Ruhrtriennale: Terror-Sympathisanten bejubeln Stefanie Carps Entscheidung

Bühne frei für Antisemiten und Israelhasser: Stefanie Carp und Christoph Marthaler Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016

Die Entscheidung der Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp, die Young Fathers doch wieder zu dem Festival einzuladen findet viel Zustimmung. Vor allem Antisemiten und Israelhasser sind begeistert. Die Band, die der Meinung ist, das kein Musiker in Israel auftreten darf und das Land auch wirtschaftlich und wissenschaftlich isoliert werden muss, soll im August in Bochum auftreten. Aber es gibt auch Kritik an  Carps Entscheidung:

Roger Waters jubelt. Der ehemalige Pink Floyd Bassist gilt als einer der größten Fürsprecher der antisemitischen BDS Kampagne. Auf seinen Konzerten schwebten schon öfter Schweine mit einem Davidstern durch die Halle.

Der deutsche Ableger der BDS-Kampagne, der die Terrororganisation PFLP, die 1977 die Lufthansa-Maschine „Landshut“ entführte, als „Befreiungsbewegung“ bezeichnet, ist ebenfalls von der Entscheidung Carps angetan:

 

Auf der Facebookseite der Ruhrtriennale wird indes  die Nazi-Aktion „Kauft nicht bei Juden“ zum Akt des Widerstandes verklärt:


Auch die israelische Fahne wird verfremdet – was die Betreiber der Ruhrtriennale-Seite nicht stört. Geht es doch nur um unterschiedliche Narrative:

Allerdings gibt es auch Kritik: Der FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Nückel fordert den Rücktritt Carps. Nach einem Bericht der Rheinischen Post geht die Kulturstiftung des Bundes auf Distanz zu Carp: „Der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes bedauert ebenfalls die Entscheidung der Intendantin Frau Carp, besagte Band einzuladen, und teilt insofern die Auffassung der Kulturministerin von NRW, Frau Pfeiffer-Poensgen“. Die Kulturministerin hatte zur Entscheidung Carps, der Young Fathers wieder einzuladen und vor der BDS-Kampagne klein beizugeben gesagt:  „Die Intendantin der Ruhrtriennale hat sich erneut entschieden, die Gruppe ‚Young Fathers‘ zur Ruhrtriennale 2018 einzuladen. Diese Entscheidung bedauere ich. Die Gruppe hat in den vergangenen Tagen durch ihre Teilnahme an der BDS-Kampagne gegen die Ruhrtriennale gezeigt, dass sie offenkundig die BDS-Bewegung unterstützt, die das Existenzrecht Israels in Frage stellt und zu einem umfassenden Boykott Israels auffordert. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht akzeptabel. Es ist nicht auszuschließen, dass durch die Entscheidung die BDS-Kampagne eine Plattform auf der Ruhrtriennale erhält. Dies ist in Zeiten zunehmender antisemitischer Straftaten und anderer Vorfälle, leider auch in Nordrhein-Westfalen, ein falsches Signal.“

Zuvor hatte  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einem Schreiben an die jüdisch-deutsche Aktivistin  Malca Goldstein-Wolf geschrieben:

Wir werden sehen, was der Tag bringt. Und ob Stefanie Carp weiter daran arbeiten will, die Ruhrtriennale zu beschädigen.

 

Der Ruhrpilot

Sebastian Hartmann (SPD) Foto: Martin Kraft Lizenz: CC BY-SA 3.0


NRW: 
Sebastian Hartmann stellt sich zur Wahl als SPD-Chef…General Anzeiger
NRW:
Land will fast eine Milliarde pro Jahr an Steuerzahler zurückgeben…Welt
NRW: So will Joachim Stamp die kommunalen Ausländerbehörden umbauen…General Anzeiger
NRW: Innenminister will frühere Hinweise auf Gift-Käufe…Dattelner Morgenpost
Debatte: Zieht die AfD Antisemiten an?…Welt
Debatte: Rettet die Flüchtlinge – vor ihren Freunden…NZZ
Debatte: Ist das Internet noch zu retten?…Cicero
Debatte: „Mit der SPD gibt es keine Garantie für progressive Mehrheiten“…Jungle World
Debatte: Bürger beurteilen Demokratien äußerst kritisch…FAZ
Debatte: Leben und Aussterben ohne Motordinosaurier…Welt
Debatte: Kein Zaubermittel gegen Rechtspopulisten in Sicht?…FAZ
Ruhrgebiet: Ruhrtriennale lädt umstrittene Band Young Fathers aus und wieder ein…RP Online
Ruhrgebiet: Vom Bergbau bleibt mehr als nur ein Mythos…Der Westen
Ruhrgebiet: Klares Nein zu LKW-Durchfahrtsverbot auf der B1…WAZ
Bochum: Vonovia weiht neue Unternehmenszentrale ein…WAZ
Bochum: Sorgen der Mieter ernst nehmen…WAZ
Dortmund: Familienserie über Hörde und den Strukturwandel wird fortgesetzt…WAZ
Duisburg: Vor Fusion mit Tata – TKS-Betriebsrat sieht noch Baustellen…WAZ
Essen: Generalvikar sieht in der CSU Rechtspopulismus am Werk…WAZ

