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Corona-Lockdown: Noch lange keine Lockerung in Sicht!

Foto: Robin Patzwaldt

Es ist wieder einmal Montag und es laufen, wie gefühlt in jeder Woche seit Monaten, auch heute intensive Lockerungsdebatten in Bezug auf den leidigen Corona-Lockdown, der uns seit November alle ziemlich einschränkt. Einmal mehr soll in Berlin in Kürze darüber beraten werden, was und wie eventuell an Erleichterungen für die Bürger in absehbarer Zeit kommen kann, kommen soll.

Und ganz ehrlich: Einmal mehr wird es diesbezüglich wohl viele traurige und entsetzte Gesichter bei den Bürgern geben. Trotz zuletzt sinkender Covid-Fallzahlen und eines sich aktuell zum Glück wieder deutlich unter 100 befindlichen 7-Tage-Izindenzwertes, hat sich an der gefährlichen Lage an sich ja nichts verändert. Ein weitestgehend ‚normales‘ Leben ist in Deutschland also nach wie vor, bei nüchterner Betrachtung, unmöglich, obwohl viele kritische Stimmen im Lande einem eben genau diesen Eindruck vermitteln wollen.

Die jeweils von der Politik genannten theoretischen Enddaten für den Lockdown, sie sind leider nur Augenwischerei. Solange keine konkreten Zahlen und Werte festgelegt werden, ab wann was wieder möglich sein soll, erst recht.

Und selbst dann laufen wir mit jeder zugestandenen Lockerung direkt wieder vermehrt Gefahr in einen neuerlichen Anstieg der Infektionen und damit in eine Verschärfung der Beschränkungen zu laufen. Zumal jetzt, in der kalten Jahreszeit. Wie die Situation sich im Frühjahr und Sommer darstellen wird, wenn wieder mehr Aktivitäten am der frischen Luft möglich sind, bleibt abzuwarten.

Diese ständig, um es bildlich zu machen, dem Esel vor die Nase gehaltene ‚Karotte‘, sie nervt inzwischen nicht nur, sie wird auch zunehmend gefährlich. Jeder von uns spürt, wie sehr sich die Stimmung in der Gesellschaft in diesen Tagen zum Negativen verändert.

Dass der Winter 2020/21 hart werden würde, war uns allen schon im Spätsommer klar. Dass er so sehr an den Nerven zehrt, ist zu einem großen Teil auch die Schuld der Politik, die sich in einem permanenten Diskussionsprozess befindet, der aber noch immer keine klaren Auswege aus der Pandemie benennen kann, außer eben der von vielen herbeigesehnten Impfung, die sie jedoch selber zu einem erschreckend großen Teil bisher erschreckend ‚verbaselt‘ hat.

Egal ob in Schulen, in vielen Geschäften oder auch bei vielen Dienstleistern, der Druck in Bezug auf konkrete Pläne in Richtung Lockerung durch die Politik, er ist inzwischen riesengroß. Die Anzahl der Mut verleihenden Lösungen und Pläne hingegen ist auf der anderen Seite erschreckend gering.

Diese ständige Verlängerung des seit gut drei Monaten laufenden Dauer-Lockdowns, ohne, dass sich an der Lage grundsätzlich etwas verändern würde, sie nervt nur noch. Daran werden auch die für Mittwoch angedachten nächsten Gespräche über die Fortsetzung der Beschränkungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts ändern.

Zielführende Ideen, die es nicht schon im Vormonat gegeben hätte, werden auch diesmal im Gespräch der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel nicht auf dem Tisch liegen. Dass Bürger daher mit einer in Kürze eintretenden Verbesserung der Situation bzw. von Lockerungen ausgehen können, ist nicht zu erwarten. Denn dafür gibt es so auch schlicht keinen Grund, denn ein Inzidenzwert von knapp unter 80 ist eben längst noch keiner von unter 50. Denn das war ja das Ziel des Lockdowns. Und selbst wenn dieses bald Realität werden sollte, würde ein Ende diverser Schutzmaßnahmen ja nur direkt wieder zu einem raschen Anstieg der Werte führen.

Wie also soll der Ausweg aus dem Lockdown konkret gelingen, liebe politisch Verantwortlichen, wenn nicht über den Weg der Impfung und/oder besseres Wetter? Und beides ist aktuell eben noch ziemlich weit entfernt, wie heute auch schon ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt….

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26 Kommentare zu “Corona-Lockdown: Noch lange keine Lockerung in Sicht!

