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Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen

In Auf dem Platz | Am 26 August 2010 | Von Gastautor

Hänsel und Gretel, ohne glückliches Ende Illustration: Ludwig Richter

Ein Artikel des WDR über ein Gewaltopfer in der Waldorfschule Schloss Hamborn erinnerte unseren Gastautoren Andreas Lichte an seine dortige Hospitation. Hier sein erster Bericht.

„Sag mal’, seh’ ich eigentlich nach Waldorf aus?!“ fragt mich die Gastmutter und Waldorflehrerin.

„Nein, natürlich nicht!“ antworte ich wunschgemäss. Der typische, asexuelle Waldorf-Walle-Look ist das wohl eher nicht, aber natürlich gehört auch sie dazu.

„Ich schicke meine Kinder ja zu ausserschulischen Aktivitäten nach draussen – das ist mir ganz wichtig, damit sie nicht im Ghetto untergehen“, sagt mir ein anderer Lehrer.

Das „Ghetto“ ist die „anthroposophische Lebensgemeinschaft“ Schloss Hamborn, Westfalen, mit Waldorfschule, Waldorfinternat, Demeter-Laden, Altersheim – und eigenem Friedhof. Also nicht unbedingt die typische Waldorfschule. Aber das unvergleichliche Waldorf-Wir-Gefühl findet sich auch an jeder anderen Waldorfschule. Warum? Waldorf ist nicht einfach nur „Schule“. Waldorf ist eine Lebensform, die nicht mit dem Schul-Gong endet.

„Und am Wochenende hilfst du dann bei unserem Martinsmarkt?!“ fragt der Gastvater, Waldorflehrer.

„Nein, tut mir leid, mein Bruder feiert Geburtstag“, antworte ich, wohlwissend, dass das ein Tabubruch ist.

Mir muss nicht extra gesagt werden, dass man als (zukünftiger) Waldorflehrer Teil einer grossen Gemeinschaft ist, die höhere Ziele verfolgt: „Die Welt wird zum Tempel, die Welt wird zum Gotteshaus“, sagt Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Pädagogik. Für Steiner ist die Waldorfschule der „praktische Beweis für die Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung.“ Nicht weniger. Und die Anthroposophie ist Steiners Haus-Religion: Steiner ist ihr selbsternannter Prophet, Hellseher, dessen Worte Offenbarungscharakter besitzen. Und schon erschallt – Hosianna! – das allgegenwärtige „Rudolf Steiner hat gesagt …“

Steiner wird in Schloss Hamborn auch „zur Fortbildung“ in der Lehrerkonferenz gelesen, natürlich. Aber auch sonst hat man zu jeder noch so kleinen Lebensäusserung ein „Wahrspruchwort“ Steiners parat, ähnlich wie der vorbildliche Waldorflehrer und Dozent des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“, der „Missionar in Sachen Steiner ist“.

In der Internatsschule Schloss Hamborn gibt es auch „schwererziehbare“ Kinder. Meine Gastmutter erzählt mir, wie sie sie empfängt: Wenn die Kinder im Internat ankommen, ringt meine Gastmutter sie erst einmal nieder, um klar zu machen, wer das Sagen hat: Die Rangordnung muss hergestellt werden … Ich denke, das kann nur ein Spiel sein und frage nicht nach. Mit einem komischen Gefühl. Jahre später lese ich dann von Kindesmisshandlung in einer anderen Waldorfschule, der „Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Alte Ziegelei Rädel“, und dem „Gilde-Griff“ der ehemaligen Leiterin Angelika Gilde. Ist das vielleicht gar nicht Gildes Erfindung? Und aus dem komischen- wird ein mieses Gefühl: was hat meine Gastmutter wirklich mit den Kindern gemacht?

Und dann kommt ein Artikel des WDR, „Hinter privaten Schultüren“, von Nina Magoley. Dort berichtet Jan Schrecker, Zitat WDR, „von Demütigungen und Misshandlungen während seiner Schulzeit, die ihm noch immer zu schaffen machen. Schrecker war bis 1996 Schüler an der Waldorfschule Schloss Hamborn in der Nähe von Paderborn. Seine damalige Lehrerin, so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, »mit voller Wucht« auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete.“

Nein, Jan Schreckers Lehrerin ist nicht meine Gastmutter. Aber das macht es nur noch schlimmer. Denn in Schloss Hamborn habe ich selber ein Hänsel und Gretel Gefühl: Die „anthroposophische Lebensgemeinschaft“ liegt mitten im Wald, in einem Tal-Kessel, es ist eine verschworene Gemeinschaft, ich denke: „Von hier dringt niemals etwas nach draussen!“ Und dann doch. Und was passiert?

