Ackermann und die Zombies

Josef Ackermann Foto: Flickr / World Economic Forum Annual Meeting Davos 2008 Lizenz: CC 2.0

Josef Ackermann wird nicht im September in Bochum mit Edmund Stoiber diskutieren. Ein Sieg aller, für die Meinungsfreiheit nur bedeutet, die eigene Meinung verbreiten zu können.

Zombietage in Bochum: Frank-Patrick Steckel, der Bochumer ex-Intendant, der nie mehr war als ein immer politisch-korrekter Theater-Langeweiler und Ralf Feldmann, Mitglied in der Linkspartei, die, als sie an der Macht war, vor allem durch Unterdrückung und Misswirtschaft auf sich aufmerksam machte, dürfen sich freuen: Josef Ackermann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, wird nicht nach Bochum kommen, um mit Edmund Stoiber zu diskutieren. Nicht dass ich glaube, dass diese Veranstaltung besonders spannend geworden wäre. Fast alles was PR-Profi Sascha Hellen macht ist oberflächlich und langweilig, aber ein schlechtes Zeichen für die politische Kultur ist der Triumph der Ackermann-Gegner allemal. Da hat Martina Schürmann in der WAZ schon recht, wenn sie in ihrem Kommentar schreibt:

Es ist kein Skandal gegen Ackermann zu sein. Aber Kultur samt den Menschen, die ihre Fahne hochhalten, sollte auch für Gesprächs­kultur stehen.

Und dazu gehört auch, Ackermann  die Möglichkeit zu geben, seine Meinung zu sagen. Ackermann ist kein Nazi, Ackermann ist kein Verbrecher, er ist ein Unternehmer. Wie er sein Unternehmen führt, geht vor allem die Besitzer des Unternehmens etwas an. Sicher, das systemrelevante Banken im Moment nicht Pleite gehen dürfen, ist ein gewaltiges Problem, das gelöst werden muss – aber das wird es sicherlich nicht von einem abgehalfterten Vertreter des Subventionstheaters oder einem drittklassigen Kommunalpolitiker der Linkspartei.

Auch sie haben übrigens eine Chance verpasst: Ackermanns Auftritt zu nutzen, um ihre Gegenpositionen darzulegen. Denn das wäre bei Demonstrationen gegen den Ackerman-Auftritt geschehen. Redeverbote zu fordern, wie es Steckel oder Feldmann gemacht haben, ist dagegen nicht mehr als erbärmlich und peinlich und zeigt wie beide denken: Demokratie und Redefreiheit sind für solche Leute nur gut,  wenn sie ihnen nutzen, ansonsten eher lästig. Autoritäre Polit- und Kulturzombies eben: Intellektuelle Untote.

Und noch ein Satz zu Gerds Klage über die Ökonomisierung der Kunst:  There ain’t no such thing as a free lunch. Nicht wirtschaften können und wirtschaftlich keinen Erfolg zu haben, heißt nicht, ausserhalb wirtschaftlicher Zusammenhänge zu stehen. Man ist dann nur von dem Geld anderer abhängig wie ein Junkie von seinem Stoff.

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58 Kommentare

  1. #1 | Martin Budich sagt am 30. Juli 2011 um 16:50 Uhr

    @ Stefan: Manchmal schreibst Du ja auch gute Artikel. Dein Artikel Bundestag: Gute Gründe gegen Benedikt ist ein Beispiel dafür. Lies ihn Dir doch einfach mal durch. Du begründest sehr gut, warum Herr Ratzinger nicht vor dem Bundestag reden soll. Damit forderst Du keine Redeverbot. Ratzinger hat schließlich einige Hunderttausend Kanzeln, von denen er predigen kann.
    So wie für jeden aufgeklärten Menschen die Rede von Ratzinger vor dem Bundestag eine Provokation ist, so war die geplante Rede von Ackermann auf der Bühne des Schauspielhauses unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin für Menschen eine Provokation, die von Theater eine emanzipatorische Vorstellung haben. Ein Vorantreiber des sich brutalisierenden Kapitalismus hat auf der Bühne des Schauspielhauses nichts zu suchen. Hätte die PR-Agentur Hellen die Starlight-Express-Halle gebucht, hätte niemand gesagt, da darf er nicht reden. Und wir hätten eine zauberhafte Gegenkundgebung mit Zukunftsvorstellungen für eine soziale und gerechtere Welt organisiert, zu der mehr Leute gekommen wären als zu Ackermann.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 30. Juli 2011 um 17:00 Uhr

    @Martin: Benedikt ist das Staatsoberhaupt eines undemokratischen Staates. Im Bundestag, dem Zentrum der Demokratie in Deutschland, sollten nur Vertreter demokratischer Staaten sprechen dürfen. Das Schauspielhaus ist eine zentrale, städtische Immobilie – eigentlich ein idealer Ort für Debatten.

  3. #3 | Hans Czinzoll sagt am 30. Juli 2011 um 17:08 Uhr

    Ackermann ist kein Untenehmer, arbeitet also nicht auf eigenes Risiko.

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 30. Juli 2011 um 17:09 Uhr

    @Hans: OK, Manager, ein Angestellter, das ist schon ein wesentlicher Unterschied. Da hast Du hast Du Recht.

  5. #5 | Michael Townsend sagt am 30. Juli 2011 um 17:29 Uhr

    Nur der Vollständigkeit halber:

    Josef Ackermann entspricht sicher ziemlich genau dem Bild, das „linke“ Karikaturisten im vergangenen Jahrhundert gerne vom bösen Kapitalisten zeichneten.

    Nahezu jeder öffentliche Auftritt von ihm hatte (auch für mich) hohes Provokationspotential.

    Wenn ich im Fernsehen höre, dass „Mr.-25%-Rendite-vor Steuern“ traurig referiert, wie schmerzhaft die Beteiligung der Deutschen Bank an der Griechenlandrettung war, bekömmlich Lachkrämpfe.

    Nie hätte ich gedacht, dass ich mich einmal in meinem Leben für einen seiner Auftritte stark machen würde.

    Aber:

    Wohin kommen wir, wenn ein Ex-Angestellter der Stadt unter Berufung auf sein schon lange zurückliegendes Beschäftigungsverhältnis für sich (bereits zum zweiten mal) in Anspruch nimmt, der Stadt Bochum vorzuschreiben, wer in ihren Immobilen was sagen darf? Herr Steckel sollte vielleicht sein politisches Engagement dort pflegen, wo sein heutiger Tätigkeitsbereich ist und nicht in Ermangelung gegenwärtiger Podien seinen Ex-Intendantenstatus nostalgieren.

    Wo sind wir gelandet, wenn es einigen geschickten „Kampagneros“ mit großer medialer Unterstützung (Stw. Sommerloch) gelingt, zu entscheiden, wer in der Stadt auftritt und wer nicht?

    Was für ein Demokratieverständnis steckt hinter dieser Anmaßung?

    Für wie unbedarft werden wir alle gehalten, dass wir vor Ackermanns Auftritt geschützt werden müssen?

    Wir brauchen sicher niemanden, der uns auf diese Art pampert, damit wir den Unbilden des bösen Kapitalisten nicht schutzlos ausgeliefert bin.

    Ich kann nur hoffen, dass diese Art der Fürsorge nicht dauerhaft gesellschaftsfähig wird.

