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Barbara Ströbele und das Fischfutterattentat

Wegen der Berichterstattung über ein Fischfutterattentat auf seine Frau mahnt der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele nun Hardy und sein Heddesheim-Blog ab.

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Was ist schlimmer als Jungs kurz vor der Pubertät? Richtig: Grüne Bundestagsabgeordnete kurz vor der Rente.  Hans Christian Ströbele und seine Gattin Juliane badeten in einem Teich in Baden Würtemberg. Ströbeles Frau Juliane wurde dabei mit Fischfutter beschossen. Kann passieren. Der Süden ist rau. Weintrinker. Man muss da mit allem rechnen. Sie zeigte einen 13jährigen wegen schwerer Körperverletzung an. Darüber berichtete Hardy Prothmanns Heddesheim-Blog. Und jetzt hat nicht nur der 13jährige Ärger, sondern auch Hardy:

Hans-Christian Ströbele hat uns durch den Berliner Anwalt Johannes Eisenberg am 25. November, 09:25 Uhr, wegen “Verletzung der Persönlichkeitsrechte” abnahmen lassen. Wir sollen es bei einer Vertragsstrafe von 10.000 Euro unterlassen, den Satz “Bundestagsmitglied Christian Ströbele (Grüne) zeigte 13-jährigen Heddesheimer an” zu wiederholen. Wir sollen Herrn Ströbele die Anwaltskosten von 775,64 Euro erstatten. Die Verpflichtung sollen wir bis heute, 25. November, 18:00 Uhr, abgeben

Wir versuchen zur Zeit, unseren Rechtsanwalt zu erreichen, was Freitagnachmittag nicht einfach ist. Nach den Gesprächen mit unseren Quellen, darunter die Staatsanwaltschaft Mannheim, hatten wir keinen Grund zum Zweifel an unserer Überschrift. Tatsächlich hat uns die Staatsanwaltschaft zunächst unsere Frage, ob es zutreffe, dass Herr Ströbele eine Anzeige erstattet hat, bestätigt. Auf unsere heutige Nachfrage und Prüfung der Akte wurde konkretisiert, dass Herrn Ströbeles Ehefrau Strafanzeige und Strafantrag im Beisein ihres Mannes gestellt hat. Deshalb haben wir ohne Anerkennung einer Rechtspflicht oder einer Kostenübernahme diesen Satz umgehend korrigiert.

Wir hatten auch Herrn Ströbele am 22. November (!) schriftlich um Antwort zur Sachlage gebeten – sofern Herr Ströbele geantwortet hätte, hätten wir natürlich sofort eine Korrektur vorgenommen. Tatsächlich verbittet sich Herr Ströbele laut anwaltlichem Schreiben jeglichen Kontakt von uns zu ihm – wir sollen nur über seinen Anwalt mit ihm kommunizieren und nahezu 800 Euro bezahlen. Der Anwalt hat uns darüber hinaus auch “jedwede auch nur indirekte publizistische Nutzung” der Abmahnung verboten. Wir nutzen die Abmahnung in keinster Weise publizistisch, informieren aber unsere Leserinnen und Leser über diese skandalöse Reaktion.

Tja, als Politiker kommt Ströbele immer als der Urtyp der Froschfarbenen rüber. Fahrrad, Kreuzberg, keine Ahnung vom Internet und so. Jemand, mit dem man auf keine Fall ein Bier trinken will, weil er einen den ganzen Abend vollsülzen  würde, aber der ganz ok ist. Menschlich und so. Ist er aber scheinbar nicht. Denn was er da mit Hardy macht ist eine miese Nummer.  Aber das schöne ist: Das wissen jetzt alle. Und Ströbele kann ja mal die Kinderreporter fragen, was der Streisand-Effekt ist…

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59 Kommentare zu “Barbara Ströbele und das Fischfutterattentat

  • #1
  • #2
    Grünling

    „Und Ströbele kann ja mal die Kinderreporter fragen, was der Streisand-Effekt ist…“

    zumindest sein Anwalt sollte das schon wissen:

    „Er hat nun Hardy Prothmann durch den TAZ-Anwalt Johnny Eisenberg kostenpflichtig abmahnen lassen.

    Ja, den Anwalt, der als tough bekannt ist, was die TAZ auch brauchte, der den kriminellen Abmahnanwalt Gravenreuth zur Strecke brachte, wofür ihm sehr viele Menschen dankbar sein dürften.

    Mit dieser Angelegenheit dürfte Eisenberg sich jedoch seinen Ruf versauen, wenn er sie fortführt, und den von Ströbele mit. Das ist einfach nur peinlich. Da fällt mir nur noch der alte (Seyfried?)-Cartoon ein, in dem ein Polizist mit rauchendem Colt vor einem Baby mit durchlöchertem Kopf steht und jammert “es war Notwehr, es hat die Rassel gegen mich erhoben!!!”.“

    http://www.xtranews.de/2011/11/26/beim-angeln-zu-fetten-fisch-angelockt-pazifist-hans-christian-strobele-wird-unter-der-fuchtel-seiner-frau-zum-abmahner/

  • #3
    Frank Heinze

    Liebe Fans von Hans Christian Ströbele,
    wir sollten alle der Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin eine Brotkugel zusenden. Das kostet nicht viel und einen Briefumschlag als auch etwas Brot hat schliesslich jeder Daheim. Einfach ein- oder zwei kleine Brotkugeln formen in Murmelgröße und senden an: Bündnis90 /Die Grünen Bundesgeschäftsstelle, Platz vor dem Neuen Tor 1, D – 10115 Berlin Macht bitte alle mit!

    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=322152034477757&id=322093551150272

  • #4
    Horst Schulte

    @Dorman:

    Ströbele sollte jetzt zurücktreten?

