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Alltagssplitter (5): Reliquien und Relikte

Religiöser Pomp und crossmediale Circumstances nerven mal wieder.
Die Katholiken zum Beispiel treibt es TV-unterstützt zur Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier, wo sie gemeinsam eine Tunika anbeten, die vermeintlich Fragmente der Unterwäsche Jesu enthalten soll. Doch nicht einmal das wirkliche Alter der Tunika kennt bis heute irgendjemand und die DNA Jesu ist daran auch nicht nachgewiesen. Jenes Stück Stoff könnte also durchaus auch das auf der Haut getragene Leibchen eines/einer ganz anderen sein.
Vor so obskurer Wäsche niederzuknien, das kannte ich als Laie bisher nur aus der klinischen Psychologie oder dem Fetisch-Bereich. Irrungen, Wirrungen, o.k., jeder hat halt seine Vorlieben.

Das Verb ‚lesen‘ duldet keinen Imperativ (Daniel Pennac)
Die Salafisten stehen in diesen Tagen mit Gratis-Koran auf den Straßen und fordern mit vorgehaltenem Druck-Werk und in Großbuchstaben: „LIES! IM NAMEN DEINES HERRN, DER DICH ERSCHAFFEN HAT!“
Mal zur Klarstellung: Mich hat kein „Herr“ erschaffen“ Mein Vater war eher ein schlichtes Gemüt, ein guter, ein einfacher Mann. Und bei meiner Erschaffung war – verbürgt –  auch Mutter zugegen. Diese beiden wiederum, so viel sollte man schon wissen, sind das mir freundlich gesonnene Ergebnis eines evolutionären Prozesses, von dem nur Evangelikale glauben, er hätte vor 6.000 Jahren begonnen. (Viel zu wenig Zeit übrigens, um so etwas wie mich auch nur ansatzweise hinzukriegen.)

Pro NRW ruft Mobilmachung aus! Lieber Religionenkrieg als argumentative Religionenkritik
Der Abgrund ruft den Abgrund. Statt islamistischen Fundamentalisten mit Religionenkritik, Gesetzen, der Forderung nach einer strikteren Trennung von Staat und Religionen oder gar etwas unheilig-satirischem Geist zu begegnen, rief PRO NRW zur Mobilmachung auf: „Gelsenkirchen: PRO NRW macht gegen salafistische Provokation vor der Veltins Arena mobil!
Mobilmachung, das meint laut Wikipedia „die Vorbereitung der Streitkräfte eines Staates auf den Einsatz, meist für einen Krieg. Die bestehenden aktiven und teilaktiven Truppenteile werden (…) in die Lage versetzt, ihre Friedensstandorte zu verlassen, um im Felde beweglich, sprich mobil, Kampfhandlungen ausführen zu können. Bisher nichtaktive Truppenteile wie z.B. für den Nachschub werden neu aufgestellt. Man unterscheidet Teilmobilmachung und Generalmobilmachung.“
Es wundert mich nicht, dass meine muslimischen Freundinnen und Freunde sich fürchten vor solchen tumben Instrumentalisierern bewusst-hysterischer Islamophobie, Leuten also, die friedliche Streitgespräche zwischen Gläubigen aller Religionen untereinander oder gar mit selbstbewussten Humanisten gerne verhindern würden.

Schon wieder Schellemännekes
Neulich schellte es. Zwei adrette, geradezu unanständig gepflegte Jungs der Mormonen (Elder Joshua und Elder Kevin) standen vor der Haustür und auch sie wollten mich um meinen Verstand bringen. „Hallo, nur mal kurz“, spulte Elder Kevin ab, „wir wollen heute gern mit Menschen wie Ihnen über Gott sprechen.“
Wenn mich jetzt noch brave Evangelische auffordern sollten, mehr von ihrem Guru Luther zu lesen (der 1543 auch „Von den Jüden und iren Lügen“ geschrieben hat), dann bitte ich um Polizeischutz. Welche Telefonnummer hat der Notruf zurzeit?
Freiheit für die Religionen? Immer. Aber Freiheit von den Religionen ist doch auch noch möglich, oder habe ich da was verpasst?
Meine Sympathie für die liberalen Vertreter jüdischer Religion beginnt allein schon deshalb zu wachsen, weil sie tatsächlich noch nie versucht haben, mich zu missionieren. Leben und leben lassen, glauben oder denken lassen, auch die Heidenkinder, bitte!

