
Der WDR lebt weniger davon Zuschauer zu überzeugen als Politikern zu beweisen, wie wichtig er ist, denn die bestimmen am Ende über die Höhe der Gebühren. Und wie schafft man es, sich bei möglichst vielen Politikern beliebt zu machen? Man gibt ihnen die Chance, sich zu präsentieren. Allen. Und zwar ohne irgendeine Auswahl. So macht man sich ganz viele Freunde – und die braucht der WDR in den Parteien dringender als Zuschauer, denn um die „Haushaltsabgabe“ gibt es Streit. Der WDR macht das seit ein paar Jahren so, es hat mit redaktioneller Arbeit nicht viel zu tun, es wird nichts ausgewählt und es wird nichts eigeordnet. Kandidatencheck nennt sich das. Es gibt nicht einmal einen Link zu Wikipedia, wo man sich ja informieren könnte, wer da gerade bräsig in die Kamera labert. Und so kann dann der OB-Kandidat der Nazi-Partei „Die Rechte“ gegen Virologen und Ausländer hetzen – in einem Sender, der mit Zwangsgebühren finanziert wird. Geld, mit denen man auch so schöne Dinge wie ein Abo bei Prime, Netflix oder Disney abschließen könnte.