  6. #6 | Manfred Poos sagt am 30. Juli 2011 um 19:06 Uhr

    Es ist einfacher: Durch alle sozialen Klassen und politischden Positionen hindurch gärt es! Die Menschen sehen in Ackermann eine Ikone und negative Identifikationsfigur dessen, was Sie vor allem gefühlt ablehnen: Eine immer ausgeprägtere Lobbykratur, die durch Ihren Einfluß unsere soziale Marktwirtschaft nachhaltig demontiert hat.

    Diesen Herrn will und brauch einfach niemand. Das Schauspielhaus hier schnöde zur Immobilie zu reduzieren, lässt Geschichte und Ruf des Hauses völlig ausser acht. Lieber Herr Tonwsend, wieviel wurde denn im Laufe der Jahre durch Bochumer Bürger zum Erhalt des Schauspielhauses gespendet? Da kann es schonmal sein, dass sich diese Spender und viele andere Bochumer auf ein deutlich direktere Art mit diesem Haus und seiner Geschichte identifizieren, als es Ihnen lieb ist. Nichts gegen diese Podiumsdiskussion, aber das Schauspielhaus ist uns bleibt der falsche Ort! Wir sind ja in Bochum auch völlig alternativlos, wenn es um Locations für diese Form der Veranstaltung geht, gelle!?

    Vielleicht hätten Sie vorab Herrn Geißler als Schlichter ins Boot holen sollen.

  7. #7 | Till Beckmann sagt am 30. Juli 2011 um 19:37 Uhr

    Ackermann hätte im Schauspielhaus auftreten sollen.
    Die Aktionen und Demonstrationen vor Ort wären viel wirkungsvoller gewesen als diese vorzeitige Absage.
    Das Ensemble des Hauses, zusammen mit anderen Bündnissen hätte sich schon eine passende Reaktion einfallen lassen.
    Ich hätte gerne einer Gegenrede vom Ensemble, den Leuten der Rottstr.5 und anderen zugehört. Die Chance für kreative Protestaktion wurde so im Keim erstickt.
    Na ja, vielleicht kriegt Ackermann ja den Steiger-Award verliehen, dann können wir vor der Jahrhunderthalle protestieren.
    Wenn Ackermann die klassischen „Steiger-Tugenden“ attestiert bekommt, dreht sich mein Großvater aber im Grabe um; oder steigt von den Toten auf. Dann kann ich für nix mehr garantieren.

  8. #8 | Frank Stenglein sagt am 30. Juli 2011 um 19:58 Uhr

    Hallo Stefan, Hut ab! Exakt die richtigen Worte zu einem Skandal gefunden, der die ganze Provinzialität von großen Teile der etablierten Kulturszene offenbart. Mitunter kann einem Angst und Bange um die Meinungs- und Redefreiheit werden.

  9. #9 | Michael Townsend sagt am 30. Juli 2011 um 20:05 Uhr

    Meine Frage ist nur (und das ist der von S. Laurin dankenswerterweise unzweideutig herausgearbeitete Kern der Auseinandersetzung):

    Wer ist der Nächste, der in einer Bochumer Veranstaltungsstätte nicht reden darf und wer bestimmt das?

    @Till Beckmann und M. Poos: Ihre Meinung respektiere ich gerne aber darf sie dazu führen, dass Sie im Einzelfall entscheiden, wer im Bochumer Schauspielhaus redet?

  10. #10 | Georg Kontekakis sagt am 30. Juli 2011 um 22:42 Uhr

    Ein Satz zu dem Satz:  There ain’t no such thing as a free lunch.

    Freedom just another word for nothing else to loose.

    Es kommt darauf an, was man aus dem wirtschaftlich unabhängig zu sein macht. Es kann Freiheit bringen, oder Junkie-abhängig machen.

    Eindeutig ist das nicht.

    Ansonsten: alles richtig.

  11. #11 | Martin Budich sagt am 30. Juli 2011 um 23:02 Uhr

    Was der für Kultur verantwortliche Beigeordnete der Stadt Bochum Michael Townsend hier äußert, ist peinlich. Er fordert gleichzeitig Redefreiheit für Ackermann auf der Bühne des Schauspielhauses und Redeverbot für Steckel in Sachen Bochumer Schauspielhaus. Ob er manchmal selber liest, was er schreibt?
    Das dumme Gequatsche vom Redeverbot für Ackermann ist lächerlich. Das ist einer der mächtigsten Männer der Welt und reich ist er auch. Der kann sich überall ein riesiges Zirkuszelt mit einer fantastischen Lautsprecheranlage aufstellen lassen und den ZuhörerInnen kann er auch noch Freibier und Bratwürstchen für lau versprechen, wenn sie ihm zuhören. Der Mann kann nicht nur Leo Kirch in die Knie zwingen, sondern alle Medien beeinflussen. Es gibt nur ganz wenige Menschen in unserer Gesellschaft, die mehr „Freiheit“ haben, ihre Meinung zu Gehör zu bringen.
    Frank Patrick Steckel hat dagegen nur sein künstlerisches Können, seine Geradlinigkeit und Glaubwürdigkeit in die Waagschale zu werfen. Was für eine Gesellschaftsanalyse muss jemand wie Townsend zu Grunde legen, wenn er formuliert, dass Steckel die Macht hat, einen Ackermann-Auftritt zu verbieten. Hätte Weber auch die Macht, einen Ackermann-Auftritt an seinem alten Theater in Essen zu verbieten?
    Sascha Hellen hat sich verzockt. Er wollte einen neuen Eventhöhepunkt liefern und den Bankenboss Ackermann zu seinem Abgang als Vorsitzender der Deutschen Bank in den Rahmen von Kultur und Zukunftsperspektive stellen. Nicht nur Frank-Patrick Steckel, sondern viele Bochumer KünstlerInnen und Kulturinteressierte wollten nicht, dass die Bühne des Schauspielhauses für so ein perverses Theater zur Verfügung steht. Es war durchgesickert, wie breit der Protest gegen das Ackermann-Spektakel würde. Die Lokalpresse spiegelte ganz deutlich diesen Prozess. Und Ackermann hat gute BeraterInnen und sagte ab.
    Wenn der Kulturdezernent der Stadt sich jetzt gegen die KünstlerInnen und BesucherInnen des Schauspielhauses wendet, für die das Haus eine beachtliche Tradition hat, dann ist das auch Ausdruck des Zustandes der Bochumer Sozialdemokratie. Seine Vorgänger Richard Erny oder Hans-Georg Küppers hätten niemals zugelassen, dass eine Figur wie Ackermann die Bühne des Schauspielhaus betritt. Als es noch Intendanten wie Zadeck, Peymann oder Steckel gab, wäre ein Deutsche-Bank-Tribunal inszeniert worden, wenn deren Chef begehrt hätte, in ihrem Haus aufzutreten.
    Wenn Townsend sich unglaublich respektlos über Frank-Patrick Steckel äußert, frage ich mich, ob er auch nur einen Schimmer davon hat, welche Auszeichnungen das Bochumer Schauspielhaus zu Steckels Zeiten hatte. Davon können Townsend und Weber nur träumen. Bochum war damals auch theatermäßig in einer anderen Liga.

  12. #12 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 00:11 Uhr

    Ein Sieg aller, für die Meinungsfreiheit nur bedeutet, die eigene Meinung verbreiten zu können.

    Es ist so lächerlich, Herr Laurin, was Sie äußern, dass einem dazu schon die Worte fehlen.

  13. #13 | Stefan Laurin sagt am 31. Juli 2011 um 00:13 Uhr

    @Max: Ihnen offensichtlich nicht.