    Ach, du kannst Ströbele also nicht leiden? Ja, dann wird er wohl zurücktreten müssen.

    http://goo.gl/l5zuG

  • #5
    ich

    Eine kurze Kontaktierung des Bloggers wäre schneller als der Gang zum Anwalt:
    Er will einschüchtern!

    Aus einem Taz-Artikel von Sröbele aus dem Jahr 2010:

    „Aber die Prinzessin von Monaco oder der Prinz aus dem Buckingham Palace müssen sich noch ganz anderes gefallen lassen, sogar Berichte ihres Liebesgeflüsters am Telefon. Die Veröffentlichung von Personalien ist der Preis der Pressefreiheit.“

  • #6
    Petra Lustig

    Schon verwunderlich, da badet Ströbele in einem ausgeschilderten Verbotsbereich, aber heult anschließend rum.

    Wenn es um ihn geht, fehlt dem Herrn wohl die oft gepredigte Toleranz.

  • #7
  • #8
    DH

    Schön, dass auch ein Ströbele wütend und starrsinnig werden kann. Ansonsten hat er Recht – Privatsache.

    Bedenklicher sind da schon die auf „Streisandeffekt“ konditionierten Chefaufklärer des WLAN-Kleinbürgertums. „Unter der Fuchtel seiner Frau zum Abmahner“ (xtranews) sagt über diesen Sozialtypus eigentlich alles.

  • #9
    Rantanplan

    Was für ein dummer, affiger Artikel, der auch noch als zusätzliche „Häme“ dieses Video drüberklebt, das aber auch gar nichts damit zu tun hat. Wenn ich in einem See bade und mich oder meine Lebensgefährtin jemand beim Schwimmen mit was auch immer beschießt, würde ich exakt so handeln wie Ströbele. Wie jeder andere Mensch vermutlich auch.

    Typisches Beispiel dafür, warum man Blogs nicht ernstnehmen kann und nie wird.

  • #10
  • #11
    Georg Kontekakis

    Rantanplan

    Die Kiste ist recht einfach.

    Ströbele hat ne Kreuzberg-Zwille mit einer Brotkrumen-Schleuder verwechselt und sich deswegen aufgeregt.

    Der Mann ist zu oft in einer Stadt und zu selten am Wasser.

    Das rumzieckn ist irre, weil er damit die Bild aufschreckt. Der Fehler von Hardy war ja eben ein Fehler. Hätte Ströbele den Fehler stumm erledigt, wäre die Bild nicht aufgesprungen. So, jetzt wird sie Stroebele angreifen.

  • #12
    Arnold Voß

    Kann mir mal jemand erklären wie das geht? Ich meine, Jemanden mit Fischfutter beschießen? Gibts dafür spezielle Fischfuttergewehre? Oder sogar eine Fischfutterkanone? Von welcher Entfernung wurde da geschossen? War der Schütze versteckt (Heckenschütze)? Und woraus besteht eigentlich Fischfutter genau? Kann man daraus Munition formen? Und wie gefährlich ist die? Gibt es dabei z.B. Schusswunden? Besteht wohlmöglich Todesgefahr? Und wenn es so ist, muss man dann den freien Verkauf von Fischfutter nicht verbieten? Zumindest an Menschen unter 16 Jahren?

    Fragen über Fragen. Gut, dass da mal jemand durchgegriffen hat. Dass das mal geklärt wird. Richterlich. Ein für alle mal. Danke Frau Ströbele! Und Danke Herr Ströbele, dass sie ihrer Frau da konsequent beistehen!

  • #13
  • #14
    Robin Patzwaldt

    @Arnold: Noch zur Ergänzung: Als Futter zum Anfüttern kann man, ja nach Fischart auf die man beim Angeln aus ist, verschiedene Sachen nehmen. Von Maden bis zu Teigklumpen. Je nachdem was du nimmst, kann das bestimmt wehtun, wenn man es asus kurzer Distanz abkriegt. Je nach Futterart kann man das auch sehr weit schiessen, bzw. werfen oder schleudern. Ich habe aber keine Ahnung was hier genau der Hintergrund ist. Nur vorstellen, das das ‚unangenehm‘ ist und auch sehr weh tun kann, das kann ich mir als ehemaliger Angler (in der Kindheit habe ich einige Zeit aktiv geangelt, sogar im Verein) schon.

  • #15
    Arnold Voss

    @ Robin

    Du kennst dich offensichtlich aus. Aber so ernst waren meine Fragen jetzt auch nicht gemeint.

    Was ich aus deiner Erklärung allerdings schließen kann ist: Die ganze Sache könnte auch aus Versehen geschehen sein.

  • #16
    Robin Patzwaldt

    @Arnold. Habe mir schon gedacht das nicht ganz ernst war. Hat mich aber an die alte Zeit als Angler erinnert. Und das musste jetzt raus 😉
    Ja, denkbar das es aus versehen geschah. Aber auch eine Art ‚dummer Jungen Streich‘ denkbar. Egal…. Die Welt hat andere Probleme.

  • #17
    helbingman

    Ist ja wirklich ein Skandal, wenn Herr Ströbele einen Blogger (Deutschlands 5. Gewalt oder wie) darin hindert, sein Privatleben auszubreiten und auch noch die Frechheit besitzt, unkorrekte Angaben zu bemängeln. Wie kann er nur. Anstatt in Sack und Asche zu gehen, sofort zurückzutreten und endlich, endlich anzuerkennen, dass der gemeine WLAN-Kleinbürger (Danke für diese vortreffliche Beschreibung an DH) immer recht hat und grundsätzlich alles richtig macht. Wenn Hardy Prothmann glaubt, er muss solche Geschichten bloggen, muss er die Reaktionen dann auch ertragen wie ein „richtiger“ Journalist…

  • Pingback: Lernerfolgskontrolle für Christian Ströbele: Definieren Sie “Shitstorm” und “Streisand-Effekt” » absurde Zeiten

  • #19
    Arnold Voß

    @ Helbingman

    Die Grünen, nicht nur in Berlin legen, auf diesen gemeinen WLAN Bürger größten wert. Auch und gerade als Kleinbürger. Sie gehören nämlich selber zum großen Teil zu dieser Kategorie. Und sie , Helbigman, haben sich auch gerade dies Mediums bedient, oder habe ich mich da verlesen?

