Vielen Dank an Marko Bonk für den Link…
Die verpasste Chance
In allen deutschen Großstädten steigen die Mieten rasant. Im Ruhrgebiet nicht. Das wäre eigentlich eine Chance für das Ruhrgebiet, auf als Wohn- und Arbeitsstandort auf sich aufmerksam zu machen. Ergreifen tut sie niemand.
Nachdem es über mehrere Jahre hinweg bis auf wenige Ausnahmen in Deutschland kaum Mietpreissteigerungen gab, hat sich die Situation in der letzten Zeit verändert: In den Ballungsgebieten steigen die Mieten, selbst im einstigen Preisparadies Berlin wird es auch für jene, die ein durchschnittliches Einkommen haben immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. In München, Hamburg oder Frankfurt ist das fast unmöglich, wenn man in einem der attraktiven innenstadtnahen Quartiere leben will.
Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt: Die Jungen wegen des Studiums, die Absolventen wegen den Job-Aussichten und die Senioren wegen der guten Versorgung. Die Städte wachsen – nur im Ruhrgebiet nicht. Die WAZ berichtet heute von Kaufpreisen unter 20.000 Euro für 3-Zimmer Wohnungen in Dusiburg, die Ruhr-Nachrichten davon, das es in Dortmund keine Wohnungen für Studenten mehr gibt, ausser in der Nordstadt, in Eving und in Dorstfeld. Ein Altbauquartier wie die Nordstadt mit Galerien, Kneipen und Programmkinos wäre in jeder Stadt Deutschlands längst
Der Ruhrpilot

NRW: Innenminister Jäger warnt vor Asylmissbrauch…Der Westen
NRW II: Land gegen Stopp bei der EU-Erweiterung…Welt
NRW III: Polizei rasterte jahrelang Besucher ihrer Webseiten…Netzpolitik
Dortmund: Im Nazi-Prozess will Anwalt Innenminister hören…Der Westen
Dortmund II: Stadt wird Ex-Feuerwehrchef nicht vorzeitig los…Ruhr Nachrichten
Dortmund III: Kaum noch Wohnungen für Studenten…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Alltours-Chef Willi Verhuven vor Gericht…Bild
Duisburg II: Nazi-Schmiererei am „Problemhaus“ in Bergheim…Der Westen
Essen: Live-Bericht von der Pressekonferenz zur Spiel ’12…Winsalt
Essen II: Stadt benötigt mehr Asyl-Unterkünfte…Der Westen
Umland: Bundeswehr lehnt Aufnahme von Flüchtlingen ab…Welt
Das Revierderby, das Antifa-Camp und die Gewalt: Muss das Spiel abgesagt werden?
Am Samstag findet in Dortmund das Revierderby statt: Schalke und der BvB treten gegeneinander an, kein anderes Fußballspiel im Ruhrgebiet ist damit vergleichbar – ein Höhepunkt. Im Vorfeld wollte die Polizei mit Fans von Schalke und Borussia Kooperationsgespräche führen. Die wollen das nicht. Zeit, für einen Blick zurück auf den Sommer dieses Jahres.
Mal schauen, was die Dortmunder Polizei und die Stadtverwaltung der Stadt jetzt machen: Nach einem Bericht der Ruhr Nachrichten haben Fangruppen von Schalke und Borussia Kooperationsgespräche mit der Polizei im Vorfeld der Spiels, das am Samstag im Westfalenstadion stattfinden soll, abgesagt. Im vergangenen Jahr war es zu Ausschreitungen gekommen – nicht neues im Fußball. Ausschreitungen und Regelverstösse gab es immer, sie sind deutlich seltener geworden als in der Vergangenheit. Am wildesten war es in den 20er Jahren – das ist lange her. Die Panikmache der vergangenen Monaten ist also weitgehend unbegründet.
