Die ARD bringt mit „Asbest“ ein raues Gangster-Epos an den Start

Asbest: Momo (gespielt von Deutschrapper Xidir – rechts im Bild) sitzt im Knast ein. Foto: ARD Degeto / Pantaleon Films GmbH

Die ARD-Gruppe ist in letzter Zeit zu oft mit Skandalen aufgefallen: teure Luxusdienstauto, falsche Abrechnungen, krumme Beraterverträge – vor allem RBB und NDR kamen in den letzten Monaten in besonders schräge Schieflage. Nun hat Schauspieler und Regisseur Kida Khodr Ramadan für die alte Tante ARD den Fünfteiler „Asbest“ an den Start gebracht – und hat ein Berliner Neu-Gangster-Epos erschaffen, was mit Netflix-Produktionen durchaus mithalten kann.

Continue Reading

Premiere von ›Shame you WHAT?!‹ im Maschinenhaus Essen

›Shame you WHAT?!‹ – die Scham wird als grelles Theaterstück beleuchtet | Foto: Oliver Stroemer

Mit sehr ausgesuchter Handschrift und dem Zugriff zu originellen Stoffen macht das Maschinenhaus in Essen in letzter Zeit immer wieder auf sich aufmerksam. In einem Mischmasch aus Konzert und Performance bearbeitet S. Rudat seine nach Eigenaussage »schwierige« Jugend mit dem Stück ›Shame you WHAT?!‹

Scham begegnet uns derzeit allerorten – es ist ein unangenehmes Gefühl, wenn man sich vor anderen Menschen in einer peinlichen Situation befindet. Wofür schämen wir uns als Erwachsene? Wofür haben wir uns als Kinder geschämt? Grundsätzlich kann jedes Verhalten eines Kindes Anlass zur Scham werden, sobald es von einem Erwachsenen als beschämend bezeichnet wird. Und das Schamspektrum ist breit: Das Gefühl kann von einer leichten Verlegenheit oder Fremdscham bis hin zu tiefer Demütigung oder Gesichtsverlust reichen. Das Hauptmotiv von ›Shame you WHAT?!‹ ist die zur Schau gestellte Scham – das ist mutig, aber nicht unbedingt vorteilhaft. Die „dramaturgische“ Aneinanderreihung von Szenen spielt in diesem Stück die Hauptrolle.

Continue Reading

Wer wird Christine Lambrecht als Verteidigungsministerin beerben?

Christine Lambrecht während eines Besuchs im Pentagon | Foto: wikipedia / Class Zachary Wheeler / CC BY 2.0

Nach dem Rücktritt der Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) wird offen spekuliert, wer ihre Nachfolge antreten könnte. Denn ob es um Waffenlieferungen in Kriegszeiten geht oder auch um die Finanzierung der Bundeswehr – es reicht es nicht aus, dass eine Verteidigungsministerin oder ein Verteidigungsminister in ihrem Ressort nach dem Motto „Jugend forscht“ herumexperimentiert.

Continue Reading
Werbung

Blutspende-Notstand in Dortmund

In Dortmund gibt es derzeit viel zu wenig Blutspender | Foto: wikipedia / Cesare Arrigo / CC BY-SA 4.0

Der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist besorgt: Seit Wochen gibt es zu wenig Blutspenden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Bei Mitarbeitern der Dortmunder Blutbanken und der städtischen Kliniken schrillen die Alarmglocken lauter: es wird zur Zeit viel zu wenig Blut gespendet. Ein Grund dafür ist die aktuelle Grippe- und Krankheitswelle.

„Die Lage ist wirklich ernst“, sagt der Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes, Stephan David Küpper. Konkret: „Wir sind am Leerlaufen“. Bereits seit Oktober würden deutlich weniger Menschen Blut spenden – „20 Prozent weniger als benötigt“, so Küpper. Der Blutspendedienst des DRK versorgt nach eigenen Angaben rund drei Viertel aller Kliniken in seinem Einzugsgebiet mit Blutpräparaten.

