Braucht der BVB nicht ohnehin mehr als nur einen internationalen Top-Stürmer?

Auch Jürgen Klopp grübelt derzeit über den zukünftigen Kader. Foto: Robin Patzwaldt
Auch Jürgen Klopp grübelt noch über den zukünftigen Kader. Foto: Robin Patzwaldt

In den letzten Tagen kursieren schier unzählige Wechselgerüchte rund um die Dortmunder Borussia durch die Medien. In erster Linie beschäftigten diese sich zuletzt mit einem Mario Götze-Ersatz, dessen Wechsel nach Saisonende zum FC Bayern ja bereits seit einigen Wochen offiziell ist.

Was man hingegen derzeit doch eher selten liest, wer soll eigentlich im Dortmunder Sturm 2013/2014 für eine größere Leistungsdichte, für mehr Unberechenbarkeit  sorgen?

Hans-Joachim Watzke hatte ja bereits vor all den Diskussionen der letzten Wochen öffentlich laut erklärt, der Verein wolle nun, mit den Einnahmen aus dem Europapokal, deutlich in ‚Spitze und Breite des Kaders‘ investieren. Aus meiner Sicht gehört dazu auf jeden Fall, unabhängig von der Zukunft eines Robert Lewandowski, auch mindestens ein weiterer hochkarätiger Stürmer.

Die Besetzung Lewandowski/Schieber ist auf Sicht doch etwas dünn für ein echtes europäisches Spitzenteam. In dieser Saison blieb man, glücklicher Weise, weitestgehend von längerfristigen Verletzungen verschont. Aber man stelle sich mal vor der Topstürmer würde einmal einige Wochen am Stück, oder gar über Monate ausfallen. Der BVB wäre wohl rasch sportlich ziemlich überfordert mit den eigenen Ansprüchen.

Und wie schnell das gehen kann, das hat ja schon das Spiel in Mönchengladbach gezeigt, als Lewandowski und Schieber mal zufällig gleich beide gesperrt waren. Plötzlich war dann ein Mario Götze die einzige ‚Spitze‘ auf dem Platz.  Und ausgerechnet der, das fällt nun auch in diesem Zusammenhang auf, ist ja demnächst gar nicht mehr im Team.

Es dürfte daher in den nächsten Wochen auch wesentlich darauf ankommen, welche Stürmerkombination der BVB zukünftig in seinem Kader hat.

Da haben die Bayern ja in diesem Jahr auch schon prima vorgemacht, welche Klasse man da als Spitzenteam besser mal noch in der Hinterhand hat.

Wenn ein Claudio Pizarro in einem Bundesligateam nur die Rolle als ‚Stürmer Nummer 3‘ erhält, dann muss dort wahrlich Klasse vorhanden sein. In Dortmund hingegen gab es faktisch gar keinen wirklichen ‚Stürmer Nummer 3‘. Da herrscht also noch Nachholbedarf, will man den Kader wirklich auch in der Breite für die Zukunft noch besser aufstellen und die entstandene Lücke zu den Münchenern zumindest nicht noch größer werden lassen, möglichst sogar wieder verkleinern.

Und sollte Lewandowski wirklich im kommenden Sommer schon gehen, was ich noch immer für recht wahrscheinlich halte, dann täten folglich gleich zwei neue Spitzenstürmer den Schwarzgelben schon gut.

In der Öffentlichkeit wird bisher allerdings immer noch so diskutiert, als bräuchte der BVB im Ernstfall lediglich einen Lewandowski-Ersatz. Zumindest aus meiner Sicht würde das dann aber gar nicht reichen.

Und dabei habe ich auch nichts gegen Julian Schieber. Nur die Rolle als Nr.1-Stürmer für einen längeren Zeitraum, die traue ich ihm einfach so (noch) nicht zu. International erfahrene Alternativen im Sturm sind daher beim BVB in den nächsten Wochen, so oder so, dringend nötig.

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M. Glotz
M. Glotz
9 Jahre zuvor

Sachlich richtig mit den Stürmern… aber müssen sich jetzt wirklich auch noch die Ruhrbarone mit dem „Sport-Spekulatius“ a la kicker oder reviersport messen? Meien Meinung: Low content is no content!

Stefan Laurin
Admin
9 Jahre zuvor
Reply to  M. Glotz

@M. Glotz: Das ist wie jeder Text ein Angebot an die Leser – und man kann es nie allen Recht machen. Aber Robin hat das Thema Sport bei den Ruhrbaronen im Alleingang aufgebaut und mittlerweile nehmen immer mehr Leser das Angebot auch an.

pat boone
pat boone
9 Jahre zuvor

eine eigene kategorie für das „thema“ sport fände ich trotzdem nicht schlecht.

die gabs doch auch mal: „auf dem platz“, oder?

Stefan Laurin
Admin
9 Jahre zuvor
Reply to  pat boone

@pat boone: Ja, aber die haben wir mit der Einführung vom Dortmund-Teil abgeschafft, damit es übersichtlicher wird.

Walter Stach
Walter Stach
9 Jahre zuvor

Wenn die „Ruhrbarone“ vor allem Themen aufgreifen und Probleme zur Diskussion stellen wollen, die speziell die Menschen im Ruhrgebiet betreffen, die die Menschen im Ruhrgebiet ganz besonders interessieren, dann gehört dazu der Sport, besonders der Fußball-sport und dabei ganz besonders alles was zu tun hat mit dem BVB, mit S 0 4, mit dem VFL Bochum (und anderen).

Also:
Robins Kommentare passen durchaus zur „Agenda Ruhrbarone“.

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