Weiter der WDR: „Eine Strafanzeige gegen die Lehrerin, die Schrecker im Jahr 2002 bei der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte, wurde wegen Verjährung abgewiesen. Als er sich daraufhin an die Bezirksregierung Detmold wandte, habe man ihm dort erklärt, dass die Behörde für private Schulen, wie Waldorf- oder auch kirchliche Schulen, nicht zuständig sei. Auch auf eine Petition beim Landtag NRW hin bekam der ehemalige Schüler dieselbe Auskunft. Das »Verhalten der Lehrkraft«, heißt es in einem Antwortschreiben, das WDR.de vorliegt, »konnte keine schulaufsichtliche Maßnahme auslösen«, da die Lehrkraft nicht Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen war, sondern in einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zum Schulträger stand« (…)“

Erwartet hier jetzt irgendjemand noch ein schönes Schlusswort – ein glückliches Ende, wie im Märchen?

Andreas Lichte bei den Ruhrbaronen:

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“

Interview mit Andreas Lichte

„Kampf bis zur Erleuchtung – Lorenzo Ravagli und der Glaubenskrieg der Anthroposophie gegen Helmut Zander“

„Die Waldorfschulen informieren“

„Drei Gründe für die Waldorfschule“

Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

„Waldorfschule: Lehrer gesucht!“



22 Kommentare und 1 Ping(s) zu »Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen«

  1. #1 | Matthias sagt am 26. August 2010 um 11:33

    Staatsanwaltschaft und Waldorfschule:

    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11873707/60709/Eltern-protestieren-im-Sommer-der-Traenen-mit-Mahnwachen.html

    20.08.2010

    Der Wahrheit im Wege

    Eltern protestieren im „Sommer der Tränen“ mit Mahnwachen gegen Justiz und Politik

    POTSDAM / NAUENER VORSTADT – Sie nennen ihn „Sommer der Tränen“. Jeden Donnerstag protestieren Eltern vor der Staatsanwaltschaft Potsdam. Sie fühlen sich von der Justiz allein gelassen, weil ihren Kindern in einer Jugendeinrichtung Schlimmes widerfahren ist und es trotz vieler Anzeigen nicht zu einem Prozess gekommen ist – und wohl auch nicht mehr kommen wird.

    Für Uwe Wietschel begann alles, als sein Sohn Norman Auffälligkeiten zeigte. Eine andere Schule sollte seinen Stress mildern helfen. Fündig wurden die Eltern in Rädel. Ein Internat mit angeschlossener Waldorf-Schule, deren Betrieb damals von Potsdam aus organisiert wurde, schien Wietschel die richtige für den Zweitklässler zu sein. „Es begann aber die schlimmste Zeit seines Lebens“, sagt der Vater. Die Eltern hofften, dass ihr Sohn nach zwei Jahren nach Hause kommen könnte. Immer wieder wurden sie aber nur vertröstet: Norman sei noch nicht so weit, er könne nicht malen und tanzen. Außerdem hätte er schwere soziale Probleme. „Klare Aussagen erhielten wir aber nicht“, erinnert sich der Vater. Irgendwann glaubte er nicht mehr, noch Herr des Erziehungsrechtes zu sein und holte seinen Sohn ab. Nach fünf Jahren im Internat bescheinigte ein Schulpsychologe dem Jungen das Niveau eines Drittklässlers. Inzwischen hat er den Rückstand aufgeholt, lernt an einem Potsdamer Gymnasium. Bis heute wird er therapiert.

    Viel schlimmer als die schweren Versäumnisse im Unterricht wiegen für Wietschel und die anderen Eltern die offenbar katastrophalen Verhältnisse, denen ihre Kinder ausgesetzt waren: Nicht immer soll es genug zu essen gegeben haben, die Sauberkeit war mangelhaft. Die Betreuer hätten nicht gewusst, dass einige Kinder HIV-infiziert waren – in einem Notfall ein großes Risiko. „Der Sohn des Geschäftsführers, eigentlich Tischler, war als Erzieher tätig und hat eines der betreuten minderjährigen Mädchen geschwängert“, sagt Wietschel. „Weil zwei Kinder entstanden und die beiden zusammenleben, sei doch jetzt alles in Ordnung, wurde uns später beschieden.“

    Auch Annekatrin Richters Sohn Max (Namen der Kinder geändert) war in Rädel. Immer, wenn der heute 17-jährige Max nach Hause kam, waren seine Pupillen riesig. „Die Erzieher sagten, es seien homöopathische Mittel“, berichtet Richter mit einem sarkastischen Unterton. Die Mutter ist wütend, weil Ämter nichts unternahmen, obwohl sie durch Briefe im Bilde waren. Mit dem Gesicht war Max in den Rasen gepresst worden, bis er ohnmächtig war. Richter holte ihn schließlich ab.

    Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde die pädagogische Leiterin suspendiert. Inzwischen hat das Heim einen anderen Träger. Doch die Eltern fragen, warum es keine Verfahren gab. „Wir wissen, dass die Leiterin gemeinsam mit dem Geschäftsführer in die Schweiz gezogen ist und todkrank sein soll“, berichtet Wietschel. „Aber es wäre für die Opfer gut, wenn sie sehen, dass etwas passiert – und sei es nur symbolisch.“ Tom Köpping, Sprecher der Staatsanwaltschaft verweist auf die Gesetze: „Wir können kein Verfahren führen, wenn die Beschuldigte nicht vernehmungsfähig ist“, sagte er. Die Eltern werden noch bis Ende August protestieren – als Zeichen für die Hoffnung, die Wahrheit könnte doch noch einen Weg finden. (Von Sebastian Scholze)

  2. #2 | T. Hildebrand sagt am 27. August 2010 um 20:34

    Sehr geehrter Herr Lichte,
    Sie bezeichnen die “Anthroposophie” als Religion. Unterscheidet sich die “Anthroposophie” wesentlich von anderen Religionen, beispielsweise vom Christentum?

  3. #3 | Andreas Lichte sagt am 28. August 2010 um 13:19

    @ T. Hildebrand

    Rudolf Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“

    In der “Akasha-Chronik” schaut Steiner auch sein “Fünftes Evangelium”, siehe:

    http://www.anthroposophieonline.net/index.php?option=com_content&view=article&id=1858:das-fuenfte-evangelium-hamburg-16-november-1913&catid=113:ga-148-aus-der-akasha-forschung-das-fuenfte-evang&Itemid=4

    Rudolf Steiner, “Aus der Akasha-Forschung – Das Fünfte Evangelium”, 16. November 1913, Zitat S. 210:

    “( …) Vor dem Tode schaut man ein stundenlanges Sich-Ausbreiten einer Verfinsterung über die Erde, die für den hellseherischen Blick [Anmerkung: für den hellseherischen Blick Rudolf Steiners] den Eindruck einer Sonnenfinsternis macht; es kann aber auch eine Wolkenverfinsterung gewesen sein. Dann kann man wahrnehmen, wie beim Sterben am Kreuze der Christus-Impuls, durch diese Finsternis hindurchgehend, sich mit der Erdenaura verbindet. Die Verbindung des kosmischen Christus-Impulses mit der Erdenaura schaut man bei dieser Verfinsterung vor seinem Tode (…)”

    Dieses “Fünfte Evangelium” – und die anderen “Offenbarungen” Steiners – sind ein wesenhafter Grund, warum die Anthroposophie aus christlicher Perspektive NICHT christlich sein kann:

    Für Christen gibt es nur eine einzige Offenbarungsschrift: die Bibel.

  4. #4 | Andreas Lichte sagt am 28. August 2010 um 14:21

    @ T. Hildebrand

    Die Religion Anthroposophie aus neutraler, nicht-christlicher Perspektive:

    Richard Dawkins, Vorzeige-Atheist und scharfer Kritiker des Christentums, sagt über die Bibel, Zitat “Der Gotteswahn”, S. 474:

    „Die King-James-Bibel von 1611 – die sogenannte Authorized Version – enthält Passagen von herausragendem literarischen Wert, zum Beispiel das Hohelied Salomos …“

    “Passagen von herausragendem literarischen Wert” sucht man bei Rudolf Steiner vergeblich. Seine Texte sind banal bis wahnsinnig.

    Da ist nichts, was für Nicht-Anthroposophen wirklich von Interesse sein könnte. Zusammengefasst von Gerhard Henschel, Zitat: “Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie.”