Continue Reading

60.000 Besuchende: Christo-Ausstellung im Museum Kunstpalast verlängert

Christo und Jeanne-Claude. Paris. New York. Grenzenlos jetzt bis zum 23. Januar 2023

Wegen des hohen Publikumszuspruchs und des anhaltenden Interesses wird die Ausstellung Christo und Jeanne-Claude. Paris. News York. Grenzenlos bis Sonntag 23. Januar um eine Woche verlängert. Rund 60.000 Besuchende haben die Präsentation im Kunstpalast seit der Eröffnung bereits gesehen.

Zusammen mit Werken von Christo werden Gemälde und Objekte von Arman, Niki de Saint Phalle, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein und anderen präsentiert. Aus dem vielfältigen Bezugsfeld der Avantgarde im Paris der 1950er Jahre wird deutlich, wie die spezifische Weiterentwicklung von Christo und Jeanne Claude verlief und was ihre künstlerische Position ausmacht.

Continue Reading

Nadia Ihjeij im youtube-Roulette

Nadia Ihjeij präsentiert sich zwischen Punk und Puppenspiel in mehreren Kunstformen / Foto:
Richard Lensit

Nadia Ihjeij gehört zu den vielfältigsten Künstlerinnen des Ruhrgebiets. 1994 wurde sie in Herne geboren, sie studierte zeitgenössische Puppenspielkunst an der Ernst Busch Hochschule in Berlin und schloss ihr Studium 2021 mit Diplom ab. Seitdem zog es sie wieder zurück ins Ruhrgebiet, wo sie nun seit 2020 in Bochum lebt und arbeitet. Als freischaffende Künstlerin ist sie in verschiedenen Bereichen tätig. Dabei arbeitet sie als Figurenspielerin, aber auch als Musikerin und Schauspielerin. Als Schauspielerin arbeitet sie derzeit am Stück „Kassandras Fall“ – und das wird im Februar im „Rabbit Hole – Theater in Essen“ Premiere feiern. Als Musikerin ist sie momentan in zwei Projekten tätig: Als Solomusikerin „Frollein“ widmet sie sich der Liedermacherei und als Sängerin der Punkband „Human Beans“ krächzt sie ausdrucksstark ins Mikrofon. Was sonst noch wichtig ist erklärt sie uns im YouTube-Roulette.

Welcher Song präsentiert für dich am Besten das Ruhrgebiet?
Tocotronic – Der schönste Tag in meinem Leben

___

Continue Reading
Werbung

Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde

Die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde liegt im Zentrum der Stadt Brandenburg an der Havel. Dort befand sich von Januar bis Oktober 1940 eine der sechs Tötungseinrichtungen der nationalsozialistischen „Euthanasie-Aktion T4“.

Begriffsklärung

Der Begriff „Euthanasie“ kommt eigentlich aus dem Alt-Griechischen und meint eigentlich „Sterbehilfe“. In Deutschland wird der Begriff aber nicht im Zusammenhang mit „Sterbehilfe“ genutzt. Man bezeichnet damit ein Verbrechen während des Nationalsozialismus. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten von 1933-1945 wurden viele Schwerstkranke, Behinderte oder unheilbar kranke Menschen auf staatlichen Befehl hin getötet. In der verbrecherischen Sicht der Nationalsozialisten handelte es sich bei diesen Menschen um „unwertes Leben“. Die Nationalsozialisten haben diese Verbrechen als „Euthanasie“ bezeichnet. Zur Abgrenzung und Einordnung wurde hier der Begriff „Euthanasie-Morde“ gewählt.

Die Tötungsanstalt Brandenburg

Auf dem Gelände der ehemaligen Strafanstalt am Nicolaiplatz wurden in diesem Zeitraum mehr als 9.000 Frauen, Männer und Kinder aus psychiatrischen Krankenhäusern des nord- und mitteldeutschen Raums ermordet. Insgesamt fielen den nationalsozialistischen Verbrechen der „Aktion T4″ in den Jahren 1940/1941 über 70.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zum Opfer.

Continue Reading
1 2 3 8