    Herr und Frau Ströbele können sich übrigens auch jeder Zeit hier äußern. Sie hätten das auch im Blog von Hardy Prothmann machen können. Was wollen sie uns also sagen, Helbigman. Das sie auch ein WLAN (Klein-)Bürger sind? Der natürlich, wie alle anderen, auch recht haben will?

    Das ganze nennt man eine öffentliche Diskussion. Und die findet im Zeitalter des Internets auch in solchen Blogs statt. Der kann man sich verweigern oder nicht. Bleibt jedem frei gestellt. In dem Moment in dem sie sich hier äußern, gehörend sie allerdings dazu, ob sie das jetzt wollen oder nicht.

  • #20
    helbingman

    Werter Herr Voss.

    Mein privates Leben gehört nicht in einen Blog. Das selbe Recht darf sich Herr Ströbele aus meiner Sicht selbstverständlich auch herausnehmen. Wo steht geschrieben, dass man als Politiker oder sonstige Person öffentlichen Interesses kein Recht auf Privatheit hat? Wo steht geschrieben, dass Politiker alles so hinnehmen müssen, was im Internet publiziert wird? Wo steht geschrieben, dass das Angebot eines Blogs dem Anbieter das Recht gibt, alles zu publizieren, auch wenn es falsch ist oder nicht veröffentlicht gehört, weil es das Privatleben anderer tangiert? Und warum muss Herr Ströbele ein Spiel nach den Regeln spielen, die Sie oder die Blog-Community festlegen? Selbstverständlich hat auch Herr Ströbele in einem Rechtsstaat das Recht, eben dieses für sich in Anspruch zu nehmen.
    Private Inhalte haben übrigens – aus meiner bescheidenen Sicht – keinerlei Relevanz für eine öffentliche Diskussion. Das mag eine antiquierte Haltung sein, ich finde sie aber richtig und wichtig.

  • #21
    peter hack

    @helbingman

    Schutz der Privatsphäre mag ja sein und ist auch wichtig, aber hier gehts wohl nicht darum, dass irgendein Paparazzo S. zu nahe gekommen ist , sondern um einen gerichtlichen Zwischenfall. Und *pow* – schon ist das öffentliche Interesse gerechtfertigt und S.’s Reaktion überzogen.

  • #22
    Barg

    helbingman

    abgesehen davon, dass ich ihnen zustimme, dass Herr Ströbele das Recht hat sein Privatleben privat zu halten (und soweit ich mich erinnere hat er ja auch nie Wahlwerbung damit gemacht), geht es doch eher um die unschöne Art gleich die Abmahmnmaschienerie anzuwerfen
    (siehe http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/11/25/strbele-mahnt-ab-was-ist-eine-anzeige/ ),
    insbesondere da Herr Ströbele die Möglichkeit gehabt hätte die Berichterstattung zu verhindern/verändern wenn er denn gewollt hätte.
    So einfach kann ein Skandal sein.

  • #23
    Peter

    Achtung mit der Unterzeile: Ströbele hat den Blogger nicht „verklagt“. Er hat ihm eine Abmahnung schicken lassen. Wenn der Blogger darauf nicht gewünscht reagiert, dann kann (muss aber nicht) Ströbele ihn verklagen. Vielleicht sollte dies besser im Beitrag korrigiert werden, weil es sich sonst um eine faktisch falsche Darstellung handelt, die Ströbele mit einer weiteren Abmahnung verfolgen könnte.

  • #24
  • #25
    Frank Stenglein

    Stefan, mal ehrlich, seit wann haben Linke der Marke Ströbele Humor, zumal in eigener Sache? Diese Reaktion war so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche.

  • #26
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Frank: Für einen Scherzbold habe uch den arg dogmatischen Ströbele nie gehalten. Dass er sich aber so strunzdumm verhält hat mich dann doch verwundert. Dazu kommt: Ein Anruf bei Hardy hätte ausgereicht, um die Sache zu klären – die Abmahnung ist einfach eine miese Nummer.

  • #27
    walter stach

    Da ich altersmäßig in die Ströbele-Kategorie gehöre: Manchmal ereifern wir Älteren uns eben heftiger als früher, wenn wir belästigt werden , besonders wenn das durch junge Leute geschieht, und wir fahren dann auch schon ‚mal schwere Geschütze auf, sind aber relativ schnell einsichtsbereit und erkennen in der Regel zudem sehr schnell -schneller als viele Jüngere-, daß wir maßlos überzogen haben.Geht es Ströbele ähnlich? Also:Ströbele hat überzogen, aber diese ganze Kommentiererei erscheint mir ebenso gemessen an dem Anlaß maßlos -und sinnlos (?)-, nicht so sehr in ihrer Qualität, aber in der Quantität.Macht jetzt den „Deckel ‚drauf“!

  • #28
    Christoph

    @Helbingman
    Nun ja, Herr Guttenberg hat seine Doktorarbeit auch als Privatmann (ab)geschrieben – und trotzdem wurde es thematisiert.

    Und gerade Herr Ströbele, der ja am liebsten alles diskutieren möchte – auch mit den Taliban statt Waffen zu benutzen – schießt nun mit einem Anwalt auf einen Blogger statt ihn mal eben anzurufen/anzumailen.

