
Elif Eralp war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Die Berliner Linke bestätigt das und betont, sie sei über Jahre hinweg nur passives Mitglied gewesen. Wegen teilweise abweichender politischer Ansichten sei sie noch vor ihrer Spitzenkandidatur ausgetreten. Das soll beruhigen. Es beantwortet aber nicht die entscheidende Frage: Wie radikal denkt die Frau, die Berlin regieren will?
Eine passive Vereinsmitgliedschaft bedeutet keine politische Distanz zu radikalen Positionen. Diese muss man an ihren eigenen Erklärungen messen. Am 10. Januar 2020 erschien ein Aufruf für eine antirassistische und migrantische Klassenpartei, der heute auf dem linksradikalen Portal ETOS abrufbar ist. Elif Eralp hat ihn unterzeichnet. Sein Ziel steht im Text ausdrücklich: Migranten sollen als Verbündete gewonnen werden, „mit denen wir gemeinsam das kapitalistische System stürzen“. Das sei die „Handlungsmaxime“.
Offene Grenzen für alle Menschen?
Ein bemerkenswertes Wort. Hier wird ein Systemwechsel im Maßstab des politischen Handelns erklärt. Soziale Probleme, Diskriminierung und die Lebensbedingungen von Migranten sollen zum Ausgangspunkt einer gemeinsamen Mobilisierung gegen die bestehende Wirtschaftsordnung werden. Eralp unterstützte diesen Anspruch mit ihrer Unterschrift. Schon 2019 hatte sie Links*Kanax mitgegründet, ein Netzwerk, das die Partei verändern, migrantische Stimmen stärken und die Mieter- und Arbeiterbewegungen mitgestalten will. Sein Gründungsmanifest verbindet demokratischen Sozialismus mit der Forderung nach „offenen Grenzen für alle Menschen“; dazu soll die Linke die Regierungsbeteiligung nutzen, um sämtliche verfügbaren Spielräume für Abschiebungen auszuschöpfen. Diese Strategie wird von Eralp auf ihrer Website beschrieben. Wer die Unterzeichner des Aufrufs von 2020 liest, stößt auf einen politischen Kreis, dem wir immer wieder begegnen: Elif Eralp, Moheb Shafaqyar, Jules El-Khatib und Ramsis Kilani. Dazu zählen unter anderem Hamze Bytyçi, Belma Bekos und Niema Movassat.

Moheb Shafaqyar ist Anwalt mit Schwerpunkt im Migrationsrecht, Gründer der Refugee Law Clinic Berlin und früherer Sprecher von ‚Deutsche Wohnen & Co. enteignen‘. Mit Eralp stellte er gemeinsame Parteianträge; 2023 war er einer der Verfahrensbeistände der Antragsteller, die Sahra Wagenknecht aus der Linken ausschließen wollten. Eralp gehörte zu den Initiatorinnen dieses Verfahrens. Ihre Zusammenarbeit bestand also über Jahre und ging über eine gemeinsame Unterschrift hinaus. Schon im November 2017 unterschrieb Shafaqyar einen Aufruf gegen ein Forschungsforum an der Hebräischen Universität Jerusalem. Die Unterzeichner kündigen ihre Nichtteilnahme an und fordern, den Veranstaltungsort zu überdenken: Die Konferenz legitimiere ihrer Auffassung nach die israelische Besatzung. Shafaqyar steht darunter mit seiner Zugehörigkeit zur Refugee Law Clinic Berlin. Seine politische Positionierung gegen Israel beginnt also nicht erst 2023. Auch in der Wohnungspolitik formuliert er sein Ziel deutlich: Im Februar 2021 erklärt er gegenüber marx21, der Mietendeckel stelle – anders als die Vergesellschaftung – „nicht die Eigentumsfrage“. Es geht ihm um mehr als nur um niedrigere Mieten: Er will die Eigentumsverhältnisse verändern.