  14. #14 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 00:27 Uhr

    Josef Ackermann hat keine Möglichkeit, seine Meinung zu sagen, weil er dafür unbedingt eines Theaters bedürfte und die übermächtigen Feinde der Freiheit von links außen, die alle Hebel in den Händen halten, das mal wieder unterbunden haben. Der arme Sepp. Krrrrrchchchhchh 😀

  15. #15 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 02:17 Uhr

    Wer ist der Nächste, der in einer Bochumer Veranstaltungsstätte nicht reden darf und wer bestimmt das?

    Wer hat es denn in diesem Fall „bestimmt“?

    Sie tun hier so, als wäre Ackermann „verboten“ worden. Der ehem. Vorstand u. zukünftige Aufsichtsrat (!) der Deutschen Bank hat abgesagt.

    Wenn nicht alle bedingungslos akklamieren, kommt seine Majestät nicht und das ist dann ein Verbrechen derjenigen, die es wagen, Einwände zu formulieren?

    Meinungsfreiheit ist es, die Fresse zu halten?

    Crazy Ruhrbarone.

  16. #16 | crusius sagt am 31. Juli 2011 um 05:16 Uhr

    „Nicht dass ich glaube, dass diese Veranstaltung besonders spannend geworden wäre. Fast alles was PR-Profi Sascha Hellen macht ist oberflächlich und langweilig, aber ein schlechtes Zeichen für die politische Kultur ist der Triumph der Ackermann-Gegner allemal.“

    Na, na, na… Zunächst muß man sich doch fragen, warum diese Veranstaltung (als erste dieser Reihe) unbedingt an diesem Ort hätte stattfinden sollen. Man kann sich doch legitimerweise auf den Standpunkt stellen, daß ein Haus wie das Bochumer Schauspielhaus, wenn überhaupt, nur für „Premium-Veranstaltungen“ geöffnet werden sollte. Und um eine solche scheint es sich ja hier nicht gehandelt zu haben.

    Ein Theater ist, anders als dies mancher denken mag, ein Ort der Kunst. Müssen wir diesen Ort nun auch einem ‚öffentlich-rechtlichen‘ Proporzdenken öffnen? Dann wäre doch am besten für die Zukunft ein Schauspielhausrat mit gesellschaftlich relevanten Gruppen einzurichten, die die Zurverfügungstellung dieses Raums im öffentlichen Interesse zu bestimmen und am besten doch auch gleich noch den Intendanten zu wählen hätten – so wie beim ZDF.

    Für mich läuft die Debatte am eigentlichen Thema vorbei. Ein Theater ist ein öffentlicher und vom Steuerzahler bezahlter Raum, den wir, die Steuerzahler, treuhänderisch einem Intendanten mit seinem Ensemble für eine bestimmte Zeit überantworten, weil sich eine Stadtgesellschaft von einem solchen Ort der Kunst etwas erwartet.

    Über das, was sich an einem solchen Ort in der Zeit abspielt, in der er einem Intendanten und seinem Ensemble auf Steuerzahlers Kosten überantwortet wird, kann der Steuerzahler selbst nicht bestimmen. Das gilt übrigens auch für Ex-Treuhänder (frühere Intendanten), Kulturdezernenten, Leitartikler und Kommentatoren. Sogar für Ratsherren. Und Blogger.

    Wenn es Herrn Weber also ein dringendes Anliegen gewesen wäre, diese Veranstaltung in seinem Haus realisiert zu sehen, hätte sich die Opposition auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln können – aller Protest hätte nichts ausgerichtet. Anscheinend ist Herr Weber nun nicht mit der dafür erforderlichen Inbrunst auf die Herren Hellen, Ackermann und Stoiber zugegangen, um eine solche Veranstaltung in seinem Hause durchzusetzen. Das ehrt ihn. Vielleicht haben die Veranstalter auch von sich aus bemerkt, daß das inhaltliche Risiko einer solchen Veranstaltung in einem Stadttheater den erhoffen Distinktionsgewinn überwiegt.

    Im übrigen wäre auf die Website des Schauspielhauses zu verweisen: „Wir sind in den Theaterferien!“ Es ehrt Bochum, daß diese Zeit wohl nur dann zu überstehen ist, wenn auch mal die Laien randürfen. Professioneller Theaterdonner ist dann allerdings doch um einiges unterhaltsamer.

  17. #17 | Martina Wächterin sagt am 31. Juli 2011 um 09:51 Uhr

    Der Beitrag von crusius schafft es, alle Fakten unberücksichtig zu lassen:
    In einer Mitteilung an die Mitarbeiter des Schauspielhauses hat der Intendant Weber mitgeteilt:
    >Es war nicht die Leitung des Schauspielhauses Bochum, die Josef Ackermann zu einer Veranstaltung Mitte September nach Bochum eingeladen hat. Eingeladen wurde er durch die Hellen Medien Projekte…>
    https://www.bo-alternativ.de/2011/07/24/zukunft-mit-ackermann/
    Die WAZ schreibt:
    >Wie die WAZ aus dem Schauspielhaus erfuhr, „ist die Stadt an uns herangetreten, ob wir einen Raum für die Reihe ,Herausforderung Zukunft’ bereitstellen könnten.“ Da habe man zugesagt, „ohne zu wissen, wer da redet“.<
    https://www.derwesten.de/staedte/bochum/Wirbel-um-Lesung-mit-Ackermann-und-Stoiber-im-Schauspielhaus-Bochum-id4912542.html
    Vermutlich stimmt diese Darstellung. Der Intendant des Schauspielhauses stellt einer PR-Agentur die Bühne zur Verfügung, ohne zu wissen, wer da auftritt.
    Ich finde es ausgesprochen erfreulich, dass es Freunde des Theaters gibt, denen das nicht gleichgültig ist.
    Darf die SPD demnächst auch ihren Genossen Sarrazin ins Schauspielhaus einladen? Der war doch zuletzt auch Banker und davor SPD-Senator in Berlin?
    Jetzt ist er einer der erfolgreichsten Buchautoren der Gegenwart.
    Ob Herr Laurin und Herr Townsend dann anfangen würden, darüber nachzudenken, ob Redefreiheit wirklich bedeutet, dass jeder an jedem Ort reden darf?
    Wenn in Bochum eine Kulturszene lebt, die auch gegen den Intendanten und den Kultur-Beigeordneten der Stadt darauf besteht, dass das Theater etwas besonderes ist, dann ist das ein motivierendes Signal gegen die allgemeine kulturpolitische Verblödung.

  18. #18 | Benno sagt am 31. Juli 2011 um 10:31 Uhr

    Es ist tief beeindruckend, wie sich hier Menschen für die Redefreiheit einsetzen. Wie edel sie sind: Sie kämpfen für die Redefreiheit eines Andersdenkenden. Jemand, der unterdrückt werden soll und der Hilfe braucht.
    Und die elitären Anhänger eines anspruchsvollen Theater werden gekonnt entlarvt als Gestalten, „für die Meinungsfreiheit nur bedeutet, die eigene Meinung verbreiten zu können“.
    Laurin und Townsend sollten ihren Feldzug hier nicht stoppen, sondern endlich eine Facebook-Seite einrichten: Redefreiheit für Ackermann.

  19. #19 | Arnold Voß sagt am 31. Juli 2011 um 12:25 Uhr

    Habe ich das hier richtig verstanden? Einige Kommentatoren meinen, dass ein extrovertierter Vetreter der Kapitalismus in einem Theater nicht reden darf, weil er ein mächtiger und zugleich vermögender Funktionär des Kapitalismus ist?

