Carsten Bülow liest im Hoesch-Museum aus den Erinnerungen eines Überlebenden

Carsten Bülow Foto: Privat

Der polnischstämmige Tadeusz Borowski kam 1943 als politischer Gefangener ins KZ. Er überlebte die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und Dautmergen sowie Dachau. 1946 kehrte er nach Polen zurück und war einer der ersten, der die Erfahrungen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten literarisch aufzuarbeiten versuchte. Am Donnerstag, 5. Mai, 18 Uhr liest der Schauspieler und Rezitator Carsten Bülow anlässlich des bevorstehenden Tages der Befreiung im Hoesch-Museum (Eberhardstr. 12) aus diesen Erinnerungen unter dem Titel „Bitte die Herrschaften zum Gas“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich:
hoesch-museum@web.de oder (0231) 84 45 856.
Hart und ungeschönt geschildert schildert Borowski die Entfremdung und Entmutigung in der Extremsituation des Lagers sowie die Arbeit an der Rampe im KZ Birkenau. Die Grenzen zwischen Gut und Böse beginnen zu verschwimmen, weswegen man Borowski mitunter moralischen Nihilismus vorgeworfen hatte. Er starb 1951 an den Folgen eines Selbstmordversuches.
Der Tag der Befreiung wird in der Bundesrepublik seit 1970 jährlich am 8. Mai begangen, um der Befreiung vom nationalsozialistischen Regime 1945 durch die Alliierten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. In einer kurzen Einleitung wird darauf eingegangen, dass auch Schienen der Firmen Union und Hoesch Dortmund auf dem Weg zur berüchtigten Rampe im KZ Auschwitz-Birkenau verlegt wurden.

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