Ruhrgebiet

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10% der akuten Corona-Fälle Deutschlands im Ruhrgebiet – Herne ist Spitzenreiter im Revier

Förderturm im Ruhrgebiet (Foto: Roland W. Waniek)
Förderturm im Ruhrgebiet (Foto: Roland W. Waniek)
Förderturm im Ruhrgebiet (Foto: Roland W. Waniek)

Förderturm im Ruhrgebiet (Foto: Roland W. Waniek)

Bislang veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) die Werte der 7-Tage-Inzidenz nur auf Ebene der Bundesländer. Auf Bitten der Ruhrbarone werden nun seit gestern auch die Zahlen für die Städte und Landkreise in einer eigenen Übersicht veröffentlicht. Das macht regionale Analysen viel einfacher. Zum Beispiel für das Ruhrgebiet, einer der größten Agglomerationen Europas, für die es bislang keine Gesamtübersicht gab. Nun bringen wir sie… Weiterlesen

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Ruhrbarone-Ausflugstipp: Der Landschaftspark Duisburg-Nord

Idyllischer geht es kaum: Der Landschaftspark Duisburg-Nord; Foto: Peter Ansmann

Idyllischer geht es kaum: Der Landschaftspark Duisburg-Nord; Foto: Peter Ansmann

Nach der Regattabahn in Duisburg-Wedau, der Sechs-Seen-Platte, der Landmarke TIGER & TURTLE – MAGIC MOUNTAIN und dem Rheinpark stelle ich heute im Blog das letzte touristische Highlight in Duisburg für dieses Jahr vor: Den Landschaftspark Duisburg-Nord.

Letzten Freitag, bei leider eher trüben Wetterbedingungen, besuchten Ruhrbaron-Kollege Robin Patzwaldt und ich das ehemalige Hüttengelände in Duisburg-Meiderich:

Mit Reitze Dijkstra, einem überzeugten Duisburger und Dauergast im Landschaftspark, hatten wir einen kompetenten Guide der uns durch “seinen Landi” führte.

Und mit allerhand Informationen zur Geschichte “einer der schönsten Großstadtoasen in Deutschland” (Eigenwerbung der Betreibergesellschaft) aufwartete.

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Kindheit im Ruhrgebiet: Mit dem selbstgebrannten 8×4 angestoßen

Sozialisierung mit den richtigen Medien; Foto: privat

Sozialisierung mit den richtigen Medien; Foto: privat

Kindheit im Ruhrgebiet, das ist so eine Sache, wenn man ab dem elften Lebensjahr mehr Zeit am Heimcomputer als draußen auf der Straße verbracht hat.

Unentschlossen, welche Kindheitserinnerungen ich beizusteuern wollte, kam mir der Zufall in Form von WhatsApp zu Hilfe. Ich bekam eine Fotonachricht von der Freundin von Thomas – einem der Freunde, die ich am längsten kenne. Sie hat es mit Katzen, denen sie das Leben rettet, auf Kreta und wo auch immer. Weiterlesen

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Kindheit im Ruhrgebiet: Die Luft roch nach Teer und Bluna

 

Spielplatz Hanomag-Pritschenfläche

Mein Vater machte eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei einer Straßenbaufirma im Dortmunder Hafen. Ende der 1960er Jahre wechselte er die Seiten und übernahm eine Baugeräte- und Baumaschinen Firma in Dortmund Mitte, wo wir im selben Gebäude in der dritten Etage wohnten. In einzelnen Garagen, die abwechselnd rostrot und jägergrün angestrichen waren, lagerte das ganze Inventar, das mein Vater im Angebot hatte: von Speiskellen, über Nägel und Teereimern bis hin zu allem vorstellbaren Handwerks- und Maschinenzeug, das im Hoch- und Tiefbau gebraucht wurde. Gegen Jahresende, wenn mein Vater seine Inventur für den Steuerberater anfertigen musste, halfen meine Schwester und ich mit und hatten alles mögliche durchzuzählen und aufzuschreiben: Batterien, Moniereisen, Spitzhacken, Gasflaschen – das ganze Programm von A bis Z.

Wenn uns in den Ferien langweilig war, spielten wir auf dem Hof. Ich belauschte die Aushilfsfahrer meines Vaters, wie sie über Truck Stop und Gunter Gabriel fachsimpelten. Oder erbettelte mir eine Mark Extra-Taschengeld für ein Eis am Kiosk. Die Luft bei der Bude roch nach Teer und Bluna. Oder nach einem kalten Waschlappen, den ich brauchte, wenn ich mir im Hof beim Fangenspiel wieder einmal eine Schürfwunde zugezogen hatte. Am liebsten spielten meine Schwester und ich auf der Pritschenfläche des Hanomag Henschel-LKW, den wir liebevoll in ›Matadonna‹ umgetauft hatten. Was das bedeuten sollte, weiß ich heute nicht mehr. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1975. Meine Schwester ist heute Professorin für Chemie in Köln, damals erprobten wir unsere ersten ››Lachgas-Experimente‹‹ auf dem „Matadonna“.

 

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Stephan ›Rosi‹ Rosenmüller im youtube-Roulette

Ohne Konzerte fehlt was. Hier die Band ›Ghost‹ im Bochumer Ruhrcongress im Januar 2019 | Foto: Peter Hesse

Ohne Konzerte fehlt was. Hier die Band ›Ghost‹ im Bochumer Ruhrcongress im Januar 2019 | Foto: Peter Hesse

In Dortmund läuft gerade die Initiative #ohneunsistsstill. Mit vielen Aktionen wollen Konzertveranstalter, Roadies und weitere Mitarbeiter der Veranstaltungsbranche auf ihre Lage aufmerksam machen. Dadurch, dass viele Bands seit dem Frühjahr nicht live spielen können, gibt es zu viele Dienstleister und Mitarbeiter, die beruflich und finanziell unter der COVID19-Krise und dem Veranstaltungsverbot leiden.