    Dürfte dann auch ein Dramaturg und/oder Schriftsteller nicht aufgeführt werden, weil er/sie eine ähnliche Position vetritt? Ja darf dann überhaupt keine Position im Theater vertreten werden die mehr oder weniger radikal prokapitalistisch ist?

    Was für eine autoritäres Kultur und Kunstverständnis ist das? Was für ein Demokratieverständnis steckt dahinter? Das die jeweilige politische Mehrheit entscheidet, was wer in einem öffentlichen Theater sagen darf?

    Und alle brüllen dann noch Ackermann hinterher: Er kann doch auch woanders hingehen! Oder sein eigenes Zelt aufstellen oder sogar sich ein eigenes Thater bauen, weil er soviel Geld hat!

    Was ist das für eine kulturell erbärmliche und zugleich undemokratische Denkweise! Und was würden wir machen, wenn die medial mobilisierbare politische Mehrheit in Bochum jetzt radikal prokapitalistisch wäre und Sascha Hellen hätte Lafontaine eigeladen? Der ist übrigens im Verhältnis zu den meisten Bochumer Bürgern auch reich und mächtig. Nach dieser Argumentation dürfte der dann auch aus politischen Gründen, nur aus der entgegengetzten Richtung, nicht im Bochumer Theater reden, oder?

    Ach ja, wir leben übrigens seit längerem in einem kapitalistischen System, Leute. Das hat bislang auch in seiner demokratischen Form die überwiegende Mehrheit der Wähler hinter sich. Aber im Theater hat das System in dem wir leben, geschweige den seine exponierten Vertreter, natürlich nur als Kritikobjekt zu suchen. Könnte die Thaterbesucher doch zu sehr verwirren, wenn da jetzt auf einmal einer auftritt der es verteidigt.

    Für wie doof halten einige der Kommentatoren hier eigentlich die Menschen in Bochum und Umgebung?

    P.S. Für die die hier meinen, sie hätten jetzt einen Sieg gegen den Kapitalismus erzielt, in dem sie Ackermann von Bochum fern gehalten haben. Außerhalb von Bochum, ja sogar in Bochum selbst, bleibt das System weiterhin kapitalistisch.

  20. #20 | Tom Thelen sagt am 31. Juli 2011 um 12:44 Uhr

    @ Michael Townsend

    „Wo sind wir gelandet, wenn es einigen geschickten “Kampagneros” mit großer medialer Unterstützung (Stw. Sommerloch) gelingt, zu entscheiden, wer in der Stadt auftritt und wer nicht?
    Was für ein Demokratieverständnis steckt hinter dieser Anmaßung?“

    Lieber Herr Townsend, wer hat bitte „entschieden“, wer auftritt? Entschieden haben doch einzig, die die es können, die städtischen Hausherren, nämlich, dass Herr Ackermann eine Rede halten darf – von Diskussion in der Ankündigung keine Spur, eine „Einführung“ sollte Herr Stoiber halten. Über die „große mediale Unterstützung“ für die Gegner müssten wir uns auch noch mal unterhalten. Ich sehe da nicht, wo vom Weg einer üblichen Berichterstattung abgewichen wurde. Wo denn bitte? Etwa in der WAZ? Der Abdruck eines offenen Briefes? Eine Thematisierung auf Seite 1 mit einem Pro und Contra? Die Meinung einer Jungschauspielerin in den RN, die über Unmut im Emnsemble berichtet? „Kampagne“? Ja, wo denn?
    Und dann noch das Wort „Anmaßung“. Die Form in der Sie das hier benutzen ist schwer bedenklich. Da maßt sich jemand an, einen offenen Brief zu schreiben? (Der – so schreiben Sie ja -, sich nicht „einzumischen“ habe (als sei die Einmischung nicht immer schon das Idealbild gerade für den sozialdemokratischen Intellektuellen gewesen…). Und noch schlimmer: da maßen sich Medien an, darüber zu berichten?
    Was für ein Demokratieverständnis steckt bitte hinter dem Wort „Anmaßung“?

  21. #21 | Steff sagt am 31. Juli 2011 um 12:55 Uhr

    Ich mache mir auch Sorgen um unser System, wenn ich so etwas lese. Staatliche Bürgerrechte gelten nicht für Reiche, weil diese genug Geld haben, sie sich ihre Rechte privat zu kaufen. Reichen sind die Bürgerrechte abzuerkennen, weil? Ja, warum eigentlich. Dann nämlich, wenn sie nicht die Meinung vertreten, welche der kreischende Pöbel gern hätte. Dann irgendwann nicht nur die Reichen, sondern alle, welche bestimmten Spektren nicht genehme Meinungen vertreten und dann ist das Ziel erreicht: eine gerechte Gesellschaft im Sinne weniger. Alle, die sich eine gerechte Gesellschaft anders vorstellen, haben halt Pech gehabt. Das der Wunsch einer immer größer werdenden Gruppe zu sein und die merken nicht einmal, wie widersprüchlich sie sind. Treten auf im Namen der Gleichheit unter der Forderung, nicht jedem Bürgerrechte zu gewähren. Wie irre im Kopf muss man sein, um sich das selbst abzunehmen. Zu glauben, dass würde zueinander passen. Totaltär ist das und nichts anderes. Wir kenne das, der Zweck heiligt die Mittel und wenn es sein muss, dann gilt halt das Gleichheitsprinzip nicht mehr und bestimmte Gruppen müssen halt rechtelos werden, um das hohe Ziel zu erreichen. Echt krass, wie unverhohlen solche Forderungen hier in den Raum gestellt werden.

  22. #22 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 13:01 Uhr

    … Und alle brüllen dann noch Ackermann hinterher …

    Wer brüllt hier was, Herr Voss?

    Herr Ackermann wurde nicht aus Bochum vertrieben, ihm wurde nicht das Wort verboten … Er nach Plan einer PR-Agentur im Schauspielhaus präsentiert werden. Einige hielten das für eine tolle Idee, andere nicht. Schließlich sagte Ackermann ab.

    Und Sie brüllen nun: Diejenigen, diejenigen, die sich gegen diese Nutzung des Schauspielhauses ausgesprochen haben, hätten das nicht tun dürfen, nicht vorher und nicht nachher. Und dabei berufen Sie sich ausgerechnet auf die Meinungsfreiheit.

    Das ist schon reichlich einfältig und unverfroren, um es mal ganz milde auszudrücken.

  23. #23 | Steff sagt am 31. Juli 2011 um 13:04 Uhr

    Erst von öffentlichen Plätzen verdammen und wenn das geschafft ist, dafür zu sorgen, dass auch bei Privaten nicht mehr möglich. Immer schön ein Schritt nach dem anderen.

  24. #24 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 13:19 Uhr

    Erst von öffentlichen Plätzen verdammen und wenn das geschafft ist, dafür zu sorgen, dass auch bei Privaten nicht mehr möglich.

    Womit wir endgültig beim schieren Wahn angelangt wären.

  25. #25 | Arnold Voss sagt am 31. Juli 2011 um 14:19 Uhr

    @ Max

    Habe ich was von „vertreiben“ geschrieben, Max? Ein paar Leute haben Ackermann nur deutlich gemacht, dass er im Bochumer Theater nichts zu suchen hat. Die Meinung zu haben ist ihr gutes Recht. Ich habe hier nie etwas anderes geschrieben.

