„Das Ruhrgebiet ist ein riesiger Kraftraum – nutzen wir ihn!“

Ina Scharrenbach Foto: Land NRW

Das Ruhrgebiet hat alle Chancen. Es muss sie nur nutzen. In vielen Städten des Ruhrgebiets boomt es. Angezogen von Wissenschaft, Innovation und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen ziehen immer mehr junge Menschen ins Ruhrgebiet. Wie kann dieses Potential genutzt werden, um dem Ruhrgebiet noch mehr Strahlkraft zu verleihen? Ein Gastbeitrag von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

Seit 2018 ist Schicht im Schacht. Die Steinkohleförderung hat ausgedient. Mit Prosper Haniel stellte im Dezember 2018 das letzte Steinkohlenbergwerk im Ruhrgebiet die Förderung ein. Die Frage nach den Folgen des Strukturwandels war das Gebot der Stunde. Seit Jahrzehnten oftmals genutzt als Erklärung für soziale und wirtschaftliche Missstände in den Städten des Ruhrgebiets, zeigte sich in den letzten Jahren, was das Ruhrgebiet wirklich ausmacht: Das Ruhrgebiet ist ein riesiger Kraftraum.

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Documenta 15 – Eine Ausstellung der Schande

Ruru-Haus der Documenta in Kassel Foto Jonas Dörge


Unsere Gastautorin Malca Goldstein-Wolf will nicht, dass bei der Documenta Steuergelder für Antisemiten ausgegeben werden.

Sie tragen keine Springerstiefel, wählen keine rechtspopulistische Partei, können sich wohlfeil ausdrücken, gelten gesellschaftlich als „Intellektuelle“. Der jüdische Staat ist ihnen ein Dorn im Augen. Sie wissen, dass Israel kein Apartheidstaat ist. Sie wissen, dass die 20% nicht-jüdische Bewohner Israels die gleichen Rechte besitzen, wie deren jüdische Nachbarn. Sie wissen, dass Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten darstellt.
Eine blühendes Fleckchen Erde, umgeben von islamistischen Feinden, deren einziges Ziel darin besteht, den jüdischen Staat auszulöschen. Kein anderes Land wird von ihnen so obsessiv diffamiert, tatsächliche

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Web-Individualschule: Der Kampf um die Abschlussprüfungen

Blick auf das Gebäude der Bezirksregierung in Arnsberg Foto: Machahn Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von unserer Gastautorin J************@***oo.com“ data-hovercard-owner-id=“113″>ennifer Kartal.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat für dieses Jahr entschieden, dass sie nicht alle Schülerinnen und Schüler der Web-Individualschule in Bochum prüfen kann. Diese Entscheidung mit den Worten..:“Das sei organisatorisch und personell nicht zu stemmen…“, hat fatale Folgen für etwa 70 Schülerinnen und Schüler der Web-Individualschule.

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Corona: Risikofaktor Migration?

Gonca Türkeli-Dehnert Foto: MKFFI NRW / R. Oberhäuser Lizenz: Copyright

Es gibt Gruppen, die sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Neben alten und vorerkrankten Menschen waren das in den ersten drei Wellen der Pandemie aber auch Menschen mit Migrationsgeschichte, die in Deutschland leben. Laut Expertinnen und Experten sind deutlich mehr junge Nicht-Deutsche in der Pandemie gestorben als davor. Woran liegt das? Von unserer Gastautorin Gonca Türkeli-Dehnert

Während der Pandemie sind laut einer Studie des Mediendienst Integration mehr Ausländer in Deutschland gestorben als vor der Pandemie. Ein Team aus Forscherinnen und Forschern der Universitäten Freiburg, Frankfurt und Berlin hat anhand der jährlichen Daten zu Todesfällen in Deutschland und in der Schweiz festgestellt, dass Menschen ohne die deutsche bzw. die

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Querdenker: „Das wird nicht der letzte Mord dieser neu entstanden Terrorgruppierung gewesen sein“

Querdenken-Demo in Dortmund Foto: Sebastian Weiermann

Für jeden, der die Querdenkerszene beobachtet, war zu befürchten, dass nicht mehr nur mit Gewalt gedroht wird, sondern in die Tat umgesetzt wird. Von unserer Gastautorin Stefanie Galla.

