Brügmannhallen: Wurden Flüchtlinge auf die Straße gesetzt?

Foto-bruegmannEs ging um ausreichend Essen, Betten und Trinkwasser: In der vergangenen Woche haben Flüchtlinge einen offenen Brief an den Dortmunder Stadtdirektor Jörg Stüdemann übergeben. Die in den Brügmannhallen untergebrachten Menschen fordern darin eine Verbesserung der dort herrschenden Zustände und eine baldige Schließung der Notunterkunft. Die Stadt versprach nach einem Gespräch mit den Flüchtlingen eine rasche Verbesserung der Situation. Doch schon am Tag zuvor wurden offenbar Flüchtlinge aus der Notunterkunft geworfen und bei winterlichen Temperaturn sich selbst überlassen. Ein Paar aus dem Kosovo musste mehrere Nächte auf der Straße verbringen.

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Demonstration für Solidarität mit Asylsuchenden am Samstag

Situation in den Brügmannhallen.
Situation in den Brügmannhallen.

Die Gruppe „Refugees Welcome Dortmund“ veranstaltet am kommenden Samstag eine Demonstration in der Stadt. Die Gruppe bietet Sprachkurse an und setzt sich politisch für die Rechte von Asylsuchenden ein. Zuletzt unterstützten sie den Protest von Bewohnern der Brügmannshallen gegen die dortigen Lebensbedingungen.

Hier der Aufruf der Gruppe:

Solidarität mit den Geflüchteten in Dortmund! Solidarity with Refugees in Dortmund! Solidarité avec les réfugiés!

Samstag, 31. Januar 2015, 12.30 Uhr, Dortmund Hauptbahnhof

Wir solidarisieren uns mit den Menschen der Brügmannhallen und schließen uns ihren Forderungen und Anliegen an. Es ist zu begrüßen, dass die Stadt Dortmund nun das Gespräch mit den Menschen vor Ort gesucht hat. Es sollte jedoch eine Selbstverständlichkeit sein, dass mit und nicht über die Menschen geredet wird. Auch sollte klar sein, dass Notunterkünfte nur eine sehr kurzweilige “Lösung” sein können: Ursprünglich als kurzfristige Übergangslösung installiert, hat sich die Situation mittlerweile derart verselbstständigt, dass die Geflüchteten zuerst einmal wieder um menschenwürdige Zustände kämpfen müssen. Erst der Protest der Geflüchteten in der letzten Woche hat dazu geführt, dass die Stadt Dortmund sich dem Problem angenommen hat und die Lage der Geflüchteten ernst nimmt.

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Frühstück für Dortmund

Rathaus Dortmund
Rathaus Dortmund

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BVB: Dudziak unterschreibt Vertrag bis 2018

Foto: BVB
Foto: BVB

Borussia Dortmunds Jeremy Dudziak hat sich langfristig an den BVB gebunden.

Der U19-Europameister, der sowohl als linker Verteidiger als auch variabel im Mittelfeld einsetzbar ist, unterschrieb am heutigen Mittag einen bis zum 30. Juni 2018 gültigen Profivertrag beim achtmaligen Deutschen Meister.

„Jeremy hat sich in den vergangenen Monaten sehr positiv entwickelt. Er rückt mit Recht in den Lizenzspielerkader auf. Es ist schön zu sehen, dass wieder ein echtes BVB-Eigengewächs den Sprung in den Profibereich schafft“, betont Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

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Rosenkavalier am Theater Dortmund: Currywurst statt Kalbsschnitzel

Emily Newton (Feldmarschallin), Ileana Mateescu (Octavian), Karl-Heinz Lehner (Ochs von Lerchenau)  ©Thomas Jauk / Stage Picture GmbH
Emily Newton (Feldmarschallin), Ileana Mateescu (Octavian), Karl-Heinz Lehner (Ochs von Lerchenau)
©Thomas Jauk / Stage Picture GmbH

Am 25.1. hatte in Dortmund „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauß Premiere. Intendant Jens-Daniel Herzog inszenierte die Oper, die gleichermaßen Publikumsliebling wie einer der großen Prüfsteine für Ensemble und Regie ist.

Es beginnt mit Octavian und der Marschallin in einem goldenen Rokoko-Bett vor glitzerndem Firmament. Ein perfektes Anfangsbild für das, was Herzog erzählen will und was auch Hofmannsthal und Strauß erzählen. Eine Geschichte von Zeit, ihrem langsamen und oft unmerklichen Vergehen und den plötzlichen, schmerzlichen Brüchen. Zunächst aber ist das Liebespaar ganz aus der Zeit geschleudert und treibt im endlosen wie ewigen Weltraum. Fast könnte die Rokoko-Optik des Bettes als eine Referenz auf die Schlusspassage von Stanley Kubricks „2001“ gelesen werden, in der sich der Astronaut Dave Bowman jenseits der Unendlichkeit in einem Rokoko-Salon

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Dortmund: Hausverbot für Flüchtlingshelfer

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Die Dortmunder Gruppe Refugees Welcome betreut seit langem Flüchtlinge- auch in den Notunterkünften in den zwei Turnhallen am Brügmannplatz, die in den vergangenen Woche in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. Nach Protesten der Flüchtlinge kam es zu einem Treffen mit Stadtdirektor Jörg Stüdemann, der den Protest nachvollziehen konnte. Es sollte sich etwas ändern. Nur ob sich etwas an den

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‚Borusseum‘: Tag gegen das Vergessen

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

 

Am heutigen 27. Januar 2015 lädt das BORUSSEUM, das Borussia Dortmund-Museum, bereits zum fünften Mal zur Veranstaltung anlässlich des „Tag gegen das Vergessen“ ein.

