Dortmund: Auch CSD gegen Neonazis

nazis20130501do1Gegen die von der Nazipartei Die Rechte geplante Kundgebung am kommenden Samstag wird nun auch der CSD-Dortmund protestieren.

Neben der geplanten Besetzung des Nazi-Kundgebungsortes an der Katharinentreppe ab 13.00 Uhr durch das Bündnis Blockado  wird es auch eine Demonstration des CSD-Dortmunds gegen Die Rechte geben:

Der Aufmarsch findet am 23.8 zeitgleich zum Christopher Street Day (CSD) statt. Der Hass der Rechtsextremen richtet sich gegen Migrant/innen, gegen Obdachlose und Andersdenkende. Er richtet sich aber auch immer wieder gegen Lesben, Schwule und Transidente. Wir haben nicht vergessen, dass in der NS – Zeit homosexuelle Menschen verfolgt und ermordet wurden. Das ist ein Vermächtnis. Dabei geht es nicht nur um die Auseinandersetzung auf öffentlichen Straßen und Plätzen, sondern auch um den Rechtsextremismus in den Köpfen. Denn wie Antisemitismus und Rassismus gehört Homophobie zum rechtsextremen Weltbild.

Wir wollen uns dagegen gemeinsam zur Wehr setzen! Wir fordern ein Verbot der Partei DIE RECHTE. Keine Toleranz für die, die Hass und Gewalt schüren und die Demokratie ausnutzen, um sie abzuschaffen. Mit einer gemeinsamen Veranstaltung setzten wir ein kraftvolles Signal für eine solidarische, friedliche und tolerante Gesellschaft.

14 Uhr Auftaktkundgebung  und Eröffnung des CSD an der Reinoldikirche
14.30 Demonstration
15 Uhr Kundgebung nahe am Versammlungsort der Neonazis / Katharinentreppe

Offener Brief an der TU Dortmund

TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC
TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC

Die Fachschaftsräte Deutsch und Englisch der Technischen Universität Dortmund äußern öffentlich Kritik an der Hochschulleitung. In ihrem gemeinsamen Offenen  Brief bemängeln die Studierenden, dass die Hochschulleitung berechtigt geübte  Kritik über die Jahre ignoriert hat.

Sehr geehrte Damen und Herren der Hochschulleitung der TU Dortmund,
Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
seit einiger Zeit findet eine Entwicklung an unserer Universität statt, die uns zum einen mehr als missfällt und über die zum anderen dringend öffentlich diskutiert werden muss. Wir sehen uns als Fachschaftsräte in der Pflicht, die Missstände und fragwürdigen Entwicklungen hiermit offen und öffentlich anzusprechen. Wir glauben, dass die Studierenden bisher nicht ausreichend informiert und in den Entscheidungsprozess
involviert wurden.

In der Vergangenheit gab es bereits einen Austausch zwischen studentischen Gremien und der Universitätsleitung. Die bisherigen Treffen zeichneten sich unserer Meinung nach allerdings weder durch einen Erkenntnisgewinn für die Studierenden aus, noch fiel die berechtigte Kritik auf fruchtbaren Boden. Grundsätzlich verschließen wir uns keinem Meinungsaustausch auf Augenhöhe. Wir begrüßen diesen sogar ausdrücklich. Unter den
jetzigen Umständen sehen wir uns bedauernswerterweise gezwungen, den Weg über die breite Öffentlichkeit zu gehen, da jegliche Kritik, die in den letzten Jahren durch studentische Gremien geäußert wurde, seitens der Hochschulleitung nicht angenommen oder schlichtweg ignoriert wurde.

