Kind in Afghanistan Foto: Sgt. Ken Scar (U.S. Armed Forces) Lizenz: Gemeinfrei
Die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ hat eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie fordert ein Verschleierungsverbot für alle Mädchen unter 18 Jahren:
„Jedes Kind hat das Recht auf Kindheit – laut UN-Kinderrechtskonvention gelten alle Personen unter 18 Jahren als Kinder. Aus diesem Grund fordern wir ein Verbot der Mädchenverschleierung bis zum Erreichen der Volljährigkeit. Die Frühverschleierung konditioniert Mädchen in einem Ausmaß, dass sie das Kopftuch später nicht mehr ablegen können. Heranwachsende stehen nicht selten bis zur Volljährigkeit in finanzieller und rechtlicher Abhängigkeit vom Elternhaus. Zudem unterliegen „Teenager“ einem starken Einfluss durch ihr soziales Umfeld und ihre Altersgruppe, den „Peergroups“. Uns geht es um den Schutz der Rechte der Mädchen und ihrer freien, selbstbestimmten Entfaltung in der Gesamtgesellschaft. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, in Deutschland ein gesetzliches Verbot des Kopftuchs bei Minderjährigen vor allem in Bildungsinstitutionen umzusetzen.
Die Verschleierung von Mädchen ist keine harmlose religiöse Bedeckung des Kopfes. Sie stellt eine geschlechtsspezifische Diskriminierung und eine gesundheitliche (psychische und körperliche) Gefahr dar. Ihre Chancen auf eine gleichberechtigte Teilnahme am gesamtgesellschaftlichen Leben werden massiv eingeschränkt. Die Frühverschleierung konditioniert Mädchen in einem Ausmaß, dass sie das Kopftuch später nicht mehr ablegen können.
Öffentliche Schulen müssen für alle Minderjährigen eine angstfreie Entwicklung ermöglichen und als neutrale staatliche Orte religiöse und ideologische Symbolik vermeiden. Nur so kann der Staat seinen Bildungsauftrag erfüllen, Kindern und Heranwachsenden Gleichbehandlung angedeihen zu lassen und demokratisches Denken zu fördern. Uns geht es um den Schutz der Rechte der Mädchen und ihrer freien und selbstbestimmten Entfaltung in der Gesamtgesellschaft.“
Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund hat den dänischen Nationalspieler Thomas Delaney vom Ligakonkurrenten SV Werder Bremen verpflichtet.
Delaney – 26 Jahre alter Sohn eines US-Amerikaners und einer Dänin – war vor einem Jahr mit Champions-League- und Europa-League-Erfahrung vom FC Kopenhagen an die Weser gewechselt und dort im zentralen Mittelfeld von Beginn an ein echter Leistungsträger. In der vergangenen Saison absolvierte Delaney 32 Ligaspiele für Bremen (3 Tore/5 Vorlagen) und hatte mit seiner Robustheit maßgeblichen Anteil daran, dass lediglich drei Bundesligisten weniger Gegentore kassierten als Werder.
Das Stadion in Duisburg. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Der KFC Uerdingen wird seine Drittliga-Begegnungen 2018/19 in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg austragen.
Die MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA als Untermieter des Arena-Betreibers MSV Duisburg Stadionprojekt GmbH & Co. KG hat einen entsprechenden Mietvertrag mit dem KFC für die neue Spielzeit abgeschlossen.
„Wir beide als Partner, also der MSV und die Stadionprojektgesellschaft, profitieren kommerziell von diesem Deal. Unsere Mittel werden wir für die Instandhaltung der Infrastruktur der schauinsland-reisen-arena verwenden“, erklärte Dirk Broska, Geschäftsführer der Stadionprojektgesellschaft. „Natürlich freuen wir uns, unserem Nachbarn ein Stück weit helfen zu können.“
Der Stehplatzbereich der Anhänger des MSV Duisburg in der König-Pilsener-Fankurve wird bei den Heimspielen des KFC Uerdingen gesperrt bleiben. Über die Nutzung des Oberrangs wird es noch weitere Gespräche mit den Ordnungsbehörden und dem KFC geben.
