschulkompass über mehrere anthroposophische Hochschulen gelandet (eine in Stu**gart und eine bei Bonn). Das find ich schon mal richtig heftig…

  • #2
    fabe

    Wir waren jedenfalls in Physik u.a. im AKW Grohnde, mein Physiklehrer hießt Hertz(!).

    Hier werden ideologische Kämpfe ausgefochten, auf der Seite der Kritiker wie auch auf der Seite der Hardliner-Anthros. Das hat mit der Wirklichkeit an den Schulen wenig zu tun. Obschon ich natürlich sagen muss, dass ich das nur von meiner ehemaligen, großstädtischen Schule sagen kann, ich kann nicht beurteilen, wie es bspw. im ideologieafinen Brandenburg aussieht.

  • #3
  • #4
    G. W.

    @ F D

    hast du auch die „Freie Hochschule Stuttgart“ gefunden? Dazu schreibt der Spiegel:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52809337.html

    Die Lehre von Atlantis

    (…) Dass empirische Forschung nichts zählt, steht sogar im „Studienbegleiter“ für angehende Waldorflehrer an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart. Anfänger müssen am staatlich anerkannten Seminar Steiners Buch „Theosophie“ nicht nur lesen, sondern dabei auch eine „geistige Schulung“ durchlaufen, bei der „Inhalte nicht kommentiert oder interpretiert“ werden. Ziel ist, wortwörtlich, das „allmähliche Hinaufarbeiten zur Ebene eines produktiven Erkennens, das im Gegensatz zu den analytischen Erkenntnismethoden steht“.

    In seinem umfangreichen Gesamtwerk fabuliert Steiner von Geistwesen, Äther-, Astral- und physischen „Leibern“, „atlantischen Kulturepochen“ eines Erdzeitalters und vor allem von der „Akasha-Chronik“. Aus dieser geheimnisvollen Schrift wollte Steiner seine Erkenntnisse auf hellseherische Weise gewonnen haben. Praktisch, dass dieser sagenumwobene Geistesschatz ihm exklusiv zur Verfügung stand. Nahezu nichts ist im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das wusste Steiner natürlich und beschied Kritiker mit dem Satz: „Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube.“ (…)

  • #5
    G. W.

    Der Deutsche Lehrerverband schreibt zur “Freie Hochschule Stuttgart”:

    http://www.lehrerverband.de/waldorf.htm

    Schule und Lehrerbildung im Zeichen von Atlantis und Saturn*

    (…) Entsprechend fallen die „Diplomarbeiten“ der angehenden Waldorflehrer aus. Im Mai 2005 wurde von der Freien Hochschule Stuttgart beispielsweise eine Arbeit zum Thema „Der Konjunktiv in der Sprachlehreepoche der 6. Klasse“ angenommen, die unter anderem von einem Vortrag Steiners vom 6. Februar 1923 ausgeht. Danach wird ein Kind das sich mit Grammatik, mit Indikativ oder Konjunktiv beschäftige, in die Lage versetzt, „dass es dazu sein ganzes Frühstück, von der Seele unbeeinflusst, in seinem Organismus kochen lässt“. Und: „Die Gedärmkrankheiten kommen sehr häufig von dem Unterricht in Grammatik.“ Die „Diplomandin“ hat auch entdeckt, „dass die sprachliche Umsetzung und das Begreifen des Modus eng an das Gleichgewichtssystem gebunden ist“.

    Vom Mai 2006 stammt die Arbeit „Alternative Betrachtungen zum Krankheitsbild AD(H)S“, also zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Eine der zentralen Aussagen lautet: „Es geht hier vor allem um kosmische und irdische Einflüsse.“ Anschließend folgen seitenlang Betrachtungen etwa über den Kalender der Maya, das Wassermann-Zeitalter, die Metamorphose vom Geistigen ins Physische und die in Revolutionsjahren (etwa 1789, 1848 und 1917) ausgeprägten Sonnenfleckenmaxima. Auf Seite 56 folgt immerhin der Satz: „Das klingt im ersten Moment unwissenschaftlich.“ Und auf Seite 86 heißt es: „Künstlerische Betätigung macht das Kind innerlich reich, wohingegen intellektuelle Betätigung das Gegenteil bewirkt.“

    „Über das Rauchen – Versuch, ein Massenphänomen zu verstehen“ lautete das Thema einer Abschlussarbeit vom Mai 2005. Darin heißt es unter anderem: „Die Tabakpflanze mutet an wie eine äußere Manifestation des Ringens des Menschen zwischen Materie einerseits und göttlich-geistigen Ursprungs andererseits.“ Auch biografische Bezüge zu Steiner fehlen nicht: „Die dem Tabak und dem Nikotin innewohnende Nähe sowohl zum höchst Irdischen als auch zum Überirdisch-Göttlichen scheint den Gebrauch von Tabak auch für den Menschen von so außergewöhnlichem Format, wie Steiner es war, attraktiv gemacht zu haben.“ (Den Anstoß zur Gründung der ersten Waldorfschule gab 1919 der Stuttgarter Unternehmer Emil Molt, Besitzer der Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria.)