Wir werfen der Hochschulleitung hiermit vor, mangelhafte Qualität der Lehre billigend in Kauf zu nehmen, Benachteiligung von Studierenden zu ignorieren, die Studierfreiheit einzuschränken, die essentielle Fachkultur einzelner Fachbereiche zu zerstören, und die traditionsreiche Lehramtsbildung der Universität auf ein ungesundes wie unvernünftiges Maß zu

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NRW: Pirat Düngel tritt als Landtagsvizepräsident zurück

Daniel Düngel Foto: Tobias Eckrich Lizenz: Copyright Piratenfraktion NRW
Daniel Düngel Foto: Tobias Eckrich Lizenz: Copyright Piratenfraktion NRW

Daniel Düngel, der zur Zeit mit Haftbefehl gesucht wird, legt sein Amt als Landtagsvizepräsident nieder.

Das teilten soeben die Piratenfraktion und Düngel in einer gemeinsamen Erklärung mit:   „Ich werde mein Amt als Vizepräsident des Landtags NRW niederlegen. Dies habe ich der Landtagspräsidentin Carina Gödecke soeben mitgeteilt.

Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht. Ich sehe mich bei dem enormen Druck, der von außen auf mich einwirkt, zu diesem Schritt gezwungen. Sie gibt mir aber auch die Freiräume, die privaten Dinge zu regeln und andererseits um möglichen Schaden von meiner Fraktion abzuwenden.

Ich werde mich weiterhin nicht zu meinen privaten Vermögensverhältnissen äußern, nur so viel: Ja, es gibt Schulden. Um die Begleichung kümmere ich mich seit langer Zeit, mit der zuständigen Gerichtsvollzieherin bin ich im laufenden Kontakt. Ich verweise aber ausdrücklich auf mein Recht auf Privatsphäre. Auch für mich gilt die Piraten-Aussage „Gläserner Staat statt gläserner Bürger“. Mir liegt eine Transparenz bei politischen Prozessen nach wie vor sehr am Herzen – diese Transparenz hört da auf, wo persönliche Daten geschützt werden müssen. Ich bitte die Medien und meine Kollegen im Landtag und in meiner Partei darum, dies zu respektieren.

Für die zahlreichen Hilfsangebote und aufmunternden Worte aus meinem gesamten Umfeld möchte ich mich an dieser Stelle bedanken.“

 

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Dortmund: Bündnis Blockado will Nazi-Kundgebung verhindern

bockwurst_nazisEine für den 23. August geplante Kundgebung der Nazi-Partei „Die Rechte“ will das Nazi-Gegner Bündnis Blockado verhindern.  

Die Kundgebung der Partei „Die Rechte“ soll an das Verbot der Kameradschaft  Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) erinnern, in der zahlreichen Mitglieder des heutigen Dortmunder Kreisverbandes der Rechten aktiv waren. Zeitgleich zu der Veranstaltung finden in Dortmund nur ein paar Meter weiter der Christopher-Street-Day (CSD) statt. Das Bündnis Blockado ruft dazu auf, die Kundgebung durch eine Besetzung des Veranstaltungsortes zu verhindern:

BlockaDO-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke erklärt dazu: „Es ist unerträglich, dass die Nazis während des CSD zeitgleich in der Innenstadt hetzen wollen. Schwule und Lesben wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet. Wir solidarisieren uns mit dem CSD und werden dafür sorgen, dass die Nazi-Hetze kein Gehör findet.“ Und Stefan Michalis, Pressesprecher von BlockaDO,fügte hinzu: „Wenn Nazis zwei Jahre nach dem Verbot des sogenannten Nationalen Widerstandes gegen eben dieses Verbot demonstrieren wollen, zeigen sie damit deutlich, welche Wurzeln „Die Rechte“ hat.“  Das BlockaDO-Bündnis ruft für den 23. August dazu auf, die Katharinentreppen frühzeitig zu besetzen, um eine Nazikundgebung am Eingangstor der Stadt unmöglich zu machen.

