#1 | Ulrich Menne sagt am 19. Mai 2009 um 13:53 Uhr

Bochum ist ganz sicher keine Tal der Hoffnungslosigkeit. Selbst wenn OPEL über kurz oder lang immer weniger Arbeitsplätze in Bochum haben wird. Die Bochumer haben schon viele Krisen überstanden und insbeondere den Strukturwandel in Folge der Kohlekrise besser gemeister als andere Ruhrgebietsstädte. In der Vergangenheit haben sich für Bochum immer neue Möglichkeiten ergeben. Mit der Gründung der Uni in den 1960er Jahren hat sich Bochum hin zu einer leistunsgfähigen Hochschul- und Forschungsstadt entwickelt und hat jetzt alle Chancen, diese Entwicklung mit dem Gesundheitscampus weiter positiv zu gestalten.

Doch es gibt einen Risikofaktor, der viele gute Ansätze und Bemühungen zunichte machen kann. Die Finanzlage, in der sich Bochum befindet, ist desaströs. Die finanzielle Lage, die mit der Ablehnung des Haushaltes durch den Rgierungspräsidenten deutlich sichtbar eskalierte, zwingt zu schnellem und entschlossenem Handeln.

Dabei nützt es ebensowenig, darüber nachzudenken, welche Fehler hätten vermieden werden können (Cross-Border-Leasing etc.), wie den Schuldigen in Regierungspräsident Helmut Diegel zu sehen. Jetzt ist Entschlossenheit gefragt, um z. B. durch den Verkauf von RWE-Aktien, der Beteiligungen an Gelsenwasser, VBW etc. den Haushalt auch langfristig zu sanieren und handlungsfähig zu werden.

Man muss eine Prioritätenliste entwicklen, die festlegt, was der Stadt und ihren Bürgern an Investitionen nützt und welche Investitionen obsolet sind.

Auch ohne 15 oder mehr Mio. Euro von der Stadt für das Konzerthaus muss idese Prioritätenliste nicht zur Tränenliste werden…