
Ein Dossier in der Zeit zum Thema Nordstadt sorgt gerade für viel Aufregung. Ganz verstehen kann ich das nicht. Was vielen im Ruhrgebiet fehlt ist Gelassenheit und ein Verständnis für den Blick von Aussen.
Nicht wenige meiner Freunde regen sich gerade auf Facebook sehr über Zeit-Dossier auf. Zwei Autoren haben ein paar Wochen in der Nordstadt gelebt und nun ihre Erfahrungen auf drei Seiten aufgeschrieben. Das ganze ist nicht nett geworden. Es geht um Junkies, Verfall und ehemalige Nazis, Crack und einen Polizeibeamten, der sich selbst als „Libanesenjäger“ bezeichnet. Letzteres kann als deutliches Zeichen gewertet werden, dass der Mann vor seinem Eintritt in den Polizeidienst kein kulturwissenschaftliches Studium absolviert hat. Die Nordstadtsensibelchen, eine besonders empfindliche Unterart der berüchtigten Ruhrgebietssensibelchen, sind jedenfalls empört.