    Ich bin allerdings anderer Meinung, Max, und habe das hier mehrfach begründet. Wenn sie meine Meinung nicht teilen, versuchen sie es mal mit einem sachlichen Gegenargument anstatt mir „Einfältigkeit“ oder Steff „schieren Wahn“ vorzuwerfen.

    P.S. Der Ton macht die Musik, Max. Um es mal ganz milde auszudücken: sie sind ein aufgeblasenes Grossmaul! Eins das sich offensichtlich auch gerne selber beim Brüllen zuhört. Stehen sie dabei auch vor dem Spiegel und klopfen sich auf die Brust, Max? 😉

  26. #26 | dr_Opir sagt am 31. Juli 2011 um 14:37 Uhr

    Dass es vollkommen absurd und einfach nur megadumm ist, in der Absage dieser Veranstaltung eine Einschränkung der Ackermannschen Meinungsfreiheit zu sehen, wurde hier ja schon festgestellt.

    Was für eine Geisteshaltung ist eigentlich nötig, um auf so eine Idee zu kommen? Ich vermute: die eines totalen Vulgär-Liberalismus, die ganz reale Mechanismen und Zwänge von Staat und Kapital schlicht negiert bzw. gar nicht mehr wahrnimmt. Nur so ist doch zu erklären, dass Josef Ackermann, einer der mächtigsten und reichsten Männer Deutschlands, hier ernsthaft als Unterdrückter präsentiert wird. Anstatt die im Kapitalismus allgegenwärtige reale Unterdrückung von Menschen u.a. als Eigentumslose (und somit bloße Arbeitskraftbehälter) mal wahrzunehmen, wird ein Manager, also ein Verwalter dieses Elends, als Objekt der Unterdrückung irgendwelcher linker Kommunalpolitiker imaginiert. Lustig, dass derjenige, der unter derartigen Halluzinationen leidet, andere noch als „intellektuelle Untote“ beleidigt.

    Für derartige Nicht-Denker gilt es dann nur noch, die zahlreichen bürgerlichen Grundrechte, die immer nur garantieren, dass jemand etwas DARF, ungeachtet dessen, ob er das auch kann oder ob es irgendwelche Folgen hat, zu verteidigen. Das ist ihr einziges politisches Programm, und es ist völlig blind gegenüber den Lebensumständen der Menschen, die diese Freiheiten haben. Ganz schön arm.

  27. #27 | Stefan Laurin sagt am 31. Juli 2011 um 14:39 Uhr

    @dr_opier: Ackermann ist nicht einer der reichsten Männer Deutschlands. Er ist nur ein wirklich sehr gut verdienender Angestellter.

  28. #28 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 14:39 Uhr

    Die Meinung zu haben ist ihr gutes Recht. Ich habe hier nie etwas anderes geschrieben.

    Nein? Was ist denn der Inhalt Ihres Kommentars und des Artikels von Herrn Laurin?

    Sie sind es doch, die eine Diskussion über den geplanten Ackermann-Auftritt für illegitim erklären, weil damit die Meinungsfreiheit eingeschränkt würde, die nur dann gewährleistet wäre, wenn Ackermann ohne Wenn und Aber sich im Schauspielhaus hätte präsentieren dürfen.

    Und wenn Steff sich dann schon auf dem Weg in die Diktatur wähnt, weil Ackermann von sich aus abgesagt hat (!), dann ist das zweifellos nichts anderes als kontrafaktischer Wahn.

    Der Ton macht die Musik

    Bei Ihnen war und ist leider nur Ton, ohne Musik:

    Was ist das für eine kulturell erbärmliche und zugleich undemokratische Denkweise! …

    sie sind ein aufgeblasenes Grossmaul!

    (…)

  29. #29 | Arnold Voss sagt am 31. Juli 2011 um 14:55 Uhr

    @ Max

    Ich habe die Diskussion nicht für illegitim erklärt, sondern das politische Ergebnis dieser Diskussion kritisiert. Ich habe obendrein die Meinung, dass Ackermann deswegen nicht im Schauspielhaus reden darf, schlicht weil er eine andere politische und gesellschaftliche Position vertritt als seine Kritiker, als „kulturell erbärmlich und zugleich undemokratisch“ bezeichnet

    Ich habe die von mir verwendeten und von ihnen hier kritisierten Eigenschaftsworte erbärmlich und undemokratisch ausführlich begründet, Max, und verweise dazu auch noch mal auf meine Argumente und Auslassungen in der diesbezüglichen Diskussion hier bevor Ackermann abgesagt hat. https://www.ruhrbarone.de/ackermann-stoiber-und-ein-pr-unternehmen/

    Genau zu dieser inhaltlichen und argumentativen Seite meines Urteils haben sie sich bisher hier nicht geäußert, Max, sondern einfach nur platt draufgehauen. Wer so auf meine Auslassungen reagiert muss sich nicht wundern, dass ich bei Gelegenheit zurückkeile. Nochmal, Max, bislang agieren sie für mich großmäulig.

    Sie können das jetzt ändern, oder sie lassen es. Aber dann können sie keine Antwort mehr von mir erwarten. Sorry.

  30. #30 | crusius sagt am 31. Juli 2011 um 15:06 Uhr

    @17

    Danke für die zusätzlichen Informationen. So oder so ähnlich hatte ich es mir allerdings auch schon gedacht. Daß es sich um eine privat organisierte Veranstaltung handelt, schließt ja nicht aus, daß seitens der Bochumer Lokalpolitik ein Interesse vorhanden ist, bei ihrer Durchführung behilflich zu sein. Und ein kluger Intendant wird seinerseits jenen einen Gefallen nicht ohne weiteres abschlagen, die über die Höhe seines nächsten Etats zu entscheiden haben. Das aber kann, wie jede Interaktion zwischen Kultur und Politik, immer auch nach hinten losgehen. In der Bewertung, daß es sich hier nicht um einen Anschlag auf die Meinungsfreiheit handelt, scheinen wir uns ja immerhin einig zu sein. Daß die Beteiligten insgesamt sehr ungeschickt agiert haben, steht auch außer Frage.

    Vielleicht kann Herr Weber ja ein Format entwickeln, innerhalb dessen Herrn Ackermann nicht bloß ein Podium zur Selbstdarstellung geboten wird, sondern in dem die Fragen, die Kunst und Künstler an „das Kapital“ zu stellen hätten, zum Gegenstand gemacht werden. Sofern nämlich nicht bloß Phrasen, sondern Erkenntnisgewinne (oder zumindest eine zünftige Polemik) zu erwarten stehen, ist in meinen Augen natürlich auch ein Banker im Theater jederzeit willkommen.

  31. #31 | allemachtdendrähten sagt am 31. Juli 2011 um 15:14 Uhr

    Nur der Ordnung halber, wer hat eigentlich die Menschen gefragt, die das Schauspielhaus mit ihren paar Kröten subventionieren. ich wohne nicht in Bochum , meine Rente liegt unter 900 Euro, also bin ich weder ein Kapitalist noch ein Ackermann Verwandter, aber trotzdem noch einmal die Frage:Wer entscheidet über die Freiheit der Rede und über Teilnahme oder Nichteilnahme . Im übrigen der Satz: „Ralf Feldmann, Mitglied in der Linkspartei, die, als sie an der Macht war, vor allem durch Unterdrückung und Misswirtschaft auf sich aufmerksam machte, also der Satz gilt sicherlich für die gesamte führende Kamarilla der Linken in NRW. Siehe auch das Thema Schwabedissen und Dierkes.

