Das neue ‚Trikot für den internationalen Wettbewerb‘. Foto: BVB
Die Champions League-Qualifikation bekanntlich klar verpasst, mit ‚Hängen und Würgen‘ gerade noch auf den letzten Drücker in die Euro League-Quali. Eigentlich kein Grund für Stolz und Euphorie in Dortmund. Doch Geld stinkt eben nicht. Das hat offenbar auch der BVB mehr und mehr verinnerlicht. Und so macht man aus der sportlichen Not dann trotzdem noch eine Art von Tugend, versucht es zumindest offenbar bestmöglich.
Trotz der sportlichen Rückschritte präsentierte der BVB heute nämlich sein neues Champions League- ääähhhh, sorry… ‚Euro League-Trikot‘. Und das, obwohl es, sollte der BVB die Gruppenphase sportlich tatsächlich am Ende noch verpassen, von den Profis vielleicht nicht allzu oft getragen werden könnte.
Dabei liest sich die Ankündigung des Clubs, welche uns heute Vormittag erreichte, so, als stehe dem BVB ein echtes Highlight der Vereinshistorie nun unmittelbar bevor:
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Warten auf Hilfe im Syrischen Protestcamp, Foto: Ulrike Märkel
Nach wochenlangen Protesten sind die Syrischen Kriegsflüchtlinge, die in der Dortmunder Innenstadt ein Protestcamp aufgebaut haben, erschöpft. Das lange Warten, kaum Aussichten auf eine schnelle positive Wendung ihrer Situation und das schlechte Wetter haben die Protestierenden ernüchtert. Aufgeben wollen sie dennoch nicht.
Die Syrer wollen die nächste Zeit nutzen, um neue Kraft zu sammeln und die Pläne für ein Protestcamp in Berlin mit Ruhe und mit ausreichend Zeit angehen zu können. Ein Platz in der Nähe des Bundestages wurde bereits bei den Behörden angemeldet – ein Antwort aus der Hauptstadt wird in den nächsten Tage erwartet.
Fadi K., Pressesprecher und Mit-Organisator des Camps meint: „Wir verschwenden hier in Dortmund unsere Zeit. Die Unterstützung der Leute war toll, aber von der Politik und den Behörden gab es keine Hilfe. Nur freundliche Worte. Und so sind unsere Familien weiterhin in allergrößter Lebensgefahr. Wir werden bald in Berlin unsere Forderungen mit noch mehr Kraft und neuer Stärke vorbringen.“ Die ersten Kontakte zu Refugee-Organisationen in Berlin wurden bereits geknüpft.
Vielen Dortmundern wird der Abschied schwerfallen. Man war sich in den letzten Wochen bei Besuchen, gemeinsamen Aktionen und beim Fastenbrechen näher gekommen. Fast konnte man bei der großen Gastfreundschaft der Syrer vergessen, aus welchen Gründen die Flüchtlinge Samer, Bani, Fadi, Sakher und die anderen vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und in der Innenstadt protestierten. Doch gerade das sehen die Syrer als Problem an. Bani meint: „Man hat sich einfach an uns gewöhnt. Da ist das Problem. Wir gehören wie der Bahnhof und Karstadt zum Stadtbild. Aber wir brauchen konkrete Hilfe.“
Viele werden das Camp und seine Bewohner an der Katharinentreppe vermissen. Dass sie nicht aufgeben wollen im Kampf um ihr Bleiberecht und das Leben ihrer Angehörigen ist daher heute die einzige gute Nachricht.
Freitag, 31.07.2015 Demo „Without you we can’t success“ Diesen Freitag um 10:00 Uhr findet eine Demo des Protestcamps statt. Treffpunkt ist das Camp an der Katharinentreppe gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof. Dann zieht die Demo zur Zweigstelle des Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Jeder ist eingeladen, teilzunehmen und seine Solidarität mit den Kriegsflüchtlingen zu zeigen.
Morgen wird es wieder ernst für Ilkay Gündogan & Co.. Foto: Robin Patzwaldt
Am morgigen Donnerstag geht also nun auch für den BVB mit dem ersten Pflichtspiel nach der Sommerpause der ‚Ernst des Lebens‘ wieder los. In der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League steht für die Tuchel-Truppe das Auswärtsspiel in Österreich gegen Wolfsberg an. Ein Vergleich, der dann in der nächsten Woche, beim Rückspiel in Dortmund, endgültig entschieden werden wird.
Auf dem Papier sind die Schwarzgelben als topgesetztes Team in der Qualifikation natürlich eindeutiger Favorit. Zumal auch die Vorbereitung bei den Dortmundern bisher sehr ordentlich lief, zuletzt sogar Italiens Rekordmeister Juventus Turin mit 2:0 (1:0) besiegt werden konnte.
Aber klar, Vorbereitungsspiele sind eben dann doch nicht der wahre Maßstab. Man darf also gespannt sein, ob der BVB die insgesamt als sehr ordentlichen zu bezeichnenden Leistungen zuletzt nun morgen schon wird bestätigen können, wenn es wirklich erstmalig um etwas geht.
Recep Tayyip Erdogan Foto: swiss-image.ch/Photo by E.T. Studhalter Lizenz: CC BY-SA 2.0
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Vor dem Dortmunder Amtsgericht fand am Morgen der erste Prozess wegen des Rathaus-Überfalls im Mai 2014 statt. Am Abend der Kommunalwahl wollten 30 Neonazis ihren Einzug in den Stadtrat mit einem Angriff auf das Rathaus feiern. Vertreter verschiedener Parteien und autonome Antifaschisten stoppten den Angriff der Nazis, wurden allerdings von diesen mit Schlägen, Flaschen und Pfefferspray attackiert.
Auf der Anklagebank saß heute Patrick Brdonkalla (31). Am Wahlabend hatte er einen Kameramann zu Boden gedrückt, um zu verhindern, dass gefilmt wird. Ein zweiter Nazi soll dem Geschädigten ins Gesicht getreten haben. Für seine Tat wurde Brdonkalla heute zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 € (80 Tagessätze zu 10 €) wegen Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Nötigung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wertete das Handeln von Patrick Brdonkalla als Angriff auf die Pressefreiheit.
Das Protestcamp von Geflüchteten zieht um nach Berlin. Foto: Alexandra Gehrhardt
Die letzte Woche des Protestcamps syrischer Geflüchteter in Dortmund läuft: Am Samstag will die Gruppe nach Berlin umziehen. Am Freitag planen die Menschen noch einmal eine Demonstration zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in der Huckarder Straße – dem Ort, an dem sie vor knapp sieben Wochen ihren Protest begannen. Was hat er gebracht?
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