Zwischen Einflussnahme und Vorteilsnahme
Dann kam der Dezember 2023. Zwei Monate nach dem Hamas-Massaker beschimpfte Shafaqyar die Menschen, die weiterhin israelische Flaggen zeigten. Für ihn war es „blanker menschenverachtender Hohn“, dass weiterhin israelische Flaggen hingen. Die Unterstützer beschimpfte er als „verachtenswerte Monster“ und „widerwärtige Nazis“. Auf Druck der SPD trat er als stellvertretender BVV-Vorsteher zurück. Israel mit Solidarität mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen, ist eine Täter-Opfer-Umkehr. Diese Äußerungen gehören zur politischen Geschichte von Eralps langjährigem Mitstreiter. Als später die Fördermittel für Projekte gegen Antisemitismus zum Streitfall wurden, trat derselbe Shafaqyar als Anzeigenerstatter gegen CDU-Politiker auf. Er machte seine Strafanzeige öffentlich, erläuterte seine Vorwürfe ausführlich auf dem linksradikalen Portal ETOS und wurde auch vom SPIEGEL zitiert – in einem Artikel, der auffallend ohne Autorenzeile erschien und die aggressive Berichterstattung des Magazins über die geförderten Projekte fortsetzte. Ausgerechnet Shafaqyar, der Israel-Unterstützer als Nazis beschimpft hatte, ging nun gegen die Verantwortlichen für die Förderung von Antisemitismusprojekten vor. Der Untersuchungsausschuss stellte ein rechtswidriges Förderverfahren fest. Anhaltspunkte für unzulässige Einflussnahme auf einzelne Förderentscheidungen oder für persönliche Vorteilsnahme durch CDU-Politiker fand er jedoch nicht.
Eine zweite Spur aus der Unterzeichnerliste führt zu marx21. Jules El-Khatib wurde bereits 2015 vom Netzwerk als Unterstützer bezeichnet. Er steht außerdem unter dem Gründungsmanifest von Links*Kanax. marx21 bezeichnet sich als revolutionär-sozialistisch und strebt eine Vergesellschaftung der Wirtschaft durch eine Rätedemokratie an. Der Bundesverfassungsschutz bezeichnet marx21 im Bericht für 2024 als eine trotzkistische Struktur, die innerhalb der Linken um Einfluss ringt. Er beschreibt im selben Abschnitt die als Entrismus bezeichnete Strategie, bestehende politische Strukturen und Bewegungen für revolutionäre Ziele zu nutzen. marx21 bestreitet verdecktes Agieren. Die revolutionäre Zielsetzung erklärt das Netzwerk jedoch von selbst.
Aufruf zum Systemwechsel
Auch Ramsis Kilani unterschrieb den Aufruf. Er war bei marx21 aktiv und sprach für „Palästina spricht“. Nach dem 7. Oktober deutete er den Hamas-Überfall als Reaktion auf Unterdrückung und die Geiselnahme als Mittel, um Gefangene freizubekommen. Die Linke schloss ihn 2024 aus und im November 2025 scheiterte sein Einspruch. Kilani bestreitet die Vorwürfe. Rückendeckung bekam er von marx21 und der Sozialistischen Linken, die sich gegen seinen Ausschluss stellten. Eine gemeinsame Erklärung macht Eralp nicht zur Verantwortlichen für spätere Äußerungen eines Mitunterzeichners. Sie zeigt aber, mit wem sie politische Ziele formulierte. Und bei Shafaqyar ist eine jahrelange Zusammenarbeit zusätzlich dokumentiert. Das Bild entsteht aus ihren eigenen Veröffentlichungen: ein unterschriebener Aufruf zum Systemwechsel, ein selbst gegründetes Mobilisierungsnetzwerk, die Zusammenarbeit mit Shafaqyar sowie personelle Verbindungen zu revolutionär-sozialistischen Strukturen. In diesem Kreis finden sich auch die dokumentierten NS-Gleichsetzungen von Shafaqyars und Kilanis Verklärung des Hamas-Überfalls. Die Rede vom passiven Mitglied lenkt den Blick auf ihre damalige Vereinsrolle. Für eine Regierungschefin zählt ihre politische Haltung. Welche der unterschriebenen Ziele vertritt Eralp heute? Wo zieht sie gegenüber antisemitischen Positionen ihrer politischen Mitstreiter die Grenze? Und wie steht sie zu den revolutionären Netzwerken, mit deren Akteuren sie gemeinsame Politik formuliert hat?
