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“Das Wir entscheidet” – SPD und Leiharbeitsfirma mit dem selben Slogan

In Umland | Am 10 April 2013 | Von Stefan Laurin

spd_slogan_leiharbeitSPD, Steinbrück, Wahlkampf 2013 – irgendwie ist da kein Segen drin. Mit dem gestern vorgestellten Slogan geht alles im alten Pannentakt weiter: “Das Wir entscheidet” – kein schlechter Slogan, aber dass er ausgerechnet auch von der Leiharbeitsfirma propartner genutzt wird, ist schon etwas peinlich, denn die viel kritisierten Hartz-Reformen  führten zu einem Boom dieser umstrittenen Branche.  Wie heißt es doch so schön? Erst hatte die SPD kein Glück und dann kam das Pech dazu. Seit gestern geht die Nummer auf Facebook rum, ausgegraben hat sie  Kai P. Feigenbutz. Danke dafür.

spd_slogan_wir-original

 

 


18 Kommentare zu »“Das Wir entscheidet” – SPD und Leiharbeitsfirma mit dem selben Slogan«

  1. #1 | Thorsten Stumm sagt am 10. April 2013 um 09:16

    Früher sind die sogar noch mit einem Wort weniger ausgekommen. Da hies es nur “Bei uns” SPD…..da habe ich poltisches Fremdschämen gelernt…..

  2. #2 | Erdgeruch sagt am 10. April 2013 um 11:08

    Im Willy-Brandt-Haus sitzen eben nur Leute, die noch nie richtig gearbeitet haben und daher noch nie eine Chance hatten jemals diese Werbung kennenzulernen. Aber meiner Erfahrung nach gilt das für alle Parteizentralenversagerendlager, wo mit Inkompetenzkompensationskompetenz so richtig gestrahlt wird.

  3. #3 | Julian sagt am 10. April 2013 um 11:45

    Mit Pech hat das nichts zu tun. Das eigene Grab wurde mit den Hartz Reformen selbst geschaufeln.

  4. #4 | Ex-Sozi sagt am 10. April 2013 um 12:04

    @Erdgeruch #2
    Genau so ist es. Dort sitzen völlig unpolitische Leute, die einfach nur “rote Karriere” machen wollen und für die politische Anliegen ihrer Basis einfach nur ein Quell für Unruhe sind. Die SPD unterdrückt z.B. auf allen drei Ebenen politischer Arbeit politische Diskussionen online.

    @Stefan
    Dass ausgerechnet eine Leiharbeitsfirma mit dem gleichen Spruch wirbt, passt haargenau. Grüße an Wolfgang Clement bei der Gelegenheit.

  5. #5 | Ulrich Malkmus sagt am 10. April 2013 um 12:14

    Alles nur geklaut !!

    Googelt man den Text ” Das WIR ist entscheidend ” so stellt man fest,
    der Slogan wurde bereits im “Dialog über Deutschland” der Deutschen Bundeskanzlerin als Überschrift verwendet.

    Sachen gibt´s……………

  6. #6 | Arnold Voß sagt am 10. April 2013 um 12:16

    Der Spruch ist obendrein grob irreführend. WIR haben nämlich garnichts zu entscheiden.

    Wenn überhaupt, dann hätte es heißen müssen: Das WIR zählt. (Als Wahlstimme zumindest.)

    Ich persönlich entscheide sowieso lieber allein und für mich. :-)

  7. #7 | Hasan Eker sagt am 10. April 2013 um 13:48

    Wenn bestimmte Parteien jahrzehntelang politische Inzucht betreiben und nur “Wimpel uns Wendehälse” aus der eigenen Verwand – und Bekanntschaft aufsteigen lassen, dann kommt so etwas dabei heraus! Gilt für die Wirtschaft genauso, wie für die Politik.

  8. #8 | nikola sagt am 10. April 2013 um 14:07

    Hätte die Leiharbeitsfirma das an- oder abgemahnt, wäre das ein schöner Einstieg in die Debatte Leistungsschutzrecht geworden. Auch wenn das hier rechtlich nicht relevant ist.

