
Eine Petition will erreichen, dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) prüft, welche Rolle die Kernenergie im Rahmen der Energiewende spielen kann. Während in der Union viele Politiker den Ausstieg aus der Kernkraft mittlerweile als Fehler betrachten – nicht zufällig gehört die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder zu den Erstunterzeichnern –, gefallen sich die Sozialdemokraten wieder in der Rolle der Bewahrer des grünen Erbes, statt jeder wirtschaftspolitischen Vernunft zu folgen.
Klug ist, dass in der Begründung der Petition nicht nur energiepolitisch argumentiert wird. Wie es mit der Energiewende weitergehe, ist dort zu lesen, entscheide „nicht nur über das Erreichen der Klimaziele, sondern auch über Wohlstand, Zukunftsfähigkeit und letztlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land“.
Die Deindustrialisierung Deutschlands ist in vollem Gange, seit 2019 gab es kein Wachstum mehr. Das führt schon heute zu Verteilungskämpfen, von denen vor allem Systemsprenger wie die AfD und die Linke profitieren. Ein Kurswechsel in der Energiepolitik und eine Abkehr von grüner Dogmatik, wie ihn viele andere Länder bereits vollzogen haben, könnten ein Baustein sein, um auf den Wachstumspfad zurückzukehren und Parteien wie die AfD und die Linke zurückzudrängen.