Die Drittliga-Saison 2018/19 beginnt am Wochenende 27.-29. Juli 2018. Am 28. Juli 2018 ist die schauinsland-reisen-arena allerdings bereits mit der Austragung des schauinsland-reisen CUP DER TRADITIONEN geblockt. DFL und DFB werden sich bei den Spieltagsansetzungen für die Heimspiele des MSV und des KFC abstimmen, um Überschneidungen zu vermeiden.
Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund hat sich mit Marius Wolf auf eine langfristige Zusammenarbeit verständigt. Der in der Offensive vielseitig einsetzbare Profi unterzeichnete beim achtmaligen Deutschen Meister einen bis 30. Juni 2023 datierten Fünf-Jahres-Vertrag.
Wolf, mit wettbewerbsübergreifend sechs Toren und elf Vorlagen in 34 Pflichtspielen einer der Aufsteiger der gerade abgelaufenen Saison, kommt von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt zum BVB. Sportdirektor Michael Zorc sagte über die Verpflichtung des 23-Jährigen: „Marius Wolf ist ein sehr entwicklungsfähiger Spieler mit großer Perspektive. Die Kombination aus seinen sportlichen Fähigkeiten und seiner hervorragenden Mentalität macht ihn zu einem perfekten Spieler für Borussia Dortmund.“
Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund hat Lucien Favre als Cheftrainer verpflichtet. Der 60 Jahre alte Schweizer unterzeichnete einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.
Favre kommt vom französischen Klub OGC Nizza, mit dem er in der Ligue 1 in der Saison 2016/17 lange um den Titel mitspielte und am Ende sensationell Dritter wurde; in der laufenden Saison verpasste er mit dem Außenseiter nur knapp die Qualifikation für die UEFA Europa League.
Vor allem ist Favre in der Bundesliga seit einem Jahrzehnt kein Unbekannter: Hertha BSC führte er in der Saison 2008/09 auf Rang vier. Dorthin führte er 2011/12 auch Borussia Mönchengladbach, nachdem er die „Fohlen“ in nahezu aussichtsloser Lage auf Tabellenplatz 18 übernommen und zunächst in der Relegation vor dem Abstieg gerettet hatte.
Favre gilt als akribischer Trainer, zu dessen großen Stärken es zählt, einzelne Spieler, aber auch ganze Mannschaften weiterzuentwickeln.
Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG Erich Staake im Dialog mit den Startups Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot, Shippion
Die fünf Logistik-Teams Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot und Shippion arbeiten seit März im Startport, dem Programm des Hafens Duisburg. Die Jungunternehmen haben rund ein zwölf Monate Zeit, um aus ihren Ideen marktreife Logistik-Produkte oder -Dienstleistungen zu entwickeln. Heute stellten sie sich auf einer Pressekonferenz im Innenhafen vor.
Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, und Initiator des Projekts: „Wir gehen einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung. Die Nachfrage zeigt, dass unser Konzept aufgeht. Allerdings brauchen wir Beharrlichkeit und einen langen Atem, denn das Projekt ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“
Die Gründerteams sind für ein Jahr auf eine Etage in die Werhahnmühle im Duisburger Innenhafen eingezogen. Regelmäßig informieren die Teams nun über ihre Ergebnisse – und werden dabei intensiv von Partnerunternehmen und Mentoren gecoacht.
Bis Ende des Jahres sollen weitere Teams in die Werhahnmühle einziehen. „Wir erwarten Einsatzwillen und Erfolgsorientierung. Unsere Förderung orientiert sich am Leistungsprinzip. Es reicht nicht, eine gute Idee zu haben, man muss auch an der Umsetzung arbeiten. Bislang sind wir sehr zufrieden, denn unsere Teams sind hochmotiviert“, sagte Staake.
Die Innovationsplattform startport richtet sich auch gezielt an gründungswillige Studenten und Hochschulabsolventen. Die Gründer-Teams werden von duisport sowie Logistik-Profis der startport Exklusivpartner Evonik, Klöckner & Co, Initiativkreis Ruhr beraten.