  5. #5 | Ronald Ehrlichmann sagt am 1. September 2010 um 19:12

    In Berlin starteten die Anthroposophen/Waldorfbetreiber eine “Volksinitiative” (Schule in Freiheit) – nur geben sie sich nicht als dieselben zu erkennen.
    Mit 20 000 Unterschriften würde eine Aussprache im Berliner Abgeordnetenhaus
    zwingend. Das Ziel ist letztlich, ein Volksentscheid, um “Freie (Waldorf-) Schulen” mit denselben finanziellen Mitteln auszustatten wie Öffentliche Schulen.
    In den Informationsschriften der “Bürgerbewegten” weist nichts (!) auf den weltanschaulischen Hintergrund und den übergeistigen “Schuldenker” Rudolf Steiner hin. Wohlweislich ?

  6. #6 | Ronald Ehrlichmann sagt am 1. September 2010 um 19:24

    Übrigens liegt der Migrantenkinder-Anteil an Berliner Waldorfschulen (und eben auch in der Kreuzberger Filiale) bei satten zwei Prozent – wer es nicht glauben mag, schaue sich die Abiturabsolventen der Schulen an.
    Da würde es doch nicht schwer fallen, noch mehr elitäres Klientel auf seine Seite zu ziehen.

  7. #7 | Andreas Lichte sagt am 1. September 2010 um 23:26

    @ Ronald Ehrlichmann

    Du schreibst: “In den Informationsschriften der “Bürgerbewegten” weist nichts (!) auf den weltanschaulichen Hintergrund und den übergeistigen “Schuldenker” Rudolf Steiner hin. Wohlweislich ?”

    Das “?” meinst du nur rhetorisch, oder?

    Ich persönlich fände es ja sehr amüsant, wenn Dr. Detlef Hardorp das “Fünfte Evangelium” Rudolf Steiners vortrüge … oder aber seine bahnbrechenden “Geisteswissenschaftlichen” Erkenntnisse zu Rudolf Steiner als Entdecker der Quantenphysik, siehe hier:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

    “Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    (…) Von unserem Gastautor Tobias Maier.

    Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)”

  8. #8 | Andreas Lichte sagt am 1. September 2010 um 23:34

    @ Ronald Ehrlichmann

    Hier noch der Hinweis auf einen Artikel, der dich sicher interessiert (dort auch die links zu den genannten Quellen):

    http://reflexion.blogsport.de/2010/08/30/klebebandstrafe/

    “Klebebandstrafe.

    (…) Wie solch subtilere Formen der Bestrafung von unliebsamen Schüler_innen aussehen kann, zeigte wiederum der Waldorflehrer Helmut Meisenburg im Jahr 2006 an der Waldorfschule in Berlin Kreuzberg. Um „Ruhe und Disziplin in die Truppe“ zu bringen, griff er zu einem anderen Mittel, um seine Schüler_innen zu disziplinieren. Er griff zum Klebeband und klebte den zu bestrafenden Schüler_innen den Mund zu. Meisen­burg „holte (…) eine Rolle Kreppband hervor und einige der lautesten ‚Schwätzer‘ holten sich gleich freiwillig ein Mundpflaster ab“. Vielleicht ist das eine der subtileren For­men der Strafe, die zustandekommen kann, weil Waldorflehrer_innen seit 1998 gera­ten wird, nur in den „seltensten Fällen“ mit einem „Schlag, einer Ohrfeige“ zu strafen.”

  9. #9 | Andreas Lichte sagt am 1. September 2010 um 23:39

    @ Ronald Ehrlichmann

    … das “Klebeband” (Mund zukleben der Schüler) als waldorfpädadogische “Erziehungskunst” ist auch in Bayern bekannt, siehe folgenden Kommentar zu “Waldorfschule: »Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit«”:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/comment-page-1/#comment-57086

  10. #10 | 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ | Ruhrbarone sagt am 6. September 2010 um 19:02

    [...] „Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen“ [...]

  11. #11 | Andreas Lichte sagt am 12. Dezember 2010 um 15:17

    Der in Schloss Hamborn tätige hardcore-Anthroposoph Michael Mentzel, „Themen der Zeit“, stellt sich in seinem Verriss von Heiner Ullrichs Steiner-Biographie einfach dumm, wenn es darum geht, die Ziele der Waldorfschule zu benennen.

    siehe: „Anthroposophie als Black Box“

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Steiner_Biographie.1360.0.html

    Zitat Michael Mentzel: „Warum Steiner trotz alldem 1919 eine „historisch neue Schulpädagogik“ entwickelt hat, kann Ullrich sich und den Lesern nicht erklären.“

    Na, warum wohl?

    Weil für Rudolf Steiner die Waldorfschule von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“ war.