  • #1
    Mawa

    Wie lange soll das denn so weiter gehen? Es dürfte doch ziemlich klar sein, dass das Virus nicht mehr verschwindet. Wenn wir nicht lernen, damit umzugehen, können wir einpacken.

  • #2
    Björn Wilmsmann

    > Wie also soll der Ausweg aus dem Lockdown konkret gelingen, liebe politisch Verantwortlichen, wenn nicht über den Weg der Impfung und/oder besseres Wetter?

    Die Bundeskanzlerin hat ja im Dezember bereits sehr praktikable Vorschläge dazu gemacht: "Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände." (und tanzt den …)

    Nützt zwar genauso wenig wie der ziellose "Lockdown für immer", aber hält warm und lenkt von dummen Gedanken ab …

  • #3
    abraxasrgb

    Ein Land, das so lernresistent (Immun gegen Intelligenz) ist, wie Deutschland? Wenn aktuell von einer "Schneekatastrophe" geredet wird, erinnere ich mich recht gut an den Winter vor 10 Jahren, in dem es kein Streusalz gab und im Ruhrgebiet die Infrastruktur für ein paar Tage fast zum Erliegen kam … finde die Ähnlichkeiten! Aber hier sind Brieftauben als Kommunikationsmittel ja Tradition ;–)
    Schönwetter-Verwaltung? Aber eigentlich wundert mich gar nichts mehr, außer der Frage, wofür meine Steuern verwendet werden 😉

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Interessant. Habe mich gerade auch übereine Schlagzeile ‘Jahrhundertwinter’ gewundert. Nur weil jetzt vielleicht einmal für ‘ne Woche Schnee liegt? erinnert spontan an Laschet und sein härtestes Weihnachtsfest nach dem Krieg. Ach, lassen wir das…. 😉

  • #5
    Helmut Junge

    @Robin, googel mal "Jahrhunderwinter" oder " Jahrhunderthochwasser"
    Im letzten Jahrhundert gab es viele davon.
    Ich hatte bei den Überflutungen der Kölner Altstadt spöttisch gesagt, daß das 20.Jahrhundert in gewisser Hinsicht ein "Jahrtausendjahrhundert" sein muß. Dieses Jahrhundert liegt ja glücklicherweise in einem neuen Jahrtausend. Der Titel ist also wieder offen.
    Die Schneekatastrophe 1978 fiel auf Silvester, kam völlig unerwartet, aber ich bin mit Frau und Kind mit der Straßenbahn nach Dinslaken gefahren. Hätte auch das Auto nehemen können, weil es damals noch Räumfahrzeuge gab. Heute geht das alles nicht mehr. Und damals hab ich mich darüber aufgeregt, daß es für Duisburg nur 7 davon gab. Hat mir alles zu lange gedauert, bis die Straßen frei waren. Bis zu 3 Tage. Aber die Autobahnen waren schneller frei. Wir sind Absteiger und kämpfen nicht um den Wiederaufstieg, sondern sind zufrieden.

  • #6
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Helmut: Ich erinnere mich noch vage an den Winter 1978, als mein Vater mich bei Glatteis zur Schule gebracht hat, diese dann aber wegen Glatteis ausfiel. Daran ist bis heute kein Winter mehr rangekommen. Damals gab es hier ungelogen x-cm pures Eis auf der Straße. Habe ich bis heute nie wiede erlebt. Auch aktuell nicht 😉

  • #7
    ke

    Die NINA Warn App ist seit Tagen alleine dafür verantwortlich, dass sich mein Handy Akku leert. Ein Alarm nächsten.
    Wir bin ich nur so alt geworden. Damals ohne High-Tech Expeditionskleidung und ohne Winterreifen?

    Es ist eigentlich einfach. Die Option die wir hätten, wären Tests im großen Umfang, um schnell Infektionen zu erkennen. Das wird auch notwendig, weil sich Infektionen auf jüngere Menschen und evtl. auf Geimpfte verteilen, die beide keine großen Symptome haben.
    Leider wurde in dem Bereich wenig gemacht. Die Altenheime mit extrem unterschiedlichen Test-Folgen zeigen dies.

    Dann bleibt natürlich viel im öffentlichen Bereich. Nur müsste dann die Verwaltung agieren und liefern. Das fällt also aus.