Als Technologiepartner sind nun Cisco, weltweit Marktführer in den Bereichen IT und Netzwerk, und das IT-Systemhaus Bechtle bei startport eingestiegen. „Die tatkräftige Unterstützung namhafter Unternehmen aus der Industrie zeigt uns, dass wir mit unserer startport-Idee, Startups und Wirtschaft zusammenzubringen, richtig liegen“, sagte Staake.
Weitere Hilfestellung leisten Netzwerk-Partner wie das Fraunhofer IML, die Universität Duisburg-Essen, das Zentrum für Logistik und Verkehr, das Netzwerk DIALogistik Duisburg, die Unternehmensberatung Roland Berger, die Werbeagentur dws, Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young, Steuerberater von PKF, die Deutsche Bank, IDE (Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung an der Universität Duisburg Essen), Instafreight, Digital Hub Logistics, Rechtsanwälte von Taylor Wessing und die Hochschule Rhein-Waal.
Die Startups im Kurzporträt:
Aindex.Ruhr arbeitet an derEntwicklung einer App, die ihre Nutzer zum optimalen Standort lotsen soll. Dadurch soll die Suche nach der perfekten Wohnung oder des perfekten Gewerbestandortes für den User im Ruhrgebiet und später in anderen Ballungsräumen erleichtert werden. Dabei kann der Kunde selbst seine Prioritäten bestimmen. Die Gründer von Aindex haben bereits erste Meriten verdient: Sie sind Gewinner des „#Nextlevelruhr-Hackathon“ Preises der RAG Stiftung.
Cargo-Bay verbessert die Distribution von Waren von Industrie, Handels- und Logistikunternehmen und liefert innovative Informations-, Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten. Das Unternehmen bietet über 1.000 geprüfte Speditionen in verschiedenen Regionen über seine Plattform an. So können Frachtpreise unterschiedlicher Anbieter von Kunden komfortabel geprüft und verglichen werden. Einheitliche Eingabemasken erleichtern Arbeitsprozesse und reduzieren Fehler. Bereits heute hat Cargo-Bay mehr als 1.100 Kunden.
DepotCity digitalisiert Lagerlogistik und macht Lagerraum und Fulfillment so einfach buchbar wie ein Hotel. Diese Plattform bietet Profis und Laien gleichermaßen die Möglichkeit, professionelle E-Commerce-Logistik einzukaufen. Von der Lagerhaltung, Verpackung, Frankierung bis hin zu Versand, Rechnungsstellung und Mahnwesen ist alles buchbar und kann transparent verfolgt werden. Die Plattform bringt Lagersuchende und Lagerhalter zusammen. Sie erleichtert es den Lagerraumanbietern attraktive Zusatzgeschäfte zu generieren.
Freightpilotholtdurch die eigens entwickelte Software-Plattform die Speditionstouren-Planung in eine Cloud. Unternehmen, die aktuell mit einer eigenen, teuren oder ineffizienten Tourenplanung arbeiten, können diese nun kostengünstig für eine monatliche Gebühr auslagern. Die Plattform bietet eine vollautomatische Tourenplanung über die Grenzen der einzelnen Versender hinweg. So können sich beispielsweise zwei Unternehmen, die den gleichen Kunden beliefern, nun die Fahrt zu diesem teilen. Die Software-Lösung erstellt mit Hilfe künstlicher Intelligenz vollautomatisch einen Tourenplan und gibt diesen direkt an die Lieferanten weiter. So werden Synergieeffekte für alle Beteiligten geschaffen. Dadurch sinken das Verkehrsaufkommen sowie die Fahrtzeit von Lkws und Transportfahrzeugen.
Shippion bringt Transparenz in den Frachtmarkt. Bisher läuft es so: Große Frachtunternehmen schreiben Angebote aus, kleinere müssen für jede Fracht zahlreiche Spediteure anfragen. Zusätzlich fehlt ein einheitliches, effizientes und schnelles Rechnungssystem. Das steigert die Kosten und schmälert den Gewinn. Shippion möchte die Verschiffung von Fracht grundlegend vereinfachen und einen automatisierenden Marktplatz bieten. Shippion automatisiert Frachtkalkulationsprozesse und vereinfacht den Frachtversand für die Exporteure und die Logistikdienstleister.
