[Aktuell Schauspielhaus Bochum – Tag der offenen Tür]

Leider ist das gemeinsame Frühstück auf dem Vorplatz des Schauspielhauses Bochum schon vorbei, aber es wird noch bis heute Abend weiter gefeiert.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schauspielhauses laden alle herzlich ein, mit ihnen zusammen die neue Spielzeit 2012/2013 zu eröffnen.

So werden tolle Aktionen und Workshops angeboten, und wer heute bei dem schönen Wetter noch nichts vor hat, sollte dort einfach mal vorbeischauen.

Die Türen sind den ganzen Tag geöffnet und der Eintritt ist frei.

Das ganze Programm für den heutigen Tag gibt es hier !

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Menschen, keine Döner

Süleyman Taşköprü war kein „Döner“. Er war ein Mensch, ein Mann von 31 Jahren, ein hilfsbereiter Sohn, Ehemann, Bruder und freundlicher Nachbar. Ein Hamburger.  Von unseren Gastautor Patrick Gensing.

Doch nach dem Mord folgte der Rufmord durch die Öffentlichkeit:organisierte Kriminalität und Drogenmafia – was liegt näher bei einem Migranten? Die Medien berichteten von angeblichen Spuren, die bis in die Niederlande führten. Haschisch aus Amsterdam? Drogenkrieg zwischen Ausländern? Für die deutsche Öffentlichkeit war der Fall damit erledigt.

Die Familie von Süleyman Taşköprü sowie die Angehörigen der anderen NSU-Opfer mussten erfahren, was alltäglicher Rassismus bedeutet. Polizisten, die Hinweise auf Neonazis nicht ernst nahmen, sondern die Betroffenen durch Verdächtigungen kriminalisierten und ihnen so eine Mitschuld gaben. Medien, die dies unreflektiert zur Nachricht aufbliesen, die Toten zu angeblichen Drogenhändlern und „Döner“ erklärten. Familien wurden zerstört, Menschen verloren den Glauben an eine Zukunft hierzulande, verließen Deutschland.

„Eine Schande für das Land ist das“, schimpft Franz Schindler von der SPD, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses Rechtsterrorismus in Bayern, wie die Hinterbliebenen behandelt worden seien. „Die Polizei geht offenbar anders mit Ausländern um als mit Deutschen“, sagt er im Gespräch mit dem Autor. Eine Schande für das Land, sicher, aber noch viel mehr eine traumatische Erfahrung für die Angehörigen. Das Werk der Neonazis war somit vollbracht, mit freundlicher Unterstützung der deutschen Gesellschaft, die die Angehörigen des Opfers alleingelassen hat.

Süleyman Taşköprü war nicht die Ausnahme, Ermittler und Medien steckten alle Mordopfer in Schubladen, die wahlweise mit Drogenmafia, organisierter Kriminalität, Schutzgeld oder Geldwäsche versehen wurden; Rassismus als mögliches Motiv tauchte hingegen nicht auf.

Die „Bild“ zitierte in einem Artikel kurz nach dem neunten Mord der Neonazis den Leiter der „SOKO Bosporus„, Wolfgang Geier, der behauptete, mehrere Opfer hätten zu denselben Menschen Kontakt gehabt. Es sei nicht ausgeschlossen, „dass sie in der Drogenszene aktiv waren. Die Opfer sind kleine Lichter am Ende einer Kette. Wo sie Fehler gemacht haben, wissen wir noch nicht.“ Fakt war demnach aber, dass die Opfer „Fehler“ begangen hatten – und deswegen sterben mussten. Selbst schuld also. Der Kriminologe Christian Pfeiffer, der in anderen

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Der Ruhrpilot

Ruhrgebiet: Erste Kulturkonferenz Ruhr – Wie viel Kultur braucht die Region?…WDR

Bochum: Trauer um Hermann Metzger…Der Westen

Bochum II: Skulpturenmeile soll Aufmerksamkeit auf eine unbeachtete Straße lenken…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Fast jeder vierte Dortmunder von Armut bedroht…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Stadt muss Treppe am U-Turm nachrüsten…Der Westen

Essen: Für Busse und Bahnen der Evag soll die grüne Welle gelten…Der Westen

Online: Der Kampf um den guten Ruf im Internet…Welt

Debatte: Zerstörter Glaube…Publikative

Umland: „Pro Deutschland“-Chef will Mohammed-Film in Berlin zeigen…Spiegel

Shades of Grey: „…steckt euer Knie in Richtung seiner kleinen mickrigen Hoden“

Hallo und F*****!

