19

Wow, Revier ist wieder rot.

Was ein Wahlergebnis. Das NRW-weite Ergebnis habe ich erwartet. Hohe Verluste bei CDU, geringe bei der SPD. Und dann Gewinne bei Grünen und FDP. Nur habe ich geglaubt, dass die Linke noch stärker wächst. Aber ich habe nicht mit den starken Ergebnissen der SPD im Ruhrgebiet gerechnet. Wow, was ein Sieg. Nur ganz leichte Verluste oder Siege in den Räten und fast alle Spitzenjobs. Kompliment dem Sieger. Nun wird die SPD aus dem Revier DIE Rolle in der NRW-SPD spielen müssen. Vielleicht wird es einen neuen Vormann geben.

grafik: ruhrbarone

Das Ergebnis der SPD in Essen finde ich richtig erfreulich. Nach zehn Jahren wieder oben. Schön. Zum Glück hat die SPD keine absolute Mehrheit, das wäre schon doof gewesen. Aber die Leute haben wohl gemerkt, dass die Reiniger-Hülsmann CDU zu wenig für die Stadt getan hat. Bischen viel Kultur, würde ich sagen.

Mich haben total die starken Ergebnisse der SPD-OB-Frauen in Mülheim und Bochum überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass die Damen Mühlenfeld und Scholz so souverän das Rennen machen. Ich habe an ein knappes Rennen geglaubt. In Bochum ahnte ich noch etwas von besonderen "Bochumer Verhältnisse", aber zumindest in Mülheim glaubte ich an ein Foto-Finish. Boah, hab ich wenig Ahnung von den Städten gehabt. Mein Kompliment an die Oberbürgermeisterinnen.

Ergebnisse wie in Bottrop oder Oberhausen waren dagegen absehbar. Da ist die SPD stark wie immer. Da können die anderen nichts holen. Allenfalls in Details gibt es Bemerkungen. So haben die Solzialdemokraten in Oberhausen die größten Verluste in einer Reviergroßstadt hinnehmen müssen und die absolute Mehrheit verloren. OK, aber sie haben immer noch 44 Prozent und stellen den Oberbürgermeister.  Also: alles halb so wild.

Was ein Wahlergebnis. Das NRW-weite Ergebnis habe ich erwartet. Hohe Verluste bei CDU, geringe bei der SPD. Und dann Gewinne bei Grünen und FDP. Nur habe ich geglaubt, dass die Linke noch stärker wächst. Aber ich habe nicht mit den starken Ergebnissen der SPD im Ruhrgebiet gerechnet. Wow, was ein Sieg. Nur ganz leichte Verluste oder Siege in den Räten und fast alle Spitzenjobs. Kompliment dem Sieger. Nun wird die SPD aus dem Revier DIE Rolle in der NRW-SPD spielen müssen. Vielleicht wird es einen neuen Vormann geben.

grafik: ruhrbarone

Das Ergebnis der SPD in Essen finde ich richtig erfreulich. Nach zehn Jahren wieder oben. Schön. Zum Glück hat die SPD keine absolute Mehrheit, das wäre schon doof gewesen. Aber die Leute haben wohl gemerkt, dass die Reiniger-Hülsmann CDU zu wenig für die Stadt getan hat. Bischen viel Kultur, würde ich sagen.

Mich haben total die starken Ergebnisse der SPD-OB-Frauen in Mülheim und Bochum überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass die Damen Mühlenfeld und Scholz so souverän das Rennen machen. Ich habe an ein knappes Rennen geglaubt. In Bochum ahnte ich noch etwas von besonderen "Bochumer Verhältnisse", aber zumindest in Mülheim glaubte ich an ein Foto-Finish. Boah, hab ich wenig Ahnung von den Städten gehabt. Mein Kompliment an die Oberbürgermeisterinnen.

Ergebnisse wie in Bottrop oder Oberhausen waren dagegen absehbar. Da ist die SPD stark wie immer. Da können die anderen nichts holen. Allenfalls in Details gibt es Bemerkungen. So haben die Solzialdemokraten in Oberhausen die größten Verluste in einer Reviergroßstadt hinnehmen müssen und die absolute Mehrheit verloren. OK, aber sie haben immer noch 44 Prozent und stellen den Oberbürgermeister.  Also: alles halb so wild.

Bin gespannt, welches Signal die SPD in NRW jetzt aus dem Reviersieg für sich zieht. Weil übers Land sieht das Ergebnis nicht gut aus. Keine Strahlkraft würde ich sagen. Wird nun der Sieger aus dem Pott, Frank Baranowski aus Gelsenkirchen, eine führende Rolle im Land übernehmen? Könnte ich mir gut vorstellen.

Nachtrag:

Grade hab ich mitgekriegt, wie Baranowski in den Düsseldorfer Landtag hineintelefonierte und gegenüber Journalisten dementierte, dass er als Kraft-Ersatz zur Verfügung steht.  Es heißt, er wolle die ganze Amtszeit durchhalten als Gelsenkirchener OB.

