Der Ruhrpilot

Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de
Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de

NRW: Wie fleißig sind die Minister?…Express

NRW: Fracking-Pläne der Niederländer alarmieren NRW…Welt

Bochum: Bergbauzulieferer müssen bangen…Der Westen

Dortmund: Störaktionen in Rat und Bezirksvertretungen geplant…Der Westen

Duisburg:  Telekommunikation schafft in Duisburg viel Verdruss…Der Westen

Essen: Crypto-Party – Wie digitale Fußspuren verwischt werden…Der Westen

Essen: Kreuzeskirche wird Veranstaltungsort, die Arbeiten laufen…Der Westen

Der Ruhrpilot

gruenen-nrw-2012-frauen-haushaltNRW: Schulden klettern auf Rekordhoch…RP Online

NRW: Bündnis bemängelt fehlende Transparenz des Landes…Welt

NRW: Physiklehrer werden knapp…Der Westen

NRW: Wie bei UnityMedia das Netz schwächelt…RP Online

Ruhrgebiet: Rolf Bollmann –  Kein Wechsel zur WAZ…Newsroom

Ruhrgebiet: WAZ kündigt Bollmann vor Dienstantritt…Süddeutsche

Ruhrgebiet: Bochumer Schau erzählt „Einfach anders“ von Jugendbewegungen…Der Westen

Bochum: Freie Szene will nach Kündigung weiter im Griesenbruch arbeiten…Der Westen

Bochum: Ein wehmütiges Singspiel mit Liedern von Herbert Grönemeyer…Revierpassagen

Dortmund: Jeder Dortmunder hat 4335,20 Euro Schulden…Der Westen

Duisburg: Nichtwahl vieler Duisburger fördert Rechte…Der Westen

Duisburg: Bekam Alt-OB Krings einen Promi-Bonus?…Welt

Duisburg: Marode Häuser künftig schneller sperren…Der Westen

Essen: Warum der neue Rat teurer wird…Der Westen

Gladbeck: Erste Ausgänge für den Gladbecker Geiselgangster…WA

Debatte: Auf Kosten der Wähler…Post von Horn

Alte Filme, neu gesehen

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Eigentlich, so sagen mir viele, die es wissen müssen, weil sie sich beruflich damit beschäftigen, ist das Repertoire-Kino tot. Aber ich will das nicht glauben. Von unserem Gastautor Wolfgang Wendland.

Sicher ist es heute möglich, vieles im Internet anzusehen oder als DVD zu kaufen – nur man muss ja erst einmal darauf kommen bzw. sich dafür zu interessieren. Obwohl ich selbst noch in einer Zeit aufgewachsen bin, in der Filme des italienischen Neorealismus wie z. B. De Sicas „Das Dach“ (Il tetto) im Jugendclub liefen, Programmkinos jenseits der „Rocky Horror Picture Show“ auch alles Mögliche zwischen Marx Brothers und Jean-Luc Godards „Außer Atem“ wieder aufführten und der „Neue Deutsche Film“ fast Mainstream war, gab es doch Bereiche der Filmgeschichte, die man sich erarbeiten musste. Vor allem der Deutsche Nachkriegsfilm besteht in der Meinung vieler aus dem Heimatfilm, der dann in die Sexfilmwelle übergeht. Dass dem nicht so ist, will diese Veranstaltung, die bei ausreichendem Publikumszuspruch gerne zu einer Reihe werden kann, zeigen. Jonas BRD 1957 Regie: Ottomar Domnick. Regieberatung: Herbert Vesely Darsteller: Robert Graf, Elisabeth Bohaty, Dieter Eppler, Willy Reichmann, Hans Eppler Kommentar/Texte: Hans Magnus Enzensberger Musik: Duke Ellington und Winfried Zillig

Alte Filme, neu gesehen: Ottomar Domnicks Film „Jonas“ Mittwoch, 4. 6. 2014, 19.00 Endstation Kino (Im Bahnhof Langendreer) Wallbaumweg 108 

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Haus der Ruhrgebiets
Haus der Ruhrgebiets

Ruhrgebiet: Vorläufige Sitzverteilung des Ruhrparlaments…Pottblog 

Ruhrgebiet: Verfahren um Opel-Werk Bochum vertagt…Welt

Debatte: Normcore ist die blödeste Jugendbewegung, die je erfunden wurde…Jungle World

