Was ist los bei Dortmunds Nazigegnern?

BlockaDO demonstriert gegen rechts, Foto: 2014 Ulrike Märkel
BlockaDO demonstriert gegen rechts, Foto: 2014 Ulrike Märkel


Das Dortmunder Anti-Nazi-Bündnis Blockado hat in der heutigen Nacht vermeldet, dass es nicht weiter mit Marcus Arndt zusammen arbeitet.

„Im Zusammenhang mit Angaben, die Marcus Arndt seit Mitte 2014 uns gegenüber gemacht hat, sind in den letzten Wochen Ungereimtheiten bekannt geworden. Marcus Arndt konnte oder wollte diese Ungereimtheiten nicht ausräumen. Sein Verhalten schließt eine weitere Zusammenarbeit aus.“

Arndt berichtete seit Sommer vergangenen Jahres als freier Fotograf von zahlreichen Nazi-Demonstrationen und gehörte zu den fünf Journalisten, von denen Anfang Februar gefälschte Todesanzeigen kursierten. Mit Felix Huesmann und Sebastian Weiermann waren auch zwei Autoren dieses Blogs von den Hass-Anzeigen betroffen. Die Polizei Dortmund geht davon aus, dass die Anzeigen von Rechtsradikalen entworfen und via Twitter und Facebook veröffentlicht wurden, die Staatsanwaltschaft ist sich da nicht so sicher und sagt, es könne sich auch um eine Aktion aus der „linken Szene“ halten, um die Naziszene unter Druck zu setzen, räumt aber in den Ruhr Nachrichten ein: „Wir wissen aber nicht, wer der Urheber dieser Todesanzeigen ist.“

Im Blockado-Bündnis haben sich linke und bürgerliche Gruppen zusammengeschlossen um gegen Nazi-Aufmärsche vorzugehen. Die Gruppierung äußerte sich in der Vergangenheit stets mit Bedacht. Im aktuellen Fall bleibt man eine Erklärung allerdings schuldig. Die Ruhrbarone haben Blockado um eine erklärende Stellungnahme gebeten.

Marcus Arndt ist fassungslos und kann die Anwürfe gegen ihn nicht nachvollziehen: „Ich habe die Solidarität der Menschen nicht mehr und bin jetzt ein noch einfacheres Ziel für die Nazis geworden.“

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