  32. #32 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 15:16 Uhr

    Herr Voss,

    Ich habe obendrein die Meinung, dass Ackermann deswegen nicht im Schauspielhaus reden darf … Genau dazu haben sie sich bisher hier nicht geäußert …

    Ich habe mich ausschließlich genau dazu geäußert und Ihnen schon mehrfach gesagt, dass niemand Herrn Ackermann ein Redeverbot erteilt hat, was Sie wieder und wieder unterstellen, sondern dass er es vorgezogen hat, nicht an der geplanten Veranstaltung der PR-Agentur teilzunehmen.

    Ich kann aus Ihren Äußerungen nicht erkennen, worüber Sie, Herr Laurin und andere sich eigentlich empören, außer darüber, dass nicht alle von der Idee begeistert waren, den Bankmanager im Schauspielhaus auftreten zu lassen.

    Seltsamerweise erblickten Sie in einer kontroversen Diskussion eine Gefahr für die Meinungsfreiheit und wissen jetzt wohl selber nicht mehr, wie Sie das noch irgendwie zurechtbiegen könnten.

  33. #33 | Arnold Voss sagt am 31. Juli 2011 um 15:52 Uhr

    Max, danke das sie ihren Ton gemäßigt haben. Aber sie haben in ihrem Zitat genau die wichtige Zwischensätze gekürzt bzw. wegfallen lassen um nicht auf meine Argumente eingehen zu müssen. O.K. Also nochmal in aller Kürze und zum mitschreiben, Max:

    1. Einen Bankmanager nur deswegen nicht in einem Schauspielhaus reden zu lassen weil er ein Bankmanager ist, ist eine autoritäres Verständnis von Kunst und Kultur.
    2. Wenn Jemand auf Grund seines Berufes und seiner damit verbundenen gesellschaftlichen Position in einem öffentlichen! Haus nicht reden darf, ist das eine Redeverbot par excellence.
    3. Wenn sich ein solches Redeverbot durchsetzt ist das undemokratisch.

    Ansonsten, Max, führen wir hier beide und andere genau bei den von ihnen sogenannten „crazy“ Ruhrbaronen jetzt gerade eine kontroverse Diskussion an der sie bislang inhaltlich uneingeschränkt teilgenommen haben. Wir Ruhrbarone sehen also mitnichten in einer kontroversen Diskussion eine Gefahr. Der einzige der sich hier also was zurechtbiegt sind bislang sie.

    Wenn wir alle hier allerdings auch ihrer und anderer Leute Meinung wären, dass bestimmte Leute schon wegen ihrer gesellschaftlichen Position und Meinung nicht überall reden dürfen, dann wäre es für uns ein leichtes gewesen, sie hier einfach vom Hof zu schicken, Max.

    Nach dem Motto: Der Max kann sich doch einfach seinen eigenen Blog aufmachen und uns hier nicht weiter nerven. Aber wir haben hier ein paar Prinzipien, und genau um die gehts auch bei der Diskussion um den Fall Ackermann, Max.

  34. #34 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 16:23 Uhr

    1. Ein Bankmanager nur deswegen nicht in einem Schauspielhaus reden zu lassen weil er ein Bankmanager ist, ist eine autoritäres Verständnis von Kunst und Kultur.

    Nein, an kann sehr wohl der Meinung sein, dass es eine Zweckentfremdung des Theaters wäre, egal, ob es ein Bankmanager, ein Religionsstifter oder sonst wer ist. Und es ist generell in Ordnung, diese Ansicht auch zu artikulieren, auch wenn Herr Laurin und Sie dann Tobsuchtsanfälle bekommen.

    2. Wenn Jemand auf Grund seines Berufes und seiner damit verbundenen gesellschaftlichen Position in einem öffentlichen! Haus nicht reden darf, ist das eine Redeverbot par excellence.

    Herr Voss, auch wenn Sie es noch zehnmal behaupten, bleibt es falsch. Herrn Ackermann wurde nicht wie Herrn Ziegler in Salzburg abgesagt, sondern er hat sich selber dazu entschieden, nicht teilzunehmen. Hat er sich also selber ein „Redeverbot par excellence“ auferlegt?

    3. Wenn sich ein solches Redeverbot durchsetzt ist das undemokratisch.

    Wenn es ein solches Redeverbot nicht nur in ihrer Phantasie gäbe, wäre das richtig.

    Wir Ruhrbarone sehen also mitnichten in einer kontroversen Diskussion eine Gefahr.

    In Laurins Artikel und Ihren Kommentaren kann ja jeder lesen, welche Auffassung sie vertreten haben.

    Wenn wir alle hier allerdings auch ihrer Meinung wären, dass bestimmte Leute schon wegen ihrer gesellschaftlichen Position und Meinung nicht überall reden dürfen,

    Dass ich ganz und gar nicht dieser Auffassung bin, davon kann sich anhand meiner Kommentare ebenso jeder überzeugen.

    Aber wir haben hier ein paar Prinzipien, und genau um die gehts auch bei der Diskussion um den Fall Ackermann, Max.

    Richtig, darumgeht es mir, denn das Prinzip der freien Meinungsäußerung ist bei Ihnen zu einer agitatorischen Parole verkommen, mit der Sie die Sachverhalte auf den Kopf stellten,wie es Ihnen beliebt.

    Noch einmal:

    Worüber empören Sie sich denn, wenn nicht darüber, dass einige sich gegen den Ackermann-Auftritt ausgesprochen haben? Hätten die das gar nicht tun dürfen? Oder nur anders begründet? Und wenn es nur um’s Ergebnis ginge, wie Sie später vorbrachten, wäre dann nicht Ackermann selber der korrekte Adressat Ihres Ärgers, nach dem Motto, nicht kneifen, sondern Victory-Geste im Schauspielhaus?

  35. #35 | Arnold Voss sagt am 31. Juli 2011 um 16:58 Uhr

    @ Max

    Es geht hier nicht darum ob Ackermann am Ende abgsagt hat oder nicht, Max. Sie sind froh darüber, das wissen wir jetzt alle. Es geht aber um i h r e Begründung für i h r e Meinung, Max.

    Ich zitiere sie nocheinmal selbst:

    „Ich kann aus Ihren Äußerungen nicht erkennen, worüber Sie, Herr Laurin und andere sich eigentlich empören, außer darüber, dass nicht alle von der Idee begeistert waren, den Bankmanager im Schauspielhaus auftreten zu lassen.“

    Nochmal kürzer „…dass nicht alle von der Idee begeistert waren, den Bankmanager im Schauspielhaus auftreten zu lassen.“

    Es geht nicht darum ob Jemand begeistert ist ob Jemand in einem Schauspielhaus redet oder nicht, Max. Das öffentliche Rederecht hat nämlich mit ihrer oder meiner oder jemanden anderes Begeisterung oder Nichtbegeisterung nichts zu tun. Es ist einfach nur ein demokratisches Prinzip. Ackermann wollte ja nicht Intendant werden, sondern eine PR Agentur hatte ihn eingeladen dort nicht mehr und nicht weniger als eben eine R e d e zu halten.

    Selbst Ackermann als Person ist für meine Argumentation also irrelevant. Sie erinnern sich vielleicht an mein Gegenbeispiel Lafontaine in meinem Comment Nr. 19. bei dem es mir auch nicht um die spezielle Person sondern um die Erklärung eines Prinzips ging.