  9. #9 | Spreewelle sagt am 10. April 2013 um 14:53

    Ich hätte dazu drei Vorschläge für die Partei: http://www.spreewelle.de/2013/04/10/das-wie-entscheidet/

  10. #10 | der, der auszog sagt am 10. April 2013 um 14:59

    Vielleicht steckt hinter dem durchgehend großen WIR eine ARt Product-Placing um nicht nur die SPD sondern auch noch Steinkühler&friends vom Peerblock und WIR in NRW zu bewerben. Das diese Willis endgültig aus dem SPD-Wahlkampf raus sind, mag man bei der nicht abbrechenden Anzahl an Fettnäpfchen gar nicht so recht glauben wollen…

  11. #11 | Michael sagt am 10. April 2013 um 17:22

    Jo! Man kann es auch übertreiben!!! So ein Schwachsinn! Wer sucht, der findet. Das kann man sicherlich bei jedem Slogan machen! Irgendwann ist echt mal Schluss! Könnt Ihr Euch nicht mit den wahren Problemen auseinander setzen!

  12. #12 | der, der auszog sagt am 10. April 2013 um 18:33

    @Michael #11

    Hätte es die SPD nach der Wahl 2009 nicht versäumt, sich personell neu aufzustellen, gäbe es das Dilemma vermutlich gar nicht, sich über diesen Laden und seinen vordersten Ladenhüter lustig machen zu wollen. Aber über einen Kanzlerkandidaten, der sich bereits im Herbst 2009 unmittelbar nach der historischen Wahlniederlage lauthals aus der ersten Reihe seiner Partei und der Politik verabschiedet hat um dann ein Jahr vor der nächsten Wahl plötzlich wieder aus der Versenkung aufzutauchen, um den Kanzlerkandidaten zu machen, kann man als Bürger eigentlich nur lachen. Die SPD steckt seit vier Jahren in einer Dauerkrise und solange die Steinbrücks, Steinmeiers und Steinbeißer von damals nicht gewillt sind, ihre Verantwortung an die nachrückende Generation abzugeben, solange wird die Sozialdemokratie in diesem Schlamassel kleben bleiben.

    Weil die SPD Lichtjahre davon entfernt ist, auch nur Ansatzweise eine Alternative zu dem Murks darzustellen, den Schwarz-gelb in Berlin produziert, ist sie auch für Menschen ein Problem, die nicht in der SPD sind, diese Partei aber durchaus wählen würden, wenn man sie ernst nehmen könnte.

  13. #13 | Ex-Sozi sagt am 10. April 2013 um 18:47

    @Michael #11
    “Wahre Themen”. Was hält die SPD denn dafür?

  14. #14 | KClemens sagt am 10. April 2013 um 22:06

    Na ja vielleicht nutzt man den Slogan, weil man außerordentliche gute Verbindungen zur Zeitarbeitsbranche hat.

    Denn etwas ist schon befremdlich. Normalerweise geht immer gleich die Post ab, wenn auch nur der Verdacht der Urheberrechtsverletzung im Raum steht.

    Aber hier hält ein kommerzielles Unternehmen still.

  15. #15 | Klaus Lohmann sagt am 11. April 2013 um 01:12

    @#11 | Michael: Das wahre Problem der SPD ist ja gerade, dass sie nur noch bei sich selbst oder anderen Nur-Sprüchekloppern abkupfert, statt etwas Eigenes in den Ring zu werfen.

  16. #16 | Links anne Ruhr (11.04.2013) » Pottblog sagt am 11. April 2013 um 06:14

    [...] “Das Wir entscheidet” – SPD und Leiharbeitsfirma mit dem selben Slogan (Ruhrbarone… – [...]

  17. #17 | Arnold Voß sagt am 11. April 2013 um 11:31

    @ Der der auszog #12

    Ja das ist das Problem. Man möchte der SPD, bzw. ihren Führungskräften glauben, aber man schafft es einfach nicht. Das WIR entscheidet nicht mal in in ihrer Partei, sondern vorrangig sie selbst.

    Es fällt einem auch schwer dem SPD-Kanzlerkandidaten zu glauben was er sagt. Er hat sich in seinem politischen Leben einfach zu sehr nach den eigenen Vorteilen gerichtet, als dass er als Person das WIR, geschweige soziale Gerechtigkeit verkörpern könnte. Er kann sie als Person nicht mal darstellen.

    Nichts wünsche ich mir politisch mehr, als dass die aktuelle Regierung abgewählt wird. Aber mit wem oder besser mit welcher Partei, verdammt noch mal, kann man das guten politischen Gewissens tun, ja überhaupt nur erreichen?

  18. #18 | Das WIR entscheidet – die SPD und ihr verhunzter Vorwahlkampf | Barnabas Crocker sagt am 12. April 2013 um 15:59

    [...] wird nicht nur bei Twitter heftigst diskutiert. Einerseits wird kritisiert, dass das Motto geklaut ist. Andererseits wird die Bedeutung hinterfragt. Soll es eine Gleichschaltung aller Menschen bedeuten? [...]

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