    Mit Wissenschaft und wissenschaftlicher Ausbildung, wie sie das Grundgesetz auch von Lehrern an freien Schulen verlangt, hat das wenig zu tun. Offenbar sind an der „freien Hochschule“ die Fortschritte von mindestens einem Jahrhundert naturwissenschaftlicher, psychologischer, didaktischer, pädagogischer Wissenschaft vorbeigezogen. Wissenschaft heißt auch kritische Distanz, undogmatischer Zugang; heißt, dass Erkenntnisse permanent verifizierbar und falsifizierbar sein müssen. An wohl kaum einem Gymnasium in Deutschland würde eine solche Arbeit als Facharbeit für die Oberstufe anerkannt. Und ein Lehrerausbilder im staatlichen Bereich, der dergleichen „Arbeiten“ durchgehen ließe, müsste sich bald – und zu Recht – vor seine Chefs zitieren lassen. (…)

  • Pingback: Waldorfschule: Physik vom Hellseher « Aufklärung 2.0

  • #7
    soso

    Zeitzeichen zu Steiner:

    http://medien.wdr.de/m/1269857967/radio/zeitzeichen/WDR5_Zeitzeichen_20100330_0920.mp3

  • #8
    John

    @ fabe

    Detlef Hardorp „Hardliner-Anthro“ zu nennen, ist sicher richtig. Aber gerade Hardorp hat viel „mit der Wirklichkeit an den Schulen zu tun“. Hardorp ist nicht irgendein beliebiger Anthrospinner, er macht die Politik der Waldorfschulen:

    – „Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“ (siehe oben)

    – „Detlef Hardorp etwa, deutscher Vertreter beim »European Council for Steiner Waldorf Education«, kann im Werk des Ahnherrn höchstens »unzeitgemäßes Vokabular« entdecken.“ (siehe http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-%E2%80%9Edetlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit%E2%80%9C/ )

  • #9
    John

    @ fabe

    Und Detlef Hardorp hat viel mit der Wirklichkeit an Waldorfschulen zu tun, weil er selber Waldorflehrer war:

    http://www.waldorf-fernstudium.de/Mitarbeiter.html

    „Detlef Hardorp
    geb. 1955, Ph.D. (Princeton) in Mathematik, war Mathematiklehrer an Waldorfschulen in Hessen und Bayern, derzeit Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg.“

    Jetzt bildet Hardorp selber Waldorflehrer aus, beim „Fernstudium Waldorfpädagogik“. Darüber schreibt die Süddeutsche Zeitung:

    http://www.sueddeutsche.de/karriere/umstrittene-waldorfschulen-naturgeister-im-interview-1.703184

    „Naturgeister im Interview

    (…) Eindrücklich ist der Lehrplan des in Jena verantworteten „Fernstudiums Waldorf-Pädagogik“. Für das Diplom müssen Kurse belegt werden über „Engel, Elementarwesen, Dämonen“ und das „innere Leichtwerden des Lehrers“. Eine Lektion verspricht „geometrische Übungen mit Perspektiven in die Unendlichkeit – und darüber hinaus“. (…)“

  • #10
    fly_by_night

    Von der Schrödinger-Gleichung verstehe ich so wenig wie von Steiners Differentialgleichung. Aber auch der Autor bezieht sich ja nicht auf die inhaltliche Seite der Sache, sondern will einfach dem guten alten Detlef Hardorp mal wieder eins auswischen. Denn: Wenn der so einen offensichtlichen Unsinn schreibt, merkt jeder, wes Geistes Kind alle Waldorfleute sind.

    Daher nur ein paar Stichworte zum Thema:
    1. Detlef Hardorp hat seine Auffassung zum Verhältnis Steiner/Schrödinger nicht in seiner Eigenschaft als Waldorfsprecher, sondern als Privatmann veröffentlicht.
    2. Dass er diese Auffassung in einer anthroposophischen Schrift veröffentlicht hat, sagt nichts anderes aus, als dass er einen Diskussionsbeitrag in einem interessierten Kontext gegeben hat. Der mag einer kritischen Prüfung standhalten oder nicht (wie es scheint eher nicht), lässt aber jedenfalls keinen Schluss darauf zu, wie die Redakteure oder gar die Leserschaft sich dazu stellen. Aus dem bloßen Abdruck lässt sich nichts Relevantes ableiten.
    3. Das persönliche Verhältnis von Detlef Hardorp zu Rudolf Steiner ist zunächst ebenso seine Privatangelegenheit wie sein Verhältnis zu Kant, Goethe oder Udo Lindenberg. Der von dem Autor angenommene Mangel an kritischer Distanz Detlef Hardorps gegenüber Steiner hätte nur dann eine öffentliche Relevanz, wenn sie mit einer Deutungshoheit von Steiners Werk verbunden wäre. Das ist aber nicht der Fall.

    Noch ein paar Worte zu den Waldorfschulen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen:
    4. Die hier thematisierte Fragestellung (Schrödinger-Gleichung/Steiner) spielt überhaupt keine Rolle an den Waldorfschulen.
    5. Die Kommentare des deutschen Lehrerverbandes zur Waldorflehrerausbildung stammen von dessen Präsident Josef Kraus, der als Gymnasial-Lobbyist wenig Sympathie für eine radikale Gesamtschule hat. Herr Kraus propagiert auch das Sitzenbleiben als unverzichtbares Instrument, Schüler zum Lernen zu motivieren. An wem da ein Jahrhundert wissenschaftlicher Forschung vorbei gezogen ist, möge der Leser selbst beurteilen. (Vergl. Bertelsmann-Studie 2009)
    6. Die Studiengänge der Freien Hochschule Stuttgart wurden zuletzt 2009 akkreditiert. Die Alanus-Hochschule hat wegen ihrer wissenschaftlichen Leistungen 2010 das Promotionsrecht verliehen bekommen. Die Freie Hochschule Mannheim strebt derzeit die insitutionelle Akkreditierung an. Dabei gelten die gleichen Kriterien wie bei anderen Hochschulen. Es ist falsch, die oben zitierten Texte (bspw. zum Tabak) als repräsentativ zu bezeichnen: So etwas hätte heute keine Chance mehr, anerkannt zu werden. Warum immer wieder die gleichen Dinge zitieren, obwohl sie schon hundertmal beantwortet wurden? Wer ist denn hier unkritisch und dogmatisch?