Die neue „bodo“ ist da: mit Annette Dabs (FIDENA), Britta Peters (Urbane Künste Ruhr), Sascha Bisley, Tante Albert, der Wohnungslosenhilfe „Luthers Waschsalon“ in Hagen, Streit am Bochumer Bahnhof, dem Computerspielmuseum Binarium in Dortmund, Platzmangel in den Frauenhäusern in NRW. „bodo“ ‑ Das Straßenmagazin ist ab dem 30. April und nur auf der Straße erhältlich, für 2,50 Euro, die Hälfte bleibt bei den Verkaufenden.
Das Bochumer Figurentheater-Festival FIDENA wird 60 ‑ ein Gespräch mit Leiterin Annette Dabs über Fritz Wortelmann, Peter Zadek, Donald Trump, Feminismus, Widerstand und das Jubiläumsprogramm.
Britta Peters, neue Leiterin bei den Urbanen Künsten Ruhr, spricht mit „bodo“ über das Ruhrgebiet als Netz und Kunst im öffentlichen Raum als „Arbeit am Ort“.
Ein Besuch in Hagens großer Wohnungslosen-Einrichtung: „Luthers Waschsalon“ bietet neben einem Wäscheservice alles von Frühstück über Beratung bis zu zahnärztlicher Versorgung.
Sascha Bisley stellt sich in Reportagen für ZDFinfo der eigenen Vergangenheit und der sozialen Wirklichkeit in Deutschland. Für die kommende Folge war er obdachlos in Stuttgart.
Der Buddenbergplatz am Südausgang des Bochumer Hauptbahnhofs ist Aufhänger einer Debatte über Sicherheit, Sicherheitsgefühl und soziale Randgruppen. Die Stadt kündigt ein Konzept an.
„Wir brauchen aber nicht nur mehr Plätze, sondern auch neue Konzepte“, sagt Eva Grupe, Mitarbeiterin im Frauenhaus Dortmund. Ein Interview über die Lage der Frauenhäuser in NRW.
Ein Museum zum Zocken und Daddeln: Auf über 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in Dortmund-Huckarde hat Christian Ullenboom im Binarium eine riesige Auswahl an Konsolen, Heimcomputern und Automaten zusammengetragen.
Gärten sind rar in der Dortmunder Nordstadt, schließlich prägt dichte Wohnbebauung das Bild zwischen Hafen und Borsigplatz. Für rund 20 Nordstädter ein Grund, den Gemeinschaftsgarten „Tante Albert“zu betreiben ‑ mit dem Ziel, Eigeninitiative und Gemeinschaftssinn fördern.
Siegfried Borchard „SS-Siggi“ auf der HoGeSa-demo, Foto: Felix Huesmann
Wegen Beleidigung hat das Landgericht Dortmund den bekannten Neonazi Siegfried Borchardt zu vier Monaten Haft verurteilt. Für Borchardt, der seit den 70er Jahren Vorstrafen sammelt wie andere Briefmarken, sah das Gericht keine Möglichkeit mehr für eine Bewährungsstrafe. Kann gut sein, das Borchardt noch in Berufung geht, aber vor dem Oberlandesgericht in Hamm geht es eigentlich nur noch um Formfehler. Wurden die nicht begangen, fährt SS-Siggi ein.
Am Ende zahlten sich weder Haltungslosigkeit noch Opportunismus aus: Nach der Vergabe des Musikpreises an das für seine antisemitischen Texte bekannte Rapper-Du Kollegah (Fitnesslinie „Boss-Transformation“) und Farid Bang wird der Echo eingestellt. Der Bundesverband Musikindustrie, der für den Echo verantwortlich war, teilte mit:
„Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich ziehe. In dieser Überzeugung nennt der Vorstand bereits erste konkrete Schritte: Er wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen. Im Zuge dessen werden auch die bisher involvierten Gremien ihre Tätigkeit einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken.“
Dabei war die Idee eines Musikpreises nach Verkaufszahlen gar nicht schlecht, wenn der Ethik-Beirat und die Jury ihre Arbeit ernst genommen hätten. Haben sie aber nicht. Von da an geht das Ende in Ordnung.