Wundertütenkleber
Ich bin ein solches o.g. Heidenkind, das angesichts des Universums (und seiner vermuteten Parallelkollegen) vor Staunen möglichst sanft den Kopf schüttelt und sich irgendwie freut oder gelegentlich fürchtet. Die komplexen Fragen, die sich mir angesichts dieses urknalligem Etwas  mit dem Wissen von heute stellen, kann keine der menschengemachten Hirten- und Wüstenvölker-Religionen von anno dunnemals auch nur ansatzweise beantworten. Sicherheitshalber predigen die mir deshalb, ich solle mir bloß kein Bildnis all ihrer Götter machen, damit sie ihre eigenen Ikonenmalereien als einzig seligmachenden Stoff auf den nervösen Globalglaubensmärkten verscherbeln können.
Wo aber Religionen einst als menschliche Erzählungen wenigstens noch menschlicher Ausdruck großer Hilflosigkeit waren, werden viele Kirchen und Sekten heute zu Drückerkolonnen abgehalfteter Wahrheiten aus der Kindergartenzeit der Menschheit. Neuerdings dröhnt es weltweit aus 21 Fernsehsendern, von Radio Santec über Bibel TV, Vatikanisches Fernsehzentrum bis zu Muslimic Television und God TV. Von all den religiösen Werbe-Events der Öffentlich-Rechtlichen mal ganz abgesehen.
Kein Wunder, dass so viele Menschen Stimmen hören.
Für einige von Ihnen habe ich da einen Tipp:

Zum Beispiel: DU!
Berufsberatung in Filialkirche mit Stehcafé – danach Messe
Menschen (…) können (…) das Gefühl haben, dass mehr in einem steckt, dass man den Glauben mit seinen Mitmenschen teilen möchte.
Wem es so geht, der ist eingeladen zum ‚49. Weltgebetstag für Geistliche Berufe‘ am Sonntag, 29. April. Unter dem Motto ‚Zum Beispiel: DU!‘ können sich Interessierte zwischen 16 und 40 Jahren an diesem Tag näher über Ausbildungen und Dienste im Bereich der kirchlichen und geistlichen Berufe informieren. Vertreter verschiedener Berufsgruppen, Ordenshäuser und Säkularinstitute stehen für Gespräche und Beratungen bereit und informieren über Voraussetzungen, Berufsbilder und berufliche Chancen.
Der Begegnungsnachmittag beginnt um 15.00 Uhr in der Filialkirche Heilig-Geist, Dinnendahls Höhe 2, 45470 Mülheim, mit einem Stehcafé. Anschließend gibt es Workshops zu den einzelnen Berufen. Zum Abschluss (…) um 18.00 Uhr die Heilige Messe (…). (jsb)“

Nix wie hin?
Ich allerdings bin dann mal weg.

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16 Kommentare zu “Alltagssplitter (5): Reliquien und Relikte

  • #1
    Andreas

    „… und die DNA Jesu ist daran auch nicht nachgewiesen …“

    … und vor meinem geistigen Auge entsteht Steven Spielbergs neuer SciFi-Horror- und Abenteuerfilm:

    „Jesus Park“

    Der Blockbuster nach „Jurassic Park“:

    „Eccentric billionaire John Hammond (Richard Attenborough), CEO of InGen, has recently created Jurassic Park: a theme park populated with dinosaurs cloned from the DNA extracted from insects preserved in prehistoric amber“

    Das kann man doch auch mit Reliquien, oder? Und, Gerd, ich bin sicher, dass du dann auch „niederkniest“ …

  • #2
    Arnold Voß

    Ich hatte da auch so ein Erlebnis, Gerd:

    http://www.ruhrbarone.de/begegnung-mit-gott/

  • #3
    mir

    Ihrem Recht gottlos sein und bleiben kann wohl nichts entgegnet werden, Herr Herholz. Deshalb nur crossmediales Schweigen.