Wie diese Abgrenzung in der Praxis aussieht, zeigte ein Interview, über das BILD berichtete. Die stellvertretende Berliner Landesvorsitzende Martha Kleedörfer sprach mit dem linksradikalen Aktivisten James Jackson, der selbst die Gleichsetzung von Davidstern und Hakenkreuz als Israelkritik verteidigte und mit haltlosen Verdächtigungen gegen den Islamismuskritiker Ahmad Mansour aufgefallen war. Zu den Wahlkampfparolen „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“ erklärte Kleedörfer, Eralp und Landeschefin Kerstin Wolter hätten solche Auftritte auf ihren Wahlkampfbühnen abgelehnt. Dann fügte sie hinzu: „Aber sie haben nicht gesagt, dass das antisemitisch ist.“ Eralp sprach von einer Grenzüberschreitung. Ihre Parteifreundin stellte klar, wie weit diese Verurteilung reichte: bis zum Bühnenrand.

Berlin braucht klare Antworten. Ein Austritt aus der Roten Hilfe und halbherzige Distanzierungen von Antisemiten ersetzen sie nicht.
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Gut recherchiert!👏👏
„Elif Eralp war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Die Berliner Linke bestätigt das und betont, sie sei über Jahre hinweg nur passives Mitglied gewesen. Wegen teilweise abweichender politischer Ansichten sei sie noch vor ihrer Spitzenkandidatur ausgetreten. Das soll beruhigen. Es beantwortet aber nicht die entscheidende Frage: Wie radikal denkt die Frau, die Berlin regieren will?“
Was nun soll Frau Eralp jetzt tun? Am besten ganz von der Bildfläche verschwinden, Du Schlaumeier?
Wollt ihr jetzt die Berliner Lokalpolitik zum Ruhrbaronewutbürgerdauerthema machen? So lange sich die prekären Lebensverhältnisse für Millionen nicht ändern, werden die Ränder immer stärker, v.a. der linke Rand im Westen.Auch der Krieg gg. den Iran befeuert mit seinen Auswirkungen hierzulande die Menschen deutlich mehr als die Berliner Lokalpolitik.Sollte der Winter kalt oder gar sehr kalt werden, wird uns der September 26 mit all seinen Aufregungen wie die gute alte Zeit vorkommen.
Thomas Weigle: Dann wird es Zeit daran zu erinnern, wer gegen Fracken war und Kraftwerke gesprengt hat.
@Stefan Laurin
Immer wieder lustig, wenn du auf einem toten Pferd für fossile Energien reitest. Es wird umgekehrt ein Schuh draus. Journalisten, Politiker und interessierte Unternehmen logen uns viele Jahre vor, dass die EE keinen wirklich nennenswerten Beitrag zur Energiesicherheit beitragen könnten und setzten auf extrem umweltschädliche fossile Energien und/oder die schweineteure und durchaus gefährliche Atomenergie. Während du bspw gerne darauf verweist, dass der Wissenschaft schon irgendwann mal eine sichere Endlagerung gelingt, setzt du-wider besseres Wissen- darauf, dass in Sachen EE keine entscheidende Fortschritte gelingen, raunst verschwörerisch von Ideologie. Und du hast leider immer noch zu viele verblendete Mitstreiter in den Medien der Politik und in der belogenen Bevölkerung. Warum ist wohl gerade bei der afd und deren Wählern der Widerstand gg. EE so groß?
Nehmen wir in Sachen Energie mal bspw. die AKKUTECHNIK bei Schienenfahrzeugen. Die hatte in Deutschland einst einen hohen Stellenwert,auf die setzte das einstmals größte Eisenbahnunternehmen der Welt, die KPEV ab den Nuller Jahren des vorigen Jahrhunderts, ab 1920 dann die DR/DRG/DR, die übrigens enorme Profite erwirtschafteten.Die ersten 5000Km Autobahn wurden tw. aus diesen Profiten erbaut. Die Akkus wurden in der Fläche gebraucht und auch die gute alte Bundesbahn beschaffte die „Limburger Zigarre“ und v.a. den „Akkublitz“. Technisch blieb man aber auf dem Stand der 50er und 60er und die roten Brummer wurden unwirtschaftlich und Diesel war zunächst billig.
