Sind Transfrauen in unseren Gefängnissen ein Problem?

Luftbild der Justizvollzugsanstalt Bochum (Symbolbild) Foto: Carsten Steger Lizenz: CC BY-SA 4.0

Sind Transfrauen in unseren Gefängnissen ein Problem? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, schrieb Ruhrbarone alle Justizministerien in Deutschland an und bat mit konkreten Fragen dazu um Auskunft. Auch, ob das seit November 2024 geltende Selbstbestimmungsgesetz einen Einfluss auf den Umgang mit Transpersonen im Strafvollzug hat, sollte in Erfahrung gebracht werden.

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Das transgenerationelle Erbe von Schuld und Scham

1995 war der Köln-Düsseldorfer PAKH – „Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust“– gegründet worden. Er versteht sich als ein psychotherapeutisch orientierter Arbeitskreis über die Folgen der Shoah und kollektiver Traumata. Nun hat das Kernteam dieses Arbeitskreises, bestehend aus fünf PsychoanalytikerInnen, darunter zwei mit jüdischen Wurzeln, ein anspruchsvolles Buch über ihre Arbeit zum transgenerationellen Erbe der Shoah vorgelegt. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold

Die Kölner Psychoanalytikerin Beata Hammerich steuert einen biografisch sehr aufrichtigen Beitrag bei. Er ist mit “Die Macht der Angst und Scham“ überschrieben. Der Untertitel „Aus dem Versteck in die Öffentlichkeit“ verweist auf die seelische Mühe, die mit dem Schritt vom verdrängten innerfamiliären Schrecken und der „Bewältigungsstrategie“ des an die Öffentlichkeit-Tretens verbunden war.

Die Autorin erlebte bei der Ankunft in einem Hotel einen großen Schrecken, den sie zwar als der Situation „unangemessen“ einzuordnen vermochte, der aber dennoch unerträgliche Gefühle von Angst beinhaltete. Auslöser war, dass sie ein zwar prächtiges Zimmer erhielt, welches jedoch abgetrennt von den anderen Kollegen lag. Sie erlebte urplötzlich Gefühle absoluter Panik. Sie musste die Gefühle aushalten und professionell reflektieren.

An dieser Stelle führt sie nun zum Verständnis und als Deutung ihre familiäre Biografie ein: Ihre Mutter hatte den Holocaust als Kind einer jüdischen Familie in der Slowakei erlebt und überlebt. Sie wurde getauft, um ihre Überlebensmöglichkeit als Jüdin zu erhöhen. Und ihre Mutter erzog auch ihre

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„Ich hoffe auf den Frühling und einen Sieg der Ukraine“

Natalia arbeitet für ein Ministerium, das sich um den Wiederaufbau und jetzt auch die Notstromversorgung kümmert. Foto: privat

Interview mit einer tapferen Ukrainerin, die mit ihrer Tochter und ihrem Mann in Kyiv trotz der russischen Terrorangriffe auf die Energieversorgung ausharrt, über das Leben vieler dort ohne Heizung und Strom und ihre Erwartungen an Deutschland

Wie kalt ist es derzeit in Kyiv?

Natalia: Die Temperaturen haben sich auf fünf bis sieben Grad unter Null erhöht. Davor lagen sie bei bis zu 20 Grad minus.

Russland hat die meisten Kraftwerke in ihrem Land zerstört, sodass viele seit Wochen ohne Strom, Heizung und Wasser sind. Wie ist die Situation bei ihnen?

Natalia: Unser Haus war 10 bis 12 Stunden pro Tag ohne Strom. Dank einer Notstromversorgung, die wir mit Miteigentümern gekauft haben, haben wir jetzt 5 bis 6 Stunden Wasser und Heizung, wenn die Versorger liefern können. Das Mehrfamilienhaus, in dem eine Kollegin wohnt, hat weniger Glück – dort wird es bis zum Ende der Heizperiode keine Zentralheizung geben. Und es sind viele Rohre in den Häusern geplatzt. Die Situation ist schrecklich.

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