Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0
253.143 Menschen waren im Oktober im Ruhrgebiet arbeitslos gemeldet – 941 oder 0,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober 2021 stieg die Arbeitslosenzahl um 2,6 Prozent. Üblicherweise sinkt die Arbeitslosigkeit im Oktober stärker. Der relativ schwache Rückgang lag unter anderem daran, dass sich in NRW inzwischen viele Geflüchtete aus der Ukraine arbeitslos gemeldet haben.
Ende 2021 lebten im Ruhrgebiet rund 3,52 Millionen Menschen in Großstädten mit mindestens 100.000 Einwohnern. Das waren 69 Prozent der Gesamtbevölkerung des Ruhrgebiets. NRW-weit leben nur 46,6 Prozent der
Um 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit war es geschehen. Mit dem Tweet „the bird ist freed“ meldete der reichste Mensch der Welt, Elon Musk, Vollzug. Zum Preis von etwa 44 Milliarden US $ übernimmt der Südafrikaner das Unternehmen. Das Ziel der Übernahme, so Musk selbst, sei der Aufbau eines digitalen Marktplatzes der Ideen, zum Wohle der Menschheit. In welcher Weise der polarisierende und häufig sprunghafte Unternehmer dies umsetzten will bleibt abzuwarten. Musk profilierte sich in den vergangenen Monaten als strikter Verteidiger der Meinungs- und Diskursfreiheit, der einen Raum aufbauen wolle, in dem es weder eine linke noch eine rechte Diskurshoheit gebe. Häufiger Kritikpunkt Musks gegenüber Twitter waren die völlig intransparenten Entscheidungen und Mechanismen, die in der Vergangenheit zu einer Vielzahl an Sperren gegenüber Accounts führten. Betroffen waren hierbei insbesondere Nutzer, die Gegenpositionen zu linken („woken“) Ansichten vertraten.
Seit Jahren schon kämpfen viele engagierte Fußballfans gegen die zunehmende Zersplitterung der Bundesligaspieltage. Längst vorbei sind inzwischen die Zeiten, in denen Profifußball in diesem Land fast ausnahmslos am Samstagnachmittag zu sehen war, höchstens in Ausnahmefällen einzelne Spieltermine zum Beispiel auf den Freitagabend gelegt wurde, so wie das einst der Fall war.
In den vergangenen Jahren sorgten die Interessen der diversen TV-Sender dafür, dass sich Bundesligafußball quasi über das komplette Wochenende erstreckt. Sogar montags wurde bis vor kurzem noch gespielt. Sehr zum Ärger reisefreudiger Fußballfreunde, die ihre Teams gerne auch auswärts begleiten, die an einem Werktag aber nur schwer umsetzen konnten.
Zumindest das haben viele engagierte Fußballfreunde aktuell unterbunden. Doch dieser Erfolg droht jetzt zu einem Pyrrhussieg zu werden, denn die Verantwortlichen der Liga planen offenbar erneut Veränderungen der Anstoßzeiten zu Ungunsten der Zuschauer im Stadion. Und das bisher weitestgehend unwidersprochen. Was ist da los?
Skyline in Essen Foto: Denis Barthel Lizenz: CC BY-SA 3.0
Hohe Energiepreise und Inflation belasten die Wirtschaft im Ruhrgebiet massiv. So pessimistisch wie derzeit waren die Unternehmen der Region zuletzt als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise Anfang 2009. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Ruhr-Industrie- und Handelskammern. Stark eingebrochen sind vor allem die Erwartungen. Die zukünftige Geschäftslage sieht mehr als jeder zweite Betrieb (52 Prozent) pessimistisch. Vor einem halben Jahr erwartete nur jedes sechste und vor einem Jahr jedes siebte Unternehmen eine negative weitere Entwicklung.
Schon in den 70er Jahren bahnte sich der Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie an. Auch ihr Comeback könnte sich hinziehen.