Bin gerade schweißgebadet aus einem Alptraum aufgewacht! Der Richter stand vor mir. Mit seinem Hammer kloppte er auf mich ein, während mein Exfreund im Zeugenstand sagte: „,… ich hör´s nicht. Ich hör das Safeword nicht. Immer noch nicht.. nein,  nein ich hör das Safeword nicht.“  Traumata vom Allerfeinsten. Hab mir nämlich zwei Tage lang die Scheiße of Grey durchgelesen. Die Rezensionen hätten mich eigentlich schon alarmieren müssen, aber hey es hieß nur, dass es ein schlechtes, langweiliges Buch sei. Keiner der Kritiker hat erwähnt,  was da wirklich los ist. Mir fiel dann auch noch ein, dass so ein Buchjournalist gerne mal quer liest und da kann die Spannung schon mal verloren gehen. Ich wollte die Vordeutungen nicht sehen. Immer beide Seiten betrachten Muddi! Als verkappte Diplomatin versuch ich zu verstehen, aber bei der Vorhaut des Propheten, ich schwöre dass ich diesmal echt fertig bin! Von unserer Gastautorin Muddi.

In dem nun folgenden Text, kommen Nomina vor, die FSK 27 sind. Ich übernehme keine Haftung auch wenn sie den geneigten Leser stimuliert. (Metapher auf Schritt und Tritt – die Schatten vom Grey, sie sind überall).

Wo fang ich an, wo fang ich an … ah ja, ich wunderte mich, dass DAS BUCH bei REWE in den Top Ten rumstand und dachte mir, Mensch, wenn man zwischen Quark und Eiern, Quark mit Eiern kaufen kann, dann kann es ja nicht so schlimm sein. Meine Kollegin, berichtete, nachdem ihr eine andere Kollegin in höchsten Tönen vorgeschwärmt hat, dass sie schon den zweiten Teil gelesen hat und fand, Achtung O-Ton: „… es liest sich sehr leicht und ist echt schön. Ich bin schon tooootal auf den dritten Teil gespannt.“
O. k. ich wollte mitreden ich wollte das alles auch haben und auch rumschwärmen und so. Ein erotisches Buch über eine Liebesbeziehung auf 609 Seiten mit einer Blume drauf. Ein Buch über, das man offen spricht, das man sogar in der Bahn lesen kann, die Freiheit ist da und wir müssen nur noch zupacken! Das nächste Mal streng ich mein Gehirn ein bisschen besser an – eine Blume, die aussieht wie eine Klitoris und 609 Seiten!!! Da hab ich mal wieder den Gong nicht gehört! Man muss zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich quasi vorbelastet bin. Als pubertierende Pickelträgerin stand ich total auf diese Arztromane und seichte Lektüre zum Gehirnrunterfahren, find ich noch heute ziemlich gut. Jungs blättern im Playboy, Hustler oder schauen Autos zu, wie sie sich im Kreis drehen. Mädchen lesen wie ein großer, schöner, starker verheirateter Arzt sie gesund spritzt und ihnen dabei tief in die Augen schaut. Ich will nicht so lange abschweifen und direkt zur Sache kommen, hab ich bei DEM BUCH gelernt, dass das gewünscht ist.
Ich, die Muddi hab die Scheiße vom Grey gelesen und bin gelinde gesagt entsetzt. Ja kommt mir jetzt nicht mit, was‘ n mit dir los, die Roche hat doch auch schon so eine Scheiße gebracht und viel Geld damit verdient. Hab ich nicht

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Der Ruhrpilot

Envio-Chef Dirk Neupert (links) vor Gericht

Dortmund: Envio-Prozess steht kurz vor dem vorläufigen Aus…Ruhr Nachrichten

NRW: Land  nimmt 4,6 Milliarden neue Schulden auf…Welt 

Medien: Hombach-Männer gehen…Kress

Ruhrgebiet: VRR gibt wohl bald grünes Licht für Sozialticket…Welt

Ruhrgebiet II: Ach, du lieber Pott…Spiegel

Bochum: Rat will endlich den Steag-Beirat…Der Westen

Bochum II: Ein Blick in die Bochumer Synagoge…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Neonazis unter neuem Label?…BNR

Dortmund III: FH bucht Halle 1 für neue Studenten…Der Westen

Duisburg: Grüne Basis rügt ihren Fraktionssprecher Dieter Kantel…Der Westen

Essen: …will die NPD wieder loswerden, hat aber kaum Chancen…Der Westen 

Apple: Das iPhone 5 aus meiner Sicht…Stadt Bremerhaven

Apple II: iPhone 5 – Warum gibt es wieder Netlock?…Pottblog

 

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„Nudelmesse“ der Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters in Bochum

Gestern gab’s hohen Besuch in Bochum. Im sozialen Zentrum fand die „Erste heilige Nudelmesse“ der „Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters“ statt. Geleitet wurde die Messe von „Bruder Spaghettus“ und seiner Gehilfin „Elli Spirelli“. Eingeladen wurde die skurrile Truppe von der Initiative Religionsfrei im Revier. Bei der Messe wurde das fliegende Spaghetti-Monster (FSM) als Gott verehrt. Es gab Predigten, gemeinsame Gebete, die mit dem Bekenntnis „Ramen!“ endeten, ein Abendmal und vor allem: Ganz viel zu lachen. Selbst Journalisten der Zeitung „Neues Deutschland“ waren anwesend. Hier einige kleine Impressionen.