Der Ruhrpilot

Ruhrgebiet: Ökostrom – Große Stadtwerke bitten Stromkunden zur Kasse…Der Westen
NRW: Piraten – Google hat Zugriff auf Landtagsmails…Ruhr Nachrichten
NRW II: „Roma fliehen vor struktureller Diskriminierung“…Welt
Ruhrgebiet II: Global Players in der Lokalpolitik des Reviers…Post von Horn
Derby: Anti-Schalke-Schmiererei kurz vor Revierderb…Welt
Derby II: BVB- und Schalke-Fans lehnen Gespräche mit Polizei ab…Ruhr Nachrichten
Bochum: Natalya Kaspersky steigt bei G Data in Bochum ein…Der Westen
Bochum II: Strompreis wird ab Januar teurer…Der Westen
Dortmund: 12 Prozent mehr Leerstand bei City-Immobilien…Der Westen
Duisburg: Kantpark – Eine Menge Leute, eine Menge Ideen…Der Westen
Essen: Große Koalition für den Asta…Der Westen
Fankultur: Wie das klassische deutsche Science-Fiction-Fandom untergeht…Xranews
Online: 60.000 Menschen fordern Abschaffung der Datenspeicherung…Netzpolitik
Film: Premium Rush – Rasante Räder-Raserei in New York …Pottblog
Game: Dark Shadows Blu-ray kurzfristig zu verlosen…Pottblog
Sherry Turkle: Mehr Zeit, alleine zu sein.
Wenn sich in Deutschland Psychologen über Internet, Computer und Social Media äussern, ist das meistens unerträglich: Den Menschen wird Angst gemacht, Schreckgespenster werden an die Wand gemalt und bei näherer Betrachtung geht es dann doch meistens darum, das irgendein Wichtigtuer an Staatsknete will, die irgendein anderer Wichtigtuer bereit stellt. Wie anders ist es, wenn man Sherry Turkle zuhört, die sich wie kaum eine andere mit der Computerkultur beschäftig und das wunderbare Buch „Die Wunschmaschine“ geschrieben hat. Wenn Turkle von Problemen im Umfeld der digitalen Kommunikation spricht, höre ich zu, weil sie weiß, worüber sie spricht. Das Video ist ein paar Monate alt, ich kenne es erst seit gestern. Schaut es Euch an.
Träume vom Morgenland
Das Ruhrgebiet tut sich schwer mit der Vermarktung seiner Industrieflächen. Nur mit Hilfe von staatsnahen Unternehmen und viel öffentlichem Geld tut sich was auf den Brachen.
Es klang wie in einem schönen Traum: Scheich Hani A.Z. Yamani, Sohn des legendären stellvertretenden saudischen Ölministers Ahmed Zaki Yamani (Zitat: „Das Zeitalter der Steinzeit ist nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen, das Ölzeitalter wird nicht erst zu Ende gehen, wenn der letzte Tropfen Öl gefördert worden ist.“), internationaler Investor, reich und eloquent, verkündete 2005 auf Zeche Zollverein in Essen bauen zu wollen: Ein Hotel, eine ganze Designstadt für die angeblich boomende Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet und später auch noch ein neues Gebäude für die Folkwang Hochschule, deren Design-Fachbereich sich auf der Zollverein-Fläche ansiedeln muss, obwohl die Hochschulen selbst wohl lieber am Stammsitz in Werden oder in der Essener Innenstadt gebaut hätten.
