Asteroidenmission Hera: Vorbeiflug an Mars und Deimos

Während des Vorbeiflugs der Hera-Mission am Mars am 12. März 2025 kreuzt der Marsmond Deimos die Oberfläche des Mars. Die PKW-große ESA-Raumsonde Hera war etwa 1.000 Kilometer von Deimos entfernt. Deimos umkreist die Marsoberfläche in einer Entfernung von etwa 23.500 Kilometer. Diese Seite des Monds wurde von bisher erst selten aufgenommen. (Credit: ESA)

Die Raumsonde Hera der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) hat am 12. März 2025 den Mars und seinen kleinen Mond Deimos in nur 1.000 Kilometern Entfernung passiert. Dabei entstanden seltene Aufnahmen der kaum erforschten Rückseite von Deimos.

Dieser Vorbeiflug nutzt die Schwerkraft des Mars, um Hera auf Kurs zu ihrem eigentlichen Ziel zu bringen: die Asteroiden Didymos und Dimorphos. Dort wird die Sonde ab Dezember 2026 untersuchen, wie sich die Umlaufbahn von Dimorphos nach einer gezielten Kollision verändert hat.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist an der Mission beteiligt und liefert wissenschaftliche Analysen der gewonnenen Daten. Hera ist Teil eines internationalen Programms zur Erforschung von Asteroidenabwehr. Die Mission soll helfen, Einschlagrisiken auf der Erde besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

KI-Power aus NRW: JUPITER für die Forschung, smarte Mathehilfe für Schulen

Grafische Darstellung des Jülicher Supercomputers JUPITER (Copyright:
— Forschungszentrum Jülich)

Deutschland und besonders NRW treiben die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz voran. Während der Supercomputer JUPITER in Jülich Europas leistungsfähigste KI-Plattform bereitstellt, hilft das Lernsystem KI-ALF aus Köln und München Schüler mit Matheproblemen. Beide Projekte zeigen, wie KI unser Leben verändert – von globalen Forschungsfragen bis ins Klassenzimmer.

Mit JUPITER steht in Jülich der leistungsstärkste KI-Supercomputer Europas. Er analysiert riesige Datenmengen und wird für medizinische Forschung, Klimamodelle, Materialwissenschaften und Energietechnik genutzt. In der Medizin kann er helfen, neue Wirkstoffe zu entwickeln. In der Klimaforschung verbessert er Prognosen für extreme Wetterereignisse.

Jülich ist ein zentraler Standort für Supercomputing und KI-Forschung. Das Forschungszentrum betreibt

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Salziger Pudding: Der Hoden des Anstoßes

In der neuesten Episode des Podcasts „Salziger Pudding“ beleuchten Rechtsanwältin Aline Strutz und Psychologe und Ruhrbaron Dr. Sebastian Bartoschek einen komplexen Sorgerechtsfall um die junge Alina. Die Mutter erhebt schwere Missbrauchsvorwürfe gegen den Vater, gestützt auf fragwürdige Videos und Verhaltensweisen. Doch bei genauerer Betrachtung treten widersprüchliche Aussagen zutage, die ein anderes Licht auf die Situation werfen. Die Episode diskutiert die Herausforderungen, die entstehen, wenn der Kindeswille durch solche Dynamiken beeinflusst wird, und wie Fachleute zwischen Elternrecht und Kindeswohl abwägen.

Diese Folge bietet tiefe Einblicke in die juristischen und psychologischen Aspekte von Missbrauchsvorwürfen und Manipulationen im familiären Kontext. Sie ist ab sofort auf der Website von Salziger Pudding verfügbar.

…und überall, wo es Podcasts gibt.

Universitätsgesellschaft Münster fördert Leuchtturmprojekte mit Rekordsumme

Die Universitätsgesellschaft Münster unterstützt mit 86.000 Euro 16 innovative Projekte an der Universität Münster. Fünf davon wurden als Leuchtturmprojekte ausgezeichnet, darunter „Neue Wände 2026“, das Hochschulkulturfestival, sowie „Quantum100“, das bundesweite Finale zum Jahr der Quantenwissenschaft.

„Quantum100“ würdigt das von der UNESCO ausgerufene Jahr der Quantenwissenschaft 2025 und markiert das 100-jährige Bestehen der Quantenmechanik. Die Abschlussveranstaltung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft findet am 15. November 2025 in Münster statt und bringt führende Wissenschaftler zusammen, um die neuesten Entwicklungen dieser Schlüsseltechnologie zu präsentieren.

Ebenfalls gefördert wird das Klimaforschungsprojekt „Münster Klima im Wandel“ sowie der Austausch mit der Columbia Law School. Die Förderung soll neue wissenschaftliche Impulse setzen und Münster als Standort für Spitzenforschung und kreative Hochschulkultur weiter stärken. Der Vorstand überreichte die symbolischen Schecks feierlich im Schloss.

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„Der erste Fusionsreaktor der Welt soll in Deutschland stehen“

Stellaris-Fusionskraftwerk Bild: Proxima-Fusion

Das Sondierungspapier von CDU und SPD enthält etwas, was es in Deutschland nach Jahrzehnten nicht gab: Technologische Aufbruchstimung.

