Dennis Giemsch vor der künftigen Landeszentrale der Partei "Die Rechte": In der Glastür spiegeln sich die Schilder "Dortmund nazifrei"
Unbekannte riefen am Donnerstag zu einem Flashmob vor der künftigen Landeszentrale der Partei Die Rechte Huckarde auf. Schnell hatte sich die Aktion über das Internet und von „Mund-zu-Mund“ herumgesprochen. Mit großem Erfolg: Obwohl die Mobilisierung nur zwei Tage vorher gestartet wurde, protestierten über 100 Huckarder Bürger und Bürgerinnen vor dem Parteibüro. Die Rechte wurde nach dem Verbot des NWDO unter anderem von „SS Siggi“ Siegfried Borchardt gegründet. Von unserer Gastautorin Ulrike Märkel.
Zu der Spontan-Aktion waren die katholische Kirchengemeinde, die Falken, die Grünen, der Huckarder Moscheeverein, die Jusos, die Pfadfinder und zahlreiche Bürger gekommen und machten ihrem Ärger über das neue Büro deutlich. Man wolle nicht, dass Huckarde zu einem Anziehungspunkt für bundesweit bekannte Nazikader werde und man möchte auch nicht
Wenn es in Duisburg gegen Israel geht, darf er nicht fehlen: Auch heute war Hermann Dierkes, der Fraktionsvorsitzender der Linkspartei Duisburger Rat dabei, als gegen Mittag in Marxloh knapp 20 Leute unter Hammer und Sichel- und Palästina-Fahnen versammelten, um gegen das Recht Israels sich gegen den Beschuss von Hamas Raketen zu wehren zu protestieren. Im Aufruf der Demo hieß es gewohnt großspurig:
Wir rufen alle fortschrittlichen Kräfte in Duisburg und Umgebung dazu auf gegen den imperialistischen Angriff zu demonstrieren und sich mit dem von der Vernichtung bedrohten palästinensischen Volk zu solidarisieren.
Nun ja, auch die „fortschrittlichen Lräfte“ scheinen an diesem schönen Herbsttag lieber einkaufen zu gehen.
Der Honorar-Skandal hat nicht nur Peer Steinbrück, den Kanzlerkandidaten der SPD, beschädigt, sondern ganz Bochum lächerlich gemacht. Wie konnte es soweit kommen?
Auch ohne Peer Steinbrück wäre die Sache peinlich genug: Bochum, eine Stadt die von Haushaltskrise zu Haushaltskrise wankt, deren öffentliche Gebäude verfallen und die ihre Schulen mangels Kindern schließen muss, gibt über ihr städtischen Töchter hunderttausende im Jahr aus, um Prominente in die Stadt zu locken. Der Zweimal im Jahr stattfindende Atrium-Talk, an dem im Laufe der Jahre Uli Hoeneß, Senta Berger und eben Peer Steinbrück teilnahmen, war ja nur eine von drei Veranstaltungen der Sascha Hellen Medien Projekte GmbH. Höhepunkt von Hellens schaffen ist die alljährliche Verleihung des Steiger Awards,
Erstmal lieben Dank an alle, die schon an unserem Fotowettbewerb teilgenommen und mir ein Foto zugeschickt haben! Für alle anderen… bis zum 30.11.2012 nehme ich eure Bilder noch an und dann wird gevotet! 🙂
Und da wir auch schon lange nicht mehr gerätselt haben…
Drei Jahre nach der Ankündigung durch ECCE ging jetzt die Seite Kreativ-Quartiere des fabulösen European Center for Creative Economy online. Das gemahnt uns an das alte Sprichwort: Der Berg kreißte und er gebar eine Maus.
Die Seite sieht gut aus, sie funktioniert tadellos – zwei Punkte hat ECCE schon einmal mit der neu gestarteten Seite Kreativ-Quartiere gemacht. Angekündigt wurde die Seite von ECCE-Geschäftsführer Bernd Fesel auf einer Podiumsdiskussion im Herbst 2009, im Herbst 2012 ging sie online. Ihr Zweck: Sie soll Immobilien aus dem Ruhrgebiet für Kreative präsentieren: Preiswerte Büros für kleine Agenturen, Ateliers für Künstler, Ladenlokale für Galerien. An sich keine schlechte Idee.
In den fast fünf Jahren, die es dieses Blog gibt, wurde uns immer wieder vorgeworfen, zu sehr über die Schattenseiten des Ruhrgebiets zu berichten, die Region herunter zu schreiben. Die vergangenen zwei Wochen gaben uns Recht.
Viele fanden, dass wir hier auf den Ruhrbaronen in den vergangenen Jahren ein zu düsteres Bild des Ruhrgebiets zeichneten. Das Goosen-Motto „Woanders is auch scheiße“ sei von uns nicht ausreichend berücksichtigt worden. Sicher, auch in München gibt es Armut, in Frankfurt Arbeitslosigkeit, in Düsseldorf Korruption und Vetternwirtschaft und auch in Köln verhalten sich Politiker so verantwortungsvoll wie mit Hepatitis infizierte Junkies beim Spritzentausch. Alles wahr, alles richtig. Nur in den vergangenen zwei Wochen sorgte das Ruhrgebiet mit einer Reihe von Geschichten für Schlagzeilen, die in dieser Kombination in keiner anderen Region denkbar wären. Wie unter einer Lupe wurden die wesentlichen Probleme des Ruhrgebiets, das Versagen der Politik und der Parteibuchmanager in den Tochterunternehmen der Städte, deutlich.