Ende September platzten dann alle Träume: Yamani hatte die zugesagte Kaufsumme von 2,3 Millionen Euro nicht an das Land überwiesen. Seine, extra für das Vorhaben nach Angaben seines Emissärs Claus Wessin aus steuerlichen Gründen von Yamani und des zeitweise nahe der Pleite stehenden kroatischen Bauunternehmens Ingra in Malta gegründete Firma Hazy Trading Est & Associates Ltd. hatte nur ein Stammkapital von 1.200 Euro – was das Land NRW allerdings wusste und lange Zeit ebenso wenig störte wie eine von Yamani betriebene einseitige Vertragsänderung zu seinen Gunsten,
Der Ruhrpilot
Ruhrgebiet: Zombies mischen den Geierabend auf…Der Westen
NRW: Unser Dorf soll reicher werden…Spiegel
Debatte: So rechnet die Ökobranche die Energiewende schön…Welt
Debatte II: Die Runzeligkeit der deutschen Netz-”Gemeinde”…Indiskretion Ehrensache
Ruhrgebiet II: Revier-Bürger sind mobil und mögen ihre Nachbarn…Der Westen
Bochum: Schauspielhaus verlegt Kafkas „Prozess“ ins Irrenhaus…Der Westen
Bochum II: Recke-Schule – Offener Brief an Schulministerin…Der Westen
Bottrop: Der Initiativkreis Ruhr unterstützt weiter die Innovation City…REL
Dortmund: Stadtdirektor stärkt Feuerwehrchef den Rücken…Ruhr Nachrichten
Essen: Einzelhandel hat keine Angst vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz…Der Westen
Umland: Schavan will zu Plagiatsvorwurf Stellung nehmen….Welt
Umland II: Vom Glauben zum Aberglauben – Basenfasten…Zoom
Übernehmen die Enten die Macht auf der Erde, wenn Homosexuelle heiraten dürfen?
Bislang fand ich die Forderung das Schwule und Lesben heiraten dürfen eigentlich ganz ok. Aber dann hab ich auf Facebook (Dank an Hans J. Schiebener von Zoom) den Link zu freethoughtblogs.com gefunden. Dort wird der Leserbrief der 14jährigen Jasmin dokumentiert, die offenbar von ihren Eltern daheim unterrichtet wurde und deren naturwissenschaftlichen Ansichten nicht durch eine öffentliche Schule verwirrt wurden. Jasmin schreibt, dass die Schwulenehe dazu führen könnte, dass die menschliche Evolution gestoppt wird und die Enten die Macht auf der Erde übernehmen. Eine bizarre Vorstellung, die, wenn sie wissenschaftlich bestätigt wird, zu einem Umdenken in der Frage der Homoehe führen könnte – es sei denn, unsere Politiker werden längst von der Enten-Lobby gesteuert. Hier geht es zum Artikel auf freethoungtblogs.
Nazis in Dortmund: Verpufft das Verbot?
Im August verbot das Innenministerium NRW die Nazi-Kameradschaften Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) und die Kameradschaft Hamm. Auch das Infoportal-Dortmund, die Webseite des NWDO, durfte von den Nazis nicht weiter gepflegt werden. Keine zwei Monate später hat sich die Szene neu aufgestellt: Der ehemalige NWDO-Kopf Dennis Giemsch macht Karriere in der Worch-Partei die Rechte und im Internet wird mit „schwerster Bewaffnung“ zur gegebenen Zeit gedroht.
Es war der bislang letzte, aber auch erfolgreichste Schlag gegen die Nazis-Szene in NRW: Am 23. August durchsuchten hunderte Polizeibeamte die Wohnungen von Nazi-Aktivisten in ganz NRW. Das Innenministerium hatte drei Kameradschaften verboten, neben dem NWDO und der Kameradschaft Hamm auch die Kameradschaft Aachener Land (KAL). Schon damals dämpfte Dortmunds Polizeipräsident Norbert Wesseler jede Euphorie: „Durch dass Verbot sind die Nazis nicht weg.“ Wesseler sagte damals, das man nun abwarten müsse, ob und wie sich die Szene neu aufstellt. Das Abwarten hat eine Ende: Die Nazis in Dortmund haben auf das Verbot der Kameradschaft und des Antikriegstages am 1. September reagiert und sich neu aufgestellt. Mitglieder der beiden verbotenen Kameradschaften bilden den Kern des NRW-Landesverbandes der von dem bekannten Neonazi Christian Worch gegründeten Partei „Die Rechte“. Dennis Giemsch, der Kopf der Dortmunder Rechtsradikalen, wurde gestern auf dem Bundesparteitag als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt.