Am 30. Juni 2011 stieg Deutschland wieder einmal aus der Kernkraft. Hauptgrund war die Angst der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor den Grünen. Am 11. März war es in einem Kernkraftwerk im japanischen Fukushima zu einer Kernschmelze gekommen. Auslöser war ein Tsunami, der 22.000 Menschen tötete. Beim Reaktorunglück selbst hatte es keinen Toten gegeben, aber in Deutschland schlug man der Einfachheit weise noch Jahre später die Toten der Flutkatastrophe dem Reaktorunglück zu.
Im kleinen Dinslaken am Rand des Ruhrgebiets träumte man von der Zusammenarbeit mit dem großen China Foto: Martin Rybka Lizenz: CC BY-SA 4.0
Das Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung“ erscheint zum 50. Mal und zeigt erneut, wo das Geld der Steuerzahler durch Gedankenlosigkeit, Prestigewünsche und Planungschaos im Nirvana verschwindet. Mit elf Fällen ist Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr vertreten.
Bonn: Bei der Sanierung der Beethovenhalle in Bonn war von Anfang an der Wurm drin. Im Sommer dann der GAU: Bauleitung und Architekten schmissen hin! Die erste Kostenschätzung von 43 Mio. Euro ist längst obsolet. Inzwischen muss man mit 195 Mio. Euro rechnen, um die Beethovenhalle zu einem „hochwertigen Konzertsaal“ zu machen.
Blick in Richtung Kraftwerk Datteln von der ‚Halde Hoheward‘ aus. Foto: Robin Patzwaldt
Diversität ist eines der großen Hip-Themen: Konzerne, Verlage und Kultur – alles soll diverser werden. Warum nicht auch die Energieversorgung?
Personalmanager und Unternehmensberater sind sich einig: Diverse Teams sind erfolgreicher. Mitarbeiter verschiedener Herkunft, Geschlechter oder Altersgruppen bringen unterschiedliche Perspektiven ein, die für den Erfolg von Produkten auf dem Weltmarkt entscheidend sein können. Auch die Ampel-Koalition hat sich der Diversität verschrieben: Ob Biodiversität oder diverse digitale Standards: Vielfalt wollen SPD, Grüne und FDP, wo immer es geht, fördern.
In Waltrop diskutiert man die negativen Auswirkungen von ‚Datteln 4‘ auf die eigene Stadtentwicklung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Der Kreis Recklinghausen im nördlichen Ruhrgebiet ist seit Jahren eines der großen Sorgenkinder der Republik in Bezug auf seine wirtschaftliche Entwicklung. Es tut sich beängstigend wenig in Sachen Wachstum. Neu angesiedelte Betriebe findet man im Vergleich zu vielen anderen Regionen hier nur sehr selten. Auch im Vergleich zu anderen, problembehafteten Städten des Reviers.
Seit Jahren schon werden im Kreis hochtrabende Projekte von der Politik diskutiert und beworben. Mit der praktischen Umsetzung hapert es dann aber häufig, ja eigentlich fast immer.
Vor zwölf Jahren übernahmen Stadtwerke aus dem Ruhrgebiet das Energieunternehmen Steag. Nun wollen die Kommunen das Unternehmen verkaufen. Vielleicht aber auch nicht.
2010 erwarben die Stadtwerke der notorisch klammen Ruhrgebietsstädte Dortmund, Duisburg, Bochum, Essen, Oberhausen und Dinslaken von Evonik 51 Prozent der Steag, 2014 dann die restlichen 49 Prozent. Aus fünfgrößtem Energieversorger Deutschlands war ein kommunales Unternehmen geworden. Gut 1,2 Milliarden Euro hatte die Steag damals die Kommunen gekostet. Finanziert werden sollten die Kredite, die den Kauf erst ermöglichten, durch die Gewinne des Unternehmens. Risiken sah man nicht. Die Zinsen waren günstig und ein Stadtwerkechef sagte damals der Welt am Sonntag, man würde die Entwicklung der Energiemärkte in den kommenden 20 Jahre gut überschauen.