    Sie wollen nicht verstehen, Max. Sie sind hier der Agitator und bei i h n e n ist die Meinungsfreiheit zur Parole verkommen. Das wiederum sehen sie natürlich nicht so. Lassen wir es dabei. Wir kommen da nicht zueinander und das muss in einer kontroversen Diskussion ja auch nicht so sein.

    Ach ja, wollte ich noch los werden, Max:

  36. #36 | Michael Townsend sagt am 31. Juli 2011 um 17:50 Uhr

    Ich wollte für mich eigentlich das Thema beenden, aber muss offensichtlich noch ein Missverständnis beseitigen:

    Wenn Tom Thelen mich konkret fragt: „Was für ein Demokratieverständnis steckt bitte hinter dem Wort „Anmaßung?“, bleibe ich dabei, dass Herr Steckel, der ja nicht als Bürger XY seinen Brief geschrieben hat, und seine Legitimation, offensichtlich mangels anderer Podien, ausschließlich aus seinem längst vergangenen Beschäftigungsverhältnis bezieht, sich -bereits zum zweiten mal- „anmaßt“, seinem früheren Arbeitgeber vorschreiben zu wollen, wer in der Stadt wo liest und wer und wo nicht.

    Die Absurdität dieses Vorgehens wird deutlich, wenn man sich vorstellt, dass alle frühere Oberbürgermeister, Bürgermeister und Dezernenten der Stadt, denen Sie ja sicher eine ähnlich exponierte Position zugestehen werden, sich laufend mit Ratschlägen und Aufrufen zu tagesaktuellen Fragen in der Öffentlichkeit meldeten.

    Außerdem stehe ich mit meiner Grundsatzposition ja offensichtlich nicht allein, wie nicht nur die Positionierung S. Laurins, sondern auch der Blog bei der sicher von Ihnen auch nicht als inkompetent betrachteten „Nachtkritik“ von Esther Slevogt (Link bei mir in Facebook), der Beitrag von Korten und Jazzlounge.de (Link ebenda) oder der aktuelle Kommentar von Martina Schürmann in Ihrem eigenen Blatt belegen.

    Nichts für ungut, aber in dieser Frage kommen wir sicher nicht zusammen.

  37. #37 | Steff sagt am 31. Juli 2011 um 18:03 Uhr

    @Max

    „Nein, an kann sehr wohl der Meinung sein, dass es eine Zweckentfremdung des Theaters wäre, egal, ob es ein Bankmanager, ein Religionsstifter oder sonst wer ist. Und es ist generell in Ordnung, diese Ansicht auch zu artikulieren, auch wenn Herr Laurin und Sie dann Tobsuchtsanfälle bekommen.“

    Dieser Meinung könnte man in der Tat sein ohne undemokratisch zu sein. In dem Schreiben des Ex-Intendanten sagt er nur nichts davon, dass er grundsätzlich nicht ein Theater zweckentfremdet sehen will, sondern dass Ackermann und eigentlich auch Stoiber nicht auf seine Bühne gelassen würden und fordert dazu auf, gegen Ackermanns Teilnahme zu protestieren. Nicht gegen die Zweckenfremdung einer Bühne ist, sondern gegen Ackermann auf einer Bühne.

    Ihr Post #15

    „Wenn nicht alle bedingungslos akklamieren, kommt seine Majestät nicht und das ist dann ein Verbrechen derjenigen, die es wagen, Einwände zu formulieren?

    Meinungsfreiheit ist es, die Fresse zu halten?“

    Meinungsfreiheit heißt, jeden reden zu lassen, auch wenn wir seine Ansichten nicht passen.

    Ihr Post #28:

    „Sie sind es doch, die eine Diskussion über den geplanten Ackermann-Auftritt für illegitim erklären, weil damit die Meinungsfreiheit eingeschränkt würde, die nur dann gewährleistet wäre, wenn Ackermann ohne Wenn und Aber sich im Schauspielhaus hätte präsentieren dürfen.“

    Ja, es sei denn, es ginge wirklich darum, keinem die Bühne zur Verfügung zu Stellen für eine Zweckentfremdung. Nur einer Richtung die Bühne versagen zu wollen, ist totalitär.

    „Und wenn Steff sich dann schon auf dem Weg in die Diktatur wähnt, weil Ackermann von sich aus abgesagt hat (!), dann ist das zweifellos nichts anderes als kontrafaktischer Wahn.“

    Ich habe nicht gesagt, dass wir auf einem Wege in die Diktatur sind. Ich habe nur festgestellt, dass die Gruppe derer, die wie Sie bestimmten Gruppen nicht alle Rechte zubilligen wollen, zunimmt. Und anhand der Kommentare hier, muss ja leider feststellen, die Menschen sind sich nicht einmal bewusst darüber, wie antidemokratisch sie agieren, indem sie dann noch mit Begründungen kommen, das sei kein Problem, weil die können sich ja ihre Rechte kaufen. Also muss der Staat sie nicht gewährleisten. Und wer so denkt, unternimmt im nächsten Schritt auch die Versagung der Rechte im Privaten. Gedanklich passt da nicht einmal mehr ein Stück Papier zwsichen.

  38. #38 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 18:09 Uhr

    Sie wollen nicht verstehen.

    Doch, Herr Voss: Ich verneige mich in tiefer Bewunderung vor der intellektuellen Pracht ihrer Argumentationskunst und vergieße gleich noch ein paar Tränen, weil die Deutsche Bank und ihr Repräsentant von ein paar linken Schurken mit einem heimtückischen Redeverbot für das Bochumer Schauspielhaus brutal entmachtet und mundtot gemacht wurden. Ein kleiner Trost bleibt das heroische Engagement der Ruhrbarone und treuer Verbündeter, deren messerscharfe Gesellschaftsanalysen uns vor Augen führen, dass wir in längst einer totalitären Diktatur von abgehalfterten Theaterintendanten und extremistischen Kommunalpolitikern leben. Danke Ruhrbarone!

  39. #39 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 18:55 Uhr

    q Steff

    In dem Schreiben des Ex-Intendanten sagt er nur nichts davon, dass er grundsätzlich nicht ein Theater zweckentfremdet sehen will, sondern dass Ackermann und eigentlich auch Stoiber nicht auf seine Bühne gelassen würden und fordert dazu auf, gegen Ackermanns Teilnahme zu protestieren.

    Ja meinetwegen. Und? Das kann man vielleicht für blödsinnig halten, aber seit wann Ist ein Demonstrationsaufruf undemokratisch?

    Nur einer Richtung die Bühne versagen zu wollen, ist totalitär.

    Das wäre parteiisch, nicht totalitär. Tummeln sich denn da sonst auf der Bochumer Bühne andauernd die Mitglieder der Linkspartei und der Arbeitslosenverbände?

    Ich habe nur festgestellt, dass die Gruppe derer, die wie Sie bestimmten Gruppen nicht alle Rechte zubilligen wollen, zunimmt.

    Aha, und wer hat in diesem Fall wem welches Recht versagt?

    Gedanklich passt da nicht einmal mehr ein Stück Papier zwsichen.

    Gedanklich sind Sie fernab der Realität.

  40. #40 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 19:00 Uhr

    PS

    Ich habe nur festgestellt, dass die Gruppe derer, die wie Sie bestimmten Gruppen nicht alle Rechte zubilligen wollen, zunimmt.

    Das „wie Sie“ hatte ich überlesen.

    Wie kommen Sie zu dieser dummdreisten Unterstellung?

  41. #41 | Steff sagt am 31. Juli 2011 um 19:08 Uhr

    „Wie kommen Sie zu dieser dummdreisten Unterstellung?“

    Lesen Sie mal selbst, was Sie hier schreiben. Dann wissen Sie wie ich darauf komme.