  • #29
  • #30
    Helmut Junge

    @Walter Stach,
    Heutzutage kann man nirgendwo mehr den Deckel drauf machen.
    Dadurch wird es ja erst richtig interessant.

  • #31
    Horst Berger

    Es ist nur eine Idee: Bei abgeordnetenwatch.de kann jedermann an Herrn Ströbele direkt und öffentlich Fragen stellen! Hierbei lohnt sich das Mitmachen bestimmt. Herr Ströbele antwortet bestimmt sehr gerne: http://tinyurl.com/d73t3cd

  • #32
    maltebjoern

    Einfach der stereotype GRÜNE.

    Schön immer auf cool und aye ökoo, studiiiert aye nee, dutschland verrecke, haut bullen platt wie stullen…

    Aberr wenn mein Fahrratt geklautt wirtt dann MUSS die Viedeoüberwachung SOFORT, SOFFORT ausgewertet werrden!

    Anzeige! Klage!!!!!

    Das Ergebnis des Marsches durch die Institutionen: Verbote, permanente Schulmeisterei und ganz wichtig: Wasser predigen, (guten) Wein trinken.

  • #33
    68er

    Das Meiste ist hier ja schon richtig gesagt worden.

    Herr Ströbele muss als B-Promi seine Privatsphäre schützen, da sonst nach der Rechtsprechung eine Art Gewohnheitsrecht entsteht über ihn und seine Familie berichten zu dürfen.

    Richtig ist aber auch, dass es nicht notwendig gewesen wäre den Rechtsanwalt Eisenberg mit der Abmahnung zu betrauen. Es ist auch fraglich, ob Herr Ströbele als Anwalt die Abmahnung nicht auch hätte selbst formulieren können. Ob hier überhaupt Abmahnkosten erstattet verlangt werden können, ist aus meiner Sicht recht fraglich:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/BGH-Keine-Kostenerstattung-fuer-Anwaltsabmahnung-in-eigener-Sache-143888.html

    Wirklich unschön sind die rechtlich mit nicht zu rechtfertigenden Drohungen von Herrn Eisenberg, die Abmahnung nicht journalistisch auszuwerten.

  • #34
    Jo Frank

    @DH: Ich baue weder auf Shitstorm noch Streisand-Effekt. Warum auch? Ich bin nur Blogger, ich bekomme keine Werbeeinahmen.

    Ob die Fischfutterkugeln nun gefährlich waren, ist auch eine andere Frage.

    Was an der Sache stinkt, ist, nicht eine normale „Fehlermeldung“ zu machen oder eine im Presserecht vorgesehene Gegendarstellung, wenns denn sein muß, sondern eine Abmahnung – und diese extra durch einen zweiten Anwalt, um Kosten zu verursachen. Ströbele ist selber Anwalt.

    @Horst Berger: Da kann eigentlich nur die Sekretärin von Herrn Ströbele antworten, oder sein junger Webhelfer. Er hat ja kundgetan, daß er mit Internet selbst gar nicht umgehen kann.

  • #35
  • #36
    crusius

    In diesem Zusammenhang lohnt eine Verlinkung aufs Lawblog. Glaubt man Herrn RA Vetter, hätte Herr Ströbele auf der Wache beständig den Mund halten müssen, um nicht doch noch als Anzeigenerstatter in Frage zu kommen. Dem Auftritt des diensthabenden Beamten im Gerichtsverfahren sehen wir mit Spannung entgegen. Popcorn wird gratis verteilt!

    Ansonsten: Schon die Anzeigenerstattung als solche ist in meinen Augen eher grenzwertig. Die Abmahnkeule zu schwingen, weil ein anderer Name auf dem Formular stehen mag, wäre an sich schon abwegig. Daß es nun aber ausgerechnet das Heddesheim-Blog trifft, ist völlig dämlich.

    Mein Vorschlag zur mittelfristigen Entspannung der Gesamtsituation: „Warum nicht Teil einer Gated Community sein?“

  • Pingback: Alter Mann, Dank ab! | Zukunftskinder 2.0

  • #38
    Arnold Voß

    @ Helbingman # 20

    Werte/r Frau/Herr Helbingman

    Ich teile ihre Position grundsätzlich. Aber in dem Moment, in dem sie eine Anzeige erstatten, d.h. eine polizeiliche und damit letztlich richterliche Klärung eines Sachverhalten anstreben, bewegen sie sich aus dem Privaten ins Öffentliche. Die Gerichtsverhandlung ist dann endgültig selbst öffentlich und muss es in einer Demokratie auch sein.

    Es ist interessant, dass sie hier diesbezüglich nur für das Recht der Familie Ströbele auf Privatheit streiten und dabei mit keinem Wort den 13 Jährigen erwähnen, den Frau Ströbele wegen schwerer Köperverletzung angezeigt hat.

    Der Junge wird von der Familie Ströbele spätestens bei der Gerichtsverhandlung in die Öffentlichkeit gezerrt, und das wegen etwas, dass man in diesem konkreten Fall, gerade bei einem so jungen Menschen, wohl auch anders, sprich privat klären könnte.

  • #39
    helbingman

    Werter Herr Voss.