  • #4
    Mir

    Ich widerrufe mein Gesagtes: Ich möchte doch nicht
    Schweigen.
    Ihre Religionskritik teile ich zwar mit jedem Satz.
    Nur, Menschen die rein rational das Sein erklären sind mir suspekt. Ich
    bin Gottlos, sehr fern von Esoterik oder Ähnlichem. Dieser Personenkult
    um Rudolf Steiner finde ich sogar faschistisch, um mal etwas zu nennen.
    Ich sehe es eher wie bei den Surrealisten. Es gibt eine Transzendenz von
    Dingen und Menschen. Ich bin mir sicher sie kennen das in der Poesie. Es
    gilt nur das zu erkennen. Man kann das nicht mal erklären. Man fühlt es
    oder nicht.

  • #5
  • #6
    Andreas Lichte

    @ mir & Gerd

    Religion inspiriert („inspirieren“: da ist er, der „Geist“) sogar Atheisten:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_1._Evangelium_–_Matthäus#Hintergrund

    »In dem in Schwarz-Weiß gedrehten Film [„Das 1. Evangelium – Matthäus“ – „Il Vangelo secondo Matteo“] zeichnet Pasolini das Leben des Jesus von Nazaret, wortgetreu auf dem Matthäus-Evangelium der Bibel basierend nach.

    Er stellt Jesus, anders als dies in zahlreichen zeitgenössischen vergleichbaren Werken geschah, als realistische und menschliche Figur dar. Das Werk überrascht durch die kompromisslose Umsetzung der biblischen Vorlage, ohne zusätzlich erdachte Personen, Handlungsstränge oder Dialoge, die nicht in der Bibel überliefert sind.

    Angesichts Pasolinis Homosexualität und seiner kommunistischen und atheistischen Überzeugungen hat dies sowohl in katholischen wie in linken Kreisen Verwunderung hervorgerufen.

    Er selbst sagte in einem Interview: “Das Evangelium stellte mich vor folgendes Problem: Ich konnte es nicht wie eine klassische Geschichte erzählen, weil ich nicht glaube, sondern Atheist bin. (…) Um das Evangelium erzählen zu können, musste ich mich daher in die Seele eines Gläubigen versenken. Das ist die indirekte freie Rede (”le discours indirect libre”): einerseits ist die Handlung durch meine eigenen Augen gesehen, andererseits durch die Augen eines Gläubigen.”«

  • #7
    Andreas Lichte

    @ mir & Gerd

    Pasolini war aber auch ein scharfer Kritiker von Religion und Kirche.

    Mein Lieblingsfilm von Pasolini „La Ricotta“ wurde verboten:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Weichkäse#Skandal_und_Prozess

    „Nach der Premiere von „RoGoPaG“ [Rossellini Godard Pasolini Gregoretti] kam es wegen Pasolinis Episode [„La Ricotta“] zu einem Skandal. Sie war vom zuständigen Ministerium Anfang Februar 1963 für den Verleih freigegeben worden, wenn auch mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahren. Doch schon kurz nach dem Kinostart beschlagnahmte die Polizei am 1. März aus einer laufenden Vorführung eine Kopie aufgrund einer Anklage wegen Verunglimpfung der Staatsreligion. Auch die weiteren Kopien wurden eingezogen, der Film durfte nicht mehr gezeigt werden. Schon am 7. März verurteilte das Gericht Pasolini nach einem Schnellverfahren zu 4 Monaten Freiheitsentzug auf Bewährung.