    So, das reicht. Wer sich selbst einen kritischen Verstand zuspricht, möge ihn bitte gleichermaßen auf den selbst ernannten Experten anwenden, der sich hier – und an tausend anderen Orten – immer wieder selbst zitiert.

  • #11
    Kassiopeia

    @ fly_by_night

    „lesen“ heißt das Zauberwort:

    Detlef Hardorp hat sich in offizieller Eigenschaft als Sprecher der Waldorfschulen geäussert. Der Artikel bezieht sich auf, Zitat Hardorp, „Eine Informationsschrift zur Einführung“ – „Was will Waldorfpädagogik?“

    Diese richtet sich an (Waldorf-) Eltern und Interessierte und ist bei vielen Waldorfschulen als „Information“ zu finden.

    Die „Informationsschrift“ ist oben im Artikel verlinkt, aber das haben Sie scheinbar übersehen: „Was will Waldorfpädagogik?“ http://www.waldorf.net/html/www-.htm

  • #12
    fly_by_night

    @Kassiopeia: Stimmt, das hatte ich übersehen. Trotzdem handelt es sich um eine Privatmeinung (zu der ich mir mangels physikalischer Kompetenz kein Urteil erlauben kann), die in diesem Kontext allerdings nichts zu suchen hat, solange sie nicht eindeutig belegt ist.
    Das Grundsätzliche meines Beitrags stimmt aber trotzdem – mit der Einschränkung, dass hier tatsächlich der Eindruck entstehen kann, als handle es sich bei der Schrödinger-Geschichte um eine „offizielle“ Meinung. Das sollte schnellstmöglich korrigiert werden.

  • #13
    Kassiopeia

    @ fly_by_night

    Der Artikel „Waldorfschule: Physik vom Hellseher“ von Tobias Maier, scienceblogs, „WeiterGen“, hinterfragt eine offizielle Publikation der Waldorfschulen:

    “Was will Waldorfpädagogik?” http://www.waldorf.net/html/www-.htm

    Diese wird (Waldorf-) Eltern von zahlreichen Waldorfschulen als „Information“ angeboten. Geben Sie “Was will Waldorfpädagogik?” bei google ein.

  • #14
    Kassiopeia

    Der Artikel “Waldorfschule: Physik vom Hellseher” hinterfragt eine *offizielle* Publikation des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, der Dachorganisation der Waldorfschulen. Siehe:

    “Was will Waldorfpädagogik?” http://www.waldorf.net/html/www-.htm

    Dort als Herausgeber bei der zum download bereitgestellten pdf-Datei genannt, Zitat:

    „Herausgeber: Bund der Freien Waldorfschulen, Stuttgart
    Text: Dr. Detlef Hardorp, Berlin · Hans-Jürgen Bader, Stuttgart“

    (Waldorf-) Eltern werden ganz *offiziell* bizarrste Lügen präsentiert, um sie glauben zu machen, Rudolf Steiner sei ein bedeutender Wissenschaftler gewesen.

  • #15
    steinerimbrett

    Privatmeinung gilt nicht. Die von Herrn Hardorp verwendete Darstellung liegt vollständig auf der offiziellen Linie des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ und seiner Repräsentanten. Zu keinem messbaren Zeitpunkt und an keinem nachvollziehbaren Ort erfolgte eine Distanzierung. Da üblicherweise eine Inkriminierung mit rascher Entfernung von als heikel bzw. bedrohlich eingestuften Textstellen erfolgt, auf die ein erster Zugriff möglich ist, spiegelt die hierbei an den Tag gelegte Denkweise durchaus partielles Innenleben der Waldorfschulbewegung wider. Zudem im Bewusstsein, daß eine Infragestellung („Korrektur“) der betreffenden Behauptung gefährliche Rutschbewegungen eines liebgewonnenen Weltbildes nach sich ziehen würde, die im schlimmsten Fall zum kompletten Einsturz führen können. Eben drum wird eine Revision ausgeschlossen bleiben. Denn nichts liegt anthroposophischen Entscheidungsträgern ferner, als alles zu unterlassen, was die strahlende Waldorfsonne länger als unbedingt nötig verdunkelt.

    Ein falscher Eindruck kann demnach nicht entstehen, da der richtige längst belegt ist. Und auch wenn Herr Hardorp nur wenig unversucht lässt, sich mit einschlägigem Ruhm zu bekleckern (dieser erschreckenden Ansicht durfte man z.B. bei den absurden Vorgängen um die Alte Ziegelei Rädel habhaft werden), müsste es ihm nunmehr schon gelingen, die Naturwissenschaften neu zu erfinden. Damit wäre endlich die wissenschaftlich-analytische Kompatibilität hergestellt, nach der man sich auf Waldorfseite schon so lange sehnt. Und natürlich hätte die Anthroposophie endlich den Status, der es problemlos erlauben würde, hochnotpeinliche Trugschlüsse wie den hier focussierten egal wann und wo darzustellen. Dies würde auch den letztgültigen Verzicht auf jedweden kritischen Verstand ermöglichen, womit Herrn Hardorp sicherlich ein ziemlich großer Gefallen getan wäre.

  • #16
    Jo

    (dieser erschreckenden Ansicht durfte man z.B. bei den absurden Vorgängen um die Alte Ziegelei Rädel habhaft werden)

    Was hat der da gemacht? Dachziegel geklaut? An ein altes Gemäuer uriniert?

  • #17
    famos

    Ich habe die Analyse von Krämer gelesen. Jetzt frage ich mich wie es „anthroposophische Hochschulen“ geben kann (F D in Kommentar #1). Wie kann man aus Esoterik Wissenschaft machen?