Bochum: Staatsanwaltschaft ermittelt bei der Bogestra…Der Westen

Bochum: Diskussion über die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds…Bo Alternativ

Dortmund: Staatsschutz auf dem Prüfstand…Der Westen

Duisburg: Rechtsextreme im Rat – Was kann das für Duisburg bedeuten?…Der Westen

Duisburg: Mit neuem Vorstand auf Partnersuche…RP Online

Essen: „Die Partei“ könnte im Essener Stadtrat zur Mehrheitsbeschafferin werden…Der Westen

Essen: Wie die Messe Essen die „Reifen“ halten will…Der Westen

Umland: Daniel Zimmermann schafft kommunistische Verhältnisse…RP Online

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Dortmund: BlockaDO kündigt Antinazi-Demo an

guDas Dortmunder BlockaDO-Bündnis kündigt für morgen eine Demonstration gegen rechte Gewalt an. Die Nazigegner wollen sich um 18 Uhr vor dem Rathaus treffen, und dann einmal quer durch die Stadt zum Haus von Siegfried Borchardt ziehen. Anlass der Demonstration ist der Nazi-Angriff auf das Rathaus am vergangenen Sonntag.

Hier die Pressemitteilung des Antinazi Bündnisses:

Demonstration gegen rechte Gewalt am Mittwoch
Nach dem Angriff von 27 Neonazis auf das Dortmunder Rathaus veranstaltet das BlockaDO-Bündnis am Mittwoch eine Demonstration gegen rechte Gewalt. Die Demonstration wird um 18 Uhr am Friedensplatz, dem Ort des Angriffes vom Sonntag beginnen, und in das Hafenviertel führen, in dem Siegfried Borchardt, neuer Ratsherr der Partei „Die Rechte“ lebt. Borchardt führte den Angriff auf das Rathaus am Sonntag an und freute sich sichtlich über die Gewaltorgie seiner Gefolgschaft.
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Der Ruhrpilot

nazis20130501do3NRW: Warum „Die Rechte“ verboten werden muss…Ruhr Nachrichten

NRW: Lehren aus der Kommunalwahl – Was gute Rathauschefs ausmacht…Der Westen

NRW: CDU und SPD treten auf der Stelle…Post von Horn

Debatte: Das grüne Jobwunder fällt in sich zusammen…Welt

Bochum: Bunter und rechter Rat…Pottblog

Bochum: Es gibt ein Leben nach Opel – das Bochumer Detroit-Projekt…Revierpassagen

Duisburg: Die Qual der Partnerwahl für die Duisburger SPD…Der Westen

Duisburg: 70 Prozent für Stadtteil-Abspaltung Hombergs…Welt

Essen: Linksfraktion zerbricht schon am Tag nach der Wahl…Der Westen

Essen: Jetzt dreht Thomas Middelhoff den Spieß um…Welt

Dortmund: Neonazismus seit über 30 Jahren

Mit dem gestrigen Sturm auf das Dortmunder Rathaus machte die neonazistische Partei

Siegfried Borchardt Foto: Indymedia Lizenz: CC
Siegfried Borchardt Foto: Indymedia Lizenz: CC

„Die Rechte“ bundesweit Schlagzeilen (unsere Berichte: 1, 2, 3). Grund genug, sich einmal genauer mit den Umtrieben von Neonazis in Dortmund zu befassen. Dabei stößt man auf Hooligans, eine gewachsene rechte Struktur und fünf Tote durch Neonazigewalt.
Siegfried Borchardt, der mit der Kommunalwahl gestern in den Stadtrat eingezogen ist, ist seit Jahrzehnten in der neonazistischen Bewegung aktiv. In den frühen 1980er Jahren gründete er zusammen mit anderen Hooligans die „Borussenfront“. Die Hooligan-Truppe machte in den 1980er Jahren bundesweit Schlagzeilen, immer wieder waren sie an Übergriffen auf Migranten in Dortmund beteiligt. Nicht nur beim BVB, auch bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft waren die Dortmunder vor Ort und beteiligten sich an Krawallen. Der Ruf als alter Hooligan-Führer ist für Borchardt und „Die Rechte“ auch heute noch von großer Bedeutung. Die Partei warb mit dem Slogan „Von der Südtribüne – In den Stadtrat“ für ihren Spitzenkandidaten. Doch Hooliganismus war auch schon früher nicht das einzige Betätigungsfeld des „SS-Siggi“ genannten 61-jährigen Mannes. Über Kontakte zu Michael Kühnen wurde er Teil der „Aktionsfront Nationaler Sozialisten/ Nationale Aktivisten“ (ANS/NA) und des „Komitee Adolf Hitler“, das neonazistische Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Hitlers vorbereitete. Nach dem Verbot beider Gruppierungen engagierte sich Borchardt ab 1984 in der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP). Aus dieser Zeit stammt auch Borchardts erste Kommunalwahlkandidatur. In den folgenden Jahren wurde es etwas ruhiger um die Dortmunder Naziszene, was wohl auch mit einer mehrjährigen Haftstrafe, die „SS-Siggi“ absitzen musste, zusammenhing. Trotzdem kam es immer wieder zu vereinzelten Aktionen von Neonazis.