    Im Mai 1964 wurde Pasolini in einem Berufungsverfahren freigesprochen (…)“

    In dieser Szene von „La Ricotta“ wird eines meiner Lieblingsbilder nachgestellt:

  • #8
    Gerd Herholz

    #4: Liebe/r Mir, wie kommen Sie darauf dass ich, weil ich nicht an Gott/Götter glaube, „rein rational“ bin?
    Sie schreiben: „Nur, Menschen, die rein rational das Sein erklären, sind mir suspekt.“
    Schauen Sie:
    Als gottfreier Mensch ohne Glaube (auch ohne blinden ‚Glauben‘ an die Vernunft übrigens), gründe ich meine Position auf Lebenserfahrung und auf Ergebisse anstrengender & vergnüglicher Kopfarbeit.
    Auch als radikaler Humanist habe ich Gefühle, erweitere ich mein Wissen, mache täglich neue Erfahrungen, lerne hinzu, bin neugierig und lache auch (z.B. über vieles, was ich an religiösem Mummenschanz sehe und höre).
    Ich schätze kunsthistorisch, ideengeschichtlich, ethisch oder sprachlich durchaus viele in (den von Menschen gemachten) Religionen aufgehobene Erfahrungen und Erkenntnisse, während ich für die Praxis vieler Kirchen und Sekten wenig übrig habe. (Unterdrückung von Wissen, Frauenverachtung, Missbrauch, Inquisition, Kollaboration mit Diktaturen, Heilige Kriege etc. pp.).
    Das Gegenteil von Aber-Glaube ist doch nicht kühler/kalter Rationalismus. Den Eindruck möchten viele religiöse Eiferer nur zu gern erwecken, um z.B. Atheisten intellektuell und menschlich zu entwerten.
    Ohne Glaube bin ich auch nicht ohne Werte. Die z.B. kann man ja erarbeiten über die Philosophie, bei der haben schließlich auch viele Religionen abgekupfert.

    Und natürlich habe ich als gottfreier Humanist auch einen Bezug zu Spiritualität, wenn man diesen Begriff nicht religiös besetzt, sondern z.B. in die Nähe des Einsteinschen „Staunens“ vor der Komplexität des Seins rückt.

    Das schönste Buch dazu ist bei Diogenes erschienen
    Es ist von dem französischen Philosophen André Comte-Sponville und heißt selbstironisch:
    „Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott“

    Ich erlaube mir aus der Diogenes-Verlag Homepage zu zitieren, http://www.diogenes.ch/leser/katalog/nach_autoren/a-z/c/9783257240276/buch:
    „Was die Religion dem Gläubigen bereithält, muss dem Atheisten nicht verwehrt sein. Werte, Spiritualität und Trost gibt es auch jenseits von Gott.

    Spiritualität ist zu wichtig, um sie den Gläubigen, egal welcher Konfession, zu überlassen. André Comte-Sponville zeigt Wege auf zu einer Spiritualität ohne Gott, ohne Dogmen und ohne Kirche. Seine Argumentationen sind erfrischend unverkrampft und klar, schließlich ‚philosophiert man nicht um der schönen Sätze willen, sondern um Haut und Seele zu retten‘. In einer Zeit, in der weder Kirche noch Wissenschaft dem menschlichen Geist ein Zuhause zu bieten vermögen, kommt dieses Buch genau richtig. Es zeigt auf, dass man das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen muss, um christliche und andere historisch erworbene Werte aufrechtzuerhalten.“

    Eine Leseprobe gibt’s auf der Diogenes-Homepage übrigens auch.

  • #9
    mir

    # Andreas Lichte
    Einige Pasolini Filme auch den über Jesus kenne ich und auch seine Streitschriften. Die sind zeitlos schön bzw. gesellschaftskritisch.

    Danke Herr Herholz, Buchtipps nehme ich gerne an.
    Ich habe keinen Zweifel, dass sie ehrenwert und auch glücklich leben als Gottloser.

    Der Versuch die existenzielle Frage nach den Sinn menschlichen Lebens endgültig rein nach naturwissenschaftlichen Wissen oder Logik zu beantworten, wird oder kann nur scheitern. Diese schlauen Leutchen haben auch etwas nicht begriffen. Nämlich es gibt keine endgültige Antwort hierauf. Jeder muss sie sich selbst zusammenbasteln. Wenn es für viele die Religion ist: Himmel, Hölle, Leiden, Paradies, Jungfrauen, Wiedergeburt,… dann bringt sie ihnen hoffentlich die Erfüllung. Das ist meines Erachtens ein Weg. Niemand kann rein Rational handeln, denken, leben. Das ist wider des menschlichen Wesens.