    In der Analyse auch noch ein Zitat, das viel über Steiner sagt, ”Erziehung zur Anthroposophie”, Klaus Prange, S. 123:

    “Wohin die gegenständliche Betrachtungsweise führt, zeigt Steiner in einer Nebenbemerkung an der ‘vertrackten Relativitätstheorie von Professor Einstein’. Sie spiegelt die gegenwärtige Kulturverfassung, das ‘Unselige in unserer Kultur’ und offenbart, ‘wie diese Dinge dann ihr wüstes Wesen treiben’. (Steiner scheint weder die Relativitätstheorie verstanden noch Einstein gekannt zu haben, der nun wirklich kein verknöcherter und moralisch verhärteter Begriffsmensch gewesen ist.)”

    Das ‘Unselige in unserer Kultur’? Ist das vielleicht Antisemitismus? Klingt nach „Nazi“.

  • #18
    Alexander D. Wietschel

    Nein ! . . . der saubere Doktor hat unmittelbar nach der Ruchbarwerdung der Vorwürfe ggen die Alte Ziegelei Rädel e.V. und die mit ihr durch den dortigen Schulbetrieb ( sofern der qualitativ überhaupt je stattgefunden hat ! ) das Prinzip „verbrannte Erde“ angewandt.

    In vertraulichen Schreiben an die Staatsanwaltschaft in Potsdam und das Bildungsministerium Brandenburgs legte Dr. Hardorp in geschickt manipulierender Weise die Aufmerksamkeit auf die langjährige gute Zusammenarbeit und wunderte sich übder die Angriffe gegen die völlig integeren Menschen ( Angelika Gilde & Erwin Roth ). Ferner demontierte Hardorp in kurzen Analysen die in dem Klartext -Beitrag geäußerten Vorwüfe der Opfer & diese selbst.
    Dann, weit ausholend zu den „Zusammenhänge“ mit den Lehrer Stephan K..

    Logisch ! …

    K. hätte – die wohl natürlich an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe – nur gemacht, weil er zuvor durch die Leitung der Einrichtung gekündigt worden wäre !

    Die Journalistin Gabi Probst wäre zudem „völlig skrupellos“ !

    Die Jugendliochen der Einrichtung hätten ( so wörtlich ): “ … ihre eignen Gewaltgriffe nach ihr ( Frau Gilde ) benannt, da der faktische Gegensatz dem Begriff einen besonderen Witz gibt. …“

    Klar ! …. das Opfer stoplerte Absichtlich in das geöffnete Messer … 20 mal !

    Dann in wohl üblichen Manier: “ … Komplott … “ , “ … Vortäuschung falscher Tatsachen … “ , “ … Der mediale Hype muss schnell gebrochen werden … “ und im Schlusswort: “ … Wir müssten alle an einem Strang ziehen … “ !

    Alle würde eigentlich bedeuten, dass Opfer und Verantwortliche zusammenkommen und zusammen aufzuklären !

    Tatsächlich wurden die Opfer nahezu komplett abgekoppelt, da nicht sein kann – was nicht sein darf !

    Danke Herr Doktor ! … und bis bald ! ! !

  • #19
  • #20
    J.G.

    @ Jo

    Ich nehme an, SteinerImBrett meinte damit:

    Kindesmisshandlung und Terror-PR

    Steiner-Jüngern wie Jan Luiten ist so etwas natürlich egal, sofern sie nicht im Einklang mit Herrn Hardorp auf allen Ebenen versuchen, ganz kräftig nachzutreten.
    Das geht schon etwas über die extremistischen Interessen einer radikalen Sekte hinaus, erscheint schon beinahe wie ein psychopathischer Vernichtungswille.
    Kaum verwunderlich, wenn jemand die Welt unter dem Einfluss der „Kräfte der Finsternis“ wähnt und Rudolf, den Hellseher, für den rettenden Erlöser hält.

  • #21
    fly_by_night

    Nun melde ich doch noch mal zu Wort, weil ich der Sache inzwischen nachgegangen bin und siehe da: Hardorp wird lückenhaft zitiert, um dadurch zu insinuieren, er wolle die Schrödinger-Gleichung für Steiner reklamieren. Stimmt aber gar nicht: Schon der zweite Satz seines Aufsatzes lautet „Steiner did not speak of probability amplitudes nor of wave packets. So it certainly cannot be said that Steiner invented quantum mechanics.“

    Auf der ersten Seite des Textes heißt es weiter unten: „Steiner does not come along and say: „I have the answers“. To the contrary: what he does is pose questions in a novel perspective, calling on his listeners to go into the lab and invent new physical experiments in the light of this perspective (something that was hardly followed up). In the lectures, Steiner demonstrates some physical phenomena experimentally and engages his listeners in many thought experiments.“

    Es folgen mathematische Ausführungen, die unter anderem auch diskutieren, in welchem Verhältnis Steiners Gleichung zu der späteren Schrödinger-Gleichung steht. Auch ohne genug von Mathematik zu verstehen, um das inhaltlich beurteilen zu können, kann jeder unvoreingenommene Leser erkennen, dass es sich dabei um eine methodisch-kritische Betrachtung von Steiners Vorgehen handelt. Um aus diesem Artikel eine unkritische Vereinnahmung der Leistungen Schrödingers herauszulesen, braucht man schon eine gehörige Portion Böswilligkeit.

    Aufhänger des Blogs ist aber der Text „Rudolf Steiner: Philosoph und Wissenschaftler“. In der Fußnote findet sich der MailWechsel zwischen dem hier immer wieder als „intimen Kenner“ der Waldorfszene apostrophierten Andreas Lichte und Prof. Ullrich Pinkall von der TU Berlin. Auch hier wird mit Zitatfragmenten argumentiert, weil sich die aufgestellten Behauptungen anders nicht halten lassen.