    Ich gehe nicht auf die Rechte des 13jährigen ein, weil im zugrundeliegenden Artikel die Tendenz dazu geht, das Ehepaar Ströbele in den Shitstorm zu werfen, weil die es wagen, gegen eine Veröffentlichung eines grundsätzlich als PRIVAT zu bezeichnenden Vorgangs vorzugehen. Ich war nicht anwesend bei diesem Geschehen, ich kann und werde nicht beurteilen, was da vorgefallen ist. Das können Sie übrigens auch nicht, Herr Voss, es sei denn, sie waren vor Ort. Thema des Artikels ist nicht die Anzeige, sondern die Reaktion des Herrn Ströbele auf die Berichterstattung.
    Ob es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, darf als offen bezeichnet werden. Ob die Gerichtsverhandlung öffentlich wäre, wage ich aufgrund der Prominenz der Ströbeles und der schutzwürdigen Interessen des Kindes zu bezweifeln. Interessanterweise sind natürlich die Ströbeles alleine schuld an dem von Ihnen befürchteten Mediensturm, nicht etwa die völlig unangemessene und unnötige Berichterstattung an einer das Privatleben aller Beteiligten betreffenen Auseinandersetzung. Es ist schon ein bißchen fragwüdig, einerseits darüber zu klagen, dass Herr Ströbele die Öffentlichkeit vermeiden will, andererseits aber ihm vorzuwerfen, dass eine Gerichtsverhandlung öffentlich ist. Was wollen sie denn? Wenn es Ihnen um den Schutz des Jugendlichen geht, müssten Sie eigentlich die Veröffentlichung dieses Vorganges im Internet auch eher kritisch sehen, oder?

  • #40
    DH

    Arnold (#19), um es kurz zu machen: Den Unterschied zwischen Aufklärung und einer zur kleinbürgerlichen Ideologie verkommenen Transparenz (also z.B. dem Ansinnen, die Ströbeles mögen doch bitte ihre privaten Badeerlebnisse samt etwaiger juristischer Folgen in Deinem oder einem anderen Privatblog teilöffentlich verhandeln) hat Roger Behrens jüngst ganz passabel erklärt:
    http://jungle-world.com/artikel/2011/40/44067.html

  • #41
    Arnold Voß

    @ Helbingman # 39

    Nochmal: Der Vorgang einer Anzeige ist nicht grundsätzlich privat. Mit dem Einschalten der Polizei ist der Vorgang einer des Staates und damit unterliegt er prinzipiell der öffentlichen Kontrolle.

    Niemand hat hier die Tat, die die Ursache der Anzeige war, zum Thema gemacht, sondern eben diese Anzeige bzw. ihre Verhältnismäßigkeit zur Tat. Genau darauf bezog sich auch mein erster ironischer Fragenkommentar.

    Herr Ströbele ist einer der bekanntesten Politiker des Landes und war sowohl in diesen Tat- als auch in den Anzeigenvorgang verwickelt. Es ist deswegen nicht verwunderlich und auch nicht verwerflich das in diesem Zusammenhang seine öffentlichen Werteaussagen in Bezug zu seinem persönlichen Verhalten gesetzt werden.

    Mir persönlich ist dieser Vorfall als solcher eigentlich egal. Dass er aber in der Internetgesellschaft so ein Aufsehen erregt war für alle Beteiligten absehbar. Wäre Christian Ströbele bzw. seine Ehefrau dabei in seinen Augen gut weggekommen, hätte er mit Sicherheit keinen Rechtsanwalt eingeschaltet.

    So läuft das nun mal in einer Mediendemokratie die Ströbele ansonsten bestens zu nutzen weiß. In diesem Fall hat er sich allerdings dabei selbst ins Knie geschossen und darf sich nicht wundern, wenn keine Mitleids- sondern stattdessen Shitstürme über ihn niedergehen.

    Schön ist das weiß Gott nicht und gönnen tue ich ihm das schon gar nicht. Die Mehrzahl derer, die sich da aufregen, haben auch keineswegs Aufklärungsabsichten. Das hatte die Mehrheit noch nie. Aber er ist hier eben nicht nur Opfer sondern auch Täter.

  • #42
    walter stach

    -3o-Helmut Junge: Ja,so ist es. Aber dann und wann, so auch in diesem Falle,gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß alle Aktivisten angesichts „der Dimension des Problemes“ und aufgrund der Vielzahl bereits abgegebener Kommenter nunmehr meinen könnten, sie alle -wir alle- sollten „den Deckel drauf machen“. Ich sehe jedenfalls nicht, was es anderen, was es mir bringen könnte, zur Sache und zum Verfahren meinerseits noch etwas zu sagen;augenscheinlich gibt es aber dieserhalb bemerkenswert viele gegenteilige Sichten;na dann!

  • #43
    Arnold Voss

    @ DH 41

    Dirk, mir ist das völlig egal ob sich Ströbele zu seinen eigenen Angelegenheiten in einem Blog äußert oder nicht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das andere tun. Ströbele ist nämlich einer der bekanntesten Politiker Deutschlands.

    Es ging im übrigen, wenn ich das hier richtig gelesen habe, nicht um die privaten Badererlebnisse der Ströbeles sondern um die Anzeige die sich aus diesen, aus welchem Grund auch immer, ergab. Genauer gesagt ging es um die Verhältnismäßigkeit der Anzeige gegenüber dem, was dadurch zugleich auch als Tat bekannt wurde.

    Ich würde mich an seiner Stelle dazu auch nicht in einem Blog äußern. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er es tun könnte, wenn er es für sinnvoll erachten würde. Dass er also die Möglichkeit hatte, sehr schnell und zugleich sehr wirksam zu reagieren und wohlmöglich damit die Sache zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

    Wie gesagt, ich würde das selbst auch nicht tun. Aber ich würde niemals versuchen den Vogang per Rechtsanwalt zu beeinflussen bzw. zu stoppen. Ich halte das nicht nur für illegitim, solange ich nicht persönlich beleidigt werde. Es ist bekanntlich auch völlig zwecklos, ja kontraproduktiv.

    Das hat für mich auch nichts mit dem Unterschied zwischen Aufklärung und Transparenz zu tun. Er ist dafür völlig irrelevant, denn um Aufklärung ist es in einer Massendemokratie, und das Internet ist deren ultimative Form, noch nie gegangen.