    Es fällt einfach auf, dass Politik und Verwaltung absolut nicht mehr in der Lage sind pragmatisch zu handeln. Es haben einfach zu viele Personen Karriere gemacht, die sich mit 1st World Pseudo-Themen und Problemlösungen für Probleme, die man in meiner Jugend nicht kannte, beschäftigt haben.

    Wenn wir nicht aufpassen und Politik nicht fordern, bleiben wir im Lockdown hängen, weil Politik gemerkt hat, dass sie so Abhängigkeit vom Staat erzeugt und das auch noch mit einem Virus begründen kann. Dass diese Politik uns schafft, merken wir aktuell und dann bei den Renten.

    Es wird dringend Zeit, dass wir Politik fordern. Was macht eigentlich aktuell Herr Laschet. Vor den Gesprächen mit der Kanzlerin ist er immer extrem ruhig, dabei hat NRW noch viel zu tun, um endlich Grundlagen für ein sicheres Arbeiten und für sichere Heime zu schaffen. Die Testanforderungen sind doch wohl ein Witz.

    Ja, wofür zahle ich steuern. Als Dortmunder haben wir ja den Boulevard Kampstraße, bei dem viele Jahre nicht ausreichten, um etwas anzustoßen. Wie sollen solche Verwaltungen mit einem dummen, aber schnellen Virus klarkommen?

  • #8
    Susanne Scheidle

    @ Robin #6
    Oh ja, an den Winter 1978 erinnere ich mich auch noch! Nur dass man das damals nicht "Schneekatastrophe" genannt hat, sondern "Winter". Und die Bahn warb mit dem Spruch: "Alle reden vom Wetter, wir nicht!" In dem Winter haben wir eine Klassenfahrt nach Paris gemacht, wir haben für die Fahrt mit dem Bus über die vereisten Straßen 9 Stunden gebraucht und die einzige annehmbare Musik-Kassette (für die Jüngeren: das ist ein archaischer Tonträger!) die der Fahrer dabei hatte war von Supertramp – gerade zu den Klängen von "A Soap-Box Opera" fuhren wir jubelnd durch die Vororte von Paris, daran muss ich bis heute denken, wenn ich das Lied mal irgendwo höre.
    Und wir waren alle gut gelaunt – außer dem Busfahrer, der war ein bisschen fertig…

    Es stimmt, heute wird vor jedem Stürmchen oder 10 cm Schnee vor Unwetter gewarnt und der öffentliche Nahverkehr wird vorsichtshalber mal komplett eingestellt.
    Aber das ist kein Zeichen, dass man jetzt besser vor Unbilden gewappnet wäre, im Gegenteil. Man sichert sich ab für den Fall, dass man es nicht gewuppt kriegt, was insofern ganz intelligent ist, weil man es tatsächlich nicht (mehr) auf den Pin kriegt.

    Wenn wirklich mal eine echte Katastrophe um die Ecke kommt, wie Corona, läuft diese Simulation von Katastrophen Management ins Leere und die naheliegendsten Dinge werden nicht bedacht.
    Ach, die Urlauber denen man trotz Pandemie gestattet hat, nach Malle zu fliegen kommen irgendwann auch mal wieder zurück und könnten infiziert sein? Na ja, da denken wir mal drüber nach, wenn es soweit ist – also wenn wir selbst aus dem Urlaub zurück sind.
    Nach den Ferien fängt die Schule wieder an? Wie überraschend!
    Im Herbst sinken die Temperaturen? Wer hätte das gedacht!
    Die Infektionszahlen gehen dann wieder hoch? Das konnte ja keiner ahnen, nur weil der Herr Drosten und ein paar andere Pessimisten schon im April genau davor gewarnt haben.
    Ja, was ist dann zu tun?
    Also erstmal die Wahrung föderaler Zuständigkeiten, weshalb womöglich wirksame Maßnahmen nochmal um Wochen hinaus geschoben werden.
    Aber dann! Hurra, wir haben einen Impfstoff!
    Es werden Impfzentren aus dem Boden gestampft – aber keiner macht sich Gedanken darüber, wie man auf einigermaßen vernünftige Art an einen Impftermin kommt – oder dass ältere Leute vielleicht nicht so mobil sind. Quelle surprise!
    Und jetzt ist auch noch "Scheekatastrophe", die öffentlichen Verkehrsmittel verkehren nicht – was, s. o., total überraschend ist bei Schneefall, vom Schneefall im Februar mal ganz abgesehen – und wer einen begehrten Impftermin ergattert hat, kommt womöglich nicht ins Impfzentrum.
    Andererseits: Da hat der Impfstoffmangel doch mal einen echten Vorteil, diejenigen, die es heute nicht zum Impfzentrum geschafft haben, versuchen es dann eben morgen nochmal zur selben Zeit, und wenn nicht morgen, dann übermorgen.