Das Tragen von Masken wird von vielen dieser Gruppe nicht mehr primär verweigert, weil man gesundheitliche Nachteile befürchtet oder einfach keine Lust dazu hat, es ist Zeichen des Widerstandes. Wer sie trägt, ist ein Verräter, ein Mitläufer, macht sich schuldig, das Regime (unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat) zu unterstützen.

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Fletch Bizzel: „Das Ding ist durch“


„Das Ding ist durch“ heißt es unter Kollegen, wenn eine Story sich erledigt hat. Der Skandal im „Theaterverein Fletch Bizzel e.V.“ sollte eigentlich auch „durch“ sein.  Am 19. August hat das Arbeitsgericht entschieden: die vom Verein ausgesprochene fristlose Kündigung der Theaterleitung Cindy Jänicke und Till Beckmann ist rechtsunwirksam. Von unserer Gastautorin Sabine Brandi.

Alle gegen Cindy Jänicke und Till Beckmann erhobenen Vorwürfe wurden fallengelassen. Stattdessen wurde die Einflussnahme des Vermieters auf die Kunst vor Gericht deutlich.

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„Wandel durch Annäherung“ ist im Umgang mit Despoten Wunschdenken

Aljaksandr Ryhorawitsch Lukaschenka Foto: дміністрація Президента України Lizenz: CC-BY 4.0

Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani.

Geehrte Leserinnen und Leser,

der Kolchose-Diktator Alexander Lukaschenko hat mal wieder etwas getan, um in den Medien zu sein und als mehr wahrgenommen zu werden, als Putins Schosshund in Belarus. Zuerst drohte Lukaschenko damit, «Europa mit Flüchtlingen und Drogen zu fluten», woher er Letztere nehmen wird, weiss unsereins nicht und kann nur spekulieren, aber das mit den Flüchtlingen ist machbar, immerhin fliegt Belarus immer noch Syrien und den Irak an und nun bietet der

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Hans Albers und seine jüdische Geschichte – oder: wie man in Bayern Aufarbeitung verhindern will.

Hans Albers Foto: UFA Lizenz Gemeinfrei


So viel hören wir in der letzten Zeit darüber, dass man sich neu mit dem steigenden Antisemitismus in diesem Lande beschäftigen müsse. Man solle mit Respekt der Erinnerung der Shoa gegenübertreten, man müsse genauer aufarbeiten, wie der Zivilisationsbruch geschehen konnte, und es sei dringend geboten, Bezüge zu heute herauszustellen.
Und am 20. Mai dieses Jahres haben alle demokratischen Parteien im bayerischen  Landtag die Resolution „Antisemitismus entschieden bekämpfen“ eingebracht und beschlossen. Klingt wunderbar.

Aber wenn es ernst werden soll, finden sich offenbar doch wieder Altvordere Respektspersonen, die zu verhindern versuchen, dass man sich erinnere. Von unserer Gastautorin Sandra Kreisler.

Direkt am schönen Starnberger See, zwischen den idyllischen Orten Niederpöcking und Bernried, hatte im Jahre 1935 der Gesamtdeutsche Filmstar Hans Albers mit seiner Liebsten eine kleine Villa erstanden. Das charmante Häuschen (nebst Nebengebäude, kleinem Garten

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Meine Erfahrungen mit Antisemitismus

Altstadt Zürich Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani lebt in Zürich.

Geehrte Leserinnen und Leser!

Heute schreibe ich über meine alltäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus, der mir, einer Jüdin in Mitteleuropa, regelmässig mit seiner hässlichen Fratze begegnet. Ich werde mich in diesem Beitrag vor allem mit dem Antisemitismus befassen, der mir im Erwachsenenalter widerfahren ist, da ich, meiner Meinung nach, genug darüber geschrieben habe, dass ich aufgrund von Antisemitismus die Sekundarschule verlassen musste, und ich früher die durch kindliche Naivität gespeiste Hoffnung hatte, dass ich keinen Antisemitismus im Erwachsenenalter erdulden müsse. Ich lag, leider, falsch.

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