    Aus diesem Grund beende ich hier auch meine Beteiligung an der Diskussion. Ich hatte zunächst angenommen, dass es sich um einen zwar tendenziösen, aber wengistens ehrlich gemeinten Blogbeitrag handelt. Aber offensichtlich ist das Ganze nichts weiter als eine Projektion des Autors und seines selbst ernannten Experten Andreas Lichte: Ein Artikel, der die wissenschaftliche Arbeit Rudolf steiners zum Inhalt hat, muss Humbug und Betrug sein, weil das sonst die eigene (negative) Steiner-Fixierung erschüttern würde. „Denn“, so erkannte schon Morgensterns Palmström: „so schließt er messerscharf: Nicht sein kann, was nicht sein darf“.

    Mein Fazit: Der Beitrag sagt bei genauem Lesen zwar viel über die Denkmuster des Autors, aber so gut wir nichts über den Gegenstand seiner Kritik aus. Zeitverschwendung.

    Quelle:
    Der Originaltext aus der „Mathematisch-Physikalischen Korrespondenz“, Nr. 201 aus dem Jahr 2000 steht auf der Webseite der Berlin-Brandenburgischen Waldorfschulen zum Download bereit.

  • #22
    Kassiopeia

    @ fly_by_night

    „beende ich hier auch meine Beteiligung an der Diskussion“

    Sie hätten den Lesern gerne noch vorher verraten dürfen, in welcher *offiziellen* Funktion Sie für die Waldorfschulen respektive Anthroposophie tätig sind. Vielleicht holen Sie das noch nach.

    Was die von Ihnen angeführte „Fußnote“ klären soll, erschließt sich überhaupt nicht. Eher tauchen neue Fragen auf. Was soll beispielsweise folgendes heißen, Zitat Pinkall: „… weil er eine SPIRITUELL NACHVOLLZIEHBARE Bedeutung der quantenmechanischen Phase liefert …“.

    Ist Prof. Ulrich Pinkall auch Anthroposoph?

    Und falls Sie es immer noch nicht verstanden haben: der Autor des Artikels heisst Tobias Maier. Sie können ihm problemlos eine e-mail schicken. Seine homepage wird im Artikel genannt.

  • #23
    Kassiopeia

    „Um aus diesem Artikel eine unkritische Vereinnahmung der Leistungen Schrödingers herauszulesen, braucht man schon eine gehörige Portion Böswilligkeit.“

    Die „Vereinnahmung der Leistungen Schrödingers“ erfolgt vor allem durch die Darstellung in Detlef Hardorps Text: „Was will Waldorfpädagogik“, der „Informationsschrift“ für Eltern.

    Ich habe gerade festgestellt, dass Detlef Hardorp den Text auf seiner homepage „frisiert“ hat.

    Den Original-Wortlaut von „Was will Waldorfpädagogik“ gibt es als download oben im Artikel – bei „Analyse“ klicken.

    Am 6.8.2010 war der Text auch noch auf Hardorps homepage unverändert, hier wiedergegeben der ursprüngliche Zustand:

    „Rudolf Steiner: Philosoph und Wissenschaftler

    Rudolf Steiner war promovierter Philosoph und hat sich zeitlebens nicht gescheut, seine oft sehr kritischen Gedanken über die Zeitlage und die vermeintlichen Grenzen des Erkennens scharf zu formulieren. 6 Früh beschäftigte er sich mit Mathematik, den Naturwissenschaften sowie Goethes naturwissenschaftlichen Schriften. Wiederholt betonte er die Notwendigkeit einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung als Voraussetzung für ein Verständnis der anthroposophischen Geisteswissenschaft 7. Es ist eine auch heute noch wenig bekannte Tatsache, dass er vor dem ursprünglichen Lehrerkollegium über vierzig Vorträge in drei Zyklen über Naturwissenschaft hielt. Bemerkenswert ist u.a., dass er in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte 8, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger „neu“ entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle. Steiners Erkenntnismethode war eben keineswegs vage und okkult-nebulös, wie manchmal behauptet wird. Sonst hätte sie sich nicht auf so vielen Gebieten als äußerst lebenspraktisch und kulturerneuernd erwiesen.“

  • #24
    Webteam

    Kassiopeia schrieb:

    >Die “Vereinnahmung der Leistungen Schrödingers” erfolgt vor allem durch die Darstellung in Detlef Hardorps Text: “Was will Waldorfpädagogik”, der “Informationsschrift” für Eltern.

    >Ich habe gerade festgestellt, dass Detlef Hardorp den Text auf seiner homepage “frisiert” hat.

    >Den Original-Wortlaut von “Was will Waldorfpädagogik” gibt es als download oben im Artikel – bei “Analyse” klicken.

    Die Realität sieht so aus:

    Seit 10 Jahren verlinkte die Seite www.waldorf.net unter der Rubrik „Waldorfpädagogik“ / „Was will Waldorfpädagogik“ auf den Text auf der Seite des Bundes der Waldorfschulen http://www.waldorfschule.info/upload/pdf/paedagogik/Was_will_Waldorfpaedagogik.pdf. Eine Uralt-Version dieser Schrift aus dem letzten Jahrhundert lag aber bis vor kurzem noch (unverlinkt) auf dem Server von waldorf.net. Diese wurde nun der seit einem Jahrzehnt aktuellen Version angepasst und der interne Link bei waldorf.net auf diese angepasste Seite umgestellt.