 

Dortmund: Demo gegen den Islamischen Staat

ISIS Quelle: Youtube
ISIS Quelle: Youtube

Gegen den Terror des salafistischen Milizen der Gruppe Islamischer Staat (IS) finden heute ab 18.00 Uhr in Dortmund eine Demonstration statt. Treffpunkt ist vor dem Kinocenter am Nordausgang der Hauptbahnhofes. IS hat in den vergangenen Monaten zehntausende Menschen in Syrien und im Irak ermordet. Zur Zeit begeht die Gruppe Massaker an den Jesiden, einer religiösen Minderheit in Kurdistan. US Präsident Barack Obama hat ein Eingreifen amerikanischer Luftstreitkräfte genehmigt – um den IS-Terror zu stoppen und eine Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Wasser zu ermöglichen. UN-Kräfte, die dies in den vergangenen Tagen versuchten, wurden von IS-Verbände angegriffen.

Leibesübungen – „bodo“ im August

bodo_Titel_201408Das Straßenmagazin macht Sport. Ein ganzes Heft lang. Kein Bundesliga-Auftakt und kein Partypatriotismus, dafür „Immer nur Heimspiel“ beim Knastfußball, eine 87-jährige  Schwimmlegende, die immer noch jeden Hobbykrauler abhängt, ein taxifahrender Taekwondo-Nationaltrainer, dessen Team in Kabul trainiert, ein Treffen mit Jugendfußballtrainer Frank Goosen, „Vollkontakt im Kreisverkehr“ beim Roller Derby, essen gehen bei Ente Lippens uvm.

Neptuns Tochter 
Ursula Happe ist 87. Die Dortmunderin wirkt nicht nur an Land elegant, sondern bewegt sich auch mit fast schwebender Leichtigkeit im Wasser. Ist sie allerdings auf dem Wasser, wird ihr, der Schwimm-Olympiasiegerin, schlecht, im Wasser grundsätzlich kalt. Wie herrlich menschlich.Heimat, Fußball, Rockmusik
Frank Goosen ist auf deutschen Kleinkunst-Bühnen eine etablierte Größe und in seiner Heimatstadt ein Superstar. Und neben Heimat und Rockmusik ist Fußball sein großes Thema, ob auf der Bühne, im Aufsichtsrat des VfL Bochum oder als Jugendtrainer bei der DJK Arminia 1926.Immer nur Heimspiel
6:2 – ein souveräner Sieg im Ligaspiel. Aber: Kein Jubel und Anfeuern durch Familie oder Freundin. Es gibt gar keine Zuschauer, geschweige denn eine Tribüne. Stattdessen begrenzen meterhohe kalte, graue Betonmauern das Feld. Spieltag in der Justizvollzugsanstalt Iserlohn.Vollkontakt im Kreisverkehr
Auf dem Feld stehen entschlossen aussehende Frauen auf Rollschuhen und in Schutzkleidung. Ihre Trikots tragen Namen wie „Bella Knockarella“ oder „Sassy Kickassy“.  Es geht um das Sammeln von Punkten und blauen Flecken. Willkommen beim Roller Derby.

Die Ping-Pong-Renaissance 
Kneipensport Tischtennis? Einmal im Monat heißt es im „Rekorder“ in der Dortmunder Nordstadt „Schlag den Döpp“. Alexander Döweling hat unter

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Essen: Assyrer, Armenier und Kurden rufen zu Demonstration gegen ISIS-Gewalt auf

ISIS Quelle: Youtube
ISIS Quelle: Youtube

Am morgigen Samstag finden bundesweite Demonstrationen gegen die fortwährend immer heftiger und brutaler werdenden Attacken der ISIS im Irak und in Syrien statt. Auch im Ruhrgebiet wird gegen ISIS protestiert. Treffpunkt ist  der Burgplatz um 17.00 Uhr. Aus dem Aufruf:

„In den letzten zwei Wochen mussten alle Christen aus Mossul im Nordirak fliehen. Die Terroristen stellten ihnen ein Ultimatum. Das Ultimatum ließ ihnen keine wirkliche Wahl. Sie hatten die Möglichkeiten zu fliehen, zu konvertieren oder bei Weigerung hingerichtet zu werden.Die Folge ist ein Massenexodus und das vollständige Verschwinden chritlichen Lebens und Kultur aus Mossul. Zeitgleich attackiert die ISIS Kurden in Rojava (Nordsyrien).“

 