    Das einzige, was in D tadellos funktioniert, das muss man sagen, ist der Datenschutz.
    Na gut, da funktioniert halt die Corona-Warn-App nicht so richtig wie sie sollte.
    Und die Vergabe von Impfterminen verläuft nicht so komplikationslos wie, sagen wir mal, in Israel, wo das ganz problemlos durch die Krankenkasse geregelt wird.

    Wenn das Virus ein Fäustchen hätte, würde es da reinlachen.

  • #9
    Lehmbruck

    Der gleiche Driss würde uns in der Klimapolitik drohen, sollte die bräsige CDU im September wiedergewählt werden. Vielleicht war Corona eine erweckende Kostprobe, was ums noch dräut, wenn man weiter so unambitioniert regiert wird und "auf Sicht fahren" jeglichen Gestaltungswillen und Ehrgeiz ersetzt. Was erwartet man von einem Kabinett, in dem unfähige Minister wie Scheuer und Klöckner einfach bis zum Ende der Legislaturperiode durchgeschleppt werden?

  • #10
    thomas weigle

    @ Susanne Scheidle. Nein, das Schneechaos am Jahreswechsel 78/79 war schlimmer als heuer-Tote in Norddeutschland, großflächige Stromausfälle, Züge,die Tage im Schnee feststeckten, Urlauber,die in Dänemark in kalten Notquartieren ausharren mussten,weil die Grenze gesperrt war
    , weil in SH nix mehr ging. Das war damals ein Chaos mit Ansage. Bei uns in FFM, wo ich auf Heimaturlaub war, war es am 28.12 noch recht mild, während es in SH schon losging. An Silvester war die Schnee-und Kaltfront auch im Rhein-Main-Gebiet angekommen-allerdings hatte da zumindest der Wind bzw.Sturm keine große Rolle mehr gespielt. Die BW verschob aufgrund des Wetters den Einberufungstermin 2.1. um einige Tage nach hinten. Also nördlich der Mainlinie ging es richtig ab. Im Februar gab es dann im Norden ein dejavue, es gab Fahrverbote bspw. im Lkrs Diepholz, wo ich damals arbeitete.

  • #11
    ccarlton

    #9:

    Würde? Wird! Ab September haben wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine grüne Regierung mit einem schwarzen Kanzler. Die bei der Bekämpfung einer Atemwegserkrankung so erfolgreichen Politiker werden sich dann voll und ganz der nächsten Herausforderung zuwenden.

  • #12
    Ali Mente

    Die einzige alternativlose Maßnahme ist also ein endloser Lockdown. Das Leben aus Angst vor dem Tod zwar nicht komplett beenden aber rein auf Arbeiten, Nahrungsaufnahme und -ausscheidung sowie Schlafen und etwas Netflix reduzieren. Lebensmittel gibt es nur noch vom Lieferdienst und alles andere kommt von Amazon. Andere Menschen zu treffen ist viel zu gefährlich, selbst auf die eigenen Familienmitglieder werden zum gesundheitlichen Risiko.

    In so einer Welt will ich nicht leben und ich hoffe, es gibt noch genug Menschen die genauso denken um dieses Szenario zu verhindern.

  • #13
    ccarlton

    #12:

    Es zeigen sich die ersten zaghaften Anzeichen von Vernunft. Horst Seehofer hat erkannt und zugegeben, daß Frisörsalons mit Hygienekonzept mehr Sinn machte als sich die Haare "schwarz" schneiden zu lassen. Respekt!

    Das müsste jetzt nur noch auf Restaurants und private Feiern übertragen werden und das Wirtschaftsleben sähe besser aus.

  • #14
    Barbara

    Das beste Hygienekonzept wäre, den Querdenker "ccarlton" in Quarantäne zu schicken, und nie wieder herauszulassen (o.k., zu streng, an ccarltons Querdenker-Blödsinn kann man sich doch nicht anstecken, oder?)

