
In den letzten Wochen ist der Duisburg-Hamborner Stadtteil Neumühl in negative Schlagzeilen geraten, weil ein paar Neumühler Anwohner eine Veranstaltung der rechtspopulistischen Pro NRW beigewohnt, und zum Teil sogar deren menschenverachtenden Parolen Beifall gezollt haben. Von unserem Gastautor Helmut Junge.
Das ist ein neues Element in Westdeutschland und kam selbst für Kenner der Neumühler Szene unerwartet, wenn auch nicht völlig überraschend, weil es im Vorfeld zu dieser Pro NRW- Veranstaltung schon öffentliche Auseinandersetzungen darüber gab, ob das Gebäude des unbenutzten Barbarakrankenhauses für die Aufnahme von Flüchtlingen in Frage käme oder nicht.
Es gab darüber etliche Berichte in den Medien und Neumühl wurde in einem Atemzug mit Rheinhausen genannt, einem Duisburger Stadtteil mit einer komplett anderen politischen Entwicklung. Es läßt sich nicht klein reden oder beschönigen, dass die negativen Diskussionen und natürlich erst Recht die nachgebrüllten Parolen von Pro NRW eine häßliche Facette aufdeckt, die in Neumühl bisher nicht öffentlich zu sehen war. Nun sollte dem Beobachter aber auch klar sein, dass ein paar Schreihälse, die gezielt eine Versammlung besuchen, nicht repräsentativ für einen Stadtteil mit 17000 Einwohnern sind.



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