In der ersten Ölkrise wurden bereits zur Seite gestellte Dampfer kurzfristig in Dienst genommen. Die Zoneh hatte ihre Ölkrise ab 1980 und baute sogar ölgefeuerte Dampfer auf Kohle zurück.Ungern zwar, denn die Kohle war der Bundesbahn einfach zu teuer, zu unwirtschaftlich und zwar von Anfang an.
Ab den 90ern hatte es sich dann ausgebrummt, auch im Pott, zu schwer die Akkus, zu lange Ladezeiten, zu langsam.
Und so war es ruhig an der Akkufront im Schienenverkehr. Bis dann, haste nicht gesehen, wieder Akkufahrzeuge, tw. zweiwegig, auftauchten, weil die Akkus von heute ganz anderes, v. a. wirtschaftliches Fahren ermöglichen, die Akkus erleben eine unglaubliche Renaissance und zwar in einem atemberaubenden Tempo.
Hätte man schon in den 70ern, wie es damals einige wenige Fachleute forderten, weiterhin auf diese Technik gesetzt, wo stünden wir da heute?
Wo stünden wir heute in Sachen Energieerzeugung, hätte nicht ein Heer von Ewiggestrigen sich der Entwicklung der EE in den Weg gestellt und für den Profit einiger Stromkonzerne eingesetzt? Und so schauen wir weiter ängstlich auf den Golf und das Rote Meer.
@ Stefan Laurin
Wenn wir schon Retrospektivspielchen treiben:
Die Problematik fossiler Energie ist seit 1990 bekannt. Die Problematik von Atomkraftwerken noch viel länger, sie waren deshalb auch bei uns nie entscheidend und was heute gern übersehen wird: Russland würde daran mitverdienen, wenn wir diesen Unsinn wieder forcieren wollten.
Und dann müsste man mal fragen, was das für Dummköpfe waren, die angesichts dieser Probleme nie daran gedacht haben, in Forschung für Wind- und Solarenergie so zu investieren, wie man es bei der Atomenergie gemacht hat.
Und dann müsste man fragen, was die im Kopf hatten und haben, die bis in die Gegenwart versuchen, Wind- und Solarenergie mit administrativen Maßnahmen zu be- und auch verhindern. Oder was das für Schweinebacken waren, die z.T. aus dem Wirtschaftsministerium heraus mit Desinformationen von EIKE versucht haben, private „Bürgerinitiativen“ gegen Windräder zu starten.
Mit etwas mehr Voraussicht in der Politik, wohlgemerkt keine Hellseherei, die nötigen Informationen liegen schon sehr lange vor, und etwas weniger Lobbyhörigkeit hätten wir diese Probleme alle gar nicht. Und es wäre auch nicht teuer gekommen. Und nur sehr wenige Leute wäre weniger reich als heute.
Thomas Weigle: Sie glauben sicher auch, dass am grünen, deutschen Wesen, die Welt genesen wird – doch die steht auf Wachstum und Fortschritt und nicht auf Freaks.
Ja, also meine Erinnerung sagt, dass der Beschluss zum Atomausstieg von einer CDU/CSU/FDP-Regierung stammt, während ein grüner Wirtschaftsminister die Abschaltung einiger AKWs hinausgeschoben hat, wenn auch nur um einen geringen Zeitraum (ansonsten wären mW größere Sicherheitsüberprüfungen und Modernisierungen nötig gewesen). Aber vielleicht haben Sie eine andere Erinnerung.
Aber warum sollte man nur daran erinnern? Warum sollte man nicht auch daran erinnern, wer um 2010 herum den Ausbau der erneuerbaren Energien durch voreilige Kürzungen massiv abgebremst und einen guten Teil der deutschen Solarindustrie ruiniert hat? Oder daran, wer durch Lügenkampagnen über das Heizungsgesetz den Umstieg auf energiesparende Wärmepumpen verzögert hat? Oder wer durch ähnliche Blödsinnskampagnen das Ende der per Bauprinzip ineffizienteren Verbrennerautos hinausschleppt?
Oder man könnte natürlich auch einfach mal nach vorne schauen und prüfen, welche Energieformen jetzt am kostengünstigsten zu bauen sind.
Lieber Herr Laurin, schauen Sie sich doch bitte einfach mal an, welche Energieformen weltweit am schnellsten wachsen, sprich was die Länder machen, die auf „auf Wachstum und Fortschritt“ stehen.