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„Mit einemmal wehte ein kalter Wind von Angst über den Strand und fegte ihn leer“

 

Stefan Zweig
Stefan Zweig

Mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien begann heute vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg. Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig hat seinen Anfang in seiner Biografie Die Welt von Gestern  beschrieben:

Der Sommer war schön wie nie und versprach noch schöner zu werden; sorglos blickten wir alle in die Welt. Ich erinnere mich, wie ich noch am letzten Tage in Baden mit einem Freunde durch die Weinberge ging und ein alter Weinbauer zu uns sagte: »So ein‘ Sommer wie den haben wir schon lange nicht gehabt. Wenn’s so bleibt, dann kriegen wir einen Wein wie nie. An den Sommer werden die Leut‘ noch denken!«

Aber er wußte nicht, der alte Mann in seinem blauen Küferrock, welch ein grauenhaft wahres Wort er damit aussprach.

Auch in Le Coq, dem kleinen Seebad nahe bei Ostende, wo ich zwei Wochen verbringen wollte, ehe ich wie alljährlich Gast in dem kleinen Landhause Verhaerens war, herrschte die gleiche Sorglosigkeit. Die Urlaubsfreudigen lagen unter ihren farbigen Zelten am Strande oder badeten, die Kinder ließen Drachen steigen, vor den Kaffeehäusern tanzten die jungen Leute auf der Digue. Alle denkbaren Nationen fanden sich friedlich zusammen, man hörte insbesondere viel deutsch sprechen, denn wie alljährlich entsandte das nahe Rheinland seine sommerlichen Feriengäste am liebsten an den belgischen Strand. Die einzige Störung kam von den Zeitungsjungen, die, um den Verkauf zu fördern, die drohenden Überschriften der Pariser Blätter laut ausbrüllten: »L’Autriche provoque la Russie«, »L’Allemagne prépare la mobilisation«. Man sah, wie sich die Gesichter der Leute, wenn sie die Zeitungen kauften, verdüsterten, aber immer bloß für ein paar Minuten. Schließlich kannten wir diese diplomatischen Konflikte schon seit Jahren; sie waren immer in letzter Stunde, bevor es ernst wurde, glücklich beigelegt worden. Warum nicht auch diesmal? Eine halbe Stunde später sah man dieselben Leute schon wieder vergnügt prustend im Wasser plätschern, die Drachen stiegen, die Möwen flatterten, und die Sonne lachte hell und warm über dem friedlichen Land.

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Dortmund: 33.000 feierten bei Juicy Beats

JuicyBeats 2014(c)H&H_Photographics
JuicyBeats 2014(c)H&H_Photographics

33.000 Musikbegeisterte feierten am Samstag beim 19. Juicy Beats Festival im Dortmunder Westfalenpark. Erstmalig war das Festival bereits im Vorfeld ausverkauft. Bei bestem Open-Air-Wetter sorgten mehr als 450 Künstler auf den über 20 im gesamten Park verteilten Bühnen und Floors für beste Festivalstimmung. Vor allem die Auftritte von Alligatoah, Milky Chance, Alle Farben, Calexico und Hundreds kamen beim Publikum sehr gut an. Höhepunkt des Live-Programms war der Auftritt des internationalen Star-Djs Boys Noize, dessen spektakuläre Bühnenshow in einem großen Konfettiregen mündete. Neben den 30.000 Besuchern am Tag kamen in der Nacht noch rund 3.000 weitere Gäste, um bis in die Morgenstunden auf den vielen unterschiedlichen Bühnen und Floors zu feiern. Mit der 19. Ausgabe des größten Electronic -und Independet-Music Festivals in NRW zeigen sich die Veranstalter sehr zufrieden: „Es war ein außerordentlich schönes Festival mit tollen Shows und einem großartigen Publikum“, berichtet Festivaldirektor Carsten Helmich. Zum 20. Festivaljubiläum im nächsten Jahr wird Juicy Beats dann erstmalig über zwei Tage stattfinden. Erste Karten sind bereits ab Montagauf der Festivalhomepage erhältlich.