  • #15
    DAVBUB

    @12: "Das Leben aus Angst vor dem Tod zwar nicht komplett beenden aber rein auf Arbeiten, Nahrungsaufnahme und -ausscheidung sowie Schlafen und etwas Netflix reduzieren."
    Wenn ich mir anschaue, mit welcher Lust und Begeisterung manche unserer politischen Führungskräfte seit nunmehr einem Jahr "Coronamaßnahmen" diskutieren und verkünden, die zum o.g. Ergebnis führen, werde ich zum Verschwörungstheoretiker. "Coronamaßnahmen" in D bedeuten verbieten, untersagen, schließen. Bei mir verstärkt sich zunehmend der Verdacht, daß hier einfach mal ausgetestet, was sich das Volk so alles gefallen läßt. Die von Ihnen beschrieben Situation ist doch der Traum der Politik: Untertanen, die ohne offensichtliche Repression kuschen wie die Chinesen. Deshalb halten wahrscheinlich die Grünen ihre schützende Hand über Merkel. Die hoffen wohl, die jetzige Situation auf den "Kampf gegen den Klimawandel" mithilfe der CDU übertragen zu können.

  • #16
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ich bin entsetzt, wie wenig Rücksicht auf Mitmenschen hier offenkundig von einigen geübt wird. Es geht hier doch längst nicht nur um die eigenen Interessen. Ich fürchte nur, es macht keinen Sinn das mit Leuten zu diskutieren, die das nicht sehen wollen/können.

  • #17
    thomas weigle

    @ Barbara Ich denke, die meisten Ruhrbarone sind da recht gut immunisiert. Irgendwann nutzen da auch keine Diskussionen mit Querdenkern mehr, man sollte sie nicht mal mehr ignorieren.

  • #18
    Susanne Scheidle

    @ Thomas Weigle #10
    Ich weiß, dass die Lage damals in SH wirklich sehr ernst war und es Tote gab. Aber die Lage ist doch mit der im Moment nicht zu vergleichen, trotzdem wird so getan, als ob wir gerade "The Day After" hätten… Die beschriebene Klassenfahrt würde heute vermutlich abgesagt.

  • #19
    Susanne Scheidle

    @ Ccarlton, DAVBUB und wie Ihr alle heißt…

    Einfach mal über den Tellerrand schauen, ist ungemein informativ!
    Die angeblich so harten Corona-Maßnahmen in Deutschland, über die Sie sich in Ihren Beiträgen so wortreich aufkröppen, gelten in Ländern wie GB, Frankreich, Italien und Spanien als "Lockerungen".

  • #20
    Helmut Junge

    Im Ruhrgebiet sind die Städte oft so verzahnt, daß nur Einheimische wissen, wo die Stadtgrenze verläuft. Gestern war das allerdings einfach zu erkennen. Eine Hauptstraße, die in Duisburg Otto-Hahnstraße heißt, war gestern nachmittag total freigeräumt und sauber. An der Stadtgrenze nach Oberhausen heißt diese Straße Thüringerstraße und war voll zermatschtem Schnee, durch den sich die Autos quälten. Die Nebenstraßen waren allerdings in beiden Städten nicht geräumt.
    Eine Katastrophe ist also eigentlich nur dann eine Katastrophe, wenn der Mensch, sprich Behörde, nicht damit fertig wird.

  • #21
    Ali Mente

    Was hat es denn mit "Rücksicht auf andere" zu tun, wenn ich als gesunder Mensch eine Maske tragen und mich sozial isolieren soll? Nur auf die Gefahr hin, dass ich mich vielleicht anstecken KÖNNTE und dann andere anstecken KÖNNTE, ohne das ich selbst etwas von der Krankheit bemerken würde?

    Hätten wir die Pest könnte ich das noch nachvollziehen aber bei einer Krankheit, die für die allermeisten Betroffenen harmlos ist und bei der das Durchschnittsalter der Verstorbenen über der allgemeinen durchschnittlichen Lebenserwartung liegt, nicht.

  • #22
    DAVBUB

    @19: "@ Ccarlton, DAVBUB und wie Ihr alle heißt…"
    Alle, die Ihre Meinung nicht teilen, über einen Kamm zu scheren, zeugt ja nun auch nicht unbedingt von differenziertem Denken.

