Teddybär mit Maske Foto: Nenad Stojkovic Lizenz: CC BY 2.0
In einer sensationellen Stellungnahme, die exklusiv den Ruhrbaronen vorliegt, äußerte sich die Ärztegewerkschaft am gestrigen Abend bestürzt über die Fachkompetenz der Medizinerinnen und Mediziner in Deutschland:
Strandkörbe auf Usedom Foto: Benreis Lizenz: CC BY 3.0
Die aktuelle Debatte um den Umgang mit Corona ist ein erneuter Beleg dafür, dass die Diskussionskultur in Deutschland, gerade online, ein nur noch schwer zu ertragendes Niveau erreicht hat. Hierbei bereiten zwei Dinge Sorge. Auf der einen Seite die offensichtliche Bereitschaft eines erheblichen Teils an Bürgerinnen und Bürgern, den Dunning-Kruger-Effektzu belegen und ernsthaft in der Annahme zu gehen, ein paar YouTube-Videos und Social Media Beiträge wären ausreichend, um weltweit führende Wissenschaftler widerlegen zu können. Auf der anderen Seite die billigende Akzeptanz ebenfalls großer Bevölkerungsteile, den Verlust von Grundrechten willig hinzunehmen und das offensichtliche Versagen unserer Behörden zu akzeptieren. Mehr noch, sich sogar darin rhetorisch zu überbieten, wie sehr man diesen Verlust akzeptiert.
Die aktuell starke Zunahme von Corona-Neuinfektionen wird wieder eine Debatte über die Aussagekraft der Zahlen auslösen. Doch klar ist, die Zunahme an nachgewiesenen Infektionsfällen ist keine Folge zunehmender Testzahlen oder gestiegener Testkapazitäten. Eine statistische Ausarbeitung für Zweifler.
Eine der häufigsten Aussagen, die sich in den vergangenen Wochen über die zunehmenden Infektionszahlen in Diskussionen findet, ist dass diese Folge zunehmender Testzahlen sein. Es erscheint einladend, einfach prozentuale Anteile zu errechnen (bspw. 2% aller Tests sind positiv) und daraus herzuleiten, dass für jede beliebige Menge an Tests immer 2% Positivfälle folgen müssen. Die Annahme ist einfach und einfach falsch. Die richtige These wäre: Besteht zwischen der Zunahme/Abnahme an Tests ein direkter, linearer und nachweisbarer Zusammenhang zur Zunahme/Abnahme der positiven Fallquoten.
Die SPD hat mit Olaf Scholz seit wirklich langer Zeit mal wieder eine sinnvolle Entscheidung getroffen. Sie könnte zu spät kommen.
Wer politisch interessiert die Entwicklung der großen Koalition verfolgt, muss anerkennen, dass die SPD an sich keine erfolglose Partei ist. Die Politik der GroKo trägt seit Jahren eine deutlich rote Handschrift – es gelingt der SPD nur in faszinierender Art und Weise, sich derartig selbst zu blamieren und bloßzustellen, dass medial der Eindruck entsteht, die CDU regiere quasi alleine.
In den vergangenen Tagen machten Bilder von Plakaten die Runde, die Besucher eines Bochumer Parks dazu auffordern, die Oberkörperbekleidung anzubehalten. Sinn der Aktion sei es, Solidarität mit jenen zu zeigen, die sich mit nacktem Oberkörper unwohl fühlen oder gar von sexuellen Übergriffen bedroht wären. Insbesondere der Hinweis auf die möglichen Übergriffe, denen sich nackte Frauen ausgesetzt sehen könnten, ist Zynismus in seiner reinsten Form. Vergleichbare Plakate gab es in den vergangenen Monaten unter anderem in Hamburg.
Selbsgenähte Atemschutzmasken Foto: Elly Lizenz: CC BY-SA 4.0
Vor gut einer Woche wurden die ersten Einschränkungen, die im Zuge der Corona-Krise erlassen wurden, gelockert und langsam dämmert den Bürgerinnen und Bürgern, dass Sie zukünftig eigenständig entscheiden müssen.
Herzlichen Glückwunsch, Sie sind jetzt erwachsen.
Es gibt aktuell Vorschriften und Empfehlungen zum Umgang mit der Coronakrise. Während Vorschriften in jedem Fall zu befolgen sind, bieten Empfehlungen seit jeher den Menschen Freiräume, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Ohne lenkenden Staat, ohne externen
Geschlossenes Schauspielhaus Bochum Foto: Stefan LaurinDiskussionen über ein Ende der aktuellen Einschränkungen sind seit dem ersten Tag ein Gebot unserer Verfassung und Ausdruck einer demokratischen Grundhaltung. Wer das verkennt, verkennt den freiheitlichen Anspruch unseres Staates sowie seiner Bürgerinnen und Bürger.
Viel wird dieser Tage über ein schrittweises Ende des aktuellen Lockdowns diskutiert und ebenso darüber, in welchen Etappen dieses umgesetzt werden kann. Und genauso, wie sich einige zu Beginn der Krise in ihren Forderungen nach Verboten überschlugen, so überschlagen sie sich nun darin zu behaupten, eine solche Diskussion käme viel zu früh. Hierbei offenbart
In der aktuellen Krise müssen wir nicht nur beweisen, wer wir sind, sondern vielmehr definieren, wer wir zukünftig sein wollen. In welchem Maße sind wir als Gesellschaft bereit, gefühlte Sicherheit mit einem sicheren Verlust an Freiheit zu erkaufen?
Margaret Atwood formulierte in „The Handmaid’s Tale“, dass Freiheit nicht nur als Freiheit zu, sondern auch Freiheit von verstanden werden kann. In den ersten Tagen der Pandemie haben sich weltweit Stimmen überschlagen und in nahezu ekstatischen Exzessen den Verzicht auf Freiheit gefordert. Ausgangssperren, Lockdowns, Verbote, die Rhetorik konnte gar nicht scharf genug sein. Nach der französischen Revolution haben sich die Jakobiner gegenseitig darin überboten, ihr pro-revolutionäres Verhalten zur Schau zu stellen. „Jakobinertum“, als Synonym für willkürlichen Zerstörungsdrang, fand nachfolgend Eingang in den sprachlichen Kanon.
Goldhamster Foto: Sqrt (Andreas Hein) Lizenz: CC BY 3.0; Roborowski-Zwerghamster Foto: Bullet Lizenz: CC BY-SA 3.0; Campbell-Zwerghamster Foto: Elina Lizenz: CC BY-SA 3.0; Fotomontage: Ruhrbarone
Das Coronavirus hat Europa erreicht und es erscheint zunehmend fraglich, ob eine weltweite Pandemie noch verhindert werden kann. In einigen Staaten kam es bereits zu Hamsterkäufen, die seitens verschiedener nationaler und supranationaler Organe empfohlen werden.
Christian Lindner Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / Stefan Röhl Lizenz: CC-BY-SA 2.0
Die Niederlage der Hamburger FDP ist insbesondere auch eine Niederlage des Parteivorsitzenden.
Es ist gerade 20 Tage her, dass Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen gewählt wurde. Was folgte, waren die für die deutsche Demokratie vermutlich unwürdigsten Tage ihrer Geschichte. Aus den vielen Verlierern werden zwei in der historischen Betrachtung besonders herausstechen: Thomas Kemmerich und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner.
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