  • #10
    Andreas Lichte

    @ mir

    wenn ich bei google „sinn des lebens“ eingebe – wo sonst sollte man danach suchen? – bekomme ich als erste Antwort „42“ …

  • #11
    Gerd Herholz

    #10: Andreas, nun musst du aber auch sagen, dass die Antwort aus des begnadeten Douglas Adams‘ schöner Romanreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ stammt, gell? Auch ein bekennender Atheist und dazu Meister britischen Humors. http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Adams

  • #12
    Andreas Lichte

    @ Gerd

    wir verstehen uns schon … das hast du wohl eher für „die anderen“ klargestellt.

    (freut mich, dass dir Douglas Adams gefällt, hab’ ich natürlich gelesen)

  • #13
    Gerd Herholz

    #2: Arnold, seitdem du angedeutet hast, dass das Gott hier unter unter einem Alias-Namen bloggen könnte, rätsele ich, wer’s wohl sein könnte.

  • #14
  • #15
    Gerd Herholz

    #9 Mir: Sie schreiben:
    „Der Versuch die existenzielle Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens endgültig rein nach naturwissenschaftlichem Wissen oder Logik zu beantworten, wird oder kann nur scheitern.“
    Aber liebe/r Mir: Ich habe doch versucht zu sagen, dass ich als Humanist überhaupt nicht anstrebe, existenzielle Fragen rein wissenschaftlich oder logisch zu beantworten. Die Alternative zu irgendeiner Art von Glaube ist doch nicht bloß kühle instrumentelle Vernunft.
    So wird die Frage falsch gestellt und die auch Antworten können dann nur ‚falsch‘ ausfallen.

    Sie schreiben: „Jeder muss sie sich selbst zusammenbasteln.“ Das stimmt insofern, als dass jeder sich selbst um seine eigenen Antworten bemühen muss, um mit ihnen leben zu können.
    Es stimmt aber nicht in Hinsicht etwa auf eine willkürliche Beliebigkeit dieses „Zusammenbastelns“. Da kann man schlicht wissen, nachweisen, dass Evolution stattgefunden hat und z.B. die evangelikale Mär von der 6000 Jahre alten Schöpfung schon mal nicht stimmen dürfte und reine Glaubenszweck-Propaganda ist. Usw. usf. Und einen beliebigen Fetzen Stoff in Trier muss man auch nicht anbeten.

  • #16
    mir

    Wissen bevorzuge auch ich. Unsinn toleriere auch ich nicht.
    Nur, auch die Wissenschaft hat ihre Grenzen. Auch sie hat keine Antwort auf die Frage nach dem Sinn. Der allzuoft eintretende Zufall in der Evolution zum Beispiel überzeugt nicht wirklich. Auch der Zufall bedarf der Erklärung. Sehen sie das Dilemma. Fragen stellen müssen sie schon. Sonst gibts keine Antwort oder das nähern zur Antwort.

    Mich stört nur, dass Menschen auf Endgültigkeit mit ihrer scheinbaren Antwort beharren, ob Wissenschaftler oder religiöser.

    Ein Phänomen, dass mich immer wieder sehr erstaunt. Vor einigen Monate ging eine deutsche polizeiliche Meldung in Onlinezeitungen um: In einem Zug wurde ein mysteriöser Zettel gefunden auf dem Stand dass es verseucht wäre -Zettel und Zug. Daraufhin wurden mehrere Passagiere aus diesem Zug wegen Atemwegsbeschwerden im Krankenhaus behandelt. Nach schnellen Untersuchungen kam aber heraus das da nichts gewesen wäre, keine Bakterien, keine gesundheitliche Gefahr.
    Es bedarf manchmal nur der Einbildung, um Menschen in ein Glauben zu versetzen.

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