  12. #12 | Andreas Lichte sagt am 13. Dezember 2010 um 12:56

    Mein Kommentar #11 kam beim hardcore-Anthroposophen Michael Mentzel, Schloss Hamborn, “Themen der Zeit”, sehr gut an. Er hat die Ruhrbarone und mich prompt in die “google news” befördert – so hatte ich es mir gewünscht:

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Ruhrbarone.1367.0.html

    “Ruhrbarone. Peinlichkeiten normal.”

    Michael Mentzel echauffiert sich, dass ich Mentzel als Autor nannte (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), Zitat Michael Mentzel:

    “Das aber können wir nun gar nicht nachvollziehen, denn der “hardcore-Anthroposoph” [Michael Mentzel] hat diesen “Verriss” nicht geschrieben. Geschrieben hat ihn NNA-Korrespondent Wolfgang Vögele.”

    Aber der eigentliche Aufreger natürlich, dass ich das allzu Offensichtliche aussprach, Zitat Michael Mentzel:

    “Aber damit es wenigstens so aussieht, als ginge es ihm um die Sache, schreibt er [Lichte]: »Zitat Michael Mentzel: Warum Steiner trotz alldem 1919 eine historisch neue Schulpädagogik entwickelt hat, kann Ullrich sich und den Lesern nicht erklären.«

    Darauf hat natürlich der »Experte« Lichte eine Antwort, die aber den Sachverhalt nicht weiter erhellt, sondern eher zum Gähnen einlädt. Lichte: »Na, warum wohl? Weil für Rudolf Steiner die Waldorfschule von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre Anthroposophie war.«”

  13. #13 | A. Maiwald sagt am 20. Dezember 2010 um 00:19

    Mal wieder sauber recherchiert, Herr Lichte – und die Selbstdemontage geht munter weiter.

  14. #14 | Andreas Lichte sagt am 20. Dezember 2010 um 08:30

    @ A. Maiwald

    Danke für Ihr Lob !

    Ich gebe Ihnen Recht, Michael Mentzels Selbstdemontage http://www.themen-der-zeit.de/content/Ruhrbarone.1367.0.html hat selbst mich noch überrascht, der schon vieles vom hardcore-Anthroposophen Michael Mentzel kennt, z.B.:

    Michael Mentzel veröffentlicht auf seiner website „Themen der Zeit“ Texte der anthroposophischen Hardliner Lorenzo Ravagli und Detlef Hardorp. Siehe zu Detlef Hardorp und seinem von Mentzel veröffentlichten Text „Unzeitgemäßes Vokabular“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/

    „Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

    (…) Jetzt hat sich Hardorp erst mal selber zum Schweigen gebracht. Da hatten doch Kommentatoren geschrieben, Hardorp sei „rechts“. Und als Beleg dafür einen Artikel von Hardorp verlinkt: „Unzeitgemäßes Vokabular“. (…)”

  15. #15 | A. Maiwald sagt am 22. Dezember 2010 um 23:16

    Laaaaangweilig. Lassen Sie sich doch mal was Neues einfallen – Sie wiederholen sich, und das auch noch auf denkbar niedrigen Niveau.
    Pulver verschossen? Da bringen Ihre großen Brüder Grandt, Staudenmaier etc. wesentlich sinnvolleres, auch wenn auch hier inhaltlich das Meiste einfach falsch ist.

  16. #16 | Rudolf Steiner sagt am 23. Dezember 2010 um 00:27

    @ A. Maiwald

    Ich ergänze Ihren Kommentar #15:

    “[...] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  17. #17 | Rudolf Steiner sagt am 23. Dezember 2010 um 10:18

    @ A. Maiwald

    Ich ergänze Ihren Kommentar #15:

    “Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozeß in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird.”

    Rudolf Steiner

  18. #18 | A. Maiwald sagt am 25. Dezember 2010 um 17:01

    Wie schön, dass sich Rudolf Steiner hier zu Wort meldet, aber das ist ja nichts neues und in der GA nachzulesen.

    Ich hatte eigentlich Herrn Lichte um was neues gebeten – aber er bestätigt nur Steiners Aussagen; das was bei ihm so in die Öffentlichkeit abgesondert wird, ist nicht viel mehr als ein fortgeschrittener Dunghaufen.

    Bravo – weiter so!