Einer von Ihnen ist Stephan ›Rosi‹ Rosenmüller, der seit vielen Jahren als Rigger arbeitet und im Vorfeld von Konzerten am Bühnenaufbau mitarbeitet. Er sagt: „Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Menschen da draußen glauben, das wird alles schon. Dabei gehören so viele Kolleginnen und Kollegen zu einer Veranstaltung, sei sie auch noch so klein. Reinigungskräfte, Caterer, Techniker, Ticketverkäuferinnen, Ordnungsdienste und dann noch die Künstler selbst, mit ihrem mitreisenden Personal.“
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Kindheit im Ruhrgebiet: Eine gute Zeit

Kulturelle Aneignung war in meiner Kindheit in den 70er Jahren noch kein großes Thema und zum Glück lebten damals auch wenige Skandinavier, die älter als 800 Jahre waren, in Gladbeck, so dass ich mich ohne Hemmungen als Wikinger verkleiden konnte.

Das Foto, ich weiß es noch, als ob es gestern gewesen wäre, wurde an einem strahlenden Augusttag im Garten des Hauses von Tante Käthe aufgenommen, der besten Freundin meiner Großeltern. Dass die Büsche im Hintergrund trotz der Jahreszeit keine Blätter haben, liegt am allgegenwärtigen sauren Regen der aus den dunklen Staubwolken fiel, durch welche die Sonne niemals durchdrang. Doch wir einfachen Menschen im Ruhrgebiet waren trotzdem glücklich, aßen heiße Fleischwurst mit Senf bis uns übel wurde und bewarfen Autos mit fremden Kennzeichen mit Kohlebrocken. Es war eine gute Zeit.

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Kindheit im Ruhrgebiet: Erzählungen fehlen

 

Rudorf Holtappel, Rollerfahren auf der Henkelmann-Brücke in Oberhausen (um 1960)

Im Ruhrmuseum läuft derzeit die Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“. Meine Erwartung anregender Geschichten von unten (oral history) wurde leider enttäuscht. Zu sehen ist Spielzeug, das Menschen aus dem Ruhrgebiet zur Verfügung stellten, deren Erinnerungen an ihren Teddybär oder Spielwürfel uns vorenthalten werden. Tonmurmeln und bunte Heftchen waren nun mal für alle Kinder das gleiche Glück, egal ob in Wanne oder in Garmisch. Leider fehlen die individuellen Geschichten der Leihgeber mit ihrem Spielzeug. Auch die Kinder, deren Lichtbilder, fotografiert von Berufsfotografen, die Wände zieren, kommen selbst nicht zu Wort. Was würden sie uns erzählen von ihren Spielen? Von ihren Abenteuern in verbotenen Zonen jenseits der Bahngeleise oder auf Brachen zwischen Zechensiedlung und Bergwerk, von Hechtsprüngen in den Kanal und von den Kohledeputaten und Brieftauben des Großvaters. Und die Jüngeren? Blieb die Trinkhalle Treffpunkt und Umschlagplatz für getauschte Kostbarkeiten aus der Hosentasche? Aus ihren Erzählungen hätte sich ein Zeitpanorama entfalten können aus der Perspektive der „kleinen Leute“ im Schatten der Halden und in wachsenden Naturarealen.

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Corona und Katastrophenschutz: “Die Pandemie wird in den Großstädten entschieden.”

Magnus Memmeler mit Maske Foto: Privat

Seit dem 15. März 2020 unterhalten sich die Ruhrbarone mit Magnus Memmeler.  Bis heute sind 26 Interviews entstanden, die den Katastrophenschutz ins Visier nehmen und auch die Corona-Krise nachzeichnen. Im 27. Interview geht es u.a. um die Kanzlerin, die hohe Zahl an Neuinfektionen, Christstollen im sächsischen Innenministerium und wiedermal um den Katastrophenschutz.

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Tiergeschichten aus dem Ruhrgebiet

Pelzige Mitbewohner: Das Bild passte halt; Foto: Peter Ansmann

Pelzige Mitbewohner: Das Bild passte halt; Foto: Peter Ansmann

Zoo- und Zirkusbesuche waren noch nie so mein Ding. Letztere habe ich sogar, wegen der Clowns, schon als Kind wirklich gehasst. Ich habe auch nur einen Zirkusbesuch in meiner Kindheit in Erinnerung. Ebensowenig mag ich Tierdokumentationen – außer es geht um Katzen oder Raubkatzen. Die schaue ich gemeinsam mit meinen Mitbewohnern (Bild oben). Tierfilme und -geschichten waren, mit Ausnahme des Dschungelbuches und Aristocats – auch nie so meine Welt. Ist halt so.

Ein Video, in dem das Buch Tiergeschichten aus dem Ruhrgebiet – Wo Schweine pfeifen, Ziegen moppern und Tauben an das Gute glauben angepriesen wurde, hat mich trotzdem neugierig genug gemacht um in meiner Stammbuchhandlung dieses Werk zu bestellen.

Trotz des für mich eher ungewohnten Themas: Bereut habe ich den Kauf nicht.

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