    "Die angeblich so harten Corona-Maßnahmen in Deutschland, über die Sie sich in Ihren Beiträgen so wortreich aufkröppen,…"
    Zunächst kröppe ich mich nicht auf, sondern ich gebe meine Meinung, Ansicht, Sicht der Dinge oder wie auch immer zu Papier bzw. in den Rechner. Das nennt man dann "Diskussionsbeitrag". Sie müssen ja nicht m.M. teilen, aber Ihre Ansichten werden nicht dadurch wahrer, daß Sie andere Menschen abwerten. Zudem scheine ich nicht der einzige Mensch in D zu sein, der die Maßnahmen als willkürlich, in Teilen wirkungslos oder ohne Bedacht der Verhältnismäßikeit verhängt empfindet. Hier die links zu den Artikeln über die Einflußnahme der Regierung auf Wissenschaftler, Anmahnung "maximaler Kollaboration" durch das RKI zur Durchsetzung "harter Maßnahmen", https://www.welt.de/politik/deutschland/article225991449/Corona-Papier-Opposition-fordert-Aufklaerung.html sowie einer Betrachtung der Maßnahmen durch einen Dritten https://www.welt.de/politik/deutschland/plus225966287/Corona-Mutanten-Alexander-Kekule-fordert-Ende-pauschaler-Lockdowns.html. Beispiele wie die diese werden Sie zuhauf nicht nur in der rechts -Impfnationalistischen Ecke finden.

    "…gelten in Ländern wie GB, Frankreich, Italien und Spanien als "Lockerungen".
    Das ist a) Rosinenpickerei und b) mir egal, denn ich lebe ja nun mal in D. Mich interessiert in erster Linie, was in D und warum dies hier geschieht, und welche Auswirkungen dies hat. Und c) ist es auch noch schlicht falsch: In Italien wurden Museen und Gastronomien wieder geöffnet, in GB wird geimpft, was die Spritzen hergeben, in Frankreich wird die Situation von nicht wenigen als Totalversagen gewertet (das in der KonsequenzLe Pen zur Präsidentin machen könnte) und über Spanien weiß ich nicht soviel. Man kann auch "rücksichtsvoll gegenüber anderen" (schöne Grüße, Herr Patzwald) sein, ohne auf kritisches Denken zu verzichten. Falls mich dies in Ihren Augen zum Queerdenker macht, kann ich dies nur bedauern, aber nicht ändern.

  • #23
    thomas weigle

    @ Susanne Scheidle Wenn du meinst, dass es damals im Winter 78/98 schlimmer war als heute, sind wir ja einer Meinung, zu mal ich gestern im NDR hörte, dass es am Wochenende schon wieder zu Ende sein soll, wir also nur einen heftigen Kurzbesuch vom"General Winter" hatten.
    Was Corona angeht, hat m.E die Politik weitgehend versagt. Was in der ersten Welle richtig war, "das Fahren auf Sicht"(Spiegel), weil man noch zu wenig zu wusste, war in der 2.Welle falsch. Vom Impfchaos nicht zu reden.
    Dass es dennoch immer noch, auch hier, verquere Leerdenker gibt, nun ja…

  • #24
    Helmut Junge

    @Ali Mente, sind Sie mal froh, daß unsere Gesellschaft so weich ist, daß Leute mit ansteckenden Krankheiten nicht ausgesetzt werden, wie früher, als Aussätzige noch in eine Aussätzigengrube geschickt wurden, oder auf eine Insel gebracht wurden wie z.B. nach Spinalonga bei Kreta.
    Wer Aussatz hatte wurde nämlich ausgesetzt. Heute brauchen Sie nur eine Maske tragen.

  • #25
    Susanne Scheidle

    @ Ali Mente

    Zitat: "(…)Nur auf die Gefahr hin, dass ich mich vielleicht anstecken KÖNNTE und dann andere anstecken KÖNNTE, ohne das ich selbst etwas von der Krankheit bemerken würde?(…)" Zitat Ende

    Danke für die Klarheit. Besser hätte man das Problem nicht auf den Punkt bringen können.

    Warum sollen Sie nicht mit einem SUV mit 100 Sachen durch die Stadt brettern, nur weil Sie dabei einen Fußgänger umnieten KÖNNTEN? Sie selbst würden ja nix davon merken.

  • #26
    Ali Mente

    @Susanne Schneidle

    "Warum sollen Sie nicht mit einem SUV mit 100 Sachen durch die Stadt brettern, nur weil Sie dabei einen Fußgänger umnieten KÖNNTEN? "

    Der Vergleich ist Unsinn. Was Sie beschreiben ("SUV mit 100 Sachen durch die Stadt") ist ein zutiefst fahrlässiges Verhalten. Ich spach nur davon, mein ganz normales Leben führen zu können.

    Die Analogie wäre eher: "Wir müssen den Autoverkehr komplett einstellen, da sonst Menschen zu Schaden kommen könnten".

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