
Hunderttausende Flüchtlinge aus arabischen Staaten werden in diesem Jahr nach Deutschland kommen. Viele Juden fürchten, dass sie den Antisemitismus aus ihren Herkunftsländern mitbringen werden.
Am Essener Hauptbahnhof wehten die Fahnen des Propheten und der verschiedensten arabischen Staaten, als im vergangenen Sommer nach einer Kundgebung der Linkspartei eine Demonstration von Freunden Israels angegriffen wurde. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Araber. Sie warfen mit Flaschen und Steinen, der Hitlergruß wurde gezeigt, und die Vernichtung Israel gefordert. Eine überforderte Polizei duldete die antisemitische Hetze.
Leonid Goldberg glaubt, dass sich solche Szenen künftig häufiger abspielen werden. Goldberg ist Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Wuppertal und betrachtet die Zuwanderung aus arabischen Staaten mit Skepsis: „Es kommen jetzt Menschen aus Staaten, die juden- und israelfeindlich erzogen wurden. Ich befürchte, da wird noch einiges auf uns zukommen.“