#1 | Aimee sagt am 1. September 2022 um 11:44 Uhr

Ich habe die Ausstellung in Köln nicht gesehen, aber Syrien hatte auch eine jahrtausend alte jüdische Tradition. In Aleppo existiert bis zur Vertreibung der Juden die noch älteste antike Synagoge, die als solche verwendet wurde.
Am 01. Dezember 1947 war die „syrische Reichspogromnacht“ und auch diese Synagoge wurde zerstört!
Unbekannt ist sicher für viele Menschen, dass sich in dieser Synagoge der Aleppo-Kodex befand, von denen ca. 300 Blätter von ursprünglich ca.500 in den 90iger Jahren wieder auftauchten.
In Israel gibt es bis 31. Dezember 2023 im Israel-Museum in Yerusalaim die Ausstellung „Zurück nach Aleppo“.
In dieser Ausstellung kann man die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge, basierend auf die Fotos von Sarah Schammah bewundern.

Sarah Schammah reiste im November 1947 nach Aleppo und da an den Lieblingsort ihres Vater; der Zentralsynagoge (oder auch wichtigste von Aleppo). Sie engagierte eine Fotograf und auf abenteuerliche Art kehrte sie mit 50 Fotografien zurück (da am 29. November 1947 der Teilungsplan für Israel abgestimmt wurde und wie erwähnt, dann am 01. Dezember die Programm begannen.)
Basierend auf den Fotografie haben der israelischen Dokumentarfilmer von »Micha’s Film« und das Berliner Studio »High Road Stories« das G“tteshaus virtuell wieder begehbar gemacht.
Ich bin seit geraumer Zeit mit dem Israel-Museum in Kontakt, in wie weit man online-Buchungen mit einer virtuellen Zoom-Konferenz möglich machen kann, damit man eben auch außerhalb von Israel in diesen Genuss kommt.
Sofern @Stefan Laurin einverstanden ist und das Projekt zustande kommt, würde ich den Link setzen.