    Und wer so seminaristisch, kompliziert und abgehoben schreibt wie Roger Behrens in der Jungle World muss sich auch nicht wundern, dass sich daran in naher Zukunft nichts ändert.

  • #44
    Dennis

    „Was ist schlimmer als Jungs kurz vor der Pubertät? Richtig: Grüne Bundestagsabgeordnete kurz vor der Rente.“ GÖTTLICH !!!! LOL

  • #45
    Mostbräter

    @ Arnold Voss 43 : Was ist an dem Vorgehen illegitim? Wenn der Herr Blogger einen derart einseitigen Artikel veröffentlicht und erst am Abend vorher von Herrn Ströbele kruzfristig eine Stellungnahme anfordert, aber die nicht abwartet?
    Und das bei einem Vorfall, der längst abgeschlossen war und fast 2 Monate zurücklag. So jemanden würde ich aus Prinzip schon eine reinwürgen, und mehr als das war es auch nicht. 800 Euro sind bei weitem nicht das Ende aller journalistischen Aktivitäten für die Redaktion des Herdesheimer Blogs.
    Schon gar nicht eine Unterdrückung der Berichterstattung, da es um eine Abänderung des Titels handelt.

    Aber da es sich um Herrn Ströbele handelt, kommt der Mob von überall aus seinen Löchern hervor, dazu möge man sich nur mal die Kommentare vor der Abmahnung durchlesen, ganz zu schweigen davon, was danach kam.
    Angemessen wäre eine Entschuldigung seitens des Blogs und die Frage, wie es der Frau Ströbele-Gregor geht.
    Bei Herrn RA Vetter bezweifle ich, daß er seine Meinung untermauern kann.
    Man kann den ganzen Tag ständig zur Polizei gehen und jemand begleiten, der eine Anzeige machen möchte. Aber dadurch wird man in keinem Fall nicht zur Anzeige aufgebenden Person, es sei denn, man äussert sich dementsprechend. Allerhöchstens wird aufgenommen, daß person x im Beisein von person y diesundjenes zur Anzeige bringt. Eine passive Möglichkeit, jemand anzuzeigen, gibt es nicht, auch nicht durch die reine Anwesenheit oder durch die Kommentierung des Vorgangs. Gegebenfalls kann dies natürlich als Zeugenaussage gewertet werden.

  • #46
    Arnold Voß

    @ Mostbräter

    Mein Gott Mostbräter, Demokratie ist nicht nur keine Garantie für Aufklärung sondern das Einfallstor für jede Art von Falsch- und Fehlmeldung. Auch in manipulativer Absicht. Aber sie ist eben auch die Möglichkeit des Volkes sich frei zu äußern. Deswegen sind auch die meisten Menschen, trotz vieler Mängel, für dieses System. Mich eingschlossen.

    Wenn da jeder gleich mit einer Abmahnung loslegt , nur um jemanden,wie sie so schön offen schreiben, eine reinzuwürgen, würde das ganze nicht mehr funktionieren. Auch hier gilt die Verhältnismässigkeit der Mittel bzw. das Gesetz souveräner Gelassenheit.

    Solch ein Verhalten wie es Ströbele an den Tag legt ist zwar legal, aber eben für einen überzeugten Demokraten, noch dazu einem so prominenten, nicht legitim. Stattdessen sollte er sich am demokatischen Prozess beteiligen, in dem er sich eben auch öffentlich äußert und die Falschaussagen korrigiert. Muss ja nicht in einem Blog sein. Geschweige denn im selben. Kann aber.

    Und was den Mob betrifft: Das sind natürlich immer die anderen. Da will dann so Jemand wie Ströbele und natürlich auch alle seine Unterstützer zu den Guten gehören. Als wäre Irgendjemand davor gefeit aus ganz persönlichen und keineswegs immer integren Gründen genauso amoralisch bzw. unaufgeklärt zu handeln wie die, die er dafür kritisiert .

    Aber wenn der sogenannte Mob dann f ü r einen tobt, dann ist er natürlich keine Mob mehr, sondern der aufgeklärte basisdemokatisch engagierte Teil der Internetuser. Mein lieber Mostbräter, aus einen höheren, wenn auch nur für wenige erreichbare Stufe der Aufklärung, sind wir alle nur Mob. Auch die Ströbeles dieser Welt.

    Das Problem ist nur, das der hier gemeinte Ströbele, der ja nun wirklich im Verhältnis zu manch anderen Politikern dieser Generation ein engagierter und kluger Kopf ist, diese Relativierung als Majestätsbeleidigung auffassen würde. Eitel sind sie nämlich alle, Mostbräter. 😉

  • #47
    DH

    Arnold, jetzt schreibst Du wie ein Fernsehpfarrer. Das ist zweifelsohne legitim, aber nicht mehr so recht diskutabel.

  • #48
    Andreas Kellner

    Am Sonntag war ich am Waidsee in Weinheim. Ich habe mit den Vereinsmitgliedern die den Vorgang mitbekommen haben gesprochen. Es gibt noch weitere Aspekte die noch nicht in der Öffentlichkeit sind.

    Einen Aspekt haben die wenigsten im Blickpunkt: Herr Ströbele und Gattin schwammen in einem Bereich in dem Baden nicht erlaubt ist. Dies ist auf mehreren Hinweisschildern (1,2123 x 1,5565 Meter) vermerkt! Der Anglerverein hat große Mühe, ua. wegen diesen „Wildbadern“, das ökologische Gleichgewicht des Sees zu erhalten. Für dieses illegale Baden hat sich Herr Ströbele und Gattin bisher nicht entschuldigt.

    An Baustellen hängen Hinweisschilder: Betreten auf eigene Gefahr! Eltern haften für Ihre Kinder. Leider kann man die Schilder nicht in einen See stellen.

