ESC: Wolfgang Wendland und die Kassierer treten gegen Xavier Naidoo an

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Darf gerne verbreitet werden: das Banner zu #KassiererStattXavier

Die Kassierer und ihr Sänger Wolfgang Wendland haben dem Drängen der Fans nachgegeben und treten gegen Xavier Naidoo beim Eurovision Song Contest (ESC) an. Jetzt gibt es auch eine Petition, die die Kassieren unterstützt.

Xavier Naidoo soll für die ARD als Vertreter des Deutschen Reiches beim Eurovision Song Contest (ESC) antreten. Die ARD hofft so bei dem Sangeswettbewerb besser abzuschneiden, als in diesem Jahr:  2015 reichte es nur für den letzten Platz. Die Ansprüche des Senders, sie sind bescheiden. Umso heftiger fällt die Kritik aus: Das ARD Magazin Panorama hält Naidoo für „Das falsche Signal“ und ESC-Fans wollen Auftritt von Xavier Naidoo verhindern.
Doch aus dem Faust kennen wir alle den schönen Satz: „Schrecken ist genug verbreitet, Hilfe sei nun eingeleitet“ und die kommt in Form der beliebten Punk Band und ihrem Sänger Wolfgang Wendland aus Wattenscheid – unter dem Hashtag #KassiererStattXavier: Wendland und die Kassierer wollen nach Stockholm, wie sie in einer Erklärung mitgeteilt haben.

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Sido überzeugt auf seiner „Liebe Live Tour“ in der Essener Grugahalle

23060640076_cdc3d17659_bGestern Abend machte Sido auf seiner “Liebe Live Tour 2015“ Halt in der Grugahalle in Essen und präsentierte seinen Fans viele alte, aber auch neue Songs seines aktuellen Albums „VI“.

Als Support war unter anderem Motrip angekündigt, der aber krankheitsbedingt seinen Auftritt absagen mußte.

Gegen halb neun hieß es dann Bühne frei für den Berliner Rapper Paul Hartmut Würdig, der, wie kaum ein anderer Künstler dieses Genres, eine derartige Verwandlung hingelegt hat.

Das selbsternannte “super-intelligente Drogenopfer“ von einst ist im Mainstream angekommen und versucht gekonnt den Balanceakt zwischen “Ghetto und Spießer” hinzubekommen.

Aggro und provokant war einmal, die Zeiten als Gangsta-Rapper, hinter einer verchromten Totenkopfmaske versteckt und in so manch verbale und körperliche Auseinandersetzung verwickelt, sind wohl entgültig vorbei.

Zu Recht fragen sich da einige Fans aus früheren Zeiten, ob ihr Ghettokid noch einer “von ihnen” ist, seine einstigen Hits  wie „Schlechtes Vorbild“ (2007) und „Mein Block“ (2004) sind perfekt gereimte tiefgehende Sozialstudien und knallharter Strassenrap über persönliche Dinge – unangepaßt und ehrlich, der unter die Haut geht und der auf seinem aktuellen Album zwar ebenso zu finden ist (“Gürtel am Arm”), aber man findet dort auch vermehrt melodische Nummern über die Liebe und den Familienalltag.

Dass sein gemeinsamer Song  mit Andreas Bourani Astronaut“ als dritte Singleauskopplung im August diesen Jahres allerdings so dermaßen abgeräumt hat, zeigt, dass Sido den Mainstream zwar erobert, aber er dadurch keine Fans verloren hat, sondern umso mehr gewonnen.

Er hat sich als Künstler etabliert, ist milder und vernünftiger geworden, eben er-wachsen und das spiegelt sich authentisch in seinem Schaffen und Auftreten wieder.

Mit seiner gestrigen Hip-Hop-Show in der Essener Grugahalle, bei der er von verschiedenen DJs, Musikern Sängern und Gast-MCs unterstützt wurde und nicht nur Songs von seinem neuen Album „VI“, sondern auch alte Lieder spielte, bewies er nicht nur seine Qualitäten als symphatischer und nicht auf den Mund gefallener Entertainer, der sein Publikum für sich einnehmen und gekonnt bei Laune halten konnte, sondern dass er auch ein wahnsinnig gutes Live-Konzept auf die Beine stellen kann.

Auf einer für Hip-Hop-Verhältnisse recht ungewöhnlich gigantisch aufgebauten Bühne, ausgestattet mit  einer Vielzahl von riesigen LCD Wänden und Video-Projektionsflächen, die  immer wieder passend zum aktuellen Song, ihr Aussehen veränderten und gelungene Einspieler zum Besten gaben, erzeugte Sido eine gewaltige Stimmung und schaffte es sogar, dass sich auch seine Fans auf den sitzenden Seitenrängen in der Grugahalle zu dem Song “Mein Block” erhoben und sich im gesamten Saal eine solidarische Stimmung auftat.