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19 Kommentare zu “Wow, Revier ist wieder rot.

  • #1
    Burkard Schulte-Vogelheim

    Welches Signal? Die Frage ist berechtigt. Ist die SPD wieder die Partei der Arbeiter, die Partei der Solidarität oder bleibt sie in der (klein)bürgerlichen Mitte. Der Mitte, die bekanntlicherweise rechts ist und von der Union besetzt ist.

  • #2
    Torti

    Also die scheinbare Stärke der SPD kann ich gerne erklären. Ich lebe in Dortmund und habe am Sonntag SPD gewählt. Ich bin kein SPD Stammwähler bei der Europawahl hatte ich anders gewählt. Aber gerade in Dortmund gab es mehrere Themen die starke Aufreger waren und die bei den Ruhrbaronen einfach durchs Raster fallen.

    1. Der Verkauf der LEG-Wohnungen. In Dortmund sind davon ganze Stadteile massiv betroffen. Die CDU-Landesregierung hat die Wohnungen verramscht. Die neuen Besitzer, eine Heuschrecke, haben pro Wohnung 8500 ? bezahlt und als erstes die Mieten bis zur Grenze des erlaubten erhöht. Ich kenne keinen Mieter der darüber nicht Schaum vorm Mund hat.Da wirst du zukünftigt CDU Wähler mit der Lupe suchen.

    2. Sozialticket. Eine echt tolle Sache. 15 ? für ALG II Empfänger. Hat rot-grün in Dortmund eingeführt, die CDU will es abschaffen.

    3. Privatisierung des Klinikums. CDU und FDP wollen weiter Infrastruktur verramschen.

    4. Kinderbetreuung. 93 von 96 Dortmunder Grundschulen haben einen offenen Ganztag. Der für die Eltern kostenlos ist. Lediglich Essensgeld muss bezahlt werden für ALG II Empfänger wird dieser reduziert und das Büchergeld wird komplett übernommen. Wollte die CDU abschaffen.

    Gerade in den Städten zeigen sich desaströse und konkrete Auswirkungen der CDU-Politik.

    Ihr hängt euch immer an den grossen Dingen auf, aber gerade kommunal Entscheidungen werden immer stärker von kleineren, konkreten Dingen bestimmt.

    Übrigens: Bei der Bundrestagswahl werde ich nicht SPD wählen….

  • #3
    David Schraven

    Ja, stimmt. Gerade den LEG Verkauf haben wir nicht berücksichtigt. Ganz wichtiges Ding. Und sicher wahlrelevant.

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  • #6
    Alf

    Mülheim ist anders. Mölmsche verstehen das, Zuggezogene glauben oft, das es eine normale Ruhrpottstadt ist. Dem ist nicht so. Mülheim, die erste Industriestadt an der Ruhr, ist in vielen immer ein paar Jahre voraus.

    Mülheim, hier fing alles mir der Rohrschifffahrt an, und hier machten die Zechen und Hochöfen als erstes dicht.

    Mülheim, im Zentrum des Rhein-Ruhr-Gebiets!
    Mülheim, heute wird die Stadt vom Maschinenbau, von der Röhrenindustrie, und von der Lebensmittelindustrie beherrscht. Einer Industrie, die überwiegend für Rheinland so Typisch ist.

    Mülheim ist auch nicht zu vergleichen mit Bochum. Klüngel an allen Orten. SPD und CDU arbeiten zusammen, da es um Mülheim geht, und nicht um Macht. Klüngel, das heißt, eine Hand wäscht die andere, und man kennt und hilft sich. Das sind Mülheimer Verhältnisse.

    Mülheim ist nicht vergleichbar, schon gar nicht mit Bochum!

    Typisch Mülheim, der Stadt am Fluss.

  • #7
    Angelika

    „…Mülheim, die erste Industriestadt an der Ruhr, ist in vielen immer ein paar Jahre voraus…“ (siehe Kommentar von Alf)

    Genau! Und so angegammelt wie die öffentlichen Anlagen in MH an der Ruhr schon vor Jahren aussahen, ist es jetzt auch in…

    Die Mülheimer tragen ihre Näschen etwas zu hoch. M.E..

  • #8
    Kand.in.Sky

    Ping-Pong.

    Was tickt bei euch Krauts eigentlich falsch? Seid ihr schon dumm geboren oder sind es die dem Trinkwasser zugesetzten Pharmazeutikas?

    #k.

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  • #10
  • #11
    schuri

    @alf (echt: alf?)
    oh mülheim, stadt der „ro(!)hrschifffahrt“, von aldi und erivan haub
    oh flusstadt voll Positiv-Klüngel, man kennt sich, hilft sich,
    oh mölmsche, „für rheinland so typische“ röhrenhochburg.
    toller quatsch, weiter röhren, alf!
    genauso ping-pong-kandinsky, astrein bekloppt.

