Kölns Oberbürgermeister will Drogenhandel in geringen Mengen noch ermöglichen

Torsten Burmester (SPD) Oberbürgermeister von Köln Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0


Torsten Burmester fordert „Experimentierklauseln“ für die Kommunen.

Der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester will den Handel mit Drogen in geringen Mengen in einem geplanten Suchthilfezentrum der Stadt zu ermöglichen. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe) kündigte der SPD-Politiker dazu einen neuen Versuch an. „Ich erwarte, dass wir in einem gemeinsamen Gespräch noch Lösungen finden für den Mikrohandel, für die Erforschung des Crackkonsums, für Ersatzstoffe, für Beratung“, sagte Burmester. „Für all das brauchen wir die Möglichkeit von Experimentiertierklauseln in den Kommunen.“

Burmester zeigte sich enttäuscht, dass die Landesregierung einen ersten Vorstoß von Köln und Düsseldorf zurückgewiesen habe. „Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Keller und ich haben an die Landesregierung geschrieben – und leider eine ernüchternde Antwort der Minister Reul und Laumann erhalten: Alles nicht möglich!“ berichtete er.

Die Voraussetzungen für das geplante Suchthilfezentrum seien jetzt geschaffen. „Damit holen wir die Drogenkranken von den Straßen in eine betreute Einrichtung“, sagte er. Zu klären seien noch Detailfragen, unter anderem der Umgang mit dem Mikrohandel von Drogen.

Mit Blick auf aggressives, organisiertes Betteln im öffentlichen Raum kündigte der SPD-Politiker eine Überprüfung der bereits ergriffenen Maßnahmen im Hinblick auf eine mögliche Verschärfung an. Es gebe Regeln gegen organisiertes und aggressives Betteln, und es gebe ein Rückkehrmanagement, erklärte Burmester. „Wir sind im Austausch mit Städten wie Gelsenkirchen und Hamm und schauen, ob wir unsere Maßnahmen anpassen.“

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1 Monat vor

Eine drogenfreie oder drogenbefreite Welt wird es niemals geben. Zuletzt kann alles Droge sein, exkludiere ich kurz die harten. Aber es geht ja um jene harten Drogen, die ich jetzt mal so def., als dass der Rauscheffekt unmittelbar einsetzt und je höher die Ekstase, desto tiefer der seelisch-körperliche Verfall des Drogenkonsumenten.
Heroin und Chrystal Meth stehen ganz weit oben, Crack auch, Koks ist ja quasi ne urbane Hipsterdroge geworden, konsumieren auch Büroassistente, Sozialarbeiter und Sparkassenmitarbeiter (könnt‘ ich belegen, tu ich aber nicht, hehe).
Ich weiß nicht, aber jeder Mensch weiß doch, dass wenn er den Ekstasegipfel ganz weit ersehnt und den Aufstieg sucht (=Sucht), dann weiß er auch von dem Fall.
Und da hört sogar meine Caritas auf – bin Kulturchrist katholischer Provenienz.
Wer sich „den Dreck“ in die Venen oder sonstwo hin pfropft, ist, libertär gesagt, selbst verantwortlich wenn nicht selbst schuld. Niemand anderes.
Nicht der Papst, die Mutter, die CDU, der VfL (welcher auch immer) oder, ganz wichtig, „das System“ an sich, das hier ja nun mal sich Kapitalismus schimpft.
Wer in der Öffentlichkeit den eigenen Verfall zelebriert, der gehörte m. E. aus der Öffentlichkeit entfernt.
Menschen, die sich nun empören – das sei unmenschlich, unbarmherzig=unchristlich, reaktionär, wenn nicht faschistoid –, die wollen oft, ich meine Erfahrung, dass mit dem öffentlichen Dahinsiechen des Gipfelstürmers die nicht Drogenabhängigen (oder halt von den schwachen abhängig, zB Smartphone, Zucker, Alk etc.) doch bitte darauf aufmerksam gemacht sein sollten, dass eben „das System“ daran schuld und es unbedingt abzuschaffen sei – ist, meine ich, eine sehr link(isch)e Sichtweise.
Ich will ehrlich sein: Ich will das Elend nicht sehen. Ich will auch nicht, dass meine Kinder das sehen.
Im Kern tut mit der Tieffaller leid – dann aber auch, wie geschildert, nicht.
Deswegen ist all das sozial-liberale Druckraumzurverfügungstellen absoluter Blödsinn.

Joe Hannes
Gast
Joe Hannes
1 Monat vor

Würde Kölns Oberbürgermeister den Drogenhandel in seiner Stadt verbieten, hätten die 500 ausreisepflichtigen Straftäter, die aus der Domstadt hätten längst abgeschoben werden sollen, womöglich keine Grundlage mehr für ein komfortables Leben voller Rauch und Bausch.
Zumindest passt es ins Bild, wenn man wie gestern in der Welt und anderen Medien liest, dass die Stadt Köln die Abschiebung von 500 kriminell in Erscheinung getreten Migrtanten erfolgreich verhindert hat.

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