An diesem Tag wird alljährlich an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Alliierten und an die Millionen Opfer des Naziregimes erinnert, welche dieses Jahr den 70. Jahrestag begeht.

Rund um den Aktionstag im Deutschen Fußball wird sich der Abend im BORUSSEUM der Zeit des Nationalsozialismus widmen, insbesondere dem Konzentrationslager Buchenwald, in dem unter anderem auch BVB-Widerstandkämpfer Franz Hippler viel Leid erleben musste.

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[10. Kinder- und Jugendtanzfestival NRW im Dortmunder FZW]

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Die Konzertwoche im FZW wird heute Abend ab 20:30 Uhr Nazar, ein weiterer Ausnahme-Rapper am derzeitigen Hip-Hop-Himmel, einläuten. Der aus Teheran stammende und in Wien lebende Künstler konnte sich im letzten Jahr mit seinem aktuellen Album „Camouflage“ höchst erfolgreich auf dem Musikmarkt etablieren und wird auf seiner „Freundliche Diktatour 2015-Tour“ von dem Berliner Mortis supportet.

Am Wochenende, sprich Samstag und Sonntag, lädt dann das Kinder- und Jugendtanzfestival  „GET ON STAGE“ zu seinem 10-Jährigen Jubiläum ein. Unter der Leitung u.a. von Birgit Götz des Theater im Depot in Dortmund und Nilüfer Kemper der LAG Tanz NRW e.V. in Remscheid und in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und dem Jugendamt Dortmund, hat sich das Projekt in den letzten 10 Jahren von einem kleinen Sonntagsnachmittags-Treffen zu einem großen zweitägigen Tanzfestival entwickelt, zu dem sich in diesem Jahr mehr als 50 Kinder- und Tanzgruppen jeden Tanzstils aus ganz NRW mit nahezu 600 TänzerInnen angemeldet haben.

Am Samstag, den 31. Januar, haben ab 15 Uhr somit die Tanzgruppen in der Altersklasse von 13-16 Jahre und 16-27 Jahre die Gelegenheit ihre Fähigkeiten zu präsentieren, und der zweite Festivaltag am Sonntag, 1. Februar 2015, ist ab 11 Uhr den Kindern und Jugendlichen der Altersgruppen 6-10 Jahre und 10-13 Jahre vorbehalten.

Der Anmeldefrist ist leider abgelaufen, aber alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen freuen sich über zahlreiche Gäste und Zuschauer!

Eintritt: je Altersgruppe 3,- € / Tageskarte 5,- € Alle teilnehmenden Gruppen haben freien Eintritt. Kartenreservierungen: Telefon 0231 – 98 22 336 oder e-mail an ti****@************ot.de

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Frühstück für Dortmund

TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC
TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC

 

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Premiere im Schauspielhaus Dortmund – Häuptling Abendwind und Die Kassierer: Eine Punk-Operette

Häuptling Abendwind und Die Kassierer: Eine Punk-Operette, Foto: Birgit Hupfeld
Häuptling Abendwind und Die Kassierer: Eine Punk-Operette, Foto: Birgit Hupfeld

Gestern feierte am Schauspielhaus Dortmund die Punk-Operette Häuptling Abendwind und Die Kassierer Premiere. Das Stück ist eine Mischung aus Konzert, Schauspiel und Anarchie. „Punk meets Theater“ – geht das denn? Ja es geht. Sogar sehr gut. Für Veganer, Slowfood-Anhänger, Keimlingzüchter und Kostverächter ist die Punk-Operette allerdings nichts. Hier wird der Fleischeslust ebenso gefrönt, wie der Lust auf Fleisch. Wer aber gerne jede Menge Spaß hat, grobschlächtigen und gleichzeitig hintersinnigen Humor schätzt und nach dem Stück in bester Laune die nächste Bratwurstbude ansteuern möchte, sollte sich den Abend nicht entgehen lassen. Regisseur Andreas Beck ruft den Zuschauern ein sehr fröhliches „Hineinspaziert – Willkommen, bienvenue, welcome!“ zu. Diesem Ruf sollte man unbedingt folgen und sich auf die wunderbar sonderbare Welt der Kassierer und der Menschenfresser einlassen.

Der Konzertheaterabend ist nicht nur für diejenigen interessant, die seit 30 Jahren die Pott-Punkband lieben und die Songs „Blumenkohl am Pillemann“ oder „Mach die Titten frei“ textsicher mitsingen können. Die Schilder im Eingangsbereich, dass Alkohol trinken und Essen im Innenraum nicht gestattet sind, konnten dem Publikum nichts von der Begeisterung an der Musik nehmen. Dass der Abend ein voller Erfolg war, lag auch daran, dass die Fans (auch wenn man gemeinsam ein paar Jahrzehnte älter geworden ist) noch immer großen Spaß in den Backen haben, wenn es laut von der Bühne schallt: „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist!“

Doch nicht nur die altbekannten Kassierer-Hits wurden gespielt. Gleich mit acht neuen Liedern trat die Band auf, um die Geschichte zweier Häuptlinge und einer kannibalischen Liebe musikalisch in Szene zu setzen. Ob nun Die Kassierer das Stück begleiten oder das Stück die Klammer für die legendären Kassierersongs bietet, ist nicht eindeutig zu sagen. Und auch einerlei – denn beides zusammen funktioniert hervorragend.

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