Heute beginnen die Koalitionsgespräche zwischen CDU und SPD. Ob sie überhaupt erfolgreich sein können, wird davon abhängen, ob es im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit für eine Lockerung der Schuldenbremse gibt, die sowohl höhere Verteidigungs- als auch Infrastrukturausgaben ermöglichen würde. Es ist also noch alles offen.

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Treibt Trump Wissenschaftler von der NASA zum DLR?

NASA (Foto von Brian McGowan auf Unsplash)

Donald Trump setzt seine Politik der Demontage der westlichen Exzellenz der USA fort – diesmal trifft es die wissenschaftliche Elite des Landes. Hochrangige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden entlassen, Forschungsabteilungen geschlossen. Besonders betroffen ist die NASA, deren wissenschaftliche Leitung und zentrale Strategieeinheiten aufgelöst wurden. Auch das ozeanografische Institut NOAA steht vor massiven Kürzungen. Doch wo die USA ihre klügsten Köpfe verprellen, könnte Deutschland profitieren. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bietet sich eine attraktive Alternative für jene, deren Expertise in den USA nicht mehr gewünscht ist.

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Podcast: Mäuse als Forscher – Wie Torben Kuhlmann Kinder begeistert

Torben Kuhlmann ist einer der bekanntesten deutschen Kinderbuchillustratoren und -autoren. Mit seinen liebevoll gezeichneten Mäuseabenteuern begeistert er nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Ob Lindbergh, Edison oder Einstein – seine Bücher nehmen junge Leserinnen und Leser auf Reisen in die Welt der Wissenschaft und Technik mit. Dabei vermittelt Kuhlmann Wissen ohne erhobenen Zeigefinger.

In unserem Gespräch erzählt er, wie er Themen für seine Geschichten findet – oder vielmehr,

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Neue Kriterien für Gesundheitsprojekte im Ruhrgebiet

Das Dortmunder U. Foto: Adolf Winkelmann

Die GeVoR-Initiative (Gemeinsame Versorgung im Ruhrgebiet) bringt Kommunen, Gesundheitseinrichtungen und soziale Träger zusammen, um Gesundheitsangebote gezielt zu verbessern. Mit Unterstützung des Instituts Arbeit und Technik (IAT) wurden die GeVoR-Kriterien entwickelt, die helfen, erfolgreiche Projekte zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

Ein erstes Beispiel ist das Dortmunder Projekt NORDSTARK, das Kinder und Familien in der Nordstadt mit Angeboten zu Bewegung und gesunder Ernährung unterstützt. Ziel ist es, gesundheitliche Prävention alltagsnah zu gestalten und Hürden beim Zugang zu Gesundheitsangeboten abzubauen. In einem Stadtteil mit hohen sozialen Belastungen setzt das Projekt auf praxisnahe Unterstützung, etwa durch gemeinsames Kochen oder Bewegungsprogramme. Die Anwendung der GeVoR-Kriterien zeigt, dass solche Maßnahmen langfristig dazu beitragen können, Gesundheitsförderung gezielt und wirksam umzusetzen. Die Erkenntnisse aus der Analyse sollen helfen, erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und in andere Regionen zu übertragen.

Im Sommer 2025 sollen die Kriterien in einem Workshop mit Fachleuten erprobt und optimiert werden, um weitere erfolgreiche Initiativen im Ruhrgebiet zu stärken.

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Hirnforschung für alle – in Düsseldorf, und Europa

Das Gehirn bestimmt, wer wir sind. (Foto von David Matos auf Unsplash)

Wie erinnern wir uns? Wie verarbeiten wir Sprache? Und was passiert, wenn das Gehirn nicht mehr richtig funktioniert? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Brain Awareness Week, die am 12. und 13. März an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) stattfindet. Die europaweite Veranstaltungsreihe bringt Forscherinnen und Forscher mit der Öffentlichkeit zusammen, um aktuelle Erkenntnisse zur Funktionsweise des Gehirns verständlich zu machen – von der Wahrnehmung und Intelligenz bis hin zu neurologischen Erkrankungen.

In Düsseldorf liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit von Linguistik und Medizin. Die Linguistik, die Wissenschaft von der Sprache, untersucht, wie Menschen sprechen, verstehen und Sprache im Gehirn verarbeiten. Sie beschäftigt sich mit Regeln der Grammatik, Lautbildung, Wortbedeutungen und der Struktur von Sätzen. Doch sie geht weit darüber hinaus:

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Erste Frau an der Spitze der Deutschen Gesellschaft für Philosophie – und die kommt aus NRW

Ruth Hagengruber Foto: HWPS Lizenz: CC BY-SA 4.0

Dr. Ruth Edith Hagengruber, Professorin für Philosophie an der Universität Paderborn, wurde als erste Frau zur Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) gewählt. Sie will das Erbe der Philosophinnen stärker in die Arbeit der Gesellschaft einbringen und philosophische Einsichten in aktuellen gesellschaftlichen und politischen Debatten sichtbarer machen.

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