    Andreas Lichte kennt die neue Version des Textes aktenkundig seit 2006. Am 9. August 2006 schrieb er um 17:57 an den Autor des Textes, Detlef Hardorp, u.a.:

    „Sie schreiben in Ihrer mail an Ulrich Pinkall:

    „Unstrittig ist auch, dass Steiner mit dieser Gleichung nicht die
    Quantenmechanik erfunden hat.“

    Schön, das schreiben Sie in Ihrer mail an Ihren Ko-Autor Ulrich Pinkall. Ich
    denke, ihm hätten sie das wirklich nicht erklären müssen – mir auch nicht.
    Aber was erfährt die breite – in diesem Zusammenhang naturgemäß naive –
    Öffentlichkeit [Zitat aus „Was will Waldorfpädagogik“]:

    „Rudolf Steiner: Philosoph und Wissenschaftler
    Rudolf Steiner war promovierter Philosoph und hat sich zeitlebens nicht
    gescheut, seine oft sehr kritischen Gedanken über die Zeitlage und die
    vermeintlichen Grenzen des Erkennens scharf zu formulieren.(7) Früh
    beschäftigte er sich mit Mathematik, den Naturwissenschaften sowie Goethes
    naturwissenschaftlichen Schriften. Wiederholt betonte er die Notwendigkeit
    einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung als Voraussetzung für ein
    Verständnis der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Es ist eine auch
    heute noch wenig bekannte Tatsache, dass er vor dem ursprünglichen
    Lehrerkollegium über vierzig Vorträge in drei Zyklen über Naturwissenschaft
    hielt. Bemerkenswert ist u.a., dass er in einem dieser Vorträge schon im
    Jahre 1920 eine Lichtwirkungsgleichung an die Tafel schrieb, die mit der von
    Erwin Schrödinger 6 Jahre später veröffentlichten und nach ihm benannten
    Schrödinger-Gleichung mathematisch identisch ist und die Interpretation
    Feynmans von einer Diffusion mit imaginärer Diffusionskonstante
    vorwegnimmt.(8) Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen
    Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle. Steiners Erkenntnismethode
    war eben keineswegs vage und okkult-nebulös, wie manchmal behauptet wird.
    Sonst hätte sie sich nicht auf so vielen Gebieten als äußerst
    lebenspraktisch und kulturerneuernd erwiesen.“

    (…)

    Viele Grüße

    Andreas Lichte“

    Das ist die seit einem Jahrzehnt aktuelle Formulierung dieser Stelle in „Was will Waldorfpädagogik“. „Frisiert“ hat lediglich Herr Lichte seine Kenntnis der aktuellen Version, da die seit Jahren in diesem Punkt unveränderte Version beim Bund der Waldorfschulen, zu der auch das waldorf.net verlinkte und für die pdf Version weiterhin verlinkt, ihm kaum entgangen sein dürfte.

    „Unstrittig ist auch, dass Steiner mit dieser Gleichung nicht die Quantenmechanik erfunden hat“: das kann man nun auch in dem Artikel von Hardorp und Pinkall aus dem Jahre 2000 im Original nachlesen, wenn man der englischen Sprache mächtig ist.

  • #25
    Kassiopeia

    @ webteam

    wer sind Sie überhaupt? zur Auswahl bei Impressum von Detlef Hardorps homepage http://www.waldorf.net/html/impressum.htm

    Redaktion:
    Dr. Detlef Hardorp
    Mail: dh(at)waldorf.net

    Konzeption und Redaktion:
    Astrid Hellmundt
    Mail: hellmundt(at)waldorf.net

    Seitengestaltung und Webmaster:
    Christoph Oertel
    Mail: webmaster(at)waldorf.net

    Offensichtlich machen Sie nicht Ihre Arbeit, wenn ich Ihnen glauben darf, Zitat webteam: „Eine Uralt-Version dieser Schrift aus dem letzten Jahrhundert lag aber bis vor kurzem noch (unverlinkt) auf dem Server von waldorf.net.“

  • #26
    Thomas Reichenberg

    fly_by_night jammerte:

    Ein Artikel, der die wissenschaftliche Arbeit Rudolf steiners zum Inhalt hat, muss Humbug und Betrug sein, weil das sonst die eigene (negative) Steiner-Fixierung erschüttern würde.

    Nein, er muss Humbug und Betrug sein, weil ihr Rudolf Steiner keine wissenschaftliche Arbeit betrieben hat, sondern als durchgeknallter Guru jegliche Wissenschaft mittels selbst zugeschriebener „Hellsicht“ bekämpfte.

    Anthroposophie und Sektenbegriff

    Schöne Kurzbeschreibung:

    Seelenpflege-bedürftige Kinder

    Zitat aus der Einleitung:

    Rudolf Steiner (1861-1925) wird von seinen Anhängern auch „der Doktor“ genannt. Steiner hatte kein Abitur (Matura) und konnte in Österreich nicht an einer Universität studieren. Mit dem Ziel Lehrer zu werden, begann er ein Studium an der Technischen Hochschule in Wien, das er nach vier Jahren erfolglos abbrach. 1891 wurde es ihm ermöglicht, als Externer in Deutschland an der Universität Rostock zu promovieren. Mit der Note „rite“ (ausreichend) gelang es ihm gerade noch den begehrten Doktortitel zu erhalten und nicht durchzufallen. Zwei Jahre später versuchte er sich mit seiner hochtrabend betitelten Schrift „Philosophie der Freiheit“ in Jena zu habilitieren, was aber misslang. Nach zahlreichen Tätigkeiten von kurzer Dauer endete 1896 auch die für Steiners Verhältnisse extrem lange Mitarbeit an der Herausgabe der naturwissenschaftlichen Schriften Johann Wolfgang von Goethes (ermöglicht nicht durch Qualifikation, sondern durch „Vermittlung“). Auch hier erntete Steiner statt der erhofften Anerkennung harsche Kritik, um so mehr als er zunehmend versuchte, Goethes Ansehen für seine eigenen Vorstellungen zu instrumentalisieren. (Ausführlich Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland, Göttingen 2007)