    Jetzt hoffe ich nur, dass Herr Ströbele bei seinem nächsten Badeaufenthalt die Abmessungen des Schildes nicht kontrolliert. Sollten die Abmessungen falsch sein – so könnte er mich ja auch abmahnen. Richtig?

  • #49
    meteorit

    Ich kann Herrn Ströbele dahingehend verstehen, dass er seine Familie aus der Berichterstattung heraushalten wollte (das ist wohl halbwegs fehlgeschlagen).

    Andererseits kann man Hardy offenbar keinen Vorwurf machen, da er selbst einer Falschinformation aufgesessen ist – er hat aber wohl journalistisch sorgfältig gearbeitet und die Falschinformation auch sofort korrigiert (ohne selbst recherchiert zu haben, nur nach den Blogbeiträgen zu urteilen).

    Was ICH jetzt machen würde: die Unterlassungserklärung für diesen sehr konkreten Fall abgeben – ohne Anerkenntnis der Strafbewehrung und ohne Anerkenntnis der Rechtsanwaltskosten. Darauf dürfte Herr Ströbele nach der Sachlage wohl auch sitzen bleiben. Pech für ihn, aber 800 Euro sollten ihn ja deutlich weniger stark treffen als Hardy – bei einer Abgeordnetendiät von ca. 7600 Euro brutto (steuerpflichtig, aber von Rentenbeiträgen befreit) plus ca. 3600 Euro Kostenpauschale sicherlich tragbar.

    Wenn (Herr oder Frau) Ströbele dann noch will, kann er/sie ja klagen. Und bei der Sachlage verlieren.

  • #50
    Ströbeles Geschichte im Tagesspiegel

    Tagesspiegel, Hans-Christian Ströbele meldet sich in Sachen Fischfutter-Affäre zu Wort:

    „Meine Frau und ich waren im Urlaub Schwimmen im See. Am Ufer angelte ein Junge, zwei andere amüsierten sich mit einer Zwille. Sie schossen in die Luft, Bäume und in den See.

    Für mich unerwartet richtete der größere Junge (ca. 13 Jahre alt) plötzlich die Zwille in die Richtung, aus der meine Ehefrau herangeschwommen kam. Zu meinem Entsetzen schoß er ab. Meine Ehefrau, die noch etwa 20 m vom Ufer entfernt war, schrie auf und faßte sich an die Stirn. Nachdem sie weiterschwamm, stürmte ich an Land, um die beiden Jungs zur Rede zu stellen. Einer zeigte mir eine orangene Kugel vor und behauptete, damit habe er geschossen. Ich kannte solche Kugeln nicht.

    Sie war schwer und fest und fühlte sich an wie ein massives Plastikgeschoß

    (…)“

    Fortsetzung hier: http://www.tagesspiegel.de/meinung/lesermeinung/stroebele-es-war-ein-unerfreuliches-urlaubserlebnis/5895494.html

  • #51
    68er

    Das kann man auch direkt bei stroebele-online lesen:

    http://www.stroebele-online.de/show/5311070.html

  • #52
    Arnold Voß

    @ DH # 47

    Meine Mutter ( Gott oder wer auch immer hab sie selig) wollte immer, dass ich Pastor werde. Meine Vater (siehe meine Mutter) war dagegen. Ich selber hatte dazu keine Lust. Aber abundzu bricht es dann doch aus mir heraus. Sorry Dirk.

  • #53
    Anton Kowalski

    Leute, was soll die ganze Aufregung? Für mich ist die Sache klar: Christian Ströbele macht einen verkappten und medial äußerst geschickten Aufruf für die Bewaffnung auf Demos: Mit Futterschleudern und Fischfutterkugeln. Da können Neonazis und andere sich demnächst auf was gefasst machen. 🙂

  • #54
    Jörg Reinholz

    Der Gag an der Sache ist, dass Ströbele den Anspruch gar nicht gerichtlich durchsetzen kann weil die Darstellung, juristisch gesehen, nur formell und nur unwesentlich unrichtig ist.

    Wenn Herr Ströbele mit seiner Frau zusammen erscheint um die Anzeige zu erstatten, dann muss er gegen sich gelten lassen, dass dies dieses zumindest den Anschein erweckt, dass er mit dem Vorgang nicht nur einverstanden sondern sogar mindestens beteiligt war.

    Die Abmahnung hätte er besser gut gerollt… aber nicht verschickt.

    Hinzu kommt: Dem Abmahnenden Anwalt in eigener Sache stehen die Abmahngebühren nicht zu – das habe ich selbst einem Abmahngauner Günter Freiherr Gravenreuth vor den Gerichten sehr geduldig erklärt. Auch der Ströbele hat erst einmal eigene Mittel einzusetzen und so eine Abmahnung rotzt ein halbwegs brauchbarer Jurist in 20 Minuten hin. In 10 Minuten wenn er sie nur diktiert.

    Demnach hat aber auch der Jurist Hans-Christian Ströbele erst einmal eigene Mittel einzusetzen – oder was ist das für ein Jurist, der nicht mal die Abmahnung selbst machen kann?

    Was ich machen würde ist dem Ströbele die geforderte Unterlassungserklärung zu geben (ich selbst wahrscheinlich nicht mal das) und mit gleicher Post eine negative Feststellungsklage wegen der Kostenforderung (ich selbst auch wegen des erhobenen Anspruches) anzustrengen.

    Um dann ein paar Monate später mal richtig laut über einen Jurist zu lachen.