Seine Live-Tour ist natürlich noch nicht zuende. Noch genau drei Wochen lang  wird er an 17 verschiedene Spielorten auftreten und es sind noch Karten erhältlich.

www.dbe.ag

Sidos Battle am 17.12.2015 mit Haftbefehl, das ebenfalls in der Grugahalle stattfinden wird, ist allerdings bereits ausverkauft! (Four Artists / Gemeinsame Sache)

K.I.Z live im ausverkauften Palladium in Köln

22454959944_b3f945758f_bK.I.Z, das sind die Rapper Tarek, Maxim, Nico und  DJ Craft.

Seit 15 Jahren besteht die Berliner Hip-Hop Formation, die sich vor allem durch provokante Texte, Parodien gegenüber anderen Rappern, viel schwarzen Humor, Ironie, überspitzte Klischee-Spielereien und Zynismus und vor allem durch zahlreiche selbstironische Bezeichnungen und Darstellungen einen Namen gemacht hat.

Auf satirische und oft gnadenlose  Art und Weise äußern die vier Klosterschüler im Zölibat Kritik an der heutigen Gesellschaft, Politik und an den einen oder anderen Verhaltensweisen und wissen gekonnt mit mal mehr, mal weniger versteckten politischen Statements immer wieder zu überraschen und vor allem zu unterhalten.

Deutschrap ist mittlerweile nicht nur kommerziell ganz vorne, sondern auch künstlerisch. K.I.Z haben ihn auf ihre Art noch einmal revolutioniert. Als die Kannibalen in Zivil 2005 ihr erstes Album „Rapdeutschlandkettensägenmassaker“ veröffentlichten, war klar, dass sie die Rap-Welt auf den Kopf stellen würden… allen Widersachern zum Trotz.

Mit ihrem aktuellen und mittlerweile fünften Album  “Hurra die Welt geht unter“ (VÖ: 10.07.2015) meldeten sie sich in diesem Jahr nun nach fast dreijähriger Pause zurück und schwimmen sofort wieder ganz oben auf ihrer rebellischen Erfolgswelle.

Ein Werk mit dem die Künstler in Zwangsjacken zwar wieder Tabus brechen, aber auf etwas ernstere Art und Weise, der ab und an sogar die Ironie fehlt. Sie thematisieren menschliche Grausamkeiten und gehen auch autobiographisch in die Tiefe, berichten aus ihrer eigenen Jugend.

Ziel ist zwar immer noch die Irritation, aber man merkt, dass sie einen Schritt weiter gehen und neues ausprobieren und das wie immer auf höchstem Niveau.

Ihre im Sommer angekündigte Herbst-Tour zum neuen Album war selbstredend innerhalb weniger Wochen so gut wie ausverkauft, die meisten Konzerte mußten in größere Hallen verlegt werden.

Karten gibt es zur Zeit nur noch heute für Mannheim und am 28.11. für Kempten, ansonsten sind alle Konzerte in Deutschland restlos ausverkauft.

Ich war für euch am Sonntagabend in Köln mit dabei und konnte mich selber davon überzeugen, wie die Berliner das ausverkaufte Palladium zum Beben brachten.

Für März und April 2016 haben K.I.Z noch einmal 13 Zusatzkonzerte angekündigt, für die es noch Karten gibt. Den Termin am 16.03. in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle sollte man vielleicht schon mal im Auge behalten! Tickets gibt es hier !

www.landstreicher-booking.de

www.prime-entertainment.de

 

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MuTiger Kunstsolitär in Bochum

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Museum unter Tage (MuT) im Park von Haus Weitmar eröffnet. Von unserem Gastautor Daniel Kasselmann.

Nach nur einjähriger Bauzeit wurde das abschließende Erweiterungsgebäude von Situation Kunst im geplanten Kostenrahmen fertiggestellt. Das Museum unter Tage wurde von der Stiftung Situation Kunst mit Unterstützung durch die Stadt Bochum, die Evonik Stiftung, die Stiftung der Sparkasse Bochum und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe realisiert.

Die Architektur

Die Gesamtanlage von Situation Kunst mit dem Kubus in der Ruine von Haus Weitmar war 1988 von Alexander von Berswordt-Wallrabe so konzipiert, dass sich Kunst, Architektur und Natur dialogisch aufeinander beziehen. Um das MuT bestmöglich in die bestehende Gebäudelandschaft zu integrieren und den kontemplativen Charakter des Parks zu erhalten, wurde der großzügige Ausstellungsbereich von 1350 Quadratmetern unter Tage gelegt und bleibt von außen fast unsichtbar. Notwendige Funktionen wie Eingang, Haustechnik und

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