  42. #42 | Hans Czinzoll sagt am 31. Juli 2011 um 19:17 Uhr

    @Max
    Dieses Genöle aus einer nicht haltbaren Position heraus nervt.

  43. #43 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 19:41 Uhr

    @ Steff

    Dann wissen Sie wie ich darauf komme.

    Indem Sie in Ihrem Wahn meine Aussagen ins Gegenteil verkehren. Anders ist es nicht möglich.

    @ Hans Czinzoll

    Dieses Genöle aus einer nicht haltbaren Position heraus nervt.

    Ich weiß nicht, worauf sich das bezieht, und finde meinerseits inhaltsfreie Stellungnahmen wie Ihre sinnlos und störend.

  44. #44 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 20:05 Uhr

    Dem ehrenwerten Steff:

    Ich habe Ackermanns Absage weder begrüßt noch verurteilt. Ich habe für niemanden Partei ergriffen als für die freie Meinungsäußerung. Die steht eben auch denen zu, die Ackermann nicht im Schauspielhaus sehen wollten. Und genau das ist es, was Sie, Steff, und andere hier mit teils brachialen Methoden gerade nicht akzeptieren wollen.

    Das ist für jeden schwarz auf weiß oben zu verifizieren und damit fallen Ihre dreisten und bösartigen Unterstellungen und Lügen knüppeldick auf Sie zurück.

  45. #45 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 22:30 Uhr

    Auweia, die Ruhrbarone haben sich dem totalitären Druck gebeugt:

    https://www.ruhrbarone.de/die-gunst-der-freien-rede-alle-buehnen-den-bankern/

    😉

  46. #46 | Steff sagt am 31. Juli 2011 um 23:29 Uhr

    @max selbstverstaendlich koennen die protester ihre meinung ueber ackermann kundtund. Diskussion ist demokratie. Die protestler wollen aber, dass ackermann gar nicht auftreten kann. – so wie Sie auch. Und das ist das unterbinden anderer meinungen. Und dass Sie das als fuer freie meinungsausserung einordnen, ist nur das, was Sie in all ihren beitraegen bereits kund taten. Freie meingsausserung bedeutet fuer Sie das recht zu haben, anderen die meinungsausserung verwehren zu duerfen, wenn ihnen die meinung nicht passt.

  47. #47 | Max sagt am 31. Juli 2011 um 23:53 Uhr

    ist nur das, was Sie in all ihren beitraegen bereits kund taten.

    Ah ja. Könnten Sie freundlicherweise wenigstens kurz einen dieser Beiträge lokalisieren? Ich finde leider nur gegenteilige Aussagen von mir. Ich fürchte, die anderen Leser auch. Kommen Sie Steff, helfen Sie uns, verraten Sie, wo Sie meine geheimen Botschaften aufgespürt haben.

    😀

  48. #48 | Helmut Junge sagt am 31. Juli 2011 um 23:53 Uhr

    Ich will das alles mal mit Fußball vergleichen.
    Und da sieht die Sache für mich so aus.
    global player Ackermann wird, obwohl ohne Ballbesitz,
    in der eigenen Hälfte gefoult.
    Der Foulspieler bekommt eine gelbe Karte, und das Spiel läuft weiter.
    Der Spielerkollege Ackermanns, der wirklich im Ballbesitz ist, schießt in der Phase Verwirrung das entscheidende Tor.
    Hat er Recht gehabt? War Ackermann wirklich gefährlich?
    Hirnmasse, Hirnmasse.

  49. #49 | Helmut Junge sagt am 1. August 2011 um 00:02 Uhr

    Das „hat er Recht gehabt“, bezieht sich natürlich auf den Spieler, der ohne Not, einen Gegenspieler, der nicht mal im Ballbesitz ist, in dessen Spielhälte foult.

  50. #50 | Stefan Laurin sagt am 1. August 2011 um 07:42 Uhr

    @Max: Warum Ihre Kommentare gelöscht werden? Weil Ihr Ton uns zu aggressiv ist. Das können Sie gerne speichern und veröffentlichen – vielleicht hält es Leute andere ab, Ihrem Stil zu folgen. Dann müssen wir weniger Kommentare löschen. Und wie üblich: Wir diskutieren nicht darüber, warum wir was löschen. Kommentare zu dem Thema werden, wie immer, weder freigeschaltet noch beantwortet.

  51. #51 | Max sagt am 1. August 2011 um 07:48 Uhr

    Sehr überzeugend, Herr Laurin, zumal angesichts Ihrer verehrten (Vom Admin editiert) Miss Switzerland.

  52. #52 | Stefan Laurin sagt am 1. August 2011 um 07:52 Uhr

    @Max: Geht doch 🙂

  53. #53 | Max sagt am 1. August 2011 um 08:41 Uhr

    😀

  54. #54 | Arnold Voß sagt am 1. August 2011 um 10:05 Uhr

    @ Stefan Laurin

    Max hätte sich gut als Richter unter Stalin gemacht. Spezialgebiet Schauprozesse.

  55. #55 | Stefan Laurin sagt am 1. August 2011 um 10:10 Uhr

    @Arnold: Ich glaube es wären eher Schaumprozesse geworden 🙂

  56. #56 | Arnold Voß sagt am 1. August 2011 um 10:19 Uhr

    Es ist die Kombination aus Aggressivität und Feigheit die mich bei solchen Leuten nervt, Stefan. Wer so ein großes Maul hat, sollte den Mut haben, unter seinem richtigen bzw. vollen Namen zu schreiben.

  57. #57 | Steff sagt am 1. August 2011 um 11:18 Uhr

    Ich sagte schon oben etwas dazu, ich beobachte seit jahren eine zunehmende radikisierung. In den 90igern,als ich studierte, erlebte ich das zum ersten male bei gruppen im Studierenden Parlament. Das waren wenige, die voellig isoliert u nur unter sich waren. Mittlerweile ist das weit verbreitet und gesellschaftsfaehig.aus diesem linken lager kommt auch immer gewalt. Rechtsexttemisten mal unberuecksichtigt lassend, Befuerchte ich, dass auch unter den rechtspopulisten, auch als reaktion darauf, aus der Ecke auch immer radikalisiering kommen wird. Kapitalisten, liberal, sozialdemokratische und konservative werden da nicht mitmachen u sich VHF zurueck ziehen, so dass immer demarkation fuer ihr dinge die stimme erheben werden, denn in ihren parteien werden Sie auch nicht vertreten bzw fuehlen sich nicht mehr vertreten. Das ist keine gute entwicklung fuer unsere demokratie hier. Es koennte auch der ankereffekt auftren durch norwegen, dass extrem nun eine andere dimension bekommen hat und die rechtspopulisten als doch irgenwie mitte zuwachs bekommen und damit dann ein stueck weit weniger bedarf zur radikalisiering besteht, weil auch anders dann politisch einfluss genommen werden kann. Was dann Das geringere uebel waere, weiss ich
    Nicht. Aber die koordoinaten haben sich unuebersehnar verschobem in den letzten jahren.

  58. #58 | Steff sagt am 1. August 2011 um 11:24 Uhr

    Doofes I-phon hat Mir alle mehr und zumindest ein weniger ebenfalls einfa h geloescht u dann noch andere ungewollte einmischungen unternommen. Wenn es nicht verstaendlich ist, schreibe Ich ihn bei interesse noch mal neu

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