
Es ist schwer zu begreifen, dass man im Krieg ist, wenn im eigenen Land keine Bomben fallen. Wenn das unausweichliche Leid, das eine bewaffnete Auseinandersetzung mit sich bringt, nicht von einem selbst erlitten wird. Das ging selbst den Deutschen im Zweiten Weltkrieg so lange so, wie die eigenen Soldaten in den von ihnen überfallenen Ländern auf der Siegerstraße waren. Sie konnten und wollten sich nicht vorstellen, dass er auch zu ihnen kommen und ihre Heimat in Schutt und Asche legen würde.
Aber sie waren in geradezu perverser Weise verteidigungsbereit, als er zu ihnen kam, weil sie in einer militärischen Kultur des Gehorsams groß geworden und in der Mehrzahl vom Faschismus als Herrenmenschenideologie angetan waren. Sie folgten, mit wenigen Ausnahmen, ihrem Führer bis in den Untergang und brauchten