    Steiner brach mit aller Wissenschaft, ja, mit der ganzen realen Welt überhaupt. Eine andere Karrierechance bot sich ihm in der „Theosophischen Gesellschaft“ der Hochstaplerin und üblen Rassistin Helena Blavatsky. Steiner avancierte zum Generaldirektor der deutschen „Sektion“ der „Theosophen“ und erklärte sich wie Blavatsky zum Hellseher. Sein Wissen bezöge er nicht aus Büchern, sondern aus dem Kosmos, jedem universitären Gelehrten selbstredend unerreichbar überlegen. Die real existierende Welt galt dem „Seher“ nur noch als materieller Schleier, hinter dem unsichtbar eine gesamte „Geistige Welt“ wirke, ein Kosmos voller Geister, Dämonen, Engel und Teufel, die nur er, Steiner, zu „erschauen“ vermochte. Diese „geistige Realität“ bliebe den Akademikern und ihrer „materialistischen Wissenschaft“ nicht nur verborgen, nein, er bezichtigte den „Drachen“ moderner Wissenschaft direkt im Dienste des teuflischen Ahrimans zu stehen, des schlimmsten Wesens aus seiner Phantasiewelt.

    Die Selbstverortung als der ganzen Welt überlegener und rettender „Geistesführer“ trieb Steiner dazu, zu allen Lebensbereichen nicht nur trotzig wissenschaftsfreie, sondern schier wahnsinnige Vorstellungen zu verkünden. Was er nicht selber zu Papier brachte, schrieben seine Getreuen auf und schufen damit eine Gesamtausgabe (GA) Rudolf Steiners von 350 Bänden. Die vollständige Realitätsverleugnung und Geisterbeschwörung nannte Steiner „Anthroposophie“ und die gläubigen Jünger dieser fundamentalistisch-totalitären Religion bezeichneten sich als „Anthroposophen“, die sich unter Steiners Führung von den „Theosophen“ trennten, deren „Lehren“ Steiner mit anderen „okkulten“ Vorstellungen vermengte und als allein seiner „geistigen Schau“ entsprungen ausgab. (Tatsächlich stammte nicht einmal das Wort „Anthroposophie“ von Steiner.) Seiner Gefolgschaft prophezeite er unter anderem, dass dereinst eine unbekannte „dritte Kraft“ die Erde zugunsten der „Geistigen Welt“ zerstören müsse und dass jenen Wohlergehen in der Ewigkeit beschert wäre, die ihre Person vollständig der „Anthroposophie“ verschrieben.

    „Und noch eine dritte Kraft wird auftreten . ..Und je mehr wir von dieser Kraft anwenden, desto eher wird die Erde zu einem Leichnam werden, damit das, was das Geistige der Erde ist, sich hinüberwirken kann zum Jupiter. Die Kräfte müssen angewandt werden, um die Erde zu zerstören, damit der Mensch frei wird von der Erde und damit der Erdenleib abfallen kann … So sonderbar dies gegenwärtig auch klingt, aber es muss nach und nach ausgesprochen werden. Wir müssen den Entwickelungsprozeß verstehen, die Menschen werden dadurch lernen, unsere Kultur in richtiger Weise zu bewerten. Wir werden dadurch lernen, dass es notwendig ist, die Erde zu zerstören, sonst wird der Geist nicht frei.“ (Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit, GA 130, S. 95)

    „Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube. Er zeigt, dass der Mensch kein Vertrauen hat in die Kraft des Wahren. Denn gerade darauf kommt es an, dass er sich nicht vermisst, von seinem eigensüchtigen Standpunkte aus sich die Ziele zu geben, sondern darauf, dass er sich selbstlos hingibt und von dem Geiste sich die Richtung bestimmen lässt. Nicht der eigensüchtige Menschenwille kann dem Wahren seine Vorschriften machen, sondern dieses Wahre selbst muss in dem Menschen zum Herrscher werden, muss sein ganzes Wesen durchdringen, ihn zum Abbild machen der ewigen Gesetze des Geisterlandes.“ (Theosophie, GA 9, S. 186 f.)

    „Handelt man «im Geiste», dann lebt man sich hinein in das allgemeine Weltwirken. Ertötung aller Selbstheit, das ist die Grundlage für das höhere Leben. Denn wer die Selbstheit abtötet, der lebt ein ewiges Sein. Wir sind in dem Maße unsterblich, in welchem Maße wir in uns die Selbstheit ersterben lassen. Das an uns Sterbliche ist die Selbstheit. Dies ist der wahre Sinn des Ausspruches: «wer nicht stirbt, bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt». Das heißt, wer nicht die Selbstheit in sich aufhören lässt während der Zeit seines Lebens, der hat keinen Teil an dem allgemeinen Leben, das unsterblich ist, der ist nie dagewesen, hat kein wahrhaftes Sein gehabt.“ (Wahrspruchworte, GA 40,S. 16)

    (…)

  • #27
    Kassiopeia

    @ Detlef Hardorp

    Entscheidend ist doch, welchen Eindruck Sie in der Öffentlichkeit hervorrufen wollen, gewünscht ist doch: „Steiner, der große Naturwissenschaftler.“ Siehe Ihre Werbebroschüre „Was will Waldorfpädagogik?“.

    Und das basierend darauf, daß auf wundersame Weise eine Formel aufgeschrieben wurde. Ohne jede haltbare Theorie. Ohne daß überhaupt eine Hypothese formuliert wurde, die falsifizierbar wäre.

    Und die Pointe, siehe die Analyse von Dr. Andreas Krämer, Zitat Seite5f:

    „Ich glaube, dass man es bei der Feststellung einer formalen Äquivalenz belassen sollte – wenn überhaupt.

    Meine Begründung dafür ist wie folgt:

    2.1. Anmerkung 184 zu “Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwickelung der Physik”, Rudolf Steiner, GA 321, S. 232, sagt:

    “Die Formel … [(3)] wurde so angeschrieben, daß die Quadratwurzel über den ganzen Ausdruck durchgezogen wurde. (…) Diese Korrektur der Formel wurde von verschiedenen Lesern des Kurses vorgenommen.”