Und wenn Sie das gemacht haben, dann merken Sie vielleicht auch, warum Sie hier auf so gnadenlos plumpe Polemik zurückgreifen müssen.
Und vielleicht, ganz vielleicht, denken Sie dann auch noch mal darüber nach, wer in dieser Diskussion der Freak ist.
Dann schauen Sie doch mal, was China macht: Solar und Kernkraft ausbauen, Kohle am Netz lassen. Ziel 2060: 80 % Erneuerbare, 20 % Kernkraft 🙂
@ Stefan Laurin
Und wenn wir schon am Erinnern sind,wenn der Winter kalt wird. Da gab es die einen, die den Krieg gg. den Iran bejubelten und dann gab es die, die vor dem Krieg warnten, einen Anstieg der Energiekosten und der afd vorhersagten, Was ich weiß ist, dass wir da gegenteiliger Meinung waren und genau das eintrat, was u.a. ich befürchtete. Was deinen heißgeliebten Atomstrom angeht:Uran aus Russland hui, Gas aus Russland pfui, oder was?
Uran gibt es in Südafrika und Australien.
@ Stefan Laurin
Das ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit. Als Rohuranexporteur ist Russland zwar nur im Mittelfeld, aaaber:
https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/russlandanalysen471.pdf
Lieferketten lassen sich ändern. Und die Solaranlagen kommen fast alle aus China…
@ Stefan Laurin
Versuchen Sie gerade, uns zu verheimlichen, dass Ihnen klar ist, dass die erhöhte Nachfrage den Preis erhöhen wird, so dass die Russen auch davon profitieren, wenn wir woanders kaufen? – wenn wir das können. 40% bedeuten in der Praxis ein Quasimonopol.
Der von mir verlinkte Beitrag der Bundeszetrale für politische Bildung aus der Reihe Russlandanalysen trägt bezeichnenderweise den Titel Atomenergie als Waffe.
Und weil wir schon von vertanen Chancen gesprochen haben: Anfang der 80er war die AEG in der Solartechnik dem Weltmarkt ca. 5 – 10 Jahre voraus, Die AEG hat sich durch ein dummes Management selbst zerlegt, und es hat niemand aus der Politik versucht, diese Sparte zu retten.
„Hauptgrund für die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen ist ausgerechnet die deutsche Subventionspraxis. Die üppige, von den Stromkunden bezahlte finanzielle Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ließ die Firmen träge werden. Sie verführte die einstigen Vorreiter zur Bequemlichkeit, sie nahm ihnen, wie ein schleichendes Gift, die Innovationskraft. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung blieben „gefährlich gering“, so das Zentrum für Solarmarktforschung (ZSF). Der koreanische Konzern LG etwa gibt an, seit 2009 genau 172 Patente angemeldet zu haben. Bei Solarworld waren es 75.“
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/studie-zum-niedergang-deutsche-solarbranche-vor-der-sonnenfinsternis/6748936.html
@ Stefan Laurin Also nahm die AEG freiwillig ein schleichendes Gift ein, wohlwissend was das Ende vom Giftlied ist. Aber die Politik ist schuld. Genauso wie sie schuld daran ist, dass die Autokonzerne z.Zt. am Stock gehen, weil sie die Entwicklung trotz lautester Trompetentöne bspw. aus China verschlafen haben. Der russische Raubkrieg geht in den 56. Monat, was hat sich denn seitdem in Sachen Lieferketten für Uran getan? Und ist das antiwestliche und antiisraelische Südafrika da ein geeigneter Ersatz für Russland?
Thomas Weigle, anscheinend ist jetzt die Berliner Lokalpolitik das Ruhrbaronewutbürger ein Dauerthema.
Gut erkannt.
Andere Themen wie, im Rhein ist kaum noch Wasser, in Düsseldorf fährt sich ein Schiff fest, Streckensperrung bei der Bahn zwischen Duisburg und Essen und gleichzeitiger Sperrung der A40 zwischen Winkhausen und Essen kommen überhaupt nicht vor.
Eigentlich müssten Brücken, Autobahn und Eisenbahn ein Dauerthema in NRW sein. Oder bekommt man den Stau von Zügen bei der Bahn überhaupt nicht mit.