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Wäre die Rückkehr von Shinji Kagawa mehr Chance oder Risiko für den BVB?

Jürgen Klopp. Foto: Robin Patzwaldt

Jürgen Klopp. Foto: Robin Patzwaldt

Auf der gestrigen Spieltags-Pressekonferenz, im Vorlauf des Auswärtsspiels des BVB am Freitag in Augsburg, schloss Dortmund-Coach Jürgen Klopp Neuverpflichtungen seines Clubs bis zum Ende der aktuellen Transferperiode (Anfang September) nicht kategorisch aus.

Der BVB hatte den Saisonstart gegen Bayer Leverkusen am letzten Wochenende bekanntlich mit 0:2 im Westfalenstadion ‚versemmelt‘ und leidet noch immer unter zahlreichen Verletzten und noch im Aufbautraining befindlichen Spielern im Kader.

Die Tatsache, dass Klopp kurzfristige Neuverpflichtungen nicht generell ausschloss befeuerte die Transfer-Spekulationen bei Fans und Medien neu. Besonders der Name Shinji Kagawa emotionalisiert dabei erneut die laufenden Diskussionen.

Kagawa war nach zwei sehr erfolgreichen Jahren in Dortmund, in denen er als ‚Schnäppchen‘ der Vereinsgeschichte gefeiert wurde (er kam für nur ca. 300.000 Euro Ablöse aus Japan zum BVB), 2012 zu Manchester United nach England gewechselt, spielt dort aber seither nur eine Nebenrolle.

Der in Dortmund noch immer beliebte Mittelfeldakteur wird von vielen Fans, welche sich unter #freeShinji bei Twitter und im Internet in einigen Facebook-Gruppen organisiert haben, schon länger wieder zum BVB zurückgewünscht.

Gerade bei diesen nährt die aktuelle Situation natürlich wieder die Spekulationen.

Auch ich war von der menschlichen und spielerischen Art des Shinji Kagawa immer sehr angetan. Die Frage ist jedoch, ob eine Verpflichtung in den nächsten Tagen tatsächlich sinnvoll für den BVB ist, zumindest eben auf längere Sicht?

Wenn auch durch den Ausfall von ‚Kuba‘, Ilkay Gündogan, Nuri Sahin usw. aktuell ein Engpass entstanden zu sein scheint, ist dieser jedoch (hoffentlich) nur temporär.

Was würde in ein paar Wochen passieren, wenn alle wieder fit und einsatzbereit sind?

Wären die Lunte für Streit und Missgunst im BVB Kader nicht entzündet, wenn ein Überangebot an Spielern zur Verfügung steht?

Eine schwierige Gradwanderung! Natürlich darf in der Anfangsphase jetzt nicht gleich zu viel riskiert werden, das Punktekonto und die Form des ambitioniert gestarteten Teams in Pokal und Champions League zu sehr leiden. Doch könnte der Schaden eines Überangebots an Mittelfeldspielern am Ende, auf Lange Sicht, durch Streit und Missgunst innerhalb des schwarzgelben Kaders deutlich größer sein, als der kurzfristige Zugewinn an spielerischer Qualität im Falle einer Verpflichtung eines Spielers mit den Qualitäten eines Shinji Kagawa. Die Vergangenheit lieferte schon genügend Beispiele für ‚überladene‘ Mannschaftskader, in denen der Eine dem Anderen nicht das ‚Schwarze unter dem Fingernagel‘ gönnte…

Egal also was der BVB in den nächsten Tagen in dieser Angelegenheit tut oder lässt, es wird nicht ohne Risiko sein…

 

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4 Kommentare zu “Wäre die Rückkehr von Shinji Kagawa mehr Chance oder Risiko für den BVB?

  • #1
    Robert Frost

    Hmm, die Sorge um ein drohendes Überangebot beim BVB teile ich nicht. Es handelte sich um die Verpflichtung eines einzelnen Spielers, nicht um eine ganze Horde.

    Bedarf besteht nicht erst seit der Verletztenmisere des BVB. Die Borussia konnte den Weggang von Shinji Kagawa nie wirklich kompensieren. Mkhitaryan ist noch weit davon entfernt sich als die erhoffte Verstärkung zu erweisen, die die Lücke von Götze hinterlassen hat. Davon zeugt, dass inzwischen Reus die ihm zugedachte zentrale Rolle immer häufiger übernommen hat.

    Richtig ist allerdings, dass es Shinji Kagawa an Spielpraxis fehlt und davon auszugehen ist, dass er einen Vorlauf benötigt um den BVB helfen zu können. Sein Gewinn für den Kader durch seine individuelle Klasse sollte indes über jeden Zweifel erhaben sein.

    Dem hier evozierten, möglichen Überangebot im Mittelfeld könnte begegnet werden, indem beispielsweise ein Nachwuchsspieler wie Jonas Hofmann aus Gründen der Spielpraxis zu einem Zweit- oder anderen Erstligaclub verliehen wird. Interessenten sollten sich finden.

  • #2
    Hejabvb

    Ich halte die neue Strategie ein Überangebot auf allen Spielpositionen zu haben,
    persönlich auch für gefährlich , aus oben genannten Gründen. Auch weil man
    Leitner und Bittencourt (und Duksch) nur verliehen hat und von diese möglicherweise auch einige in den nächsten Jahren wieder dazustoßen werden. Dazu hat man noch gute Talente für die U23 verpflichtet.
    Die Eingespieltheit wird darunter immer leiden und Klopp hat früher unteranderem deswegen ungern rotiert. Natürlich war die Breite an Qualität auch nicht da und die Anzahl der Pflichspiele (auch DFB) hat sich ernorm erhöht. Trotzdem gefährlich , haben aber wohl keine andere Wahl.

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