    Diese Anmerkung lässt Zweifel darüber aufkommen, ob die Formel (3) wirklich von Steiner stammt (…)“

    Bravo, Herr Hardorp! Das nenne ich Wissenschaft!

  • #28
    MM

    Hardorps kleiner Büttel, Michael Mentzel, schrieb gerade bezogen auf die Ruhrbarone und deren Artikel von Andreas Lichte:

    Wenn Journalisten bloggen, darf zu Recht ein gewisses Maß an Professionalität erwartet werden, der Leser wird sich im Allgemeinen darauf verlassen können, dass die Lektüre journalistischen Standards entspricht, die Recherche sauber durchgeführt wurde und zwischen Kommentar und Bericht unterschieden wird.

    Plötzlich Baron

    Es ist zu komisch, wenn man sich einmal ansieht, wie dieser Lakai der Steiner-Sekte nachweislich und vorsätzlich die Unwahrheit verbreitet, in seinem fanatischen Kampf für den großen Guru, gegen jeden Anflug von Rationalität.

    Anthroposophischer Journalismus

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  • #35
    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    „Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #36
    Spandauer Beobachter

    Interessante Diskussion hier. Das passt ins Bild zu einer Diskussion, die gerade in Berlin-Spandau auflodert. Dort attackiert oben genannter Herr Hadorp eine Elterninitiative, die eine Waldorfschule aufmachen will.

    Mehr dazu hier > http://www.mein-spandau.info/aerger-um-die-neue-waldorfschule-in-spandau_id4026/

    Für wie dumm hält der Herr seine Gegenüber eigentlich? Man kann der Elterninitiative nur den Mut zusprechen drücken, dass sie dem kommenden Druck nicht ausweicht.

  • #37
    Stefan Laurin

    @Spandauer Beobachter: ich würde als Alternative Freie Waldorfsalatschule vorschlagen. Ein guter Salat ist wesentlich gehaltvoller als die Steinersche Pädagogik.

  • #38
    Bullterrier-Alarm!

    @ Spandauer Beobachter

    unterschätzen Sie den Herrn Hardorp nicht – selbst seine Freunde von der Anthroposophen-Sekte nennen Detlef Hardorp „den Berlin-Brandenburgischen Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/

  • #39
    Spandauer Beobachter

    @ Stefan Ja, da hast du vielleicht recht. Mit dem Salat. Hilft aber nicht weiter ,-)

    @Bullterier-Alarm Ich unterschätze den Herren mitnichten. Beseelte, dogmatische Zeitgenossen können gefährlich sein. Aber: bange machen gilt nicht. Deshalb alle Unterstützung für die Ini in Spandau.

  • #40
    die guten geistigen Mächte

    @ Spandauer Beobachter

    Detlef Hardorp schreibt auch schon mal: „Ich spüre, dass uns da auch ein bisschen die guten geistigen Mächte beigestanden haben.“

    Als Anthroposoph weiß Hardorp natürlich, wovon er redet …

    Als Presse- und Bildungspolitischer Sprecher der „Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg“ meint Hardorp aber wohl eher:

    „Ich spüre, dass uns da die Anwälte und das Geld beigestanden haben“:

    http://www.mein-spandau.info/aerger-um-die-neue-waldorfschule-in-spandau_id4026/#comment-443

  • #41
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

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  • #43
    Andreas Lichte

    „Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe (…)

    (…) Es ist also besser, niemals ungeprüft einem Funktionär der Waldorfschulen zu glauben, und schon gar nicht Detlef Hardorp, denn was ist von einem Anthroposophen zu halten, der wie Hardorp auch noch Rudolf Steiner zum eigentlichen Entdecker der Quantenphysik verklärt?

    Die Einordnung von Rudolf Steiners Rassimus überlasse ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich für die Ruhrbarone interviewte, Zitat Hopmann:

    „Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.“

    zum vollständigen Artikel:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/

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  • #45
  • Pingback: Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen | Ruhrbarone

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  • #51
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiner, ‘Philosoph’?

    Rudolf Steiner (1861–1925) begründete die esoterische Weltanschauung „Anthroposophie“. Oft wird Steiner aber auch als „Philosoph“ bezeichnet. Zu Recht? Ein Blick in Steiners Welt, auf seine Quellen.

    (…)“

    weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/01/rudolf-steiner-philosoph/

  • #52
  • #53
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’“

    Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die „Akasha-Chronik“, ein geistiges Weltengedächtnis in der „Ätherwelt“, zu haben. Über diese „Chronik“, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch ‘Aus der Akasha-Chronik’(1).

    (…)

    Steiners Buch „Aus der Akasha-Chronik“ selbst findet sich auf einer Literaturliste der „Pädagogogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen“ für den Geschichtsunterricht in Waldorfschulen zum Thema „Atlantis“

    zum vollständigen Artikel: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/

  • #54
    Andreas Lichte

    Detlef Hardorp macht aus dem Hellseher Rudolf Steiner einen bedeutenden Wissenschaftler …

    der Anthroposoph Christian Clement macht aus Steiner einen „Philosophen“, etwas, das er nie war:

    „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’: ‘Des Steiners neue Kleider’

    (…)

    Was Clement nun als ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’ abliefert, ist der Versuch, der Öffentlichkeit eine rein anthroposophische Sicht auf Rudolf Steiner als unabhängige Wissenschaft zu verkaufen.

    Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

    „Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

    Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“16

    Bulwer-Lyttons „Vril“ wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“17 in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik“.“

    zum vollständigen Artikel beim Ratgeber-News-Blog (mit Quellenangaben): https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/04/14/christian-clements-kritische-ausgabe-der-schriften-rudolf-steiners-ska-des-steiners-neue-kleider/

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