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Auswege aus dem regionalen Slum?

Source: Asia’s Largest Slum – Dharavi – Author: erin from Evanston – CC 2.0 Generic

Als Schröder die Bildung der Kommission “Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt” initiierte, gab es nicht nur eine hohe Arbeitslosigkeit (ca. 4 Millionen), wurden nicht nur die offiziellen Zahlen der Bundesanstalt als ‘geschönt’ angezweifelt, auch die regionalen Wirtschaftspolitiken waren überwiegend gescheitert, die einen Aufschwung hätten bringen sollen. Dieses Scheitern betraf vor allem die neuen Bundesländer und das Ruhrgebiet. Hier nun der dritte Teil, nach Fragen über ‘Evolution’ und ‘Entwicklung bzw. Zerfall’.

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Kommunalwahl: Rechter Protest ersetzt den demokratischen Wettbewerb

rex_kinoDie Kommunalwahl hat an den Machtverhältnissen im Ruhrgebiet nur wenig geändert. Die große Mehrheit setzt auf Kontinuität in den Rathäusern. Von den Unzufriedenen profitierte vor allem der rechte Rand.

Die Leistungsbilanz der Oberbürgermeister und der regierenden Koalitionen im Ruhrgebiet ist verheerend: Die Arbeitslosigkeit liegt weit über dem Bundesdurchschnitt, vielen Menschen verlassen das Revier, der Verfall der Städte ist längst nicht mehr zu übersehen. Das Ruhrgebiet wird immer mehr zu einer abgehängten Region und nirgendwo ist auch nur eine Idee zu erkennen, wie dieser Prozess aufgehalten werden soll.

Die meisten Menschen im Ruhrgebiet scheint das nicht zu stören: Fast überall konnten sich die amtierenden Oberbürgermeister durchsetzen. Entweder sie siegten, wie Frank Baranowski (SPD) schon im ersten Wahlgang mit über 50 Prozent der Stimmen oder aber sie können  wie der Dortmunder Ulrich Sierau (SPD)  entspannt und mit großem Vorsprung in die Stichwahl gehen.

Auch in den Räten hat sich meistens wenig verändert: Die SPD blieb stabil, ebenso ihr wichtigster Kooperationspartner, die Grünen. Die CDU bleibt weiterhin eine  Minderheiten-Partei, die FDP wurde marginalisiert.

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Dortmund: Bewaffneter Neonazi-Angriff auf Rathaus

Neonazi zückt Pfefferspray
Neonazi zückt Pfefferspray

 

In unserem Artikel über den Einzug von Siegfried Borchardt in den Dortmunder Stadtrat haben wir schon über den Naziangriff auf das Rathaus berichtet. Mittlerweile liegen die ersten Berichte von Augenzeugen und Bildmaterial vor. Eindeutig ist auf den Bildern Pfefferspray, das von einem der Neonazis gerade aus der Hosentasche gezogen wird, zu sehen. Ein anderes Foto zeigt einen Nazi, der zu einem Flaschenwurf ausholt.

Augenzeugen berichten, dass die „Rechten“ in zwei Gruppen auf das Rathaus zu gekommen sind, und es den Eindruck einer koordinierten Aktion hatte. Der Auftritt der Neonazis erinnerte an eine Hooligangruppe, die zum Angriff übergeht. An dem Angriff auf die Menschen vor dem Rathaus soll auch Sven Kahlin beteiligt gewesen sein. Kahlin saß nach der Tötung des Punks Thomas Schulz eine mehrjährige Haftsrafe ab. Vor wenigen Wochen wurde er nach einem Angriff auf die Kneipe Hirsch-Q wieder zu einer Haftstrafe  verurteilt.

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