  • #12
    horatio

    Die SPD hat in den Jahren – seit Schröder – aus Dortmund eine unwirtlich gewordene Stadt des Lobbyismus, der EinEuroJobber und Blätterpustemaschinen gemacht, Stadt ohne Bänke, Stadt der Überwachungskameras, Autostadt ohne Straßenbahnen, an jedem Baugerüst ein riesiges Werbeplakat, eine lächerlich chice Bibliothek mit einem beschämenden Bestand. Größenwahn und ein Bahnhof, der sich selbst überlassen bleibt. Etc., etc.

    Wer kann sich für eine solche Partei freuen?

  • #13
    Alf

    ©Angelika Die Mülheimer tragen zu recht ihre Nase in der gleichen Höhe wie sie Düsseldorfer, oder die Kölner. Die Mölmsche sind stolz auf ihre Stadt, und auf ihre Geschichte. Sie sind stolz auf Stinnes, Thyssen und Teerstegen. Die Mölmsche sind stolz auf ihre Eigenständigkeit, stolz auf ihre Eigenheiten, wie auf der Mölmschen Sprache und dem Mölmsch Bier. Und die Mölmsche sind stolz auf ihre Müga, die angenommen wird, die im Gegensatz zur Olga nicht verkommen ist.
    Stolz, Selbstbewusst, mit den Blick voraus, und die Nase vorn, und offen für alles Neue. Sie sind stolz darauf, das sie immer noch den rheinischenbergischen carakter bewart haben. Das sind die Eigenschafen der Mölmschen Bürger, zur zeiten Stinnes, und auch Heute.

    ©schuri. Die Mannnesmänner stammen aus Remscheit! Und die Röhrenhochburgen sind Remscheid, Düsseldorf, Duisburg und Mülheim.

    Und wenn ein mal der Charakter der alten Schifferknechte durchkommt, ja dann zieht eich warm an.

    Mölm boven aan!

  • #14
    Mit-Leser

    @Alf: Diese Mölmsche scheinen wirklich hartgesottene Typen zu sein. Klingt, als könnten sie auch ein Volk aus dem Herr der Ringe sein. 😉

  • #15
  • #16
    Angelika

    Hi, Alf. Das Unkraut am Wasserbahnhof (könnte noch andere Beispiele nennen) hab ich gesehen (und nicht nur 1x …). Früher sah MH/Ruhr besser aus – definitely! Und Abfall lag früher in MH auch nicht an den angeblichen highlight-Orten der Stadt herum … Die Architektur der Stadthalle finde ich (u. finden viele grausig), die Innenstadt hat keinen Charme. Geh mal nach DU (Königstraße, Innenhafen)! Da wirst du staunen! Und anschließend machst du dann mal einen Besuch im Schloss Oberhausen, danach im Gasometer. Abends gehst du dann ins Aalto-Theater in Essen und dann kommst du mit mehr Respekt vor anderen Städten in deine MH-Provinz zurück …

  • #17
    Stefan Laurin

    @Angelika: Du hast die Verkehrsführung in der Innenstadt vergessen. Übrigens: Sind die dafür verantwortlichen Planer eigentlich mittlerweile wieder aus dem Knast raus? 🙂
    @Alf: Kommentiere bitte in Zukunft die Texte oder andere Kommentare und schreib nicht immer den gleichen Mölmsche-Kram. Das nervt.

  • #18
    Nobby

    Sollte man nicht achten das jede Stadt im Ruhrgebiet, und auch die Landkreise, ihren eigenen Charakter haben. Sollte nicht jeder erst ein mal auf seine Heimatstadt stolz sein. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich mal wieder auf der Königstraße oder Abends im Innenhafen bin. Und auch wenn ich nicht den OB-Sauerland wählen konnte. Die Wiederwahl spricht für sich.

    ©Alf. Verkehrsführung in der Innenstadt ist schrecklich. Irgendwie ist immer die Ruhr im weg. Das sind nun mal die Sünden des Herrn aus dem Siepen. Aber im Gegensatz zu Essen und Bochum kann man am an der Stadthalle immer noch frei Parken.

    ©Angelika. Ich weiß nicht wo du wohnst, eine Mölmsche scheinst du nicht zu sein.

    Mülheim ist Provinz. Darum gehen die Mülheimer auch Abends in den Nachbarstädten aus. Das gilt aber auch für Moers, Voerde und Wesel. Und? Sollen wir jetzt auch noch eine Oper bauen, so wie in Bochum.

  • #19
    Alf

    ©Angelika, was ist den an der Verkehrsführung in der Innenstadt so schwierig? Ohne die Conny hätten wir doch nur noch Stau.

    ©Stefan Laurin. Mölmsche, das ist doch nur die Bezeichnung der Mülheimer Bürger. Sogar Ulrike Flach verwendet diesen Ausdruck.

    Sie schreibt auf ihrer Seite:

    Wer eine Alternative für den Mölmschen Klüngel von SPD und CDU sucht, hat sie mit Mangen gefunden!

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