Ruhrtriennale: FDP-Politiker fordert Rücktritt von Stefanie Carp

Thomas Nückel

Thomas Nückel, der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag fordert den Rücktritt von Ruhtriennale-Intendantin Stefanie Carp. Carp hatte die Young Fathers heute wieder eingeladen, bei dem vom Land NRW und den Regionalverband Ruhr finanzierten Festival aufzutreten, nachdem sie die Band in der vergangenen Woche erst ausgeladen hatte, weil die Musiker sich nicht von der BDS-Kampagne distanzieren wollten. BDS fordert die wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Isolation Israels und arbeitet auf

Continue Reading
Werbung
Werbung


Ein Herz für Israelhasser: Ruhrtriennale lädt Young Fathers erneut ein

Young Fathers Foto: Ash link Lizenz: CC BY 3.0

Nun sollen die Young Fathers doch am 18. August im Rahmen der Ruhrtriennale auftreten. Ruhrtriennale Intendantin Stefanie Carp knickt vor der unter anderem von den Künstlern und BDS-Aktivisten Brian Eno und Ken Loach gestarteten Kampagne ein und lädt die die Young Fathers erneut ein – obwohl sie sich nicht, wie von der Ruhrtriennale gefordert, von der BDS-Kampagne distanziert haben.

Continue Reading

Ruhrgebiet sucht Startups in Israel

Tel Aviv bei Nacht Foto: Miguel.faber Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die Wirtschaftsförderung des Ruhrgebiets arbeitet als einzige regionale Wirtschaftsförderung Deutschlands mit der Deutsch-Israelischen Handelskammer in Tel Aviv zusammen. Israelische Startups sollen im Revier für neues Wachstum sorgen.

Ende des Jahres ist soweit: Wenn mit Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Zeche schließt, ist die Bergbau-Ära im Ruhrgebiet nach Jahrhunderten vorbei. In den vergangenen 50 Jahren hat der Bergbau nach und nach an Bedeutung verloren. Immer weniger Menschen arbeiteten unter Tage und bauten Kohle ab und auch in den Stahlwerken, die es immer noch gibt, ist die Zahl der Beschäftigten geringer geworden.

Zahlreiche neue Unternehmen siedelten sich seitdem im Ruhrgebiet an oder wurden hier sogar gegründet. Doch noch immer ist die Arbeitslosigkeit im Revier mit fast zehn Prozent deutlich höher als im Bundesdurchschnitt, wo nur noch jeder zwanzigste ohne Arbeit ist.

Continue Reading

Der Ruhrpilot


NRW:
Zu wenig Investitionen in die öffentliche Infrastruktur…General Anzeiger
NRW: Gesundheitsminister Laumann fordert mehr Rechte für Patienten…Welt
NRW: Referendariat für angehende Lehrer künftig auch in Teilzeit möglich…WA
Debatte: Europas Mehrheit steht auf Seite der CSU…Welt
Debatte: Hundert Tage und kein bisschen weise…FAZ
Debatte: Konservative Revolutionär…NZZ
Debatte: So trifft man Google nicht…FAZ
Debatte: Furor bavaricus…Jungle World
Ruhrgebiet: Traumzeit in Duisburg: erwartet Besucherrekord…WAZ
Ruhrgebiet: Die Bildungsherkunft ist prägend…RP Online
Ruhrgebiet: Viele Städte drängen auf Entscheidung für die Gartenschau…NRZ
Bochum: Busbahnhof wird nun gereinigt…WAZ
Dortmund: Ex-Feuerwehrchef wegen Holocaustleugnung verurteilt…Nordstadtblogger
Dortmund: Das Spirit schließt…Last Junkie on Earth
Duisburg: SPD will Parteitage straffen…WAZ
Essen: Fehlplanung ist keine höhere Gewalt…WAZ

Werbung
Werbung


Ruhrtriennale: Fünf Künstler folgen Brian Enos antisemitischem Boykottaufruf

Young Fathers Foto: Ash link Lizenz: CC BY 3.0


Das  Festival Ruhrtriennale hat die britische Band „Young Fathers“ ausgeladen. Die drei Musiker wollten sich nicht von der antisemitischen BDS-Kampagne distanzieren. Nun rufen prominente Künstler wie Brian Eno und Ken Loach zum Boykott des Musik- und Theaterfestivals auf. Fünf folgen der  antisemitischen Hetze.

Ihre Platte „Tape Two“ war 2013 „Scottish Album of the Year“, ein weiteres 2014 das beste britische Album überhaupt und Kritiker lieben sie: Die Hip-Hop-Band Young Fathers sind erfolgreich und ihre Musik ist ebenso intelligent wie abwechslungsreich. Doch die Young  Fathers sind auch eine politische Band. Wie viele andere Musiker haben sie sich der BDS-Bewegung angeschlossen. BDS, die Abkürzung steht übersetzt für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen, will Israel isolieren: Unternehmen sollen in dem Land nicht mehr investieren, israelische Produkte nicht gekauft werden und Künstler in Israel nicht  auftreten.

Continue Reading