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Armin Laschet: „Selbst unter Alkohol würd‘ ich mein Land nicht an Russland verkaufen wollen!“

Armin Laschet (re.) wahlkämpft für Europa in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)
Armin Laschet (re.) wahlkämpft für Europa in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)
Armin Laschet (re.) wahlkämpft für Europa in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

Armin Laschet (re.) wahlkämpft für Europa in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

 

Bochum, 20. Mai 2019 – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wahlkämpft in Bochum, es ist Endspurt im Rennen um das Europa-Parlament. Und da greift er dankbar die österreichische Rechtsaußen-Flanke von letztem Freitag auf, von Strache & Co.: „Wenn so etwas in Deutschland passieren würde, dass einer sagt, ihr kriegt Staatsaufträge, wenn ihr uns Geld spendet – und das auch noch mit einer fremden Staatsmacht verhandelt – dann wäre das strafrechtlich Landesverrat.“

Wodka macht’s nicht besser

Nicht einmal RedBull-Wodka in großen Mengen läßt Laschet den Rechten als Entschuldigung durchgehen: „Selbst bei Alkohol würde mir nicht einfallen, mein eigenes Land an Russland verkaufen zu wollen.“ Die rund 250 Zuschauer kommen so schnell in Stimmung, die Laune des Publikums ist fröhlich-siegessicher. Denn Laschet nimmt sich die Populisten gleich aller EU-Länder vor, nennt sie beim Namen und spießt sie an ihren eigenen Widersprüchen auf: „Die sagen immer, sie setzen sich für ihr Land, für ihre Nation ein. In Wahrheit geht es ihnen nur um ihre eigenen Vorteile.“

Der Gegner steht rechts

Alle anderen Wahlkampfthemen treten bei Armin Laschet in den Hintergrund, er streift sie nur kursorisch, hakt pflichtgemäß Arbeitsplätze, Freizügigkeit, Frieden und Brexit ab. Sein eigentliches Thema ist die Warnung vor den rechten Populisten. Protestwähler will er für die Parteien der Mitte gewinnen, er stellt dabei seine CDU nicht einmal sonderlich heraus. Der Gegner steht für Laschet eindeutig rechts: „Wir lassen uns dieses Europa, ein Europa von Konrad Adenauer und Helmut Kohl, von Euch nicht kaputt machen!“

Daran kommt in Bochum kein Politiker vorbei: Vor seinem Auftritt pilgert auch Armin Laschet zu Dönninghaus (Foto: Roland W. Waniek)

Daran kommt in Bochum kein Politiker vorbei: Vor seinem Auftritt pilgert auch Armin Laschet zu Dönninghaus (Foto: Roland W. Waniek)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wahlkämpft für Europa in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wahlkämpft für Europa in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

Das mag jeder Politiker: Armin Laschet nimmt ein Bad in der Menge (Foto: Roland W. Waniek)

Das mag jeder Politiker: Armin Laschet nimmt ein Bad in der Menge (Foto: Roland W. Waniek)

Wahlkampf scheint Spaß zu machen: Armin Laschet in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

Wahlkampf scheint Spaß zu machen: Armin Laschet in Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

Auch daran kommt der NRW-Landesvater nicht vorbei: Ohne Steigerlied läßt man in Bochum keinen von dannen ziehen (Foto: Roland W. Waniek)

Auch daran kommt der NRW-Landesvater nicht vorbei: Ohne Steigerlied läßt man in Bochum keinen von dannen ziehen (Foto: Roland W. Waniek)

 

Ein Exot unter den ganzen Polizisten und Bodyguards: Ein sympathischer Luis-de-Funès-Impersonator weist den Weg zur Sonne (Foto: Roland W. Waniek)

Ein Exot unter den ganzen Polizisten und Bodyguards: Ein sympathischer Luis-de-Funès-Impersonator weist den Weg zur Sonne (Foto: Roland W. Waniek)

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5 Kommentare zu “Armin Laschet: „Selbst unter Alkohol würd‘ ich mein Land nicht an Russland verkaufen wollen!“

  • #1
    Ichich

    Wie heißt denn die "fremde Staatsmacht" ? Lettland ?

    Außerdem traue ich Laschet auch unbetrunken zu, sein Land zu verkaufen

  • #2
  • #3
    ke

    Gegen Populisten, gegen rechte Parteien. OK, aber wo bleibt das eigene Programm.

    Nach Herrn Voss‘ #Artikel 13 Aussagen und Herrn Webers Demokratieverständnis während der Urheberrechtsdebatten frage ich mich, für was die EVP stehen will.

    Die Interessen der Groß-Verlage wurden vertreten, und dann gab es die Diskussion, ob die Zustimmung zu Artikel 13 und damit der Verstoß gegen den Koalitionsvertrag nicht auf einem Deal mit Frankreich bzgl. Urheberrechtsreform gegen Zustimmung Pipeline gekommen ist.

    Deshalb:
    #niewiedercducsuspd (auch wenn ich Parteien bisher nicht gewählt habe).

    Europa verdient eine Zukunftsvision. Die gibt es in der CDU nach Kohl wohl nicht mehr.
    Wer gegen Rechts und gegen Populisten sein will, sollte so auch in seinem Verantwortungsbereich handeln und rechte Strukturen insbesondere bei Straftaten mit Ergebnissen bekämpfen. In NRW und insbesondere in Dortmund bleibt viel Luft nach oben.

  • #4
    Gerd

    Oh du unfreiwillige Komik. Als ob die Russen so doof sein würden, NRW zu kaufen. Die wollen es bestimmt nicht mal geschenkt haben. 🙂 🙂

    Ach ja, was ist es eigentlich, wenn man eine ausländische Regierung mit illegalen Machenschaften stürzt? Demokratie a’la EU oder Anschluss 2.0?

  • #5
    thomas weigle

    Die große Mehrheit der russischen Bürger würde unbesehen alles kaufen, was westlich der Weser, also in NRW, hergestellt wird, liegt oder sonst wie transportabel ist. Aus gutem Grund. Denn die heutige Nomenklatura, die das riesige und unermesslich reiche Land aussaugt, hat nur die Farbe gewechselt, nicht aber seine Verachtung für die russischen Bürger und deren Bedürfnisse. Die russischen Industrieprodukte, die der russ. Bürger heuer erwerben kann, sind nach wie vor größtenteils von miserabler Qualität.

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