  19. #19 | Rudolf Steiner sagt am 26. Dezember 2010 um 09:15

    @ A. Maiwald

    Ist Lichte nicht blond und blauäugig? Und kein Geisteswissenschaftler wie A. Maiwald und Michael Mentzel, die meine Worte bestätigen werden:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.”

    “Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  20. #20 | Andreas Lichte sagt am 31. Dezember 2010 um 12:37

    Ein vom hardcore-Anthroposophen Michael Mentzel, Schloss Hamborn, auf seiner website “Themen der Zeit” veröffentlichter Kommentar:

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Ruhrbarone.1367.0.htm

    ……………………………………………………………….

    “Dr. Emil Petersen schrieb am 31.12.2010 08:52

    (…) Aber Lichte?

    Ich finde diesen Mann extrem unsympathisch in seiner verbissenen, deutschen Intoleranz und selektiven Anthroposophie-Wahrnehmung, die ans Fanatische grenzt. Einer von diesen fanatischen Anthroposophie-Gegnern, Hetzern und geistigen Brandstiftern, wie sie vor allem in die 20er Jahre passen. Der Geerd Wilders der Anthroposophie-Szene, nur ohne eine schlagkräftige politische Partei im Hintergrund und ohne das entsprechende Charisma und die entsprechende Intelligenz. So wie Wilders den Koran mit »Mein Kampf« auf eine Stufe setzt, so gleichermaßen undifferenziert ist das »Denken« Lichtes, das vor allem von Ressentiments bestimmt wird.

    Man stelle sich mal vor, dieser Mann hätte politischen Einfluss in einem autoritären System. Die Antroposophen wären die ersten – und vermutlich nicht die einzigen »Esoteriker« oder Andersgläubigen!! – die massiv zu leiden hätten. Dieser Mann braucht eine Therapie, der merkt gar nicht, wie er sein unausgegorenes Innere auf eine Gruppe projiziert, die er pauschal dämonisiert, wie es heute von christlicher Seite manchmal mit den Muslimen geschieht.

    Das Problem solcher Menschen wie Andreas Lichte, Geerd Wilders etc. ist, dass sie krankhafte Narzissten sind, und mit ihren radikalen Auftritten vor allem eins suchen: Aufmerksamkeit! Diese würde ihnen nicht zuteil werden, wenn sie sich gemäßigt und differenziert ausdrückten – wie etwa Heiner Ullrich selbst.”

    ……………………………………………………………….

    Herr Mentzel, Danke für die Veröffentlichung dieses Kommentars! Danke dafür, dass Sie damit so deutlich machen, wer SIE sind …

  21. #21 | Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ sagt am 4. Mai 2011 um 17:08

    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version. (…)

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  22. #22 | julimond sagt am 7. Juli 2011 um 09:26

    “Anthroposophische Führerherrschaft

    Geschichtsklitterung, antidemokratische Programmatik und schulische Vermittlung

    Der anthroposophische Publizist Michael Mentzel, der im Internet regelmäßig vorsätzliche Falschmeldungen verbreitet, nahm jüngst seinen Freund Lorenzo Ravagli gegen öffentliche Kritik in Schutz …”

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html

  23. #23 | Waldiwissenschaft: Lorenzo Ravagli an der Privatuniversität Witten/Herdecke sagt am 7. Juli 2011 um 14:41

    “Waldiwissenschaft: Lorenzo Ravagli an der Privatuniversität Witten/Herdecke

    Die vom Land NRW geförderte anthroposophische Privatuniversität Witten/Herdecke lädt Lorenzo Ravagli, Anthroposoph mit äußerst zweifelhaftem Ruf, zu einem Vortrag ein.

    (…) Korrekte Zitate sind Ravagli hingegen ein Dorn im Auge. Das gilt sowohl für Rudolf Steiners Hinterlassenschaft als auch für seine eigenen Worte. Geht es um das gemeinsam von Ravagli und dem ehemaligen Waldorflehrer und NPD-Politiker Andreas Molau [inzwischen „Pro NRW“] verfasste Buch „Falsche Propheten“, hält Ravagli einwandfreies Zitieren für rechtlich unzulässig. So beauftragte er jüngst den Anwalt Michael Hubertus von Sprenger von der Münchener Kanzlei „Von Sprenger-Von Lavergne-Schoeller“ damit, Unterlassungserklärungen an Andreas Lichte und Patrick Gensing von NPD-Blog.Info zu versenden (…)“

    zum Artikel mit Quellen: http://www.ruhrbarone.de/waldiwissenschaft-lorenzo-ravagli-an-der-privatuniversitat-wittenherdecke/

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