Was derzeit in einem Dortmunder Krankenhaus passiert, wirkt wie eine bitterböse Parodie auf die Realität in deutschen Kliniken. Drei Pflegekräfte streamten während ihrer Nachtschicht auf einer Intensivstation stundenlang live auf TikTok – vor bis zu 500 Zuschauern. Alarmsignale piepten, vertrauliche Daten waren im Bild, aber Hauptsache: Likes, Herzchen, Reichweite.
Studentenzahlen im Ruhrgebiet stiegen leicht im Wintersemester 2024/25

Im Gegensatz zum NRW-Trend sind die Studentenzahlen im Ruhrgebiet im Wintersemester 2024/25 ganz leicht gestiegen: So waren im vergangenen Wintersemester 268.364 Menschen an den
Der Next-Generation-Sozi: Alex Karp und die Rückkehr der technischen Aufklärung

Alex Karp, Chef des Datenkonzerns Palantir, schreibt ein leidenschaftliches Plädoyer für den Westen – technikoptimistisch, staatsfreundlich und überraschend sozial. Eine politische Position, die in Deutschland zwischen alle Stühle fällt.
Für die meisten ist ein Sozialdemokrat heute jemand, der zu dumm für die Grünen, aber so woke wie eine Bachelorstudentin der Alice Salomon Hochschule ist. Das war nicht immer so: In den 60er-Jahren war die SPD eine
Neuer Kooperationsvertrag stärkt Universitätsallianz Ruhr

Die drei Partnerunis TU Dortmund, Ruhr-Universität Bochum und Universität Duisburg-Essen vereinbaren in ihrer gemeinsamen Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) einen neuen Kooperationsvertrag. Die bisherige Vereinbarung decke die Tragweite der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit nicht mehr ab: „Viele neue Institutionen und Kooperationen wurden geschaffen, allen voran die vier Research Center und das College, die vom Land Nordrhein-
Es wird kein europäisches ChatGPT geben

Im Interview mit der Welt am Sonntag fordert Digitalminister Karsten Wildberger die Entwicklung eines eigenen europäischen Large Language Models (LLM), KI-Modelle, die auf riesigen Datenmengen trainiert wurden und Texte verstehen und generieren können, als Alternative zu ChatGPT, Gemini oder Claude. Vernünftiger wäre es, sich auf KI-Geschäftsfelder zu konzentrieren, auf denen Europa noch eine Chance hat.
Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit hat eine Technologie die Welt so schnell verändert wie künstliche Intelligenz. Nachdem OpenAI im November 2023 ChatGPT, damals in der Version 3.5, für die Öffentlichkeit freigab, setzte ein bis heute anhaltender Boom ein:
„Viele glauben, dass der Klimawandel das alles bestimmende Umweltproblem ist“

Zustand nach einer Brandrodung südlich von Santa Fé, Panama Foto: DirkvdM Lizenz: CC BY-SA 3.0
Der Evolutionsbiologe Matthais Glaubrecht befasst sich in seinem jüngsten Buch mit zwei globalen Krisen: dem Klimawandel und dem Artenschwund. Dabei widerlegt er den verbreiteten Glauben, die Klimaerwärmung sei Hauptursache des Aussterbens von Tier- und Pflanzenarten. Natur- und Artenschutz müssten unabhängig von der Klimafrage mehr politisches Gewicht bekommen. Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch.
Frage: Herr Glaubrecht, wie viele Tier- und Pflanzenarten gibt es auf der Welt?
Matthias Glaubrecht: Das weiß niemand. Fundierte Hochrechnungen haben ergeben, dass es zwischen acht und neun Millionen sein könnten. Wissenschaftlich erfasst und beschrieben sind bisher weniger als zwei Millionen. Unter den Unbekannten sind höchst wahrscheinlich nur noch wenige Säugetiere, Vögel und andere größere Wirbeltiere. Das Heer der unbeschriebenen Arten bilden die Insekten.
Warum weiß man so wenig über das Leben auf der Erde?
Dass wir so wenig über die Vielfalt der Natur wissen, hat mehrere Gründe. Winzige Lebewesen nach Arten zu unterscheiden, ist schwierig. Bevor man das Genom lesen konnte, war es noch viel schwieriger. Große
„Ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl“ – Wie der unerfüllte Kinderwunsch mein Leben zerstörte

Es sollte der Beginn von etwas Wunderschönem werden. Meine Frau und ich wünschten uns ein Kind. Nach längerer Zeit des Hoffens entschieden wir uns für eine künstliche Befruchtung. Wir vertrauten uns einem Kinderwunschzentrum an, verließen uns auf die dortige Expertise, folgten allen Anweisungen, hielten alle Termine ein. Doch dann kam alles anders. Von unserem Gastautor Till Oliver Becker.
Meine Frau verletzte sich während dieser Zeit leicht am Knie, ein kleiner Arbeitsunfall. Sie musste das Bein ruhig halten und bewegte sich an Krücken. Als sie in diesem Zustand noch einen Termin im
Die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft

Der „Weltgesundheitsrat“ („World Council for Health“) hat dem als Gegner der Coronaimpfung bekannt gewordenen Mikrobiologen Sucharit Bhakdi soeben „den Preis für Mut, Wahrheit, Wissenschaft und Weisheit“ verliehen, wörtlich „Best of Mankind Award For Courage, Truth, Science and Wisdom“. Von unserem Gastautor Ludger Weß.
Impfgegner feiern die Auszeichnung, während andere zu Recht einordnen, dass dieser ominöse Rat mit dem hochtrabenden Namen ein zweifelhafter Verein ist, der sich als Alternative zur WHO sieht und „Gesundheitsfreiheit“ fördert. Er kritisiert unter anderem die Corona-Maßnahmen und Impfungen und verbreitet absurde Informationen über
Alfried Krupp-Förderpreis 2025 geht an Robotik-Professorin Georgia Chalvatzaki

Die Informatikerin Prof. Dr. Georgia Chalvatzaki von der TU Darmstadt erhält den diesjährigen Alfried Krupp-Förderpreis. Die 37-Jährige forscht an interaktiver Robotik, bei der Maschinen in Echtzeit aus dem Zusammenspiel mit Mensch und Umwelt lernen – etwa in Pflege, Logistik oder nachhaltiger Landwirtschaft. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen
Thorium-Reaktoren könnten helfen, Versorgung und Unabhängigkeit zu sichern

Europa und Deutschland brauchen Versorgungssicherheit, klimaneutralen Strom und Unabhängigkeit. Mit Thorium betriebenen Flüssigsalzreaktoren könnten in einem zukünftigen Energiemix eine wichtige Rolle spielen.
Deutschland hat ein Energieproblem – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik war der Preis für eine Kilowattstunde Strom hierzulande mit 40 Cent der höchste in ganz Europa. Im EU-Durchschnitt lag der Preis mit 29 Cent deutlich darunter. Doch trotz des seit Jahrzehnten andauernden Ausbaus der erneuerbaren Energien lag auch der deutsche CO₂-Abdruck mit 381 g/kWh im Jahr 2024 deutlich