Ruhe vor dem Sturm: Bruder Spaghettus und Elli Spirelli im Plausch mit ihren Schäfchen, den „Pastafaris“. Spaghettus: „Wir sind viel bessser als andere Religionen. Bei uns gibt es eine Gott-Zurück-Garantie! Wenn sie mit unserem Spaghettimonster nicht mehr zufrieden sind, garantieren wir ihnen: Ihr alter Gott nimmt sie zurück!“

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Worch Partei „Die Rechte“ in Dortmund aktiv

Christian Worch Foto: Antifaschistische Aktion Gera Lizenz: CC-by-sa 2.0/de

Christian Worch, seit 35 Jahren fester Bestandteil der Neonazi-Szene, hat eine Partei gegründet: Die Rechte. So richtig ernst nahm das Vorhaben anfangs niemand. Das könnte sich bald ändern.

Christian Worch hat in seiner langen Neonazi-Laufbahn schon einiges erlebt: Er gehörte wie der 1991 an AIDS gestorbenen Michael Kühnen in den siebziger Jahren zur Hansa-Bande die mit einem Plakat mit der  Aufschrift „Ich Esel glaube, dass in Deutschland Juden vergast worden sind“ den Holocaust leugnete. Worch saß mehrfach im Gefängnis, leitete zeitweise die 1983 verbotene Aktionsfront Nationaler Sozialisten (ANS), deren Mitglieder sich zum Teil gegenseitig umbrachten und meldete zahlreiche Nazidemonstrationen in ganz Deutschland an. Mehrfach setzte er sich mit seinen Argumenten vor dem Verfassungsgericht durch. Jura hat er nie studiert: „Ich bin ein Autodidakt, wie David Irving und Adolf Hitler.“ David Irving ist ein mehrfach vorbestrafter Holocaustleugner, der zuletzt in Österreich im Gefängnis saß.

Vor wenigen Wochen hat der 56jährige  Worch eine Partei gegründet. Sie heißt Die Rechte, über dem „i“ hat sie ein rotes Dreieck wie die Linkspartei, nur dass es nach Rechts zeigt. Worch plant einen schnellen Ausbau der Partei: „Wir werden noch in diesem Jahr mehrere Landesverbände in Norddeutschland gründen“, sagte Worch vor wenigen Wochen.  Auch in NRW führe man Gespräche mit Interessierten. Die führten offenbar zu ersten Erfolgen: In Dortmund hat sich, nur wenige Wochen nach dem Verbot der Kameradschaft Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) ein Kreisverband gegründet.

Das Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) zeigt in einer ersten Stellungahme Berührungspunkte zum NWDO auf:

„ Auf ihrer noch kärglich gefüllten Internetpräsenz ist zudem auch das extrem rechte Internetportal „widerstand.info“ prominent verlinkt, das den Kreisen des verbotenen „Nationalen Widerstand Dortmund“ zuzurechnen ist. Zudem liegt die Internetseite auf Servern des US-amerikanischen „freedom-of-speech“-Hosters „Dreamhost“. Bei diesem Hoster liegen auch die Seiten des „NW-Dortmund“, des Neonazi-Versandhandels „Resistore“ und viele weitere Web-Präsenzen aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“. Außerdem kündigen die Neonazis ein „Dortmund-Echo“ und eine „Propaganda-Offensive“ an. Dies klingt sehr nach einer Fortführung des Aktivismus des verbotenen „NW-Dortmund“.

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[Es war ein zauberhafter Abend in Dortmund mit den „Spielkindern“]

Gestern standen die drei Beckmann – Geschwister Lina, Nils und Till  – leider ohne Maja, die am Schauspielhaus Bochum eingebunden war – zum vierten Mal mit ihrem aktuellen Programm „Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast, kann dir gar nichts passieren, nie.“ auf der Bühne.

Es war ein Ralf Rothmann – Abend der besonderen Art, den die drei zusammen mit ihrer Ein-Mann-Band Uwe Frisch im Depot in Dortmund gestalteten.

So wurde gelesen, gesungen und gelacht und Bier getrunken, und die Texte des aus dem Ruhrgebiet stammenden Schriftstellers Ralf Rothmann wurden zu einem kleinen Theaterstück.

Überzeugt haben die drei wieder durch ihre Spontanität und Lebendigkeit, und so wurde man einfach mitgerissen in die Geschichten, die das Leben schrieb…damals in den 60-er Jahren im Ruhrgebiet.

Untermalt wurde das Geschehen durch Fotografien der Künstlerin Brigitte Krämer, und auch die Kulisse des ehemaligen Strassenbahndepots war Nostalgie pur, so dass es rundherum ein gelungener Abend war, der schließlich durch eine Gesangszugabe von Lina ein erfolgreiches Ende fand.