  • #55
    Peter 45

    Ich finde es toll, wenn Poltiker nichts anderes zu tun haben, dann machen diese wenigstens keinen Schaden, auch dachte ich immer, mit fortschreitenden Alter wird man „weise“, nun muß ich mit Erschrecken feststellen, dass dies nicht immer zutrifft. Bei mir, Jahrgang 1945 wird mir ab und zu gesagt es würde zutreffen.
    Na, ja man kann nicht alles haben.

  • #56
    Stefan

    Die Geschichte hat eindeutig zwei Verlierer.

    Die Pressefreiheit war in dieser Geschichte zu keiner Sekunde in Gefahr. Ströbele hat natürlich keinesfalls souverän reagiert. Das steht ausser Frage.

    Vier Monate Recherchezeit ohne Befragung der Betroffenen selbst (20 Minuten vor Veröffentlichung anfragen ist definitiv keine Anfrage).
    Nicht einmal die Betroffene selbst wurde überhaupt von Hardy Prothmann befragt.

    Wollen wir eine solche Art von Fischfutter-Lokaljournalismus, gerade in der Blogosphäre? Ging es dem Profi-Journalisten und Blogger Prothmann tatsächlich um eine ausgewogene und vor allem faire Berichterstattung, die wichtig für uns als Leser ist und erst dadurch eine objektive Glaubwürdigkeit vermittelt? Warum hat Hardy Prothmann den Betroffenen keine ausreichende Möglichkeit zur Stellungnahme in den vier Monaten gegeben?

    http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150426809600489&set=a.10150107391970489.284062.741780488&type=1

    Warum liegt die Geschichte vier Monate zurück und erscheint erst jetzt, pünktlich zum Relaunch vom Heddeheimblog? Stimmt tatsächlich der Fakt der angeblichen Falschauskunft der Staatsanwaltschaft? Wie wurde genau angefragt? Warum wurde dann die Unterlassungserklärung gezeichnet?

    Ströbele hat übrigens gegenüber dem NDR in einem ausführlichen Interview gesagt, er hätte sich mit dem Blogger auch sogar über eine Veröffentlichung unterhalten http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/stroebele131.html (Min 17:45)

    Im lawblog hat sich in den vergangenen Tagen eine interessante Diskussion zum Thema gebildet: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/11/25/strbele-mahnt-ab-was-ist-eine-anzeige/#comments

    Im Heddesheimblog habe ich obige Fragen auch gestellt. Diese wurden jedoch entweder gar nicht freigeschaltet oder gar nicht von Prothmann beantwortet.Warum schreibt dann der Journalist „Butter bei die Fische“, wenn er uns als Leser selbst wichtige Antworten schuldig bleibt?

    Einfach vielleicht mal über diese Frage und Sichtweise auch nachdenken. Und dann die betreffenden Artikel nochmals lesen.

  • #57
    Sven

    „Hardy Prothmann gründet Verein gegen Abmahnopfer“ (1. Dezember 2011)

    Ein halbes Jahr ist es her, seit Hardy Prothmann mit dieser Ankündigung die Unterstützung für einen seiner journalistischen Arbeitsunfälle mit vorantrieb. Viele spendeten vielleicht auch deshalb an Hardy Prothmann, um seine Idee mit zu unterstützen.

    Einen „Verein gegen Abmahnopfer“ initiiert von Hardy Prothmann gibt es übrigens noch immer nicht. Warum nicht? Wer kommt drauf…?

  • #58
    Sven Temel

    Hardy Prothmann entschuldigt sich
    https://www.facebook.com/hardy.prothmann/posts/10152634060500489

    Ein Post eines Geläuterten, könnte man denken. Bezahlt hervorgeboben, damit es auch wirklich jeder liest. Wie rührend. Ja, so macht man es sich denkbar einfach. Nochmals schnell eine bewegende Erklärung, dann ab in den Urlaub nach Malle. Man könnte sich auch persönlich bei Ströbeles, einer Alexandra Philipps, all den anderen oder bei den zig Spendern entschuldigen, die bis heute auf den „Verein gegen Abmahnopfer“ warten. Oder zumindest Richtigstellungen publizieren.

    Ja, aber so geht das natürlich auch. Mit einem gesponsorten Facebookpost.

  • #59
    Sven Temel

    Hardy Prothmanns Rheinneckarblog vom 9.5.2017 zum Thema Xavier Naidoo:

    "Unsere Redaktion hat zudem mit enormen Aufwand Recherchen angestellt, die für Xavier Naidoo und die "Söhne Mannheims" höchst unangenehm werden könnten." ( https://www.facebook.com/Rheinneckarblog/posts/1617773218257549 ) oder ist gar nur dies

    https://rheinneckarblog.de/?s=x. das Ergebnis der Recherchen mit "enormen Aufwand"? (ca. 80 bis 100 Arbeitsstunden laut Rheinneckarblogmacher https://www.facebook.com/Rheinneckarblog/…/1621585231209681… )

    Nur zur Erinnerung: Am 17.5.17 wurden für kommende Woche weitere Berichte, die über das "System X." aufklären sollen, angekündigt https://www.facebook.com/Rheinneckarblog/posts/1629451143756423

    Bisher kam nichts weiter. Nichts.

    Ist hier ein Arbeitsmuster unseres Hardys erkennbar? Erinnern wir uns hieran: Hardy Prothmann über Alexandra Philipss https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=560061367367304&id=292736560766454&hc_location=ufi

    Beängstigend ähnlich, oder?

    Wenn nichts weiter kommt: Man kann das jetzt armselig, talentbedingt, nicht ganz so wichtig (weil nur Hardy Prothmann), unrelevant (weil Naidoo nicht jeden interessiert) oder wie auch immer bezeichnen, wie Prothmann arbeitet. Wenn jedoch Personen von einem Publizisten nach meinem Eindruck auf diese Weise gezielt mit Kalkül diskreditiert